Inspiration

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum im Zusammenhang mit dem Coronavirus aktuell viele Tafeln schließen müssen. Einer der Gründe dafür ist, dass dort viele Menschen zu den Abholzeiten aufeinandertreffen und dass die ein Großteil der ehrenamtlichen Helfer meist zur Risikogruppe gehört. Außerdem können einige Menschen aufgrund von Quarantäne nicht ihr Haus verlassen, um zur Tafel zu gehen.

Dies ist ein großes Problem für viele Menschen, die auf die Unterstützung der Tafel angewiesen sind. Unsere Inspiration war es, eine Plattform zu schaffen, die auf digitalem Wege eine Koordination zwischen Kunden, der Tafelleitung und in Zukunft auch ehrenamtlichen Helfern ermöglicht, um gezielt Abholung, Lieferung und Vorbereitung in einer Weise zu ermöglichen, die den zwischenmenschlichen Kontakt reduziert und Risikogruppen schützt.

Unsere Lösung

Unsere Webanwendung DigiTafel soll eine Plattform sowohl für die Tafeln selber, als auch für die Kunden der Tafeln sein. Als TafellleiterIn kann man sich registrieren und seine Tafel online registrieren und steht dann für die Kunden Online für Bestellungen zur Verfügung.

Als KundIn der Tafel kann man sich mit der Größe seines Haushalts und Lebensmittelpräferenzen registrieren und nach einer Registrierung eine Bestellung abgeben und einen Zeitslot bei der Tafel auswählen. Diese verfügbaren Zeitslots wurden zuvor von der TafelleiterIn eingestellt und können mit einer Größenbegrenzung versehen werden.

Die Web-App stellt sicher, dass sich nicht zu viele Personen für denselben Zeitslot eintragen können. Wenn der Kunde während dem ihm zugewiesenen Zeitslot zur Tafel kommt, steht für ihn die Bestellung bereit. Denn durch die vorausschauende Planung, kann die Tafel bereits im Vorfeld Helfer bestimmen, die die Pakete packen. So müssen bei der Abholung nur minimaler zwischenmenschlicher Kontakt gepflegt werden und das Ansteckungsrisiko und die nötige Besetzung bei der Ausgabe wird minimiert.

Als Tafel kann man eine Übersicht über die eingegangenen Bestellungen aufräumen und so die Ausgabe planen. Ehrenamtliche, erhalten die Bestellungen und packen sie dann im Voraus zusammen.
Kunden, die nicht persönlich kommen könne, sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, einen Stellvertreter zu bestimmen, der für sie die Bestellung abholt oder in Zukunft vielleicht sogar eine Lieferung nach Hause ermöglichen.

Wie haben wir es umgesetzt

Die Web-App läuft über AWS. Das Backend wurde in Java geschrieben und kommuniziert mit dem Frontend über eine Restful-API. Spring Boot ist das von uns gewählte Framework. Um all unsere "Dependencies" zu verwalten, haben wir uns für Maven entschieden. Temporär nutzen wir eine h2-inMemory-Datenbank.

Wer wir sind

Das Team Accenture-Dual-Students besteht aus 18 dualen Studenten vom 1. bis zum 3. Lehrjahr der Firma Accenture, unterstützt durch 6 erfahrenere Kollegen als Coaches. Als wir von dem Hackathon gehört haben, haben wir beschlossen zusammen mit unserem Ausbildungsleiter, dass wir uns auch gerne einbringen würden. So wurden schnell noch einige erfahrene Kollegen als Mentoren mit ins Boot geholt und die Arbeit geplant. Viele innerhalb des Teams kannten sich noch gar nicht, oder haben zuvor nur flüchtig zusammengearbeitet. Aber wir wollten unsere gemeinsame Motivation nutzen, um auch etwas dazu beizutragen, die aktuelle Situation vielleicht ein klein bisschen zu verbessern.

Herausforderungen auf die wir gestoßen sind

Allgemein:
Jede Tafel organisiert sich selbst, d. h. es gibt kaum allgemeingültige Regeln, die für jede Tafel in Deutschland gleich sind. Das bedeutet, das unsere Lösung vielleicht nicht allgemein gültig an jeder Stelle einsetzbar ist, aber wir haben versucht ein Grundlage zu schaffen, die zumindest eine Basis bildet, in der sich die meisten Tafeln wiederfinden können und die in der zukünftigen Weiterentwicklung noch weiter angepasst werden sollte.

Im Team:
Anfangs mussten wir die komplette Infrastruktur aufsetzen und den Wissensstand einigermaßen angleichen, um alle arbeitsfähig zu machen. Dies galt natürlich nicht nur auf technischer Seite auch fachlich oder allgemein im Hinblick auf die Tafel, mussten wir ein gemeinsames Grundverständnis schaffen.
Das Team selbst war noch nicht eingespielt und es mussten mithilfe der Mentoren Wege gefunden werden, wie man die Aufgaben gleichmäßig verteilt und die Ziele visionär aber realistisch steckt.
Darüber hinaus sollte jedem Entwickler auch klar sein, dass eine Gruppe von mehr als 10 Personen, bestehend aus 3 unabhängig agierenden technischen Teams nicht so leicht zu koordinieren ist, insbesondere wenn man Konflikte in der Code-Basis vermeiden will.

Ergebnisse auf die wir stolz sind

Unser Produkt:
Von der Idee bis zu einem lauffähigen Open-Source-Prototypen innerhalb nur eines Wochenendes, das hat uns wirklich beeindruckt. Die Möglichkeit schon jetzt Tafeln und ihren Kunden zumindest den grundlegenden Service anzubieten vereinfacht Zeitslots auszumachen, um auch asynchron die Planung zu erleichtern und Menschen die Möglichkeit zu bieten, den Umständen entsprechend ggf. doch Essen von der Tafel zu erhalten.

Unser Team:
Die gute Zusammenarbeit trotz des großen Teams, kompletter Remote-Arbeit, großer Differenzen im Vorwissen mit über 20 Mitgliedern.
Auf die Motivation, die jeder an der Tag gelegt hat und teilweise noch bis spät in die Nacht aktiv war, um unser Projekt voranzubringen.
Auf den Zusammenhalt untereinander die gute Fehlerkultur und dass man sich immer an die Teammitglieder wenden konnte, wenn man ein Problem hatte und nicht weiterkam.

Was wir gelernt haben

Jede Menge über die Tafel. Das auch nachts um 3 noch vorbildlicher Code entstehen kann.Viele kleine oder große Stärken unserer Teammitglieder, Geduld im Umgang mit schlechter Ton oder Video-Qualität, wenn mal im Call einer rausfliegt. Jede Menge neue technische Skills und Erfahrungen in der geordneten Zusammenarbeit in einem agilen Umfeld.

Was in der Zukunft für die DigiTafel geplant ist

Möglich ist in der Zukunft ein Lieferservice für Kunden, die das Haus nicht verlassen können, oder auch eine Unterstützung der Tafel beim Management ihrer Kapazitäten und Freiwilligen. Hierfür würden wir gerne auch über den Hackathon hinaus gemeinsam weiter an dieser Anwendung arbeiten und auch die Zusammenarbeit mit anderen Projekten der Tafel-Reorganisation wie Lefat suchen.

Wir werden den Code komplett Open-Source zur Verfügung stellen samt fachlicher und technischer Dokumentation und öffentlichem Trello-Board und es besteht durchaus die Überlegung über offene API-Schnittstellen mit anderen zu kommunizieren.

In den Links findet ihr folgende Informationen:
DigiTafel-OnlineAnwendung
Gitlab-Repo-Frontend
Gitlab-Repo-Backend
User und Fachliche Dokumentation und Erweiterungs-Ideen
Unser Trello-Board

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