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Hütchenspiel: Welches ist echt? Eine Aufnahme aus der Testphase der AR Lösung.
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Der Sachbearbeitersicht: ein offener Antrag ergänzt um "Situation vor Ort"
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Ein Bürger beantragt ein Halteverbot durch Zeichnen einer Linie auf der Karte.
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Ein Bürger abonniert einen Bereich, um über neue Halteverbote informiert zu werden.
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AR in action! Der Bürger markiert den gewünschten Bereich im 3 Dimensionalen Raum.
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Der Bürger hat eine Übersicht über seine beantragen Halteverbote.
Inspiration
Temporäre Halteverbote z.B. für einen Umzug oder eine Baumaßnahme sind eine praktische Sache. Leider sind die aktuellen Prozesse in vielen Kommunen bei diesem Thema hier noch nicht wirklich im digitalen Zeitalter angekommen. Papierformulare, handgezeichnete Skizzen, langwierige und unklare Vergabeprozesse - allein die Beantragung des Verbots bietet viel Potential für Verbesserung. Als Großstadtbewohner kennen wir aber auch die andere Seite der Medaille: Nach allgemeiner Rechtsauffassung muss ein temporäres Halteverbot 48-72 Stunden im Voraus angekündigt werden - nach zwei Wochen Urlaub kann das Auto also durchaus mal weg sein.
All das hat uns dazu inspiriert, das TzbP - Team zeitlich begrenztes Parkverbot zu gründen. Wir wollen uns damit beschäftigen, wie man temporäre Halteverbote für alle Beteiligten komfortabler gestalten kann.
What it does
Die TzbP Plattform beginnt ganz nah beim Bürger, nämlich auf seinem Smartphone. Die App unterstützt Bürger bei der Beantragung eines Halteverbotes. Der Bürger kann die Halteverbotszone bequem auf einer Karte auswählen oder per Augmented Reality einfach über die Kamera seines Smartphones festlegen. Zusätzlich benötigte Daten (z.B. Zeitraum, Begründung für den Bedarf) werden ebenfalls online per Smartphone erfasst. Aber auch für Bürger die kein Halteverbot beantragen wollen, ist die App eine Hilfe - sie können die Abo Funktion nutzen. Interessierte Bürger können sich ein Abonnement für ihre Wohngegend einrichten und erfahren dann automatisch, wenn in der Nähe neue Halteverbote bevorstehen. Dies hilft z.B. bei der Urlaubsplanung.
Der nächste Schritt des Prozesses ist die Sichtung des Antrags durch einen Sachbearbeiter. Unsere Analyse hat ergeben, dass die Sachbearbeiter heutzutage nicht immer über die nötigen Werkzeuge verfügen, um die Auswirkungen eines Antrages zu beurteilen. Das TzbP Sachbearbeiter Portal stellt die Antrage übersichtlich auf einer Karte da. Der Sachbearbeiter sieht so, ob in der Nähe im gleichen Zeitraum bereits Halteverbote genehmigt oder abgelehnt wurden und kann die Begründungen hierfür einsehen. Desweiteren wird der Sachbearbeiter direkt an seinem Schreibtisch über die "Situation vor Ort" informiert: Mittels der API von ParkAI werden ihm die durchschnittliche Parkplatzauslastung in der Umgebung des Antrags, typische Auslastungen im Tagesverlauf an den beantragten Tagen und Arten der zehn nächsten Parkmöglichkeiten (Parkhäuser, Parken an der Straße, kostenlos, kostenpflichtig..) angezeigt. Der Sachbearbeiter hat hierdurch nicht nur die Möglichkeit seine Erfahrung durch messbare Fakten zu unterstützen, sondern kann sogar Alternativvorschläge (z.B. eine andere Tageszeit mit geringerer Auslastung) an den Bürger senden. In einer nächsten Ausbaustufe wäre es denkbar, noch weitere OpenData Quellen (z.B. Veranstaltungskalender, Einwohnerdaten, ...) mit in das Sachbearbeiterportal zu integrieren.
Der ideale letzte Schritt des Prozesses ist die Genehmigung eines Antrags. Über die TzbP Plattform kann der Bürger das Ergebnis komfortabel innerhalb der App nachvollziehen. Nutzer mit einem Abonnement für die entsprechende Gegend werden auf ihrem Handy benachrichtigt und können sich so bereits vor Aufstellung der Schilder vorbereiten. Auch hier sind bereits weitere Ausbaustufen angedacht: Die Abo Funktion könnte per Open Data API für Dritte zugänglich gemacht werden, so könnten z.B. car-sharing Unternehmen automatisch benachrichtigt werden, wenn eines ihrer Fahrzeuge in einem zukünftigen Halteverbot steht.
How we built it
Das TbzP Portal basiert auf einem zentralen Backend, in dem alle Anträge gespeichert werden. Auch die Abos der Bürger und die Benachrichtigen Funktion werden im Backend abgebildet. Das Backend ist in Kotlin programmiert. Die Bürger App ist im Rahmen des Hackathons für iOS mit Swift entwickelt wurden. Die AR Funktion basiert auf Apple ARKit. Das Sachbearbeiter Frontend basiert auf HTML und Javascript (webpack), nennenswert ist hier vor allem die Einbindung der AIParking API und der Google Maps API. Chart.js wird verwendet um interaktive Diagramme einzublenden.
Welche City Challenges / API Partners haben wir bearbeitet?
Unsere Lösung ist anwendbar auf die ITDZ Terminbuchung Challenge und die Landeshauptstadt München Innovative mobile Bürgerservices Challenge. In Berlin wartet man aktuell ca. 4 Wochen auf die Genehmigung eines temporären Halteverbotes - diese Zeit könnte mit unserer Lösung verkürzt werden. In München gibt es bereits einen Online Antrag für das Halteverbot. Wenn die dort erhobenen Daten über eine Schnittstelle verfügbar gemacht werden, können diese Daten für den Abo Teil unserer App verwendet werden.
Als API Partner haben wir uns für AIPark entschieden. Die dort verfügbar gemachten Daten passen genau zu unserem Anwendungszweck.
Challenges we ran into
Uns war es wichtig, eine Lösung zu präsentieren, die zumindest Proof-of-Concept-artig alle Prozessschritte einmal abbildet - das bedeutet ein funktionierendes Backend, ein Web-Frontend und eine mobile App. Durch unser relativ kleines Team (2 Personen), hat sich dies als herausfordernd dargestellt. Schlussendlich konnten wir es nur durch eine Nachtschicht schaffen :-)
Accomplishments that I'm proud of
AR! Wir freuen uns, dass wir neben dem "Standardprozess" auch noch ein innovatives Add-On implementieren konnten.
What's next for temporäres-halteverbot
Wir sind bereit! Einer Integration in bestehende Kommunen Apps steht nichts im Wege, auch ein Release als Stand-Alone Lösung wäre denkbar.
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