Inspiration

Obwohl in Deutschland im Jahr 2021 bereits mehr als jeder vierte Bürger einen Migrationshintergrund hat, urteilen wir oftmals noch anhand von überholten Stereotypen, ob jemand „deutsch" ist. So führen Äußerlichkeiten oder der Name nicht nur zu einem Fehlurteil, sondern zu Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung.

Es ist Zeit das zu ändern. Wir müssen unserer Gesellschaft ein aktuelles Bild von sich selbst geben. Nicht zuletzt, weil wir von dieser Vielfalt ungemein profitieren. Deshalb müssen wir nicht nur auf das Problem aufmerksam machen, sondern Vorurteile abbauen. Ungeachtet aller Unterschiede sind wir am Ende alle eins: Menschen.

Es bleibt die Frage: was genau heißt für uns eigentlich 2021 "deutsch" sein?

What it does

Ziel ist es in einem ersten Schritt durch eine mediale Kampagne, Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, wie vielfältig unsere Gesellschaft in Deutschland heute schon ist. Adressiert ist die Kampagne an alle diejenigen Mitmenschen, die ein überholtes Bild davon haben, was es heißt, "deutsch" zu sein. Durch Bilder, die diese Stereotypen konterkarieren, sollen sie zur kritischen Reflexion bewegt werden. Immerhin gehen mit dem "deutsch" sein, gewisse Privilegien einher. Im Umkehrschluss heißt das, dass Menschen die diese Stereotypen nicht erfüllen, sich mit Benachteiligung bis hin zur Diskriminierung konfrontiert sehen - egal ob im Alltag oder beispielsweise bei Behördengängen. In diesem Zusammenhang soll die Kampagne zum Nachdenken und zu einem Diskurs anregen, was es heutzutage überhaupt heißt, "deutsch" zu sein.

In einem zweiten Schritt soll die gewonnene Aufmerksamkeit durch die Kampagne zur Aufklärung genutzt werden. Aufklärung darüber, wie sehr wir als Gesellschaft von der Vielfalt profitieren. Das zu unterstreichen ist deshalb ungemein wichtig, weil Vorbehalte oftmals aufgrund von Unwissenheit und Verlustängsten entstehen. Entsprechende Informations- und Wissensangebote müssen an diesen Punkten ansetzen, um die unterschiedlichen Altersklassen zu erreichen.

Das Ziel muss es seine systemische Veränderung in der Gesellschaft zu bewirken

How we built it

Die Kampagne soll über möglichst viele unterschiedliche Kanäle laufen, um eine größtmögliche Reichweite in allen Teilen der Gesellschaft zu erzielen. Konkret soll die Realisierung mit Bildern über traditionelle Medien (Print, TV) und Social Media (Facebook, Instragram, etc.) stattfinden. Damit es nicht bei einer einmaligen Aktion bleibt, soll die Kampagne zu einem Bildungs-, Informations- und Erlebnisangebot auf einer Onlineplattform führen. Über gegenwärtig virtuelle Begegnungsräume sollen Vorbehalte und "Berührungsängste" ausgeräumt werden. Das Angebot kann dahingehend ausgeweitet werden, dass die Internetplattform als Treffpunkt und Anlaufstelle für Schulen und Institutionen dient, die dort Lerninhalte für Unterricht und Workshops finden.

Challenges we ran into

Für uns stellte es eine wesentliche Hürde dar, dass wir keine abschließende Antwort darauf liefern konnten, was es eigentlich 2021 heißt, "deutsch" zu sein. Als nicht-repräsentatives Team können wir uns nicht anmaßen, im Rahmen einer Kampagne hierauf eine allgemeingültige Antwort zu liefern. Wir sehen hier die Gefahr, dass wir sonst Akzeptanz verlieren oder im schlechtesten Fall zu einer Spaltung beitragen würden. Das wäre komplett entgegen unserer Zielsetzung, da wir zusammenführen und Gemeinsamkeiten hervorheben wollen.

Vor diesem Hintergrund braucht es zumindest ein sehr diverses Team, um diese Fragestellung aus vielfältigster Perspektive zu betrachten. Alternativ muss die Kampagne anders aufgestellt werden: offen als Frage, mit der Aufforderung an die Gesellschaft, sich selbst aktiv bei der Beantwortung, was "deutsch" sein bedeutet, einzubringen.

Einer weiteren Hürde, der wir begegneten, ist das Thema Reichweite. Damit eine solche Kampagne erfolgreich ist und die gewollte Veränderung erzielt, muss zumindest ein Großteil der Gesellschaft erreicht werden. Dafür ist eine professionelle Vorbereitung und Umsetzung samt Förderer und Sponsoren erforderlich.

Accomplishments that we're proud of

Wir haben uns als Team neu zusammengefunden und uns für den Beginn 48h einem gesellschaftlich enorm wichtigen Thema gewidmet. Wir haben durch den offenen Austausch die vielfältigsten Einblicke und Perspektiven hören können und konnten uns umso mehr bewusst machen, wie vielschichtig auch die Probleme sind. Umso mehr hat uns der Sprint darin bestärkt, dass hier eine gesellschaftliche Veränderung braucht.

What we learned

Es ist nicht ausreichend über Probleme zu reden und darüber zu philosophieren, was sich ändern müsste. Es ist Zeit gemeinsam anzupacken und selbst aktiv die Veränderungen anzugehen. Vielfalt ist ein wertvolles Gut, dass auch entsprechend wertgeschätzt werden muss. Und gerade in einem diversen Team kann man miteinander auch sehr viel erreichen!

What's next for #Update.DeutschSein

Wir brauchen weiter Feedback und tatkräftige Unterstützer. Im der aktuellen Zusammensetzung fehlen uns leider aus heutiger Sicht die Ressourcen, um die Idee/das Projekt weiter voranzutreiben und zur Umsetzung zu bringen. Sinnvoll kann hier die Vernetzung mit bestehenden Vereinen, Initiativen oder gemeinnützigen Organisationen sein, im Rahmen derer die Realisierung einer solchen Kampagne gelingen kann.

Darüber hinaus wären aus unserer Sicht die nächsten Schritte:

  • offener Diskus über "deutsch" sein gestalten
  • konkrete Entwürfe für Kampagne erstellen
  • Sponsoren und/oder prominente Unterstützer finden
  • Konzept für Internetplattform und weitere Maßnahmen wie Workshops entwickeln

Die Mitglieder sind für weiteren Austausch sehr offen, nehmt gerne Kontakt mit uns auf!

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