Corona vor Ort - Informationen, die schützen

Die aktuelle Informationsflut und die vielen kursierenden Fake-News machen es derzeit alles andere als einfach, den Überblick über die aktuell geltenden Regelungen Rund um den Coronavirus zu behalten. Um informiert zu bleiben und vor allem Kenntnis über die lokalen Gegebenheiten sowie die eigene Situation zu erlangen, ist es essentiell auf verlässliche und für eine:n selbst relevante Informationen zugreifen zu können. Gut informiert können das eigene Verhalten entsprechend den aktuellen Regeln angepasst, Falschmeldungen entkräftet sowie ein kühler Kopf bewahrt werden.

Anders als bestehende Plattformen stellen wir Coronavirus-Informationen öffentlicher Stellen standortspezifisch, aktuell, leicht verständlich, zentral und auf das Thema fokussiert auf einer Internetseite dar. Mit einem Klick erhalten Nutzer:innen alle aktuellen Regelungen und Einschränkungen, die sie an ihrem Ort betreffen. Zudem stellen wir hilfreiche Tipps zur Verfügung, mit denen jede:r das Ansteckungsrisiko minimieren kann. Zudem werden Behörden durch einen guten Informationsfluss entlastet, da es weniger Nachfragen gibt.

Deshalb gibt es “Corona vor Ort” - Informationen, die schützen.

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Gesellschaftliche Herausforderung

Informationen zum Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe sind in Deutschland oft nur unzureichend aufbereitet, unvollständig und schwer verständlich formuliert. Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge des Coronavirus und ihre Rechtsgrundlagen unterscheiden sich von Ort zu Ort, da Vorschläge auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene nicht einheitlich umgesetzt werden. Aus diesem Grund müssen Bürger:innen zur Information auf viele verschiedene Plattformen zurückgreifen, um die für sie relevanten Meldungen inklusive Regeländerungen herauszufiltern. Hierdurch wird das Risiko erhöht, dass Falschmeldungen weiterverbreitet werden und es zu unbegründeter Besorgnis sowie Unsicherheiten unter den Menschen kommt. Auch der Zeitpunkt der Umsetzung unterscheidet sich sehr. In Summe ergeben sich Verwirrung und Unverständnis bis hin zur Ablehnung von notwendigen Maßnahmen.

Bestehende Warnapps wie NINA lassen in Bezug auf Corona einige Funktionalitäten vermissen:

  • Zu viele Themen: Sie informieren nicht gezielt zu Corona. Auch lassen sie erst nach Veränderung der Einstellungen für den Corona-Kontext irrelevante Hinweise (bspw. brennendes Reifenlager in 50km Entfernung) außen vor.
  • Schwer verständlich: Sie sind inhaltlich hochschwellig, da behördliche, schwer verständliche Sprache und offizielle Texte verwendet werden.
  • Technische Hürde: Sie sind technisch hochschwellig, da eine App heruntergeladen sowie ein Ort fest hinzugefügt werden muss, um Meldungen zu prüfen.
  • Kein intuitives, leicht eingängiges Design: Sie haben kein leicht verständliches, ansprechendes Design und laden nicht zur Nutzung ein.

Gesellschaftlicher Mehrwert

CoronaVorOrt ist das Portal, welches sich mit höchster Relevanz ausschließlich Corona widmet und sich auf Regelungen und Einschränkungen zum Coronavirus vor Ort konzentriert. CoronaVorOrt stellt jederzeit den aktuellen Stand zu Einschränkungen, Regelungen und behördlichen Empfehlungen dar. Alle Nutzer:innen erhalten diese standortbezogen und datensparsam durch die Eingabe der Postleitzahl. Sowohl Sprache, Bedienung, als auch Aufbereitung der Information mittels Dreier-Kategorisierung sind einfach und klar verständlich!

Somit profitieren unterschiedlichste Nutzer:innen von dieser aktuellen, einfachen, zentralen und doch lokalen Internetseite zu Corona-bedingten Regelungen und Einschränkungen, weil sie die Informationen haben, mit denen Sie sich und ihre Mitmenschen vor Ort schützen können.

Beispielhafte Nutzer:innen-Stimmen:

  • User:in 1: “Das ist die schnellste und einfachste Möglichkeit, mich über die Einschränkungen zu Corona in meiner Stadt/in meinem Dorf zu informieren.”
  • User:in 2: “Covid19 verunsichert mich und mein Umfeld. Ich fühle mich mit einer lokalen Internetseite sicher und unterstützt, die genau auf die Verbreitung und die verschiedenen Regelungen zu Corona abgestimmt ist.”
  • User:in 3: “Covid19 isoliert mich von meinen Angehörigen und Familienmitgliedern. Ich suche ein Informationsangebot, dass mich in diesem langanhaltenden, psychisch herausfordernden Prozess begleitet und mich zuverlässig aus einer Hand informiert.”

Innovationsgrad

Im Gegensatz zu bestehenden Warnsystemen bietet die neue Lösung CoronaVorOrt die Möglichkeit zur aktuellen Lage Daten strukturiert aufzunehmen und zu sammeln. Zudem setzt CoronaVorOrt auf leicht verständliche Informationen und bietet die Möglichkeit für alle Nutzer:innen ableitbare, verständliche Handlungsempfehlung bereitzustellen. Gegenüber dem Dickicht von behördlicher Sprache anderer Apps ist das ein Alleinstellungsmerkmal. Die Lösung dient als eine Art lokaler “Kompass” und bietet Transparenz bzgl. der vielen Regelungen. Der Bezug ist dabei ausschließlich und allein auf die Pandemie und den Schutz der Bürger:innen ausgelegt.

Insbesondere da die Bundesländer und Kommunen lokale Regelungen zu Corona erlassen, ist eine auf Deutschland bezogene Gefahrenmelde-App nicht passend. CoronaVorOrt bietet eine lokale Orientierung, statt einer Gesamtübersicht aller Regelungen in Deutschland, die nicht jeden betreffen.

Skalierbarkeit

Konzept

CoronaVorOrt wurde als progressive Web-App entwickelt, sodass alle Bundesbürger:innen ohne Probleme gleichzeitig darauf zugreifen und Informationen abrufen können. Da auf offizielle Daten zurückgegriffen wird, die automatisch ausgelesen werden, wird stets die Aktualität und Relevanz der Daten gewährleistet.

Im Rahmen des MVP (Minimal Viable Product) wurde ein Informationsportal für Bürger:innen geschaffen, in welchem sie einfach auf öffentliche Informationen zum Coronavirus zugreifen können. Die Plattform schafft einen ersten Schritt in Richtung einer bürgernahen und verständlichen Vermittlung öffentlicher Entscheidungen.

Weitere Ausbaufähigkeit

Die Skalierung in andere Länder ist im ersten Schritt durch allgemeine Formulierungen in der DACH-Region möglich. Im zweiten Schritt besteht die Möglichkeit der Ausweitung mittels Übersetzung und neuer Schnittstellen innerhalb der EU. Eine weltweite Skalierung ist auf Basis des jetzigen Stands möglich, sofern die Lokalisierung und Zuordnung von Meldungen anhand der Postleitzahlen oder einer zusätzlichen Standortfreigabe bzw. Adresseingabe sichergestellt ist.

Zusätzlich ist die Erhöhung der Anwendbarkeit durch die Integration einer Kartenfunktion, leichter Sprache sowie einem grafischen Ampelsystem, welches die Hinweise nach Dringlichkeitsstufe darstellt, denkbar.

In weiteren Schritten ist es zudem denkbar, ein Portal für Unternehmer:innen zu ergänzen. Ebenso ist ein Behördenzugang geplant, in welchem Lokalbehörden aktiv Informationen ergänzen können. Beide Erweiterungen sind als Mock-ups umgesetzt, um den potenziellen Funktionsumfang zu verdeutlichen, sind jedoch nicht in den MVP integriert. Mock-ups stellen einen digitalen Entwurf des Portals dar, welcher die optische Gestaltung und Nutzerführung bereits verdeutlicht.

Übertragung auf andere Kontexte: Erfahrungen mit Natural-Language-Processing und der Vereinfachung können dafür eingesetzt werden, die behördliche Sprache den Bürger:innen- allgemein näher zu bringen. Die Verknüpfung von Postleitzahl-Abfrage und einfacher Information kann auf andere Situationen im Zivilschutz und in der Katastrophenhilfe eingesetzt werden.

Zusammentragen von Erfahrungen mit anderen Projekten des Hackathons, u.a. mit 039_Staatliche Kommunikation_DEalog, [039_staatliche_kommunikation_KarteOeffentlEinschraenkungen] https://devpost.com/software/039_staatliche_kommunikation_karteoffentleinschrankungen und 1_044_c_flatten_the_curve_persönlicheaktuellemaßnahmenapp.

Anknüpfungspunkte über das Projekt hinaus: Aus der Herausforderung “Datenlage” ergibt sich die gesellschaftliche Notwendigkeit, bei Entscheidungsträger:innen in Kommunen und Ländern dafür zu werben, Informationen/Verfügungen in der BBK-Schnittstelle MoWaS einzupflegen. Im Rahmen des Hackathons wurden erste Kommunalpolitiker:innen erfolgreich sensibilisiert. In einem neuen Projekt könnte zum Beispiel NGOs aus der Katastrophenhilfe eine Advocacy-Kampagne starten, die sich an Entscheidungsträger:innen in Kommunen und Ländern richtet.

Fortschritt

Umgesetzte Funktionen

Um eine effiziente und integrierte Lösung zu entwickeln, die den Endbenutzer:innen einen wirklichen Mehrwert bietet, gilt es, deren Bedürfnisse genau zu verstehen. Hierfür wurden die Kernanforderungen als User Story verfasst und spiegeln die Nutzung aus deren Perspektive wider.

Insgesamt sind sieben dieser User Stories im MVP unserer Lösung CoronaVorOrt umgesetzt. MVP steht für Minimal Viable Product und bezeichnet die erste lauffähige Version des Produktes, die bereits die Kernfunktionen aus den definieren User Stories abdeckt:

  • Als Nutzer:in erhalte ich alle Meldungen und Regelungen in einer kurzen Übersicht, sodass ich alle wichtigen Meldungen in kurzer Zeit erfassen kann sowie die Meldungen für alle Nutzer:innen gut verständlich sind.
  • Als Nutzer:in kann ich meinen Wohn- oder Aufenthaltsort angeben und erhalte dafür spezifische Informationen wie z.B. Schulschließungen, sodass ich einen verlässlichen und sicheren Informationskanal habe.
  • Als Nutzer:in kann ich die Informationen gruppieren, sodass ich einen schnellen und einfachen Überblick erhalte.
  • Als Nutzer:in erhalte ich zu jeder Information, Vorgabe oder Meldung die jeweilige Quelle, sodass ich mir den genauen Wortlaut durchlesen und mir selbst eine Meinung bilden kann.
  • Als Nutzer:in kann ich die Bedeutung von Begriffen in einem integrierten Lexikon nachschauen, sodass ich den Kontext nicht verlassen muss und noch während des Lesens die Bedeutung einzelner Begriffe verstehe.
  • Als Nutzer:in mit Farbfehlsichtigkeit benötige ich eine farbunabhängige Möglichkeit, die verschiedenen Informationen aufzunehmen, sodass mir keine Informationen durch die Farbgebung verloren gehen.
  • Als Nutzer:in kann ich das Impressum nutzen, sodass ich sehen kann, wer der Betreiber und Veröffentlicher der Informationen ist. Privat Privat2

Für die zeitnahe Weiterentwicklung haben wir bereits im folgenden weitere User Stories definiert sowie zu einigen eine beispielhafte visuelle Darstellung erarbeitet:

Ausblick für die Weiterentwicklung

Endnutzer:in

  • Als Endnutzer:in kann ich anhand eines schnellen Selbstchecks (5-10 Fragen) prüfen, ob ich zur Risikogruppe zähle, sodass ich weiß ob ich besondere Verhaltensregeln befolgen sollte.
  • Als Endnutzer:in möchte ich einen Filter oder ein Profil anlegen können, sodass ich nur für mich wirklich relevante Informationen erhalte (z.B. Infos zu Kindern, speziell für ältere Personen, Risikogruppen, Krankheiten).
  • Als bildungsferne:r Endnutzer:in kann ich die Spracheinstellung auf leichte Sprache umstellen, sodass auch ich die Hinweise und Einschränkungen gut und einfach verstehen kann.
  • Als Endnutzer:in erhalte ich aktuelle Fallzahlen aus meiner Umgebung, sodass ich eine kurze, zuverlässige und nicht überladene Übersicht erhalte.
  • Als Endnutzer:in möchte ich die Option haben, dass man Standort automatisch erkannt wird, sodass ich nicht zwingend meine Postleitzahl kennen/eingeben muss. (Gilt analog für die weiteren Nutzer:innengruppen)
  • Als Nutzer:in möchte ich Push-Nachrichten bekommen, sodass mir neue Meldungen direkt angezeigt werden und ich keine neuen Informationen verpasse. (Gilt analog für die weiteren Nutzer:innengruppen)
  • Als Nutzer:in möchte ich eine Mobile App, sodass ich noch einfacher das Portal nutzen kann. (Gilt analog für die weiteren Nutzer:innengruppen)

Behörde

  • Als Mitarbeiter:in einer Behörde möchte ich einfach und schnell Hinweise und Nachrichten mit Bürger:innen teilen, sodass diese meine Informationen einfach finden können.
  • Als Mitarbeiter:in einer Behörde möchte ich mittels eines Lexika Bürger:innen erklärende Informationen zu komplizierten Sachverhalten zur Verfügung stellen können, sodass diese auch von allen verstanden werden können.
  • Als Mitarbeiter:in einer Behörde möchte ich meine Informationen kategorisieren können, sodass Endnutzer:innen und Unternehmer:innen klar erkennen können, ob diese auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene gelten. Behörden

Unternehmer:innen

  • Als Unternehmer:in möchte ich, ähnlich wie für Endnutzer:innen, spezifische lokal und bundesweit geltende Informationen übersichtlich zusammengefasst finden, sodass ich nicht mehrere verschiedene Portale durchsuchen muss, um meine Informationen zu finden.
  • Als Unternehmer:in möchte ich im Portal Informationen zu Finanzhilfen finden, sodass ich weiß, wie ich finanzielle Engpässe in der Krise überbrücken kann.
  • Als Unternehmer:in möchte ich Informationen zum Arbeitnehmer:innenschutz, Kurzarbeitergeld etc. finden, sodass ich klar mit meinen Mitarbeiter:innen kommunizieren und Ängste auflösen kann.

Unternehmen

Unser Team

Bis auf wenige Ausnahmen haben wir das Projekt als komplett neues Team mit 40 Mitwirkenden erarbeitet. Kennzeichnend für unsere Arbeit waren die folgenden Aspekte:

  • Auswahl eines einfachen technischen und organisatorischen Setups aus Discord und Google Drive für einen schnellen Einstieg. Damit konnten wir bis zur letzten Minute neue Mitwirkende ins Team integrieren.
  • Wir haben uns auf sechs Grundprinzipien für die erfolgreiche und achtsame Zusammenarbeit verständigt: 1. Eigeninitiative, 2. Fragen sind gut, 3. Pausen sind gut, 4. Wertschätzende Kommunikation, 5. Gemeinsame Entscheidungen und 6. Vertraulichkeit.
  • Arbeit in Sprints mit zwei Team-Calls pro Tag für Check-In, Brainstorming und Entscheidungsfindung.
  • Letztlich hatten wir in sechs Arbeitsgruppen: 1. Backend, 2. Frontend, 3. Design, 4. Recherche/Texte/Vereinfachung, 4. Marketing/Kommunikation, 5. Projektmanagement und 6. Filmerstellung gearbeitet.

Team

Herausforderungen

Datensatz

MoWaS ist die zentrale Schnittstelle für exakte Daten über ganz Deutschland und genau zu diesem Zweck vom BKK aufgebaut worden. Kommunen/Länder nutzen die Schnittstelle aber nicht alle - das führt zu fehlenden Informationen. Zudem gibt es keine Standardisierung des Inputs von Informationen.

  • Appell an das BKK: Nochmals alle Akteure auf die Notwendigkeit und Wichtigkeit dieser zentralen Schnittstelle hinweisen.
  • Appell an Kommunen/Länder: Neuerungen sehr zeitnah in MoWaS eintragen, damit diese über unterschiedliche Anwendungen oder Plattformen, wie z.B. CoronaVorOrt weitertragen können.

Kategorisierung von Daten:

Das automatische Aufbereiten der Daten in einfache Kategorien wird dadurch erschwert, dass Informationen nicht einheitlich eingegeben werden und auch für dieselben Kategorien unterschiedliche Namenskonventionen verwendet werden. Ferner handelt es sich bei den Einträgen um behördliche Beschlüsse im Fließtext:

  • Machine Learning ist schwer möglich: Für Machine Learning Modelle ist die Datenmenge zu gering, um diese darauf zu trainieren.
  • Nächster Schritt: Natural-Language-Processing-Modell ordentlich aufsetzen - für den Hackathon war die Zeitspanne zu gering (wir haben allerdings gezeigt, dass wir einen Prototypen und die Schnittstelle implementiert haben.)

Verständlichkeit

Die Benutzung von CoronaVorOrt ist sehr intuitiv. Über ein Feld kann die Postleitzahl eingegeben werden, danach werden relevante Informationen übersichtlich dargestellt. Die klare Strukturierung und Aufbereitung der Texte sowie die Verwendung einer leicht verständlichen Sprache garantiert zudem ein hohes Verständnis durch alle Bildungsschichten. Weiterhin werden kein unnötiges Fachvokabular verwendet und relevante Begriffe unter Worterklärungen erläutert. Vertiefende Informationen können über Links eingesehen werden, die zu den jeweiligen Rechtsgrundlagen führen.

Weiterhin ist die Internetseite intuitiv bedienbar. Nutzer:innen werden durch einfache und hervorstechende Bedienelemente geführt. Eine einfache und datensparsame Postleitzahl-Eingabe liefert direkt den relevanten Standort. Nutzer:innen mit Interesse an vertiefenden Informationen erhalten weiterführende Links zu den Rechtsgrundlagen der jeweiligen Orts-Situation.

Die Plattform ist für den täglichen Informationsfluss gedacht und eignet sich neben dem Nutzen von zu Hause aus auch für Stress-Situationen, die etwa ein werdender Vater erlebt, wenn er mit seiner Frau in Richtung Krankenhaus unterwegs ist und wissen möchte, ob er mit in den Kreißsaal darf. Des Weiteren können mittels Postleitzahl-Eingabe Informationen für Orte, in denen sich Verwandte oder Freund:innen aufhalten, abgefragt werden. Hierdurch lassen sich zum Beispiel Großeltern ohne Internetzugang indirekt informieren.

Technische Dokumentation

Die App besteht technisch aus zwei Komponenten. Zum einen der WebApp, welche die Benutzeroberfläche für die/den Endnutzer:in stellt. Die API ist für das Zusammentragen der Daten und Bereitstellen der aufbereiteten Daten für die WebApp da. Beide Projekte stehen als OpenSource auf der Plattform Github zur Verfügung.

WebApp (Frontend)

Die Website baut auf dem Angular 9 Framework auf und basiert auf dem Material Design Theme. Durch eine responsive Umsetzung der Website ist sie sowohl am Smartphone, Tablet als auch im Desktop-Browser nutzbar. Mit einem Zugriff auf die API bekommt die WebApp alle Meldungen und Informationen. Es gibt einen Modus mit hohem Kontrast und großer Schrift für Menschen mit Seheinschränkungen.

API (Backend)

Die API ist auf Basis von PHP, Symfony 5 und MySQL entwickelt worden. Zeitgesteuert werden die Daten von warnung.bund.de importiert. Hierbei werden die Daten aufbereitet um die Informationen optimierter abbilden zu können. Für den Verknüpfung der Postleitzahl mit den Daten des BBK wurden Daten von Suche-Postleitzahl.org importiert. Für die WebApp werden die Meldungen und weiteren Daten dann im JSON-Format als REST-Schnittstelle bereitgestellt. Die API wird auf ein Linux Server mit Apache gehostet.

Im Backend wurden die Grundlagen für die Prozessierung der Eingangsdaten mit Natural Language Processing (NLP) geschaffen. Im Rahmen des Feedbacks durch die Mentor:innen ergibt sich noch die Herausforderung einen NLP zu erstellen, welches Fließtexte in mehrere Klassen unterteilt (Klassifikation). Die derzeitige Implementierung nutzt den TextRank Algorithmus, mittels welchem längere Fließtexte in kürzere Texte zusammengefasst werden können sowie Schlüsselwörter aus dem Text extrahiert werden können. Diese Schlüsselwörter werden an die Benutzeroberfläche übertragen.

Für eine erweiterte Klassifikation ist das Training an einem größeren Datensatz notwendig. Aus Zeitgründen ist dies im MVP gegenwärtig noch nicht umgesetzt. Ferner ist auf Grund der Neuartigkeit der Schriften z.B. zur Schließung von öffentlichen Einrichtungen wie Spielplätzen, ein Datensatz in genügender Größe noch nicht verfügbar. Ein Ansatz mit vorhandenen Daten ist die semantische Analyse des Textinhaltes. Inhaltlich äquivalente Worte wie “offen”, “geöffnet”, “nicht geschlossen” könnten in Kontext zu Schlüsselwörtern, wie “Spielplatz” analysiert werden, um auf die Klassen zu schließen.

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Updates

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Projekt ist submitted. Danke an alle, die mitgewirkt haben. Von 0 auf 100 ohne festes Team vorher. Grandios! Updates zum weiteren Projektverlauf folgen, wenn sich der Staub etwas gelegt hat und wir wissen, wo es vielleicht Synergien und andere Anküpfungspunkte gibt.

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