UV-Desinfektions-Box für jedermann erschwinglich:
Hintergrund:
Unter „Desinfektion“ verbindet man meistens das Reinigen eines Gegenstandes oder einer Oberfläche mit einem chemischen Mittel. Das funktioniert jedoch auch die Flüssigkeit aus dem Sprühfläschchen. Zur Desinfektion von Raumluft oder für metallische Gegenstände verwendet man in Krankenhäusern und im Labor beispielsweise auch UV-Licht. Auch bei der Keimbeseitigung im Wasser oder als Gadget z.B. für das Handy findet es bereits Anwendung. Doch eine gesellschaftliche Lösung stellt dieses Verfahren leider nicht dar, denn entweder sind solche Geräte zu klein oder preislich im vierstelligen Bereich angesiedelt. Daher habe ich seit März 2020 ein UV-Desinfektionsgerät entwickelt, welches groß genug und für alle erschwinglich sein soll. Dabei wurde eine UV-C-Lampe, in einem speziell angefertigten Gehäuse verbaut. Das so entstandene Gerät eignet sich nicht nur für Kleingegenstände, z.B. Tastaturen, Mäuse, Notebooks, Tablets, Stifte, Papierseiten, Metallgegenstände, sondern auch für die nachhaltige Aufbereitung von Hygieneartikeln wie Einmalhandschuhe aus Gummi und Atemschutzmasken, die im momentan Mangelware sind.
Aufbau:
Der Prototyp besteht außen aus Holz. Das serienfertige Gerät soll jedoch außen aus Kunststoff bestehen, wobei die Desinfektionskammer wie im Prototyp innen vollständig mit Aluminium ausgekleidet sein wird. Dieses Metall reflektiert 80% der auftreffenden Strahlung , sodass die UV-Strahlung, die von der Lampe ausgeht, fast vollständig wieder ins Lumen reflektiert wird. Dies ermöglicht eine effektivere Bestrahlung. Damit die UV-Strahlen von allen Seiten wirken können, ist das Gitter vorgesehen, welches im Prototyp auf halber Höhe und im Endprodukt in zwei Höhen eingelegt werden kann. Zur Desinfektion kabelgebundener Kleingeräte wurden zwei abgedichtete Aussparungen in das Gehäuse eingearbeitet, durch die die Kabel durchgeführt werden können. So stören die Kabel die Bestrahlung nicht und die Geräte müssen nicht ausgesteckt werden.
Prinzip:
UV-C-Strahlung (100nm bis 280nm) wirkt auf die Erbsubstanz von Mikroorganismen schädigend ein. Dadurch werden Stoffwechsel- und Fortpflanzungsprozesse irreparabel zerstört. Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen können auf diese Weise ganz ohne chemisches Desinfektionsmittel auf Oberflächen inaktiviert und unschädlich gemacht werden. So kann dem Übertragungsweg der Schmierinfektion (keimbeladenes Material wird durch Berührung weitergegeben und gelangt in den Körper bspw. durch Mund oder Nase) Einhalt geboten werden.
Funktion:
Das Gerät wurde auf Auswirkungen auf die Materialbeschaffenheit der bestrahlten Gegenstände und von einem zertifizierten Hygienelabor auf eine mikrobiologische Wirkung getestet. So wurde sichergestellt, dass die technische Zusammenstellung des Gerätes keine materialschädigende Wirkung besitzt und die Funktion auf mikrobiologischer Ebene ebenfalls gewährleistet ist. Der Prototyp schädigte die getesteten Gegenstände nicht in Ihrer Oberflächen- & Funktionsbeschaffenheit und tötete nachweislich darauf befindliche Keime effektiv (sehr gut) ab (siehe Laborbefund).
Zielgruppe:
Das Gerät soll in privaten Haushalten, Büros und medizinischen Einrichtungen zum Einsatz kommen können, um die Wege der Schmierinfektion effektiv unterbinden zu können. Auch nach Corona bieten sich dank der vielfältigen Desinfektionsmöglichkeiten genug Anwendungsaufgaben. Eine große Chance ist beispielsweise die nachhaltige Wiederaufbereitung von Handschuhen und Schutzmasken in der Medizin. So könnten Hygieneartikel, die wir als Einmal- und Wegwerfprodukte kennen, mehrmals verwendet und Abfall reduziert werden. Auch die Aerosolbildung und Abfälle durch Sprühfläschen aus Plastik könnten so vermieden werden.
Die nächsten Schritte für die "UV-Desinfektions-Box für jedermann erschwinglich"
Für den Prototyp soll ein strapazierfähigeres Case mit einer integrierten Zeitschaltung (siehe Bauplan) entstehen, damit das Gehäuse langlebiger und das Gerät nutzerfreundlicher wird.
Built With
- aluminium
- holz
- uv-lampe
- zuleitung
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