Die gesellschaftliche Herausforderung

Die Tafel ist Deutschlands wichtigste Lebensmittelschnittstelle für Bedürftige. Ärmere Menschen, oft in den höchsten Risikogruppen, brauchen auch eine stabile Lebensmittelversorgung, und sind auf die Tafeln zur Sicherung des täglichen Bedarfs angewiesen.

Doch viele der Verteiler sind auf Grund von Social-Distancing geschlossen. Die Tafeln stehen vor großen Herausforderungen: Es mangelt ihnen an Lebensmittelspenden, Freiwilligen außerhalb der Risikogruppe und Kontaktpunkten zu TafelkundInnen.

Inspiration

Überall sehen wir Ausdrücke von Solidarität. Die Menschen wollen helfen und haben gerade besonders viele Freizeit. Wie können wir dabei helfen die Sicherung des täglichen Bedarfs für alle sicherzustellen, und gleichzeitig die Ausbreitung von COVID-19 ausbremsen?

Wir wollen Freiwillige dazu ermutigen die wichtige Rolle der Tafel in der Gesellschaft zu unterstützen. Mit Lefat Solidarität und Bewegung neu denken: Von Spendern und Abholern zu Boten und Abnehmern. Die Tafel kommt zu dir.

Unsere Lösung

Um die Tafelkunden weiterhin zu versorgen, dreht die Plattform Lefat das Konzept der Tafeln um und schließt da an, wo die bestehenden Tafeln an ihre Grenzen stoßen. Wir bauen eine App, in der die Tafeln eine neue Art von Verteilung gestalten, und das Essen direkt zu den Empfängern bringen.

Dafür melden sich die lokalen Tafeln und Freiwillige auf der Plattform an, die sich von der Software bei der Logistik unterstützen lassen. Mit einer neu entwickelten Routenplanung unterstützen wir sie bei der Warenbeschaffung und der Auslieferung.

Die Routenplanung in der Lefat App hilft den Freiwilligen schnell, auf Basis der notwendigen Verteilung der Transportkapazitäten, eine optimale Route für die Verteilung zu erhalten. Diese zeigt, wie möglichst effizient viele Kunden oder Tafeln erreicht werden können. Den Helfern wird die beste Route angezeigt, egal ob mit dem Lieferwagen, dem (Lasten-)Fahrrad oder zu Fuß.

Wie haben wir es aufgebaut?

Wir haben eine einfach und auf allen Geräten funktionierende Anwendung begonnen, welche den Tafeln und ihren Freiwilligen erlaubt die Routen für den angedachten Lieferdienst effizient zu planen.

Das Design folgt den Prinzipien Offline-first und Data-first, um die Anwendung auch ohne Netzabdeckung weiterverwenden zu können, und die Daten leicht und sicher über eine API mit anderen Initiativen zu teilen.

Hierfür haben wir ein Team mit verschiedenen Kompetenzen aufgebaut: Architektur, Design, Dokumentation, Logistik, Kommunikation und Programmierung. Diese Kombination erlaubt einen holistischen Entwicklungsprozess.

Was waren die besonderen Ereignisse und Herausforderungen der letzten 48 Stunden Hackathon?

Gruppenfindung - aus dem Chaos von fast 100 Menschen sind am Ende zum Großteil miteinander abgestimmte Projekt entstanden. Einige von denen, wie bspw. Lefat, sogar mit mehreren Teams in regelmäßigem Austausch, um zusammen ein großes Ganz zu entwickeln.

Framework für die App finden - jeder Entwickler brachte seine eigene Erfahrung mit, und das Open Source Ökosystem ist voller Möglichkeiten an Programmiersprachen und Frameworks. Eine informierte Entscheidung innerhalb von ein paar Stunden zu treffen ist keine einfache Aufgabe!

Was sehen wir weiter vor?

Wir werden weiter an den neu entstandenen Verknüpfungen mit der Open Source Community, den Tafelinitiativen und dem Dachverband arbeiten. Um an den Anforderungen zu arbeiten, verwenden wir weiterhin unsere öffentlichen Kanban Boards mit User Stories pflegen. Da kann jederzeit der aktuelle Stand der Entwicklung verfolgt werden. Es unterstützt uns dabei mit agilen Prinzipien einen steten Verbesserungsprozess abzubilden, der sich aus der Perspektive unserer Zielgruppen Tafeln, Freiwilligen und Empfängern speist.

Dazu wollen wir weiter an den Schnittstellen mit den neu entstandenen Partnerprojekten des Hackathons arbeiten. Dies sind die DigiTafel, welche sich um die Belegung sicherer Zeitslots für die Lagerarbeit in den Tafelinitiativen bemüht, Tafelhilfe, welche Freiwillige für den Transport von Lebensmittel gewinnen, sowie Lebensmittelspende, um die Abholung von Lebensmittel bei Spendern zu unterstützen.

Ferner sind wir auch im Austausch mit Nachbarschaftsportalen und anderen Helferplattformen, bspw. Nebenan.de, Quarantänehelden.org, neben anderen.

Unser Ziel für die Zukunft ist es, unsere Prototypen zusammenzufügen. So fördern wir die Lebensmittelversorgung und Solidarität unserer Gesellschaft.

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