Inspiration

Der Name “Cards against Corona” erinnert unweigerlich an das durch schwarzen Humor glänzende Kartenspiel “Cards against Humanity” und das ist kein Zufall. Das Spiel selbst vereint die besten Teile aus anderen Spielen, wie beispielsweise den Simulationscharakter aus “Plague Inc.” oder den Suchtfaktor aus “Slay the Spire”. Wir wollen die sehr ernsten Inhalte und den damit verbundenen Wissenstransfer mit Humor auflockern und so das Vermitteln der Notwendigkeit von bestimmten Maßnahmen spielerisch verbessern.

What it does

Cards against Corona lässt den Spieler den Ausbruch von COVID-19 und das Krisenmanagement hautnah erleben und ermöglicht so verschiedenste Szenarien zu erproben. Der Spieler wird dazu ermutigt Maßnahmen, in Form von Karten, einzusetzen, die alle einen unterschiedlichen Einfluss auf den Verlauf der Infektionen haben, um so die Auswirkungen direkt zu erleben. Jede Maßnahme hat dabei nicht nur direkten Einfluss auf die Infiziertenzahlen, sondern beeinflusst auch die wirtschaftliche oder politische Lage im Land. Damit sieht sich der Spieler zum Lösen der Krise dazu gezwungen auch schwere Entscheidungen, wie eine generelle Ausgangssperre, zu hinterfragen, um dem Virus bestmöglich zu begegnen. Durch Erklärungstexte und gewollt überspitzt dargestellte Übertreibungen, wie Karikaturen von ruinenartig verwaisten Schulen, erlernt der Spieler die Maßnahmen unterbewusst und hat Spaß an der strategischen Ausarbeitung seines Krisenmanagements. Im Hintergrund sorgen mathematische Formeln für eine möglichst realitätsnahe Simulation des Verlaufs, wobei die Entscheidungen des Spielers tagesaktuell berücksichtigt werden. Die Simulation erfolgt dabei im Prototypen ausschließlich in Deutschland und basierend auf den dort aktuellen Statistiken.

How I built it

Wir haben komplett bei Null angefangen und sind nur aus dem gemeinsamen Interesse an einer Kartenspiel-App zusammen gekommen. Unsere Gruppe aus acht Personen haben wir in drei Gruppen aufgeteilt, die sich mit der Engine, den Karten und dem Engineering beschäftigt haben. Das Team Engine hat sich mit der Machbarkeit und der Umsetzung beschäftigt und direkt mit der Umsetzung eines ersten Prototypen begonnen. Entschieden haben wir uns für die Godot-Engine, da diese als Open Source Lösung zur Verfügung steht und als Cross-Platform Compiler uns alle Optionen für die spätere Veröffentlichung bereithält. Das Team Karten hat sich mit der Recherche von aktuellen Maßnahmen beschäftigt, das Layout für die UI festgelegt und sämtliche notwendige Assets bereitgestellt. Wir haben uns hier für einen gezeichneten Stil - fantasylike - entschieden, der im Virus-Lila das ernste Thema auflockern soll. Für die Hintergrundmusik haben wir uns für einen bedrückenden, düsteren Beat entschieden, der mit seinem schnellen Rhythmus den Spieler zu strategisch schweren Entscheidungen ermutigt. Das Team Engineering hat sich mit der mathematischen Problemstellung der Simulation beschäftigt und aktuelle Zahlen und Entwicklungen analysiert, um mit verschiedenen Einflussfaktoren die Entwicklung der Infektionszahlen berechnen zu können. Wir haben uns hier auf Ergebnisse und Formeln des Robert-Koch-Institutes (RKI) gestützt und diese entsprechend unseren Bedürfnissen angepasst. Insgesamt haben wir fünf Ressourcen ausgemacht, welche von Maßnahmen beeinflusst und somit durch das Spielen der Karten verbraucht oder wieder aufgestockt werden. Diese sind: Wirtschaft Sicherheitskräfte Gesundheitswesen Intensivbetten Zufriedenheit Die dabei getrennte Aufführung von Gesundheitswesen und Intensivbetten liegt an der, unserer Meinung nach, unterschiedlichen Einflussrichtung. Intensivbetten haben einen direkten Einfluss auf die Sterblichkeit von kritischen Fällen, das Gesundheitswesen generell aber eher weniger darauf, als mehr auf Testkapazitäten und Ansteckungsraten.

Challenges I ran into

In jedem der drei Teams gab es Herausforderungen, die es zu meistern gab. Team Engine und Team Karten mussten die Ernsthaftigkeit des Themas in eine humorvolle, spielerfreundliche Oberfläche überführen, ohne dabei lächerlich zu wirken und um den Wissenstransfer optimal zu gestalten. Team Engineering hatte die besondere Herausforderung der Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes in eine mathematische Formel, die auch getroffene Maßnahmen berücksichtigt und basierend auf tagesgenauen Zahlen eine Formel für die Ausbreitung des Virus zu entwickeln. Insgesamt wurde regelmäßig darüber diskutiert, wie viele Features in der gegebenen Zeit umgesetzt werden können. Einiges an Contentideen kam nicht über den Status der Idee hinaus und einige Features konnten bis zur Deadline nicht implementiert werden.

Accomplishments that I'm proud of

Nach zwei Tagen (und Nächten) Arbeit, vielen Stunden Gruppenmeetings und einem wilden Commit-Graphen haben wir einen funktionierenden Prototypen, den wir für unseren Video-Pitch nutzen konnten und auf den Folgeprojekte aufbauen können.

What I learned

Während der Umsetzung der Projekts kamen verschiedene Tools und Programmiersprachen zum Einsatz, mit denen nicht jedes Teammitglied von Beginn an vertraut war. Dazu zählen Tools wie Git, die Godot Engine nebst zugehöriger Programmiersprache GDScript. Außerdem bestand eine große Lernerfahrung darin, sich zu koordinieren. Speziell der Umstand, dass wir uns nicht persönlich sehen konnten und uns außerdem untereinander nicht kannten machte dies zu einer besonderen Herausforderung. Diese Erfahrung wird, insbesondere im aktuellen Umfeld von großem Wert sein, auch über den Rahmen des Hackathons hinaus.

What's next for 046_Gamification_Cards_against_Corona

Neben einem Abschluss der angefangenen und aufgrund der Zeit nicht fertiggestellten Mechaniken sollen weitere Spielmechaniken dazukommen. Zum Beispiel würde ein Highscore, um sich mit anderen Spielen zu vergleichen, die Motivation und Effektivität des Spiels noch weiter erhöhen. Ebenfalls wäre eine Kopplung der Events mit den Aktionen der Spieler wünschenswert (z.B. Ausgangssperre ignoriert tritt nur auf, nachdem Ausgangssperre verhängt wurde) Als weiteres Ziel wäre ein kooperativer Multiplayer-Modus interessant. Verschiedene Spieler können dabei verschiedene Länder übernehmen. Zwischen verschiedenen Ländern können Ansteckungen erfolgen. Bestimmte Ressourcen, wie z.B. Krankenhausbetten oder Ärzte können untereinander geteilt werden. Jeder Spieler kommt so zu einem besseren Ergebnis, wenn die Mitspieler unterstützt werden, ihre Ausbrüche unter Kontrolle zu bekommen.

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