Titel

Eine Karte für alle - wie können wir die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens leicht verständlich für die Masse der Bevölkerung darstellen?

Themenbereich

Kommunikation & Informationsvermittlung an Bürger:innen

Was ist die Herausforderung? Was ist das Bedürfnis dahinter?

Die Anzahl der getroffenen Regeln, Verbote, Verordnungen und deren Gültigkeit verunsichert die Bevölkerung, da es keinen einheitlichen und anschaulichen Weg gibt, von diesen zu erfahren. Insbesondere welche Einrichtungen, Orte und Gebiete für die Öffentlichkeit komplett gesperrt sind oder nur eingeschränkt betreten werden können, ist höchst unübersichtlich und wird in den nächsten Wochen und Monaten eine Vielzahl von Änderungen erfahren. Manche Staaten haben eine komplette Ausgangssperre verhängt. Inseln und manche Gemeinden sind abgeschottet, Geschäfte sind geschlossen oder haben veränderte Öffnungszeiten oder dürfen nur von einer bestimmten Anzahl von Menschen zur selben Zeit betreten werden. Jeder Mensch verspürt in dieser Lage ein Grundbedürfnis auf Information zu geltenden Regeln und Verordnungen in seiner direkten Umgebung.

Wer ist betroffen? Wem soll die Lösung konkret helfen?

Jeder Bürger in Deutschland, der Europäischen Union und weltweit möchte sich informieren, wird aber von der Vielzahl an Pressemitteilungen und Nachrichten überflutet.

Wie würdest du die Herausforderung formulieren?

Die Herausforderung besteht in der unkomplizierten Darstellung von Verboten und Einschränkungen auf einer einfach zu bedienenden Karte. Zur Zeit würden in Deutschland beispielsweise sämtliche Schulen und Spielplätze als gesperrt gekennzeichnet werden. Wichtige Geschäfte für die Grundversorgung würden dagegen als geöffnet gezeigt werden.

Hilfreich wäre auch eine Interaktionsmöglichkeit für Nutzer, um noch nicht erfasste Regeln hinzufügen zu können damit andere davon profitieren können.

Gibt es bereits Lösungsansätze oder internationale Vorbilder?

Eine Vielzahl von Informationen liegt meist in Textform vor. Die Bundesländer haben eigene Verordnungen (meist als pdf Dokument oder Online-Artikel) veröffentlicht. Allerdings fehlt eine geeignete, für die Masse der Bevölkerung schnell zu erfassende Darstellung, insbesondere weil sich Regeln und Verordnungen schnell ändern können.

Was haben wir gemacht?

Wir alle arbeiten gemeinsam bei Bareways an Systemen, die das Fahren auf schlecht befestigten Straßen sicherer machen sollen. Dabei haben wir uns viel mit Karten und Navigation beschäftigt und welche Verordnung auf Straßen in den unterschiedlichen Staaten gelten. In der aktuellen Corona Lage ist es ähnlich, bestimmte Dinge sind erlaubt, andere verboten und immer wieder ändern sich Bestimmungen. In diesem Hackathon haben wir unsere Basistechnologie genutzt um eine Karte mit Informationen zu ergänzen, die die aktuelle Rechtslage wiederspiegeln sollen. Im Wesentlichen haben wir eine Webseite gebaut um basierend auf Open Source Technologien (OpenStreetMap, Tegola, PostGreSQL) diese Informationen darzustellen.

What's next

Wir werden den Service weiter ausbauen und in den nächsten Tagen schrittweise weitere Informationen hinzufügen. Dazu gehören die offiziellen Kanäle (wie MoWaS / NINA), Pressemitteilungen, Verordnungen, etc. aber auch von Nutzern hinzugefügte Informationen. Wir werden den Dienst schrittweise auf Europa und weltweit ergänzen wenn unsere Zeit dafür ausreicht und planen eine automatische Übersetzung der Einschränkungen um ausländischen Mitbürgern einen einfachen Zugang zu gewähren. Auch hier benötigen wir Unterstützung durch Übersetzungen.

Langfristig über Corona hinaus wollen wir diesen Dienst für andere Gefahrenmeldungen und Verbotszonen ausweiten. Grundsätzlich würden wir uns wünschen, dass die benötigten Informationen auf einfachem Wege von den staatlichen Behörden in digitaler Form bereitgestellt werden, damit die Bürger nicht Informationen such müssen, sondern auf einfachen Wegen erfahren können.

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