INSPIRATION

In den meisten Ländern der Welt ist Home Education legal. Deutschland hat aber bisher ein striktes Schulanwesenheitsgesetz, das Schüler und Eltern nur unwesentlich an der Gestaltung der Bildung partizipieren lässt. Darum sind gerade deutsche Familien in der Corona-Krise auf ihre plötzliche Verantwortung nicht vorbereitet und zusätzlich belastet. Idee war, Familien über die Möglichkeit selbstbestimmter, informeller und häuslicher Bildung zu informieren und dadurch auf lange Sicht eine gangbare Alternative für den Notfall zu kreieren, aber auch einen Perspektivenwechsel auf selbstbestimmte Bildung und deren Anerkennung zu ermöglichen.

Lernen findet immer und überall statt und Lernen kann viele Gesichter haben! Auch wenn die aktuelle Corona-Krise Eltern und unser Bildungssystem vor neue Herausforderungen stellt, erwachsen aus jeder Krise auch Chancen. Nun brauchen Familien Ermutigung, um Vertrauen in selbstbestimmt gesteuerte Bildungsaktivitäten zu gewinnen.

WAS IST DIE HERAUSFORDERUNG

Wie können wir junge Menschen und deren Eltern in der aktuellen Krise dabei unterstützen, Vertrauen in das eigene selbstbestimmte Lernen zu entwickeln, eigene Lernziele zu definieren und individuelle Lernmethoden auszuprobieren? Wie können daraus nachhaltige Strukturen entstehen, die sowohl den Bildungsbedürfnissen junger Menschen des 21. Jahrhunderts als auch den Anforderungen einer neuen Arbeitswelt nach mehr Eigenständigkeit und Selbstverantwortung gerecht werden?

UNSER LÖSUNGSANSATZ

Es geht jetzt darum die Bildungschancen des Alltags zu erkennen und zu ergreifen. Eltern sollen ermutigt werden, ihre eigenen vielfältigen und individuellen Kompetenzen weiterzugeben. Unser Mittel ist so schlicht, wie es wirksam werden kann: ein offener Brief zu den vielen Möglichkeiten des informellen Lernens wir über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter und ausgewählte Printmedien verbreitet um viele betroffene Eltern zu erreichen. Unsere Zielgruppe sind Eltern von Kindern von der Vorschule bis zur 8. Klasse, also von 5-13 Jahren, aber wir erwarten Effekte auch auf ältere Alterstufen. Im Infobrief sollen Kontakte zu Organisationen vermittelt werden, die weiterführende Infos anbieten: Bundesverband Natürlich Lernen e.V. (www.bvnl.de) Verein Freie Lernwelten e. V. (lernwelten@gmx.de / www.kulturlabor-jena.space) Clonlara School (www.clonlara.de) Keiki-Institut (www.keiki-institut.de)

AUSBLICK

Da den Familien über die erste Information hinaus Begleitung und Unterstützung zur Verfügung gestellt werden soll, haben wir eine Vernetzung mit bestehenden Plattformen geplant. Fotos aus der Videopräsentation wurden durch einen Aufruf auf der Facebook-Seite der internationalen non-profit Learning-Community „Clonlara School“ generiert, die sich auch als weitere Anlaufstelle für Fragen angeboten hat. Außerdem möchten wir in den nächsten Schritten weitere Multipllikatoren und Multiplikatorinnen erreichen und einbinden. Wir möchten Beispiele freien Lernens in Kinder-Sendungen und Podcasts vorstellen und eine Einbindung in eine bereits geplante bildungswissenschaftliche Untersuchung zum selbstbestimmten Lernen anregen, die von Dr. Alexander Röhler, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter wissenschaftlich begleitet wird. Ergebnisse aus dieser Forschungsarbeit können im weiteren Verlauf zur Anerkennung informeller Bildungsaktivitäten beitragen, wie es bereits der YOUTH PASS des ERASMUS-Programmes der europäischen Kommission erfolgreich umsetzt. Zur Erfassung der Lernaktivitäten, deren Zuordnung zu den entsprechenden Kompetenzbereichen und der Evaluierung und Anerkennung wird eine eigens dafür programmierte Software benötigt. Für die Realisierung suchen wir IT-Profis.

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