Problembeschreibung:

• Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Schulen müssen Orte sein, zu denen man gerne geht. Die den Bedürfnissen nach Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung und Wertschätzung sowie der Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit Raum bietet. In ihr werden Zukunftskompetenzen und eigene Stärken gefördert und begleitet. Sie ist zugleich lebendiges Zentrum der kommunalen Gesellschaft. Die Ergebnisse der Mentimeterumfrage zeigen deutlich, welche Werte nicht nur uns wichtig sind.

Unserer Ausgangsfrage: Wie schaffen wir es unsere Schulen in Lernorte zu verwandeln, wo Menschen mit Spaß lernen, lehren, sich wohlfühlen und wo Kinder auf das Leben vorbereitet werden und gestärkt für die Zukunft herausgehen?

• Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Das größte Problem ist, dass die Entscheidungsträger, die letztendlich das Geld für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Schulen bereitstellen, nicht kindgerecht agieren. Echte Chancengleichheit entsteht nur, wenn die Entwicklung und Ausstattung von Schulen nicht nur von den kommunalen oder privaten Finanzen (der Kinder / Eltern) abhängt. Die Schule öffnet sich zur Gemeinschaft – die Gemeinschaft öffnet sich zur Schule. In allen Köpfen muss die Bereitschaft zu einer Änderung unseres Schulsystems ankommen.

• Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Genaugenommen ist die gesamte Gesellschaft betroffen. Konkreter sind es die Schüler*innen, die Lehrer*innen und schulischen Partner*innen, Eltern sowie die Entscheider*innen in der Kommunalpolitik und den Bildungsministerien auf Landes- und Bundesebene. Aber auch externe Partner*innen sowie die Ausbildungs- und Studienstätten können hier positiv wirken und schlussendlich von der Veränderung profitieren.

Lösungsbeschreibung:

• Was ist Euer Lösungsansatz?

Unserer Idealvorstellung nach ist Schule kein leerer Raum und bietet auch über den Unterricht hinaus eine Örtlichkeit für alle Menschen. Sie wird sozusagen als „Dorfplatz“ gesehen. Ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, der auch nachmittags und am Wochenende ein gerne besuchter Platz ist.

Der entstandenen Checkliste gingen folgende Fragestellungen voraus: „Warum gehe ich gerne in die Schule?“ „Was lerne ich?“ (Zukunftsperspektiven) „Was kann Schule noch?“ Unsere Antworten sind in Form eines Mindmaps gehalten und ergänzen die Checkliste.

Die Idee, Schule neu zu denken und aus ihrem alten Raster zu holen, ist nicht neu. Die wichtigsten Beispiele, die uns in unserer Vision inspiriert und bestärkt haben, sind in der Präsentation aufgeführt. Sie dienen motivierten Menschen als Einstieg in das Thema und können wichtige Impulse für den Veränderungsprozess geben.

• Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Dass der Wille zur Veränderung vorhanden ist und auch kleine Schritte hin zur Vision finanzierbar sind. Dass unsere Vision der neuen Schule durch die Entwicklung und Förderung der Kompetenzen auf das weitere Leben vorbereitet.

• Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Die gesamte Gesellschaft profitiert. In erster Linie aber die Kinder und Erwachsenen in der Schule. Die Checkliste soll von allen genutzt werden. In der Schule können Kinder, Eltern, Lernbegleiter*innen und Schulleiter*innen den aktuellen Stand in einer Schule mit Hilfe der Checkliste prüfen und dabei nächste Schritte eruieren. Die Checkliste ist ein Arbeitspapier auf dessen Basis Schule auch in den Schulverwaltungsämtern gedacht wird und bei Entscheidungen genutzt wird. Da die Liste analog (im Lernplaner) und auch digital verfügbar ist, können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern vor der Schulanmeldung die Schulen prüfen. Als aktive Partner*innen können sie sich an der Schulentwicklung beteiligen.

• Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Für die aktuelle Situation (Pandemie) hat es keinen Einfluss. Es bietet aber eine Chance für Veränderungsprozesse.

• Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Anhand der Checkliste kann man wichtige Punkte prüfen und daraus erste Schritte für einen Veränderungsprozess ableiten. Sie bietet eine (erste) Diskussionsgrundlage. Als Arbeitspapier ist sie der Leitfaden von ästhetischer, an der Pädagogik orientierter „Bildungsarchitektur", über Digitalisierung bis zu Themen sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit.

• Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Die Umsetzbarkeit ist sofort gegeben. Die Checkliste ist ein Arbeitspapier auf dessen Basis individuelle Lösungen entstehen können.

Vorgehen und Fortschritt:

• Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Ausgehend von einem gemeinsamen Kickoff in der Gruppe „Schule (radikal) neu denken“ haben sich 3 Gruppen (Schule & Menschen, Vernetzung, Widerstände) herausgebildet. Die ersten Diskussionspunkte sind dann mit Hilfe unserer Teamfrage gebündelt und verfeinert wurden. Das Mindmap ist in erster Linie unserer Arbeitsgrundlage, dient aber auch als „Wissensspeicher“ und Ergänzung der Checkliste.

• Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Unser Team hatte bei der Zusammenfindung einige Hürden zu überwinden, Zeitmangel (Unterrichtsverpflichtung und Kinderbetreuung), technische Voraussetzungen, Frustration durch teilweise nicht auf den ersten Blick klar ersichtliche Anforderungen und dadurch leichte Überforderung. Die Motivation war jedoch stärker und so trafen wir uns, teilweise mehrfach täglich in mehreren Videokonferenzen und Telefonaten um unseren Ansatz zu verfolgen. Es wurden auch Umfragen über Mentimeter gestartet.

• Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

Zu Beginn gab es keine bestehende Lösung. Die funktionierenden Praxisbeispiele für innovative Schulkonzepte sind aber in unsere Überlegungen eingeflossen.

Prototyp:

• Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

Kein Prototyp von uns, aber eine Vorzeigeschule: https://www.youtube.com/channel/UC6XHmRtl06jcC9vZb0SfO5Q

• Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)?

• Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Die kleinste nutzbare Lösung ist die (erweiterte) Checkliste für eine neue Schule.

Nächste Schritte:

• Wie testet ihr Eure Annahmen?

Unsere Vision der neuen Schule haben wir im ersten Schritt bereits im Rahmen des Hackathon mit Abfragen getestet. Im nächsten Schritt muss die verbesserte Checkliste sich im Praxiseinsatz bewähren und dann angepasst und weiterentwickelt werden.

• Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

Der nächste Schritt ist die Weiterentwicklung der Checkliste (Granularität). Außerdem muss eine Vernetzung mit weiteren Akteur*innen und der Abgleich mit den anderen Projekten des #wirfürSchule-Hackathons erfolgen.

• Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Neben der Vernetzung und dem damit einhergehenden KnowHow-Zugewinn werden Ressourcen und Budget erst in der konkreten Umsetzung der Veränderung benötigt. Grundsätzlich wird die Mitarbeit und Zusammenarbeit von Bund und Land erhofft. Budget, geeignete Räumlichkeiten, Motivation von allen Beteiligten sind dabei wünschenswert.

• Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

Natürlich sind wir an einer Weiterentwicklung und Umsetzung interessiert. Wir bringen Motivation und Engagement mit. Da wir als gleichberechtigtes Team agiert haben, gab es nur Mitstreiter*innen.

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mein motto bleibt: synergien nutzen und gross denken: von der ästhetischen, an der pädagogik orientierten bildungsarchitektur, bis zu themen soziale gerechtigkeit und chancengleichheit. viele jahre eigene schulzeit und die meiner drei töchter liegen hinter mir und mein enkel hat schule vor sich. also ran an die veränderung! schule kann besser ;-) ... meine zielvorstellung für #wirsindschule:

Z I E L FÜR DIE UMSETZUNG DER ARBEITSERGEBNISSE aus dem hackathon #wirsindschule: erstellung und einführung eines digitalen leitfadens ‚schule neu denken (name???)‘ welcher von den kultusministerien, den schulträgern, schulleitungen, lehrkräften, schüler*innen und eltern in form einer datenbank und app genutzt wird. der leitfaden ermöglicht als arbeitspapier von der ästhetischen, an der pädagogik orientierten bildungsarchitektur, über die digitalisierung, bis zu themen ‚sozialer gerechtigkeit und chancengleichheit‘, die umsetzung ‚schule neu denken‘. im leitfaden sind alle arbeitsergebnisse des hackathons #wirfürschule zusammengefasst. datenbank und app bieten die effektive arbeits- und vernetzungsgrundlage. der leitfaden wird durch ein pfiffiges PR konzept publik.<<

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