Die Herausforderungen

Die Anforderungen von jungen Erwachsenen an den Beruf sind gestiegen. Der Beruf soll nicht nur den Lebensunterhalt sichern und Spaß machen, sondern sinnvoll sein und im besten Fall zur Selbstverwirklichung beitragen. Bei rund 18.000 Studiengängen und 350 Ausbildungsberufen wird die Wahl oft zur Qual. 30% der Studierenden beenden ihr Bachelorstudium nicht. Zweithäufigster Grund dafür: Die Exmatrikulierten identifizieren sich nicht mit ihrem Studienfach und den sich daraus ergebenden beruflichen Möglichkeiten. Laut dem Barmer Ärztereport von 2018 leiden immer mehr junge Erwachsene unter dieser beruflichen Orientierungslosigkeit und dem fehlenden Selbstbewusstsein ihr Leben den persönlichen Wünschen und Vorstellungen entsprechend gestalten zu können.

Menschen jenseits der 60 Jahre befinden sich ebenfalls in einer Veränderungs- und Umbruchsituation. Die Kinder sind aus dem Haus und der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand steht an. Die damit verbunden Herausforderungen wie Verlust einer sinnvollen Aufgabe, fehlende Selbstwirksamkeit und Wertschätzung sowie Wegfall von Verantwortung und kollegialem, sozialen Austausch werden oftmals unterschätzt und führen die Beteiligten nicht selten in eine Lebens- bzw. Sinnkrise.

Unser Lösungsansatz

Es ist uns wichtig, die sozialen und beruflichen Kompetenzen jüngerer und älterer Menschen zu stärken und ihren Unternehmergeist zu wecken. Jungen Menschen helfen wir beispielsweise den Übergang von der Schule zur Ausbildung oder zum Studium erfolgreich zu gestalten. Die ältere Generation unterstützen wir dabei, auch nach dem Berufsleben aktiv und engagiert zu bleiben.

Wir sehen innere Arbeit als Schlüssel für Selbstführung, bei Entscheidungen, bei Lebenswegplanung und beruflicher Ausrichtung sowie um die oben genannten Ziele zu verwirklichen. Darum möchten wir junge Erwachsene und die Generation 60plus in einem Seminar zusammenbringen. Ein Seminar in dem sich Jung und Alt unterschiedlichster Herkunft begegnen und an ihren Visionen für die Zukunft arbeiten. Ein Seminar um generationsübergreifende Begegnung zu fördern, um Vorurteile abzubauen, um Lebenserfahrung und Kompetenzen auszutauschen und um Netzwerke zu erweitern. Ein Seminar um Wendepunkte im Leben zu meistern und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Der Seminarprozess orientiert sich am U-Prozess nach Otto Scharmer. Darüber hinaus arbeiten wir mit Methoden wie dem Inneren Team nach Schulz von Thun, dem Züricher Ressourcenmodell, Biografischer Arbeit und Elementen aus der Kunst- und Erlebnispädagogik sowie aus der Achtsamkeitspraxis.

Wo steht unser Projekt gerade?

Die größte Herausforderung ist die Finanzierung. Uns ist es wichtig den Teilnehmerbetrag gering zu halten um ein niedrigschwelliges Angebot anzubieten. Das Seminar soll allerdings nicht ganz kostenfrei sein, sondern auch einen gewissen finanziellen Beitrag (je nach Einkommensstruktur) von den Teilnehmenden verlangen. Um den Teilnehmerbetrag niedrig zu halten sind wir auf Dritt- bzw. Fördermittel angewiesen. Bei Krankenversicherern und Stiftungen beißen wir bisher auf Granit. Wohlfahrtsverbände konnten wir zwar schon für einzelne Veranstaltungen einbinden, aber leider noch nicht in Form einer stetigen Kooperation.

Dennoch glauben wir an unsere Idee und den sozialen Impact, den sie haben könnte. Als Basis für unsere zukünftigen Projekte haben wir Ende 2019 den gemeinnützigen Verein "Mindful Studies" gegründet. Bis zu Beginn der Pandemie haben wir dreitägige Präsenzseminare für bis zu 18 Teilnehmer angeboten. Seit Beginn der Pandemie bieten wir Onlineseminare für bis zu 12 Teilnehmer an, die über sieben Wochen laufen und jede Woche eine ca. zweieinhalbstündige Session beinhalten.

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