Video zum Projekt: https://www.youtube.com/watch?v=U17wk4DKWNM

Das zu lösende Problem

Tafeln sind lokale Organisationen mit der Aufgabe, Essen für Bedürftige auszuteilen. Tafeln leben von freiwilligen Helfer*innen, die die Lebensmittel sortieren und austeilen. Da die meisten Helfer*innen ältere Menschen sind und sie aktuell zur Risikogruppe gehören, zwingt COVID-19 sie, zu Hause zu bleiben. Durch den Wegfall dieser ehrenamtlichen Helfer*innen müssen nun immer mehr Tafeln schließen, wodurch viele bedürftige Menschen in Deutschland nicht mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Tafeln versuchen daher, jüngere Menschen als Helfer*innen zu gewinnen. Diese werden jedoch oft nicht erreicht oder sind sich noch unsicher über die Aufgaben, die sie erwarten und wie sie helfen sollen. All diese Informationen sind theoretisch verfügbar, jedoch mehr in Artikeln oder längeren Texten auf z.B. Nachrichtenseiten. Das sind keine idealen Formen, um heutzutage Informationen an junge Menschen heranzutragen. Unsere Lösungsidee Wir wollen die Tafel unterstützen, indem wir durch zeitgemäße Kanäle, junge Menschen ansprechen. Wir wollen erreichen, dass junge Menschen den Aufruf zur Unterstützung der Tafel wahrnehmen, ihr Interesse wecken und sie mit den Informationen ausstatten, die sie brauchen, um mit ihrer Hilfe Tafeln vor der krisenbedingten Schließung zu bewahren, und geschlossene Tafeln wieder eröffnen zu können.

User Story

Ich als potenzielle*r Helfer*in möchte Informationen und eine leicht zugängliche Schnittstelle, damit ich weiß, wie ich meiner lokalen Tafel konkret helfen kann und was ich vor Ort zu tun habe.

Unsere Umsetzung der Lösung

Kommunikation und Informationsbeschaffung

Wir haben über twitter erfolgreich Kontakt zu der Pressesprecherin Anna Verres des Tafel Deutschland e.V., aufgenommen und ein persönliches Gespräch führen können. Es konnten von der Pressesprecherin Kernfragen zur Konzeptionierung beantwortet werden. Es wurden die drei wichtigsten Kernaufgaben für potentielle Helfer*innen zur Zeit der COVID-19 Pandemie besprochen, um über Social Media/Posterwerbung einen ersten Input an die Interessenten geben zu können:
(1) gespendete Lebensmittel von den Herstellern, Supermärkten und Restaurants abholen,
(2) Lebensmittel bei der Tafel sortieren, reinigen, vorverpacken und ggf. entsorgen und
(3) Lebensmittel in Form eines Lieferdienstes direkt zu den Familien bringen.
Um geschlossene Tafeln wieder zu öffnen, hat die Pressesprecherin außerdem zugesichert, dass ein Kontakt über den Dachverband hergestellt werden kann, um diese Tafeln schnellstmöglich zu erreichen. Da der Dachverband nur ein “loser” Zusammenschluss der Tafeln ist, aber keine zentrale Organisation, können Formulare für Anzeigen bzw. Kontaktaufnahmen leider nicht auf der offiziellen Homepage angeboten werden. FAQ wurden entwickelt, um im Nachgang effektiv Fragen an die Tafeln zu richten. Die FAQs finden sich auch auf der Home Page.

Zielgruppen erreichen

Wir haben uns als Ziel gesetzt, geeignete Helfer*innen zu finden und zu erreichen. Dafür mussten wir uns zuerst die Frage stellen: Welche Zielgruppe ist geeignet?
Viele der ehrenamtlichen Helfer*innen in den Tafeln sind ältere Menschen, die zu Zeiten der Corona-Krise zur gefährdeten Personengruppe gehören und deshalb als wichtige Unterstützung fehlen. Daher richtet sich unsere Suche vor allem an junge Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören und aufgrund der aktuellen Schul-, Freiwilligendienst- und Studiumsausfällen viel Freizeit haben.
Zu dieser Zielgruppe gehören unter anderem Schüler*innen und Abiturient*innen, Studierende, Freiwillige, deren Freiwilligendienst (FSJ, FÖJ, etc.) abgebrochen wurde, sowie ehemalige Freiwillige und Ehrenamtliche. Im nächsten Schritt war es für uns wichtig, zu ermitteln, wie wir am effizientesten mit den Zielgruppen kommunizieren können. Wir haben uns darauf konzentriert, bestehende Dachverbände, Räte und Organisationen als primäre Kontaktpartner zu ermitteln, um über diese (z.B. deren Facebook- oder Instagram-Seiten, E-Mail-Verteiler, etc.) Verbindung zu potenziellen Helfer*innen aufnehmen zu können. Als geeignet sehen wir die Landesschülerräte, Landesstudierendenwerke oder -vertretungen, Universitäten/Hochschule, Dachverbände von Freiwilligendienstorganisationen (wie z.B. die IJGD), aber auch bestehende Verbände und Plattformen, wie nebenan.de, deinnachbar.de, quarantaenehelden.org, tafel-jugend.de und foodsharing.de.
Desweiteren versuchen wir, unsere Zielgruppe vor allem über Social Media Plattformen wie Instagram oder Facebook zu erreichen, da sich Jugendliche heutzutage überwiegend auf diesen Plattformen bewegen. Kooperationen mit Influencern und Persönlichkeiten mit großer Reichweite ziehen wir ebenfalls in Erwägung. Auf diesem Weg erhoffen wir uns, innerhalb kürzester Zeit möglichst viele junge Menschen als Helfer*innen für die Tafel zu mobilisieren. Zusätzlich zu unserer digitalen Herangehensweise, wollen wir Poster und Flyer in Supermärkten aufhängen und den Tafeln die Vorlagen zur Verfügung stellen, um ebenfalls Tafel-spezifische Poster aufhängen zu können. Als weiteren Schritt planen wir nun - nach Absprache mit den Koordinator*innen der Tafel und unserem ContentTeam - die angegebenen Organisationen ab Montag zu kontaktieren, um eine potenzielle Zusammenarbeit zu besprechen und hoffentlich auch zu ermöglichen.

Informationsgestaltung für die Zielgruppe

  • Instagram Bilder: siehe Beispiel im Anhang
  • Supermarkt Poster-Template: siehe Beispiel im Anhang Wir haben aktuelle Posts untersucht und uns mit Designern beraten, um ansprechende Designs zu entwerfen. Website zur Unterstützung von Tafeln und potentiellen Helfern

Lösungsansatz:

Über eine Website (tafelhilfe.de) wird Tafeln eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt, unkompliziert und ohne zu viele technische Vorkenntnisse nach freiwilligen Helfern außerhalb der Risikogruppe zu suchen. Über ein Formular können Tafeln ein Hilfegesuch abschicken. Sie müssen dafür nur ihre Postleitzahl angeben. Sollte die betreffende Tafel auf der Website des Tafel-Dachverbands gelistet sein, werden die Kontaktdaten nach Eingabe der Postleitzahl direkt vorausgefüllt.
Nach Abschicken des Formulars wird automatisch ein Hilfegesuch auf den entsprechenden Partner-Plattformen gestellt. Aktuell gibt es Gespräche mit quarantaenehelden.org und wirhelfen.eu zu möglichen Kooperationen. Ein weiterer Bereich der Website ermöglicht es Tafeln, Werbematerialien zu erstellen und herunterzuladen. Dafür stehen Templates zur Verfügung, über die individuelle Poster, Flyer etc. erstellt werden können. In einem FAQ-Bereich werden die wichtigsten Fragen für potentielle Helfer und Interessierte beantwortet, damit einer Bewerbung nichts mehr im Weg steht.

Ein weiterer Bereich stellt Ideen und Tipps für Influencer zur Verfügung, wie hilfsbereite Influencer über ihre Kanäle die Idee für tafelhilfe.de unterstützen und bewerben können. Dazu gehören Beispielposts, Kampagnenvorschläge und weitere Möglichkeiten zur Unterstützung.

Um die Sicherheit der Tafeldaten zu gewährleisten, gibt es bereits erste Ideen. Eine Möglichkeit wäre, den Tafeln eine Mail mit einem Link zum Formular zu schicken, in der außerdem ein API-Key enthalten ist. In welcher Form der Key verschickt wird, muss noch mit dem Tafelverband abgesprochen werden. Ziel ist, dass wiederum wenig technische Vorkenntnisse nötig sind, um das Formular zu nutzen und gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards gewährleistet sind.

Technische Umsetzung:

Der Prototyp der Website ist auf AWS umgesetzt. Dort wird eine vue-App gehostet, die via axios AJAX-Requests Hilfegesuch-Daten an eine Datenbank schickt. Dort werden die Daten gespeichert. Das Layout ist mit dem Framework Tailwind.css umgesetzt.

Unser Mehrwert

Wir halten diese Lösung auch für nach der Corona-Krise für nützlich und sinnvoll.
Wir helfen somit allen Tafeln und auch den Leuten, die sich engagieren wollen.
Auch wäre unsere Lösung für weitere soziale Einrichtungen nutzbar.
Damit schätzen wir das Potenzial dieser Lösung skalierbar zu sein, für hoch ein.

Schritte nach Sonntag

  • Austausch mit Tafeln: konkrete Aufgabenbeschreibung für Helfer
  • Hygiene Belehrung, Kontakt Gesundheitsamt

Technische Umsetzung

Für den späteren Live-Auftritt muss ein Konnektor implementiert werden, der als Schnittstelle zwischen unserer Website und den Partnerportalen fungiert. Dieser Konnektor wird wahrscheinlich als Java-EE-Webapp implementiert. Weiterhin muss die Datenbank in einer geschützten Umgebung aufgesetzt werden. Eventuell auf demselben Server oder auf einem weiteren separaten, müssen die Plakate und Designdateien zwischengespeichert werden. Dieser Bereich muss öffentlich zugänglich sein, damit die Dateien heruntergeladen werden können.

Zusätzlich zu den bestehenden Funktionalitäten muss das Feature “Templates bearbeiten und herunterladen” implementiert werden. Das wird in einer Kombination aus HTML5, vue und eventuell Java realisiert werden.

Herausforderungen im Projekt

  • Es gibt viele, die helfen wollen, aber nicht wissen wo oder wie
  • Den richtigen Zeitgeist erwischen, um ansprechende Designs zu entwerfen
  • Kontakt zu den Tafeln herzustellen, da diese kruzfristig und über das Wochenende schwer erreichbar waren
  • Zeitmanagement und Selbstorganisation
  • Strukturiertheit der Meetings, Länge von Meetings

Erfolge, auf die wir stolz sind

  • Video
  • Gute Zusammenarbeit, gutes Klima
  • Kommunikation untereinander
  • Eigeninitiative
  • Gutes Ergebnis in kurzer Zeit
  • Interaktion mit anderen Projekten und Organisationen

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