Was uns inspiriert hat

Wir lieben Wein. Und wir haben kleine Lieblingslokale bei uns im Viertel oder Kiez, wo wir unseren Wein am liebsten trinken. Doch die mussten jetzt schließen und wir sitzen in solidarischer Selbstisolation auf unseren Sofas - ohne unseren Lieblingswein. Das wollen wir ändern: Damit wir nicht auf unseren Wein und unsere Lieblingslokale nicht auf uns als zahlende Gäste verzichten müssen, haben wir uns als "WeinRetter" zusammengefunden: Wir bringen die Lagerbestände von Gastronomen in die heimischen Wohnzimmer - und damit ein bisschen finanzielle Unterstützung aufs Konto der Gastronomen in dieser schweren Zeit. Wir wünschen uns sehr, dass unsere Lieblingslokale nach der Corona-Krise alle wieder ihre Pforten öffnen und auf dem Weg dahin sind wir froh, wenn wir sie Schluck für Schluck, Glas für Glas und Flasche für Flasche unterstützen können.

Wofür ist unser Projekt gedacht

Wir haben die Website www.weinretter.de gelauncht, auf der Gastronomen ihre Lagerbestände an Wein (und anderen Gütern) anbieten können, indem sie sich mit dem Namen und der Adresse des Lokals sowie den zu verkaufenden Produkten und ihren Kontaktdaten registrieren. Endverbraucher erhalten mittels interaktiver Karte einen Überblick über die registrierten Restaurants, die ihren Wein verkaufen möchten - entweder zur Auslieferung oder Abholung - und können direkt bestellen. Darüber hinaus stellen wir das Team, teilnehmende Restaurants und Wissenswertes über unseren ebenfalls neu gelaunchten Instagram-Kanal @weinretter_de vor. Viele von uns möchten ihre Lieblingskneipe oder den kleinen Italiener am Eck in dieser schwierigen Zeit unterstützen und hiermit bekommen wir die Möglichkeit dazu.

Wie haben wir's umgesetzt

Für das Projekt haben wir eine Webseite aufgesetzt. Das Frontend wurde mit Vue.js realisiert und verwendet ein modernes Design. Im Backend arbeitet dafür eine REST-API, welche die durch die Webseite gestellten Anfragen an eine MongoDB-Datenbank übermittelt. Dort speichern wir nicht nur den Namen eines teilnehmenden Restaurants, sondern auch dessen Ort in Koordinaten und machen diese Daten auch abrufbar. Wir verwenden die Amazon Web Services und die Virtualisierungstechnologie Docker, um die Datenbank auszurollen.

Wer hat es umgesetzt

Ideengeber: Michael Decker

Koordination/Management: Michael Decker, Johannes Hiry

Dev Team: Alexandra Wins, Gero Gerke, Mathias Arens, Johannes Hiry, Christoph Walcher, Torben Fritsch, Meena Ghareb, Clemens Goes

Grafik: Laurenz Digital

Marketing Team: Sandra Dorschner, Mara Seeger, Hannes Brellochs

Diese Herausforderungen hatten wir

Tatsächlich sind wir auf ziemlich wenige Hindernisse gestoßen, weil unser Team wirklich fantastisch ineinander gegriffen und funktioniert hat. Wir hatten gefühlt für jede Herausforderung den passenden Experten und insgesamt eine starke Machermentalität am Start, sodass kleinere Schwierigkeiten letztlich gar nicht erst zu größeren Hindernissen werden konnten. Was bei so einem virtuellen Team aber doch auffällt: Es ist echt schwierig, ALLE Team-Mitglieder in einem gemeinsamen Video-Call zu versammeln - und schon gar nicht pünktlich mit vorbereiteten "Wir bleiben für euch Zuhause"-Zetteln. Die größte Challenge steht uns jetzt allerdings noch bevor: Wir brauchen viele teilnehmende Gastronomen aus allen Teilen Deutschlands und zudem eine große Reichweite bei Endverbrauchern, um beide Seiten sinnvoll zusammenbringen zu können. Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu und wir würden uns freuen, wenn das #WirvsVirus-Orga-Team uns dabei auch über den Hackathon hinaus weiter unterstützt.

Was wir erreicht haben und worauf wir stolz sind

Allem voran sind wir ziemlich stolz auf unser Team. Innerhalb kürzester Zeit haben wir einen Modus der virtuellen Zusammenarbeit gefunden, der analogen Teams in nichts nachsteht. So waren wir in der Lage, in weniger als zweieinhalb Tagen aus einer fixen Idee entspringend ein funktionierendes Projekt auf die Straße zu bringen. Wir haben nicht nur die Website von Grund auf neu ersponnen und gebaut, sondern auch schon erste Gastronomen für uns gewinnen können, die unsere Idee cool finden und mitmachen wollen. Parallel sind unser Logo, etliche Texte, unser Instagram-Auftritt, unser Bewerbungsvideo sowie diese DevPost-Seite entstanden. Das geht nur mit richtig guten Leuten und zielstrebiger, effizienter Zusammenarbeit.

Was wir gelernt haben

Wir wussten bereits, dass es viele Bürger:innen gibt, denen es im Herzen weh tut, dass ihre Lieblingsbar oder der kleine Italiener an der Ecke schließen mussten und dass große Sorge besteht, einige dieser Lokale könnten es vielleicht nicht durch die Krise schaffen. Diese Vorstellung macht viele traurig - wegen der persönlichen Schicksale einerseits und wegen der dadurch schrumpfenden gastronomischen und kulturellen Vielfalt im Viertel oder Kiez andererseits. Was wir nach diesem Wochenende aber auch wissen ist, dass viele Gastronomen nicht bereit sind aufzugeben und dankbar Hilfe annehmen dabei, sich durch die Krise zu kämpfen. Jetzt wird sich zeigen, ob WeinRetter einen Teil dazu beitragen kann. Wir sind nach diesem Hackathon überzeugt: Kleine Ideen können Großes bewirken.

Was wir noch vorhaben

Wir wollen die Website weiter ausbauen und den Gastronomen die Möglichkeit geben, noch mehr Details angeben zu können, beispielsweise Bestandszahlen, eine Preisliste und ihre Weinkarte. Zudem gilt es natürlich, die Akquise von Gastronomen weiter zu betreiben. Wir haben uns zunächst stark auf Berlin, Hamburg und München konzentriert und wollen hier das Angebot verstärken, aber auch zunehmend weitere Städte ausbauen. Mithilfe von PR und Social Media sowie Kooperationen werden wir Reichweite und Traffic für die Website generieren, damit die Endverbraucher auch wirklich zu unseren wirklich tollen Gastronomen finden. Diese stellen wir übrigens - genau wie unser Team - in persönlichen Portraits auf Instagram vor und werden auch das weiterführen.

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