Problembeschreibung:

Lehrer sind vollkommen unzeitgemäß ausgestattet:

  • Lehrkräfte verfügen NICHT von Berufs wegen (sondern nur privat) über das heute gängigste Tool von Wissensarbeitern überhaupt: einen PC/Laptop
  • Sie erhalten NICHT automatisch eine Mail-Adresse
  • Sie erhalten keinen Zugang zu IT-Support

Gerade auf dem Weg zur digitalen Transformation steht Schule noch ganz am Anfang. Sie braucht Wurzeln, um sich individuell entfalten zu können.

Darum sagen wir:

FÜR JEDE LEHRKRAFT EINHEITLICHE IT-INFRASTRUKTUR & SUPPORT

Wie sonst sollen Schulen den digitalen Wandel ohne technische Basis, ohne „Roots“, gestalten? Wir brauchen einen Wandel, der von allen und nicht nur von einzelnen getragen wird.

Die Herausforderung: Keine Schule wird neben Schulalltag & Corona-Sorgen die Ressourcen haben, um aus eigener Initiative eine mit anderen Schulen abgestimmtes IT-Support-Struktur wie vom Ministerium unter DigitalPakt Punkt 13 (und Artikel 104c des Grundgesetzes) gewünscht, zu konzipieren, umzusetzen und zu betreiben.

Lösungsbeschreibung:

Unsere Roots2Fly-Schul-IT basiert auf zwei Säulen - nach dem Motto: So dezentral wie nötig, so zentral wie möglich.

  1. Säule: Der „IT-Hausmeister“, der lokal besetzt, aber föderal-zentral geführt wird. Eine Fachkraft je 100-300 Lehrer*, wie ein „IT-Hausmeister“, der für ein paar Schulen verantwortlich ist Aufgabe: Laptops aufsetzen, Hardware-Probleme lösen

  2. Säule: Helpdesk / IT-Support, der zentral (je Bundesland) von einem externen Dienstleister durchgeführt wird. Hands-on! Wir meinen nicht die Hilfe, die oben rechts in der Ecke bei Microsoft angezeigt wird, sondern echte Menschen am Telefon!

  3. Systemadministration per Fernwartung („Mein Outlook geht nicht“)

  4. Anwenderprobleme („Ich weiß nicht, wie ich ein Lernvideo bei YouTube hochladen kann“)

Wer profitiert? Alle, denn Lehrkräfte & Schulleitungen haben Zeit für das, was ihre Kernkompetenzen sind.

Umsetzung:

  • Roots2Fly erstellt einen "Master-Antrag" für den DigitalPakt.

  • Roots2Fly begeistert möglichst viele Schulen und Schulträger vom Konzept und "Master-Antrag".

Durch den "Master-Antrag" wird eine skalierbare, da einheitliche Lösung, umgesetzt. Dies ist im Sinne des DigitalPakts förderfähig. (Zitat DigitalPakt: "Deswegen sieht der DigitalPakt die Möglichkeit vor, die Entwicklung effizienter und effektiver Strukturen für die professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen als regionales oder landesweites Projekt zu fördern.")

Vorgehen und Fortschritt:

Unser wichtigster Meilenstein war es, heute um 17:45 das Video zu drehen ;-)

Prototyp:

• Unser Konzept findet Ihr unter link

Nächste Schritte:

  1. Interesse in Umfrage testen
  2. Konkretisierung der Endgeräte und Software unter Berücksichtigung verschiedener Nutzerklassen (Liste von Anika Buche/Bitcom als Startpunkt)
  3. Benchmarking Wirtschaft / große Unternehmen (Support-Kosten zu PC-Mitarbeiter)
  4. Setup detaillieren: Leasing / Workspace as a Service versus Anschaffung von Geräten, Budgetplanung
  5. Master-Antrag erstellen (in Zusammenarbeit mit Kompetenzteam aus Lehrkräften, IT-Architekten, Schulträgern, Juristen)
  6. Schulen / Schulträger-Roadshow

Lasst uns offene Türen einrennen

Grundsätzlich möchten wir den Weg von Roots2Fly weiter begleiten, können uns aber auch vorstellen für EduSense als Sparringspartner zur Verfügung zu stehen.

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Updates

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Gleich zwei Updates - oder: Jetzt geht's richtig los!

  1. Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, jeder Lehrkraft ein Endgerät und Software zur Verfügung zu stellen!

    Finanziert wird dieser schnelle und große (betrifft immerhin 20% der Lehrkräfte in Deutschland!) Schritt aus Landesmitteln. Respekt!

    Aus dem Saarland gibt es ähnliche Ankündigungen.

    Liebe restliche 14 Bundesländer: Jetzt seid ihr am Zug!

    Und an alle: Mit Endgeräten ist es nicht getan, eine leistungsfähige Supportinfrastruktur gehört dazu.

  2. In eigener Sache: Wir haben jetzt eine eigene Website und eine neue Email Adresse! Ihr erreicht uns unter www.roots2fly.de bzw. team@roots2fly.de.

Weiterhin bzw. mehr denn je: Lasst uns offene Türen einrennen!

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Und noch ein Update!

In der gestrigen FAZ haben wir einen Artikel entdeckt: "Schulen brauchen doppelt so viel Geld für Digitalisierung" titelt der Autor und zitiert eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey "Konkret wird vorgeschlagen, nicht nur die Schulen selbst mit Beamern, Wlan und schuleigenen Online-Lernplattformen auszustatten, wie mit dem 5,5 Milliarden Euro schweren „Digitalpakt Schule“ vorgesehen. Zusätzlich sollten auch Endgeräte für alle Lehrer und Schüler angeschafft werden. ... Zudem müssten Lehrer Schülerdaten auf den Geräten speichern können, was auf privaten Laptops oder Tablets nicht erlaubt sei."

Das sehen wir genauso.

Deshalb: Lasst uns offene Türen einrennen!

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Neue Team-Mitglieder

Wir begrüßen zwei neue Teammitglieder.

  1. Irena Bechzidis, u.a. Mutter von zwei Kindern und Wirtschaftsinformatikerin bei Lufthansa Industry Solutions, deren Stärke die Ausgestaltung von Prozessen bis zur Umsetzung und Inbetriebnahme eines IT-Systems ist.

  2. Katharina Eckhoff, u.a. Mutter von drei Kindern, die als junge, dynamische Lehrerin und Mitglied der Steuergruppe ihrer Schule die konkreten Anforderungen und die Machbarkeit des Konzepts im Blick hat.

Wir haben viele weitere Gespräche aus dem Schulumfeld (IT-Lehrer, Lehrer, Schulleitung, Schulpolitik) geführt und die wichtigsten Learnings und Gedanken einmal zusammengefasst:

  • Viele Lehrer fühlen sich hart angegriffen. Es gäbe einerseits viele dankbare Eltern, die die Arbeit der Lehrer nach dem Homeschooling umso mehr zu schätzen wüssten, aber auch viel Geringschätzung und Angriffe. Dies führe zu Selbstzweifeln aber auch zu Frust.
  • Ein Schulleiter hat eigenhändig in der Schule einen PC für Videokonferenzen eingerichtet und dann von den Lehrern mindestens eine Videokonferenz pro Woche eingefordert. (Fordern ohne die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen, sei paradox. Daher müsse man erst für Ausstattung sorgen und könne dann für eine Verbindlichkeit der Nutzung sorgen)
  • Man solle sich vorstellen, man hätte die Aufgabe vor einer Gruppe Menschen zu sprechen. Das Mikrophon funktioniere nicht. Die Präsentation auf den Beamer zu bringen, gelinge erst beim dritten Anlauf. Man wolle während des Vortrags eine Webseite aufrufen, habe aber kein Netz. Das Publikum wird unruhig, lacht, wird unkonzentriert. Dies sei für Lehrer eine typische Situation. Das passiere einem 2-3 Mal. Danach lasse man halt wieder die Finger von der Technik.
  • Die für die Schule genutzte private IT werde derzeit von den Ehemännern gewartet. Kein Witz, das sei der Standard.
  • Neben dem digitalen Wandel an Schulen gäbe es noch die beiden anderen großen Herausforderungen Inklusion und Ganztagsschule (Hamburg). Dies alles gleichzeitig gut zu managen, sei eine große Herausforderung. Es wäre eine Erleichterung, wenn das Thema IT FÜR statt VON Schulen gemanaged würde.
  • Viele Gemeinden haben einen IT-Verbund, der Serviceleistungen rund um IT anbietet (zB. ein Landkreis plus Samtgemeinden). Dieser IT-Verbund ist in erster Linie für die kommunale Verwaltung zuständig aber bietet seinen Dienst auch den Schulen an. Solche IT-Verbunde stehen häufig in der Kritik, da Abläufe kompliziert und bürokratisch seien und es an personelle Ressourcen mangele. Künftig sollen hier Stellen aufgebaut werden.
  • Die Meinung eines Schulleiters zu dem IT-Verbund seiner Region war: "Bis der endlich kommt, mache ich es lieber selbst."
  • Die mangelhafte Ausstattung wird von Lehrern als geringe Wertschätzung ihrer Arbeit empfunden.
  • Im Verbund mehrerer Schulträger hätte man ein viel größeres Gewicht ggü. Diensteanbietern. Datenschutzforderungen könnten eigens für Schulen angepasst werden ("Zoom4Schools")
  • Lehrer trauten sich oftmals nicht, mehr Ausstattung und mehr Support zu fordern. Einerseits gingen immer die Schüler vor. (Im Flugzeug ist es andersherum - was durchaus einen guten Grund hat. Aber da steht die sehr soziale Einstellungen vielen Lehrern im Weg.)
  • Andererseits habe man Sorge davor, weiter an Ansehen einzubüßen nach dem Motto: "Erst leisten die nichts, dann fordern sie auch noch". Da wird offensichtlich, dass die Erkenntnis, dass Lehrer völlig mangelhaft ausgestattet sind, den wenigstens bewusst ist. Wenn der Maler nur mit einem Tuschkastenpinsel ausgestattet wird, aber eine Fassade malern soll - wer würde ihn beschimpfen, wenn er sein Werk nicht wie gewünscht vollbringt?
  • Last but not least, wir konnten es kaum glauben: Viele Schulen haben nicht mal WLAN

Wir bleiben dabei, lasst uns offene Türen einrennen!

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Tolle Nachricht gestern: Wir sind im Finale dabei! Gemeinsam mit 5 anderen Ideen aus Themenbereich 7 geht unsere Idee in die zweite und finale Juryrunde!

Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept so gut ankommt. Positive Kommentare hier bei devpost und von Lehrkräften im privaten Umfeld bestätigen uns die Relevanz des Themas.

Auch in der Presse fanden wir das Thema Laptops und Support für Lehrkräfte in dieser Woche gleich zwei Mal erwähnt:

  • Am Montag äußerte sich im WELT-Interview Marlis Tepe, die Vorsitzende der GEW: „Es gibt Schulen, die digital überhaupt nicht ausgestattet sind, Kolleginnen und Kollegen mussten oft ohne Endgeräte, ohne WLAN, ohne Lernplattform, ohne Schulcloud arbeiten.“ Außerdem erwähnte sie in einem Tagesschau-Interview am 27.4.2020 auch eine Umfrage unter Lehrkräften, in der 96% der Befragten funktionierende Systemadministration als sehr wichtig erachteten.

  • Am Dienstag berichtete das Hamburger Abendblatt über einen Antrag dreier CDU-Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft, in dem es unter anderem darum geht, Schüler und Lehrkräfte mit Laptops auszustatten und zitiert sinngemäß daraus: „Während es in jedem Unternehmen üblich sei, dass Mitarbeiter die notwendige technische Ausstattung erhielten, sei das an den Schulen bis heute nicht der Fall.“

Also, lasst uns offene Türen einrennen!

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