Herausforderung (ID 100778)
Wie können wir Schüler:innen motivieren und untereinander vernetzen, so dass die gefundene Schüler:innengruppe gemeinsam ihren Interessen und Ideen in einem Projekt nachgehen können? Dabei sollten die Schüler:innen in allen Schritten der Projektarbeit unterstützt werden.
Kurzbeschreibung der Lösung
Das Projekt versteht sich als Ausbau und Skalierung des 1:1-Projektcoachings des Corona School e.V. Wir erweitern die bestehende Plattform um eine Projektdatenbank mit Projektideen sowie einen umfangreichen Matchingalgorithmus. Als Projektcoach:innen werden – analog zur Corona School – z.B. Studierende angesprochen, die sich ehrenamtlich für Bildungsgerechtigkeit einsetzen wollen.
Zielgruppe
Zielgruppe sind motivierte Schüler:innen, die sich für ein Projekt begeistern können, von der Grundschule bis zur Oberstufe, unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund. Das Projekt richtet sich explizit auch an Schüler:innen, die noch keine Erfahrung mit eigenen Projekten und keine konkreten eigenen Ideen für Projekte haben.
Bisheriger Lösungsansatz
Das Projekt versteht sich als Ausbau und Skalierung des 1:1-Projektcoachings des Corona School e.V.. Der bestehende Lösungsansatz beinhaltet drei Ebenen der Unterstützung von Schüler:innen bei ihren außerschulischen Projekten:
Die auf der Plattform www.corona-school.de registrierten Schüler:innen werden erstens einem:r thematisch passenden Projektcoach:in zugeteilt. Nach dieser Zuteilung unterstützt der:die Projektcoach:in die Schüler:innen(gruppe) bei allen Schritten des Projekts, von der Planung bis hin zur Umsetzung oder Präsentation. Zweitens bieten Projektcoach:innen gelegentlich thematische Gruppenkurse an, bei denen Schüler:innen verschiedene Themengebiete, wie etwa das wissenschaftliche Arbeiten oder Tabellenkalkulationsprogramme näher gebracht werden. Drittens können die Schüler:innen auf eine sogenannte Expert:innenliste zugreifen. Mithilfe dieser können sie registrierten Coach:innen zu spezifischen (Fach)-Themen explizite Fragen stellen und diese per E-Mail beantwortet bekommen. Als Projektcoach:innen werden z.B. Studierende aber auch andere Interessierte angesprochen, die Freude an der Arbeit mit jungen Menschen haben und sich ehrenamtlich für Bildungsgerechtigkeit einsetzen wollen.
Der vorgestellte Lösungsansatz besteht seit November 2020, auch in Kooperation mit der Stiftung Jugend forscht e.V.. In diesem Zeitraum wurden ca. 200 Projektpaare mit über 500 Helfenden und Schüler:innen vermittelt und deren Projekte begleitet. Fast alle Projekte waren hierbei im MINT-Bereich, also in den Gebieten um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ansässig.
Offene Fragen/Verbesserungsansätze bei diesem Lösungsansatz sind:
- Vernetzungsaspekt: Wie finden sich Schüler:innengruppen für die Projekte? Ein wichtiger Aspekt ist, dass Schüler:innen auf dem digitalen Weg Gleichgesinnte mit ähnlichen Interessen treffen sollen.
- Wie kommen die Schüler:innen zu ihrer Projektidee?
- Ein Austausch zwischen Schüler:innen über Projekte hinweg ist wünschenswert.
- Die Zuteilung der Coach:innen zu den Schüler:innen läuft auf Basis von Altersgruppe sowie groben Themengebiet, z.B. Biologie ab.
Diese Fragen wurden mit dem während des Hackathons konzipierten Projektcoaching 2.0 in einer Erweiterung des 1:1-Projektcoachings des Corona School e.V. beantwortet und konzipiert. Im nächsten Schritt möchten wir dieses Konzept in der bestehenden Plattform auf www.corona-school.de umsetzen.
Unser Konzept
Wir möchten beim Projektcoaching 2.0 die bestehende Plattform um eine Projektdatenbank mit Projektideen und Teamsuchenden sowie einen umfangreichen Matchingalgorithmus erweitern. Bisher ist nur ein thematisches Matching möglich, das heißt, die Matches werden auf Basis des Themengebiets wie z.B. “Biologie” oder “Chemie” sowie der Altersgruppe berechnet. Nun möchten wir die Zuteilungen von Schüler:innen und Coach:innen anhand der konkreten Projektideen aus der Projektdatenbank in einem weitaus komplexeren Algorithmus umsetzen.
Auf der Plattform können sich zudem Schüler:innen zukünftig mit oder ohne eigene Projektidee anmelden. Dort werden ihnen Projektcoach:innen zugeordnet, die sie beim Teambuilding und bei der Verwirklichung ihrer Idee oder ihres Projekts unterstützen. Für eine passende Zuordnung geben Schüler:innen und Coaches Präferenzen für Projekte und Themenfelder an. Wir unterstützen bei der Vernetzung und beim Bilden von Gruppen für einzelne Projekte.
Projektcoach:innen bieten Orientierung bei der Konkretisierung des Projekts, begleiten und unterstützen die Umsetzung und tragen damit auch zur Motivation bei. Der Austausch mit anderen Projekten und Gruppen wird durch das Angebot regelmäßiger, virtueller Treffen gefördert. Die Schüler:innen sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen bekannt zu machen, ihren Projektfortschritt und Ergebnisse zu präsentieren und zu teilen, ob über die Plattform, darüber vermittelte Kontakte oder in ihrem Umfeld.
Erreichen der Schüler:innen
Das Konzept richtet sich zunächst primär an Schüler:innen, die sich in ihrer Freizeit mit einem Projekt beschäftigen möchten. Eine Ausweitung auf Hausarbeiten, Facharbeiten, das Drehtürmodell, Ganztagsschulen oder andere Formen der Integration in die Schule wird zukünftig ebenfalls angestrebt, um möglichst viele Schüler:innen zu erreichen.
Wir erreichen die Schüler:innen am besten über Eltern, Lehrkräfte, Nachhilfelehrer:innen, Arbeitsgemeinschaften, den Freundeskreis, Fördervereine und Social Media. Hierfür greifen wir auf das Netzwerk der Corona School zurück. Für Lehrkräfte, die bisher ihre Schüler:innen nicht individuell beim Umsetzen von Projekten unterstützen konnten, bieten wir eine einfache Möglichkeit, ihren Schüler:innen eine persönliche Förderung zu vermitteln. Der große Aufwand, der bisher für Lehrkräfte mit dem Begleiten von Projekten einherging, wird auf die Motivation der Schüler:innen zum Mitmachen bei einem Projekt reduziert. Mit diesem Argument wollen wir möglichst viele Lehrkräfte erreichen.
Möglichkeiten für Projekterfolge
Bei vielen Projekten bieten sich vielfältige Präsentations- und Dokumentationsmöglichkeiten der Ergebnisse an, wozu der:die Projektcoach:in die Schüler:innen unterstützen und motivieren soll. Die Abschlusspräsentation eines Projekts kann beispielsweise vor anderen Projektgruppen (als Online-Format), vor der Klasse, auf einem Schulfest, Tag der offenen Tür oder ähnlichen Veranstaltung erfolgen und den Schüler:innen so durch den Rahmen die Bedeutung ihres Projekts zeigen. Außerdem können Anschlussprojekte vorgeschlagen werden, für die die Schüler:innen ihre Erfahrungen an eine neuen Gruppe weitergeben. Ein Projekt kann auch auf einen Wettbewerb wie beispielsweise Jugend forscht ausgerichtet sein.
Schritte zur Umsetzung
Die wesentlichen Schritte zur Umsetzung bestehen aus dem Erweitern der bestehenden Plattform, dem Ansprechen möglicher Projektcoach:innen, dem Sammeln von Projektideen und dem Bewerben des Projektcoachings 2.0 durch das Ansprechen von Lehrkräften, Nachhilfelehrer:innen, Elternvertreter:innen und anderen.
Anforderungen an die Plattform sind:
- Datenbank mit Projektideen, die nach Präferenzen bzgl. Fachrichtung und Anforderungen durchsucht werden kann
- Möglichkeit zum Einreichen von Projektideen
- Registrierung von Projektcoach:innen mit Auswahl von Präferenzen, Themenfeldern und einzelnen Projekten, die sie betreuen würden
- Registrierung von Schüler:innen mit oder ohne Projektidee, als Gruppe oder mit Bitte um Aufnahme in bzw. Zuordnung zu einer Gruppe
- Bedienbarkeit auch für jüngere Schüler:innen
- Matchingalgorithmus für die Zuordnung von Projektideen, einzelnen Schüler:innen, Gruppen und Projektcoach:innen
- Möglichkeit zum Vernetzen mit anderen Gruppen, die ähnliche Projekte verfolgen und evtl. mit anderen Gruppen aus der Umgebung
- Leitfäden für Projektcoach:innen erweitern
- Möglichkeit zum Präsentieren der Erfolge noch laufender oder abgeschlossener Projekte.
Unser Team
Unser Team fand sich über den Hackathon und besteht aus Teammitgliedern der Corona School sowie von weiteren Teilnehmern des UpdateDeutschland Hackathons.




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