MedStaff+ - Helfen im Gesundheitssystem

Problem

Durch die Corona-Krise kommen Gesundheitssysteme an die Grenzen ihrer Kapazitäten und Institutionen benötigen zeitnah Unterstützung für ihr Personal.

Lösung

MedStaff+ macht qualifizierte Hilfskräfte in der Nähe sichtbar und ermöglicht den Institutionen ihre schnelle Mobilisierung.

Zielgruppe

Alle Institutionen des Gesundheitssystems, die ad hoc Unterstützung im Personal suchen, u.A.:

Pflege

  • Pflegeeinrichtungen
  • Ambulante Pflegedienste
  • Betreutes Wohnen (Senioren + Behinderung)

Medizin

  • Krankenhäuser
  • Rettungsdienste
  • Haus-/Lungenärzte
  • Corona-Teststellen

Apotheken

Corona-Hotlines

Jeder Bürger kann sich in MedStaff+ als Helfer:in registrieren und somit dem Entlasten des Gesundheitssystems entgegenwirken!!!

User Flow

Wie registrieren sich Hilfskräfte?

Über MedStaff+ registrieren sich interessierte Helfer:innen und definieren ihre möglichen Einsatzgebiete. Medizinisch qualifizierte Helfer:innen können während der Profilerstellung Art und Dauer ihres beruflichen Hintergrunds angeben. Diesen können sie per Foto-Upload ihrer Zeugnisse verifizieren.

Berufsfelder:

  • Rettungsdienst
  • Krankenpflege
  • Altenpflege
  • Ärzte
  • Labor
  • Sonstiges (z.B. technisches Personal im Krankenhaus)

Medizinisch nicht qualifizierte Helfer:innen können im Zuge der Registrierung Tätigkeitsfelder auswählen, in denen sie helfen möchten.

Tätigkeiten:

  • Kranken-/Altenpflege (z.B. Blutdruck messen, Vitalparameter kontrollieren, Körperpflege)
  • Logistik (z.B. Patiententransport, Mahlzeiten verteilen)
  • Fahrdienst
  • Sicherheitsdienst (z.B. Nachtwache)
  • Hauswirtschaft (z.B. Waschen, Putzen, Küche)
  • Verwaltung und Administration
  • IT, EDV, Technik
  • Kommunikation und Soziales (z.B. Betreuung von Patienten)
  • Sonstiges

Im Profil können die Helfer:innen den gewünschten Einsatzradius abhängig vom Standort und ihre zeitliche Verfügbarkeit angeben.

Wie mobilisieren Institutionen die Hilfskräfte?

Auf Institutionsseite können die Verantwortlichen in Echtzeit die Anzahl der verfügbaren Hilfskräfte einsehen und nach geeigneten Qualifikationen, benötigten Tätigkeiten und Reichweite filtern. Potenziellen Helfer:innen werden per Push-Notification oder SMS angefragt. In der App kann die Anfrage angenommen werden.

Frontend

Für das Frontend wurden zwei Anwendungen entwickelt: für Hilfskräfte und für Institutionen. Beide Anwendungen basieren auf React Native, ein von Facebook entwickeltes Open-Source-Framework für die App-Entwicklung für iOS und Android, das auch zum Entwickeln von Webanwendungen verwendet werden kann. Durch die Entwicklung einer nativen App haben wir Zugang zu eventuell benötigten Systemressourcen, wie z.B. Ortungsdienste und Push Notifications, erreichen mit React Native aber zusätzlich Plattformunabhängigkeit. Im Rahmen des Hackathons haben wir damit begonnen, die gemeinsam mit dem Product-Development-Team festgestellten Anforderungen an das Frontend für die berechtigte Stelle in einem ersten Prototypen umzusetzen. Hierbei sind wir davon ausgegangen, dass dieser Teil der Anwendung überwiegend am PC verwendet wird, während Hilfskräfte die App überwiegend auf dem Smartphone nutzen werden.

Backend

Die Plattform setzt auf dieses Backend auf. Dieses wurde mit dem Open-Source-Framework Laravel umgesetzt und ist bereits voll funktionsfähig. Laravel ist unter PHP-Entwicklern sehr beliebt, wird gut gepflegt und bietet eine breite Masse an Schnittstellen und Packages.

Das Backend stellt eine standardisierte REST-Api zur Verfügung. Die Autorisierung kann tokenbasiert oder mittels OAuth (Twitter, Facebook, Github) erfolgen. So können ohne Probleme Fremdsysteme angebunden werden, bspw. Krankenhausdienstplansysteme, Bereitschaftspläne der Hilfsorganisationen, oder Dashboards für Entscheider wie Landräte oder Bürgermeister. Auch die Registrierung der Helfer sowie das Aussenden einer Hilfsanforderung kann über berechtigte Fremdsysteme erfolgen.

Skalierbarkeit:

Aktuell setzt das Backend auf einem Nginx / PHP7.4 / MySQL-Stack auf. Es werden über Module aber auch NoSQL-Systeme unterstützt.

Die Auslieferung der angeforderten Ressourcen ist extrem performant. Dazu wird ein Redis-Cache eingesetzt. Die Benachrichtigung der Helfer erfolgt mittels Queue, hier können je nach Konfiguration viele Prozesse gleichzeitig Hilfsanforderungen per Push-Notification, SMS oder Telefon senden.

User Research - Focus Group

Um die Anforderungen an MedStaff+ aus Sicht der Institutionen des Gesundheitssystems zu verstehen, wurde am Samstag Mittag ein Fokusgruppen-Interview durchgeführt. Aus diesem Input wurden die User Experience und der User Flow entwickelt. Im Interview waren folgende Vertreter anwesend:

  • Praktizierender Arzt einer Klinik mit Corona-Fällen
  • Gesundheitswissenschaftlerin und Expertin Epidemologie
  • Juristin und Expertin IT-Sicherheit
  • Ansprechpartnerin Krankenhaus-Management
  • Rettungssanitäter

Datenschutz

Persönliche Daten von Helfer:innen werden für die Institutionen während der Helfer:innensuche anonymisiert im Aggregat dargestellt. Wenn Helfer:innen eine Anfrage annehmen, sind lediglich Qualifikationen, angegebene Tätigkeiten und Informationen wie Standort und zeitliche Verfügbarkeit in MedStaff+ anonymisiert einsehbar. Bei der Registrierung sollen Helfer:innen über die Einwilligung der Datenvermittlung informiert und um Zustimmung gefragt werden. Diese Einwilligung soll jederzeit in den Profileinstellungen widerrufbar sein.

Unsere Timeline

20.03.2020 (Freitag)
Projektdefinition
Kennenlernen im Team

21.03.2020 (Samstag)
Fokusgruppeninterview mit Experten zur Marktanalyse
Skizzierung der User-Flows
Codebase für Backend, Database-Modell und Frontend Mockup

22.03.2020 (Sonntag)
Grafisches Design der User-Flows
Erstellung des Pitch-Videos

Potential von MedStaff+

Mögliche Erweiterungen

MedStaff+ kann in der Zukunft einfach erweitert werden. Geplant ist nicht nur ein Bewertungssystem für die Hilfskräfte, sondern auch Schnittstellen zu Dienstplanprogrammen oder Bereitschaftsplänen der Institutionen. Außerdem sollen die Helfer über gängige Hygienestandards und den datenschutzkonformen Umgang mit ihren Daten informiert werden.

Zusammenarbeit mit anderen Projekten

Wir stehen jedoch auch im Austausch mit anderen Teams, die an ähnlichen Projekten arbeiten. Nach dem Hackathon werden wir evaluieren, wie wir am besten zusammenarbeiten können. Wir wollen eine einzige Zentrale bilden, bei der sämtliche Institutionen des Gesundheitswesens einfach Helfer:innen für alle benötigten Tätigkeiten finden können. Kooperation ist uns deswegen hier am wichtigsten.

Einige Teams in unserem Netzwerk:

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