Über den Hackathon

Der #WirVsVirus-Hackathon steht unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung. Nach der Einreichung findet nun eine öffentliche Abstimmung über die Projekte statt. Für uns abstimmen könnt Ihr, indem ihr unserem Pitch-Video auf Youtube ein Like gebt: https://youtu.be/JKQdt4wtW3k. Unser Ziel ist, das Projekt datenschutzkonform und flächendeckend umsetzen zu können, dafür benötigen wir öffentliche Unterstützung und Förderung. Mit dem Like des Videos unterstützt ihr uns dabei, dieses Ziel zu erreichen.


Wer wir sind

Wir sind kreative Menschen aus verschiedenen Disziplinen, denen Bildung am Herzen liegt.


Unsere Werte

Uns liegen Demokratie und Gleichberechtigung am Herzen. Eines der wichtigsten Mittel, um Demokratie zu erhalten, ist Bildung – und zwar Bildung für alle. Daher muss jede:r Schüler:in Zugang zu adäquaten Bildungsmöglichkeiten erhalten.


Was wir fordern

Mit classroom streben wir die Entwicklung einer einfach zu nutzenden Plattform an, welche genau auf die Bedürfnisse der Schüler:innen zugeschnitten ist. Dabei wird es sich um eine simple und benutzerfreundliche Anwendung explizit für Schüler:innen und Lehrer:innen handeln. Neben dem Lernen in der gemütlichen und freien Atmosphäre des Klassenraums und den interaktiven Weiterbildungsmöglichkeiten durch gemeinsame Hausaufgaben-Sessions und das Lernen in der virtuellen Bibliothek ist uns aber auch der soziale Kontakt zwischen den Schüler:innen wichtig. Für viele Schüler:innen der Mittel- und Oberstufe ist die Schule das Zentrum des sozialen Miteinanders. Diese wichtigte Funktion vermissen sie momentan, da sie nur minimalen Kontakt zu ihren Freund:innen haben. Daher halten wir die Entwicklung von classroom nicht nur unter bildungspolitischen, sondern auch unter sozialpolitischen Gesichtspunkten für eine der besten Arten, Schüler:innen durch die Corona-Krise und darüber hinaus zu begleiten und zu helfen.


Was soll das Projekt erreichen?

Es wird eine spezifisch für den Live-Unterricht zugeschnittene Plattform angestrebt, die ausreichende Voraussetzungen zur Wissensvermittlung bietet, damit Lehrende Schüler:innen in der derzeitigen Notsituation angemessen unterrichten können. Diese Funktion steht im Vordergrund, wir erachten es aber als sinnvoll, mittel- und langfristig eine Funktion zur gemeinsamen Hausaufgabenbearbeitung für Schüler:innen anzubieten. Auch das Verfügbarmachen von pädagogisch und fachdidaktisch wertvollen Inhalten, die über Länderclouds bundesweit in digitalen "Bibliotheken" direkt auf der Plattform für Lehrende und Schüler:innen zugänglich ist, ist erstrebenswert.

Was sind Voraussetzungen, damit das Projekt umgesetzt werden kann?
Einerseits muss für jedes Bundesland zu Bildungs- und Hostingzwecken eine Ländercloud eingerichtet werden, da

  1. Bildungspolitik zu den Länderkompetenzen gehört

  2. Schulen sich wegen des hohen Kosten- und Zeitaufwands sowie den datenschutzrechtlichen Verpflichtungen keine eigenen Server leisten können

Andererseits ist eine zügige Beauftragung einer geeigneten Firma von Nöten, um das Projekt schnellstmöglich und qualitativ hochwertig umsetzen zu können.


Worin liegen die Chancen des Projekts?

Es werden Grundlagen geschaffen in einem "Bildungsnotstand", wie wir ihn durch die Corona-Krise derzeit erleben, das Lernpensum ohne bestehende Schulpflicht weiterhin aufrechterhalten zu können. Weiterhin hat das Projekt das Potenzial, mittel- bis langfristig eine Ergänzung zum traditionellen Schulunterricht darzustellen, indem Schüler:innen z. B. Arbeitsblätter digital bearbeiten, die Bibliothek zum Lernen oder die gemeinsame Hausaufgabenbearbeitung nutzen. Dadurch kann auch ein Verständnis und Begreifen für digitale Räume als sinnvolle Lernräume geschaffen werden, welches über den Schulunterricht hinauswirkt. Das Internet kann sowohl von Lehrenden als auch von Schüler:innen als Bildungs- und Wissensressource entdeckt werden. Da es sich um eine Webanwendung handelt, benötigen Schüler:innen nicht unbedingt einen eigenen PC oder Laptop, um auf die Plattform zugreifen zu können. Der Zugang zu einem internetfähigen Endgerät ausreichend. Deshalb unterstützen wir explizit Programme, bei denen Schüler:innen Laptops von der Schule ausleihen oder Computer in öffentlichen Gebäuden nutzen können.

Chancen zusammengefasst:

  • Durchführung von digitalem, synchronem Unterricht
  • Gewährleistung von gesetzeskonformen Datenschutz (Clouds sind kein Problem, da ländereigen)
  • Möglichkeit der Beteiligung von Schüler:innen ohne eigene Rechner
  • Sozial-interaktiver Unterricht in Krisenzeiten.
  • Verminderung von Diskriminierung aufgrund des sozialen Hintergrundes
  • “Bibliothek” und “Hausaufgabenbewältigung” als Ergänzung zum traditionellen Unterricht


Warum ist das Projekt notwendig?

Aufgrund der globalen COVID19-Krise wurden in Deutschland als Präventivmaßnahmen derzeit fast alle Schulen geschlossen, sodass eine große Menge an Schüler:innen zu Hause ist. Da diese Situation den Bildungssektor völlig unerwartet getroffen hat, sind viele Lehrer:innen mit der Situation überfordert und versuchen, über individuelle Notlösungen den Unterrichtsstoff weiter zu vermitteln. Das verläuft in vielen Fällen nicht nur erfolglos, sondern zusätzlich fernab von legalen Grenzen (zum Beispiel im Bereich Datenschutz). Eine große Anzahl von Schüler:innen fasst die derzeitige Situation als "Corona-Ferien" auf. classroom kann dem Abhilfe leisten und Eltern, Lehrkräften sowie Schüler:innen Hilfestellung geben, einen neu geordneten Schulalltag zu Hause zu finden.


Was gibt es schon für vergleichbare Produkte auf dem Markt und worin unterscheidet sich unseres?

Google Classroom: https://edu.google.com/products/classroom/?modal_active=none
Teamviewer: https://www.teamviewer.com/de/
WeChange: https://wechange.de/
Moodle: https://docs.moodle.org/38/de/Moodle_App_-_Funktionalit%C3%A4ten
IServ: https://iserv.eu/
Microsoft Teams: https://teams.microsoft.com/downloads#allDevicesSection
Mebis: https://tafel.mebis.bayern.de/

Alle vergleichbaren Produkte (mit Ausnahme von Moodle, IServ und Mebis) sind zwar für ähnliche Zwecke gedacht, z.B. Google Classroom zur gemeinsamen Erarbeitung von Inhalten oder Microsoft Teams zum gemeinsamen Chatten und Austauschen von Dateien, aber sie sind nicht auf den speziellen Bedarf von Schüler:innen und Lehrkräften zugeschnitten. classroom kommt diesem Bedarf nach, da das Programm speziell auf weiterführende Schulen ausgelegt ist. Außerdem lässt sich bei einigen Lehrer:innen die Tendenz beobachten, dass sie weniger geneigt sind, neue, komplexe Tools zu verwenden (Bleistiftmetapher, siehe https://open-educational-resources.de/die-bleistift-metapher-the-pencil-metaphor-in-deutsche-uebersetzt/). Es gilt, die Lehrkräfte auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen die Benutzererfahrung möglichst einfach zu gestalten. Daher steht bei classroom die Beschränkung auf grundlegende Funktionen im Vordergrund, um einen unkomplizierten Live-Unterricht durchführen zu können. Mebis, IServ und Moodle sind fähig, den Bereich der Schülerkommunikation außerhalb des Unterrichts abzudecken (Erstellen von Kursinhalten, Austauschen von Dateien, etc.). Allerdings gibt es auf den genannten Produkten keinerlei Möglichkeit, Unterricht synchron mit den Schüler:innen durchzuführen. IServ unterscheidet sich insofern von classroom, als dass es mehr Fokus auf den administrativen Teil der Lehrtätigkeit legt.
classroom wird mittelfristig in Form der "Bibliothek" auf eine Funktion von Mebis aufbauen: die Mediathek, die umfassende pädagogisch wertvolle Inhalte sammelt und zur Verfügung stellt.
Abschließend lässt sich feststellen, dass in Hinblick auf den Datenschutz, ein aus der Privatwirtschaft kommendes Tool nicht in Frage kommt. Wegen den Datenschutzbestimmungen und der wichtigen Verantwortung im Umgang mit Schülerdaten kann nur ein vom Staat in Auftrag gegebenes Tool diesem Anspruch genügen.


Funktionsübersicht:

Erklärung der Lehreransicht

Die Lehrer:innen haben zur Gestaltung für ihren digitalen Live-Unterricht drei Modi zur Auswahl:

  • Inputmodus
  • Gruppenarbeitmodus
  • Einzelarbeitmodus

Der Inputmodus (1.) ist für den Frontalunterricht und die Präsentation von Inhalten entwickelt worden. Dabei soll weiterhin flexibler Handlungsspielraum für Lehrer:innen bleiben, sodass sie den Unterricht digital auf ihre bevorzugte Art und Weise durchführen können. Sie können einerseits ihre eigenen Unterrichtsinhalte im Präsentationsfeld darstellen lassen (z. B. durch Präsentationsfolien, ein Video, etc.), andererseits können sie über eine integrierte Online-Tafel (ähnlich eines Smartboards) ihre Inhalte anordnen, Texteditoren zur Bearbeitung nutzen, sowie Schüler:innen Zugriff zur Online-Tafel geben, um ihnen die Mitarbeit im Unterricht zu ermöglichen. Über ein intuitives Meldesystem (1) können Schüler:innen sich melden. Die Lehrer:innen sehen, wer sich gemeldet hat und können einzelne Schüler:innen aufrufen, indem sie das Meldesymbol neben dem Namen anklicken. Wenn ein:e Schüler:in den Onlineplatz verlassen muss, kann sie der Lehrkraft ihre Abwesenheit mitteilen.
Im Input-Modus kann die Lehrkraft jederzeit Notizen aufrufen, die sie vor dem Unterricht angefertigt hat, und diese frei bearbeiten bzw. ergänzen. Die Notizen können für mehrere Lerngruppen kopiert und wiederverwendet sowie auch Kolleg:innen zukommen gelassen werden.

Im Gruppenarbeitsmodus (2) stehen den Lehrer:innen unterschiedliche Startoptionen zur Verfügung. Damit können sie Gruppengröße, Anzahl der Gruppen, Gruppenzuordnung und Bearbeitungszeit festlegen. Nach Beginn der Gruppenarbeit hat die Lehrkraft eine Gruppenansicht, in der sie die verschiedenen Gruppen mit Schüler:innen sieht und gegebenenfalls zur Hilfestellung hinzukommen oder Gruppenzuordnungen im Nachhinein verändern kann. Wenn die Lehrkraft sich entscheidet, Schüler:innen einer Gruppe zu helfen, dann klickt sie auf diese und sieht dann die zu bearbeitende Aufgabenstellung sowie den aktuellen Arbeitsstand der Gruppe.

Im Einzelarbeitsmodus (3) sind andere Startoptionen möglich, wie z. B. die Bearbeitungszeit zu bestimmen und die Berechtigung zu erteilen, einen Schülerchat zu benutzen. Ansonsten unterscheidet sich der Einzelarbeitsmodus aus Sicht der Lehrer:in nur insofern, als dass als Vorschau die Übersicht der zu bearbeitenden Aufgabe für die jeweiligen Schüler:innen angezeigt wird. Mit Klick auf die jeweiligen Schüler:innen kann man ihnen Hilfestellung anbieten.

Schüleransicht

Die Schüleransicht hängt vom jeweilig ausgewählten Modus der Lehrkraft ab. Schüler:innen haben jederzeit die Möglichkeit, sich Notizen in Form frei platzierbarer Texte oder Screenshots der Präsentation zu erstellen. Bei Freigabe durch die Lehrkraft kann der Screenshot auch mit der Lerngruppe geteilt werden. Außerdem verfügen Schüler:innen über eine Dateiablage, in der sie die wichtigsten Dateien zum Unterricht finden (Arbeitsblätter, Hausaufgaben, etc.). Eigene Unterrichtsmaterialien müssen von den Schüler:innen hochgeladen werden. Die Arbeitsblätter der Lehrkraft werden automatisch geteilt, sobald sie diese hochgeladen hat. Kurzfristige Abwesenheit wird durch Klick auf den Namen angezeigt. Neben diesen beiden Funktionen gibt es auch einen Schülerchat, der während des Inputmodus zwischen den Schüler:innen aktiv ist, für Gruppen- und Einzelarbeitsphasen aber von der Lehrkraft ausgeschaltet werden kann.

Während der Arbeitsphasen können die Schüler:innen ihre Gruppenmitglieder sehen und sich austauschen. Außerdem können Schüler:innen zur Hilfestellung die Präsentation der Lehrkraft (sofern verfügbar gemacht) über den Präsentations-Tab einsehen oder von ihr persönliche Hilfe anfordern. Zur Bearbeitung der Aufgaben steht Schüler:innen ein Bearbeitungs-Tab mit der Übersicht der Arbeitsblätter zur Verfügung sowie eine Reihe von Texteditoren, mit denen sie auch Dokumente bearbeiten können, die nicht in einem expliziten Format zur Aufgabenbearbeitung sind. Damit können sie den Text frei platzieren und daher auch herkömmliche Formate (PDF, DOCX, ODT, etc.) ohne Probleme verwenden. Somit ist die Wiederverwendung von bereits traditionell erstelltem Material möglich, indem man z.B. Arbeitsblätter einscannt.

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Updates

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Auch am Sonntag trafen wir uns wieder und planten weiterhin das Design der einzelnen classroom-Ansichten. Nun ging es ans Ganze: bereits heute Abend war die Abgabe. Fleißig werkelten wir an verschiedenen Baustellen, sprachen uns dabei immer wieder im Team ab und bestaunten unsere gegenseitige Arbeit. Schließlich war es geschafft - die Designs waren fertig und wir konnten ein kurzes Video drehen, in dem wir diese präsentierten. Dann ging es ans Schreiben des Textes für das Voiceover und schließlich bereits an den Upload des Videos auf Youtube. Dort schauten wir uns dann auch noch die Videos anderer Teams an - toll, wie viele unterschiedliche und wirklich innovative Ideen dieses Wochenende entwickelt wurden! Wir hoffen, dass möglichst viele davon weiter gefördert werden und wünschen uns natürlich auch, dass classroom dabei ist.

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Zu Beginn des #wirvsvirus-Hackathons brannten wir alle darauf loszulegen. Leider gab es da nur ein Problem: die hohen Anmeldezahlen sorgten dafür, dass die Koordination über Slack nicht pünktlich starten konnte. So saßen wir also alle in den Startlöchern, konnten aber mit unserer Energie noch gar nichts anfangen. Zumindest offiziell noch nicht. Aber Hacker halten sich ja selten an offizielle Regeln. Schnell war ein Discord-Server erstellt, auf dem sich eine Gruppe zu sammeln begann. Weitere Verbreitung fand die Gruppe über die Verbreitung ihres Links in der inoffiziellen Telegram-Gruppe. Nachdem ein paar Leute eingetrudelt waren, konnte es auch direkt losgehen: während die Anzahl an Begeisterten im Server stetig wuchs und die meisten Nutzer immer noch auf die lange ersehnten Slack-Links warteten, begannen wir, uns ein Konzept zurechtzulegen. Am Freitagabend verabschiedeten wir das Konzept und übertrugen es in eine Textdatei. Wir entschieden uns dafür, nextcloud als Sammelstelle für unsere Ressourcen (in diesem Fall das brandneue Textdokument) zu nutzen, sowie den Discord-Server weiterhin zur Organisation. Dafür strukturierten wir den Discord-Server, bauten einzelne Kanäle auf, teilten Arbeitsgruppen zu, und gingen schließlich mit dem Eindruck ins Bett, doch schon ziemlich was geleistet zu haben. Samstagmorgen trafen wir wieder zusammen und berieten über unser weiteres Vorgehen. Durch weitere Werbung in der Telegram-Gruppe und nun endlich auch auf Slack erhielten wir nochmals deutlichen Zuwachs. Vor allem suchten wir nach Backend-Developern und Pädagogen, auch ein Projektmanagement hätten wir gerne gehabt. Aus letzterem wurde zwar nichts, dafür fanden wir aber sowohl Developer als auch Pädagogen, die sich mit großer Begeisterung unserem Team anschlossen und neue und anregende Diskussionen initiierten.

Wir begannen mit der Erarbeitung eines Styleguides, wobei wir anhand von Charaktereigenschaften und Moodboard eine Farbpalette und Schriftart erstellten. Gleichzeitig kümmerten sich die Developer unter enormem Aufwand um die Erstellung von Wireframes. Zwischendrin traf sich dann das gesamte Team noch einmal und legte konkrete Ziele für das Ende dieses Wochenendes fest: wir wollen uns zunächst auf die Funktion „Unterricht/Klassenraum“ konzentrieren, die weiterführenden Funktionen „Bibliothek“ und „Hausaufgaben-Bearbeitung“ sind uns zwar ebenfalls wichtig, in der begrenzten Zeit jedoch nicht leistbar. Darum kümmern wir uns dann also nach dem Wochenende.

So beflügelt entspannte sich ein reger Austausch zwischen den Teams, der zu einer sehr produktiven Arbeit über den Nachmittag hinweg führte. Wir erarbeiteten eine Illustration für den Einstieg in die classroom-Simulation und begannen außerdem eifrig, einen Prototyp zu erstellen. Weitere Updates folgen morgen!

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