Inspiration

Kleinkünstler*innen, bildende Künstler*innen, Straßenmusiker*innen – sie alle leben von der Interaktion mit dem Publikum. Einem Publikum, das in den Clubs, bei den Kleinkunstbühnen, in den Galerien vor Ort anwesend ist, das Feedback gibt, das ihre lokalen Helden/innen feiert. Mit der Corona-Pandemie fällt für viele Künstler*innen die Möglichkeit so gut wie vollständig weg, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen. Comedy, Konzerte, Slams – das geht natürlich auch über Twitch und Co. Aber ohne das Feedback des Publikums eben nur halb so gut. Und Kleinkunstbühnen und Veranstalter gehen gänzlich leer aus. Die Menschen, die sich sonst beim Event ihrer lokalen Größen getroffen hätten, sitzen zu Hause, Künstler wie Publikum sind isoliert.

Wie holen wir das lokale Publikum in den digitalen Raum? Social Slam möchte eine Plattform sein, die genau dieses lokale Gemeinschaftsgefühl online abbildet, über die Kleinkünstler*innen nicht im großen Entertainmentstrom von Youtube und Co. untergehen und über die das Publikum vor Ort seine Künstler*innen finden und unterstützen kann. Darüber hinaus wollen wir einen Weg bieten, diese gemeinsamen Erfahrungen von Kunst und Kultur für die Zeit nach der Krise weiterzuentwickeln.

What it does

Social Slam stellt Künstler*innen verschiedener Sparten und Kulturvermittler*innen aus verschiedenen Gewerben die Räume zur Verfügung, um online zusammenzufinden und gemeinsam zu slammen. Sie können sich vernetzen, Livestreams und digitale Ausstellungen organisieren, diese vorbereiten und gemeinsam durchführen.

Veranstalter*innen können sich mit Künstler*innen vernetzen, Livestreams organisieren und Tickets dafür anbieten. Sie verlegen ihr Angebot online, erreichen dabei auch neues Publikum zum Beispiel im ländlichen Raum, und können nach der Krise fließend wieder in die analoge Welt wechseln.

Das Publikum kann nach Events lokaler Veranstalter*innen oder Künstler*innen suchen, Tickets kaufen und das Event ins eigene Wohnzimmer holen. Das Publikum kann live reagieren, Feedback und Trinkgeld geben.

Und Unterstützer*innen, zum Beispiel aus der lokalen Kulturpolitik, können sehen, wer vor Ort Hilfe braucht und so gezielt fördern und spenden.

How we built it

Wir, ein Team von 14 engagierten Menschen aus den Bereichen Film, Grafik, Webentwicklung, Text, Konzept, Kommunikation, Design, Wissenschaft und vieles mehr und haben uns über den #wirvsvirus-Hackathon gefunden. Wir sind mit unserem Projekt für die Challenge 0022_Kreative Berufe: Wie können wir Menschen in kreativen Berufen unterstützen? bei 0 gestartet.

Unsere Ausgangsfragen waren: Wie holen wir lokale Künstler*innen und Veranstalter*innen ins Netz, ohne dass sie in der Fülle des Angebots einfach untergehen? Wie bündeln wir die Angebote, die gerade entstehen, in einer übergreifenden Plattform? Wie kann das lokale Publikum seine Künstler vor Ort finden und unterstützen?

Wir haben uns also überlegt, welche Künstler*innen diese Plattform nutzen würden, welche Kunst darauf stattfinden kann und welche Wünsche sie an ein solches Angebot hätten. Wie, auf der anderen Seite, genießt das Publikum Kleinkunst? Was ist auf diesen Bühnen anders als bei Streamern im Netz? Und wie binden wir Veranstalter und Unterstützer ein?

Daraus haben wir die Nutzung und Funktionen abgeleitet und eine Plattform entwickelt. Sie kann lokal an einem Ort starten und immer weiter wachsen. Die Herausforderung ist natürlich, die technischen Ressourcen so aufzubauen, dass sie mit dem Wachstum des Angebots mithalten können.

Der grobe Aufbau steht, ein Entwurf der Plattform ist implementiert, Content entsteht. Logos und Grafikelemente stehen. Das Wording und die Ansprache sind definiert. Wir haben Finanzierungskonzepte entwickelt, grafische Elemente und Marketingideen erstellt.

Challenges We Ran Into

Wie schaffen wir es, dass das Publikum live mit den Künstler*innen interagieren kann. Es gibt Chatkanäle wie auf Twitch, die nebenbei laufen. Aber anders als Streamer*innen können Künstler*innen während der Performance nicht auf einen Chatbildschirm schauen. Und Herzchenikons sind nicht dasselbe wie Applaus. Gerade im Bereich Kabarett ist das problematisch, da die Künstler*innen auf direktes Feedback angewiesen sind. Und wie kann ein Visual Arts Slam gestreamt aus Ateliers und Galerien aussehen.

Eine komplett neue Plattform hochzuziehen ist auch eine technische Herausforderung. Hier steht die Überlegung im Raum, Anbieter wie Google oder Twitch zu fragen, ob sie sich eine Kooperation oder Support vorstellen können. Bei Salesforce stießen wir sofort auf offene Ohren und Unterstützung.

Mit welchem nachhaltigen Modell schaffen wir es, gleichzeitig die Plattform zu finanzieren und möglichst viel Einkommen für die beteiligten Künstler*innen und Vermittler*innen zu generieren.

Accomplishments We’re Proud Of

Als das Konzept stand, stürzten sich die Teammitglieder sofort in die Arbeit und es entstanden in wenigen Stunden nicht nur grobe Skizzen, sondern die Grundlagen des gesamten Projektes.

Wir haben mit Künstlern gesprochen, uns Feedback geholt und erhielten durchweg positive Reaktionen. Das macht uns stolz und zeigt uns, dass wir in der richtigen Richtung unterwegs sind.

What We Learned

Das man in kurzer Zeit sehr viel erreichen kann, wenn alle sich auf ihre Talente konzentrieren. Wir haben uns gegenseitig inspiriert und motiviert, sehr konstruktiv gearbeitet - ohne uns physisch treffen zu müssen. Für Freelancer oder international Arbeitende, die Homeoffice und Projektcalls gewohnt sind, keine Überraschung. Aber für alle, die damit bisher wenig Berührung hatten, ein schöner Aha-Effekt am Rande. Mit dem neuen Know-How sind auch weitere lokale Hackathons denkbar, als Wissenstransfer in kleinere künstlerische Communities.

Prototype

Hier findet ihr das komplette Portfolio Dropbox
Hier findet ihr unser Projekt auf Youtube.
Hier findet ihr unser Projekt auf GitHub.
Hier findet ihr unseren Prototypen.

Built with

Der Entwurf/Prototyp ist technisch mit Razzle und Strapi umgesetzt und läuft auf Heroku. Salesforce.com Deutschland war so freundlich, uns kurzfristig dafür Resourcen bereitzustellen. Der Code wird Open source zur Verfügung gestellt.

What’s Next for Social Slam: Connect – Slam – Enjoy

Zunächst die Weiterentwicklung und Testphase. Erste Künstler, die mit uns ausprobieren, wie es sich online slamt. Erste Zuschauer, die sich beteiligen wollen. Und die Klärung der Frage, wie wir das Projekt finanziell und technisch auf stabilen Boden stellen. Möglicherweise eine Bewerbung in der nächsten Runde von Prototype Fund.

Team

Marc Piper Webentwickler Back-/ Front End

Felix Dürrwald Front End Entwickler / UI Design

Emil Fuhry Chemiker, Programmieren, Data Science

Denise Löher Kommunikationsdesignerin / Social Designerin

Alina Mirwald Kommunikationsdesign (Grafik, Layout, Illustration, Fotografie)

Lani Nguyen Filmemacherin, Video-on-Demand, Schauspiel, Sängerin, Tänzerin

Simon Rabenstein Kommunikationsdesigner, Texter, Konzepter, Sales Specialist

Nakhon Phimmasane Kommunikationsdesign, Social Designer

Tomislav Vujcic Regisseur, Drehbuchautor, Filmemacher

Mariana Friedrich Journalistin, Texterin, Konzepterin, Bildbearbeitung

Esther Helena Arens Historikerin, Wissens- und Projektmanagement

Marc Webers Medienproduktion

Imke Wagener Designerin, Musikerin

Chris Gackenheimer Art Director, Strategic Design

Mitwirkende Künstler Yuta Maruyama, Viktor Podstrelnov, Joker, Avid Moss, Wei Ken Jeffrey Liao, Adrian Wans, Dani Hann, Matti Levesque, Eskindir Tesfay, Yasin Kamat, Dariusz Misztal, Dominic Baumann, Claudia Dalchow, Maria Einfeldt, Julia Heiser, Maria Campobasso

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