Das Problem

Digitalisierung war das nicht bis vor wenigen Monaten noch ein Fremdwort für viele Schulen? Seit COVID-19 Einschränkungen und Homeschooling besteht heute der Alltag von Millionen von Schülerinnen und Schülern aus Videocalls mit Zoom, Webex & Co – aus Aufgaben und Arbeitsblättern auf Plattformen wie Moodle, aus emails und WhatsApp Gruppen.

Aber ist das schon die Digitalisierung, die wir uns alle vorgestellt haben? Wo Lernen kreativer werden würde, individueller und spielerischer? Wohl kaum. Besonders für Kinder im Grundschulalter funktionieren diese Methoden des Distanzlernen selten ohne eine umfassende Unterstützung im Elternhaus. Die aktuell verwendeten Plattformen sind nicht kindgerecht. Dazu kommt der Ort: wer sagt, dass Distanzlernen nur alleine und ohne Bewegung zu Hause funktioniert und nicht in Schülerteams, mobil und auch einmal an ungewöhnlichen Orten? Könnte dieses Lernen auch gleichzeitig inklusiver sein, und für Kinder mit besonderen Anforderungen (z.B. Einschränkungen im Hören & Sehen oder in der Aufmerksamkeit) neue Möglichkeiten bieten?

Wir sagen: ja! Gäbe es nicht eine Möglichkeit, eine Lernplattform zu organisieren, die Elemente aus bei Kindern populären Handyspielen wie Pokemon GO aufgreift?

Unsere Lösung

Unser Lösungsansatz ist eine App-basierte, spielerische Lernplattform speziell für die Grundschule. Sie kann in Ergänzung zu klassischen Tools des Distanzlernens genutzt werden und bietet eine motivierende, spielerische Erweiterung des Lernerlebnis. Lernaufgaben können als Quests gestellt werden - entweder als Einzel- oder Teamaufgabe. Dabei erlaubt die App reale Orte zu verknüpfen (Schulhof, Spielplatz, Park, Bücherei …) und die Bewegung der Kinder mit einzubinden. Lehrkräfte können einfach Quests selber anlegen und verfolgen, welche davon bereits gelöst wurden. Eine Verknüpfung mit typischen Grundschulthemen in den Kernfächern Mathe und Deutsch soll ab Start möglich sein unter Bezug auf die unmittelbare Umgebung der Kinder.

Gleichzeitig soll dabei auch die Reichhaltigkeit der Lebensumgebung der Kinder (im städtischen / dörflichen Umfeld der Schule) vermittelt werden wie Kulturen, Bezüge zu anderen Ländern und Natur. Lerninhalte, die Grundschulen typischerweise über Exkursionen oder in kleinen Projekten vermitteln, die aber besonders in einer Distanzlernsituation oft hinter den Kernfächern in den Hintergrund treten.

Weitere Ideen hinter unserer App

Die App baut auf Augmented-Reality auf, überlagert also die reale Umgebung mit virtuellen Elementen und ist für mobile Endgeräte mit Android und iOS geplant. Kinder können dabei in selbst-gewählte, virtuelle Charaktere schlüpfen, deren Aussehen sie ebenso auswählen können wie nötige Hilfsmittel (Brille, Rollstuhl, Hörgeräte etc.) wählen.

Die Spielwelt ist von weiteren virtuellen Figuren bevölkert, die den Lernprozess unterstützen (ähnlich zu den Figuren z.B. Tieren wie sie auch in Schulbüchern für die Grundschule vorkommen). Die Kinder begleitet ein selbst ausgewählter Tierfreund, so fühlen sie sich auch beim alleine spielen nicht einsam. Für gelungene Lösungen gibt es Feedback und videospiel-typische Belohnungsmechanismen. Die Lehrer können direkt mit den Schülern interagieren.

Langfristig ist eine barrierefreihe Version mit Gebärdensprachvideos und verschiedener Farbwahl für Sehbehinderte geplant.

Wie ist unser Lösungsansatz entstanden?

Unser Lösungsansatz kombiniert Elemente aus Augmented Reality Games mit Elementen klassischer Lernplattformen. Und nimmt auch Anleihen bei Geo-basierten Lernspielen wie ActionBound. Das Konzept ist in einem direkten Austausch mit Schülerinnen und weiteren Mitgliedern des Hackathon-Teams (mit Hintergünden u.a. im Game Desing, Psychologie oder pädagogischen Design) entstanden. Grundsätzlich ist der Lösungsansatz technisch gut realisierbar und als offene Plattform (in der die Lehrenden die Lern-Inhalte anlegen) sehr skalierbar. Eine kindgerechte Lernplattform für die Grundschule ist nicht nur in der COVID-19 Situation sondern generell für eine hybride Schule interessant.

Unser Prototyp

Im Rahmen des Hackathons haben wir einen ersten Prototyp mit Hilfe der Game-Entwicklungsplattform UNITY als proof-of-concept entwickelt. Zusätzlich eine Wireframe Simulation des nötigen Anmeldeprozesses und der Auswahl von Lernaufgaben/Quests.

Der Prototyp wurde ebenfalls mit den Schülerinnen bzw. Kindern auch im Grundschulalter getestet.

Wo findet man den Prototypen

Diese Submission enthält einen Link zum Prototyp und der Prototyp ist ebenfalls im Video zu sehen.

Team: Idee: Kittie Umsetzung: Florian und Dominik Dokumentation: Elmar Beratung: Mila (Schülerin), Katharina (Coach), Olaf (Technik)

Kurzfassung:

Inspiration

ADHS-Pflegekind, das durch Corona erstmal nicht zur Schule kann. Kinder, die seit Wochen nur Arbeitsblätter abarbeiten ohne Kooperation oder Spaß und dabei stets auf Unterstützung angewiesen waren.

What it does

Eine Geschichte erzählen, in der die Grundschüler auch gemeinsam lernen können in der Augmented Reality, sich dbei newegen können und Spaß haben.

How I built it

Frames, Flussdiagramme, Unity, Teamwork

Challenges I ran into

Auflösung von Lernorten, möglichst barrierefrei Grundschülern Lernfreude mit Bewegung ohne Hilfe der Erziehungsberechtigten. Kooperation mit anderen. Kultur und Natur vermitteln.

Accomplishments that I'm proud of

Prototypbeispiele, Mitarbeit von Schülern, Frames, Kreativität fürs Kind

What I learned

Es gibt einen großen Nachholbedarf an Kreativität beim Lernen. Lernplattformen sind nicht barrierefrei gestaltet und für Grundschüler selten geeignet!

What's next for Wild Child

Wir brauchen ein Entwicklerteam, das mit Schülern, Lehrern und weiteren Experten die App bis zum Schulstart spielbereit macht!

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