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GemeinsamEinzigartig

Jeder Mensch ist einzigartig. Vielfalt zu erkennen und zu entwickeln ist eine kritische Kompetenz für die Zukunft. Einzigartigkeit wertzuschätzen und Vielfalt zu leben ist eine große Stärke. Aber wird das Thema Vielfalt in der Schule behandelt? Kaum! Genau das wollen wir ändern! GemeinsamEinzigartig bringt Vielfalt in den Schulalltag. Wir machen diverse Vorbilder sichtbar, vernetzen LehrerInnen und Expert*innen und zeigen jedem Schüler und jeder Schülerin Wege und Perspektiven auf, die eigene Persönlichkeit zu entfalten und Vielfalt zu leben.

Ausgangssituation und Problem

  1. Lebenswelt Schule: “Schule” kann sehr homogen und wenig divers sein. Vor allem (oft veraltete) Unterrichtsmaterialien bilden häufig Stereotype ab oder verwenden keine gendergerechte Sprache. Diversität wird zwar als Thema behandelt, findet aber im gelebten Schulalltag nicht oder zu wenig statt. Dies widerspricht der Lebensrealität vieler Schüler*innen, die nicht “der vermeintlichen Norm” entsprechen.

  2. Integration des Themas in den Unterricht: Vielen Lehrenden fällt es aufgrund zeitlicher Ressourcen, vollgestopfter Lehrpläne oder weiteren Herausforderungen (wie z.B. der gegenwärtigen Corona-Pandemie) schwer, das Thema Diversität in ihren Unterricht zu integrieren. Viele von ihnen haben oder hatten bislang zudem wenig Berührungspunkte mit dem Thema Diversität und sind womöglich unsicher oder gehemmt im Umgang damit.

  3. Betroffenheit: Das Thema ist von gesamtgesellschaftlicher Relevanz und betrifft jeden Einzelnen. Lehrenden kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu, da sie in der Interaktion mit Schüler*innen und durch die Gestaltung ihres Unterrichts dazu beitragen können, schon im Kindes- und Jugendalter Toleranz und Offenheit zu fördern. Als Person selbst können sie immer nur einen Teilaspekt von Diversität widerspiegeln. Problematisch scheint hier vor allem die geringe Diversität beim Lehrpersonal an Schulen. So unterrichten in Grundschulen typischerweise Frauen, MINT-Fächer an weiterführenden Schulen werden eher von Männern, Sprachen eher von Frauen unterrichtet. Vor allem Kinder, die nicht der Mehrheit angehören, werden schon früh mit ihrem “Anderssein” konfrontiert. Kinder, die der Mehrheit angehören müssen wiederum erst für das Thema sensibilisiert werden. Dabei ist wichtig: wir sind alle einzigartig, “normal” sollte nur die Wertschätzung füreinander sein!

Lösungsansatz und Prototyp

Diversität als Zukunftskompetenz Diversität zu erkennen, zu akzeptieren und zu leben sind wesentliche Kompetenzen für die Gestaltung einer vielfältigen, offenen und modernen Gesellschaft. Die Zukunftskompetenz “Vielfalt lernen” sollen den sozialen Zusammenhalt langfristig stärken und schon im Kindesalter die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und Akzeptanz aller Menschen schaffen. Nur so können wir der (weiteren) Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken.

Vernetzung von Schule und “diversen” Expert*innen Unser Lösungsansatz verfolgt das übergeordnete Ziel, Homogenität im schulischen Kontext an verschiedensten Stellen aufzubrechen und Lehrenden die Integration von Diversität im Unterricht zu ermöglichen. Wir sind der Überzeugung, dass es ganz einfach sein kann, Diversität in den Unterricht einzubauen.

Kern unserer Lösung ist die Möglichkeit, Lehrer*innen und Schüler*innen einfach mit “lebenden Vorbildern” zu vernetzen. Dabei sollen die unterschiedlichsten Dimensionen von Diversität berücksichtigt werden (Gender, körperliche Beeinträchtigungen, Fachdisziplin, Migrationshintergrund…). Durch die Möglichkeit, Expert*innen zu verschiedenen Themen einzubinden, wird der Mensch ins Zentrum des Unterrichtsgeschehens gestellt und eine Brücke zwischen Schule und realer Lebenswelt geschlagen. Auch bestehende Lücken im Stundenplan (z.B. durch Lehrerausfall) können sinnvoll genutzt werden.

Umsetzung: Datenbank an Vorbildern Ziel ist es eine Datenbank inkl. Such- und Buchfunktion aufzubauen. Die Website/das Portal informiert über das Thema Vielfalt an der Schule und ermöglicht dem Schulpersonal Zugang zu Vorbildern und Expert*innen.

Die Besonderheiten:

  • Die Kontaktaufnahme und die Buchung erfolgt direkt über das Portal.
  • Anbieter*innen hinterlegen neben Infos zu ihrer Person und Expertise auch ihre zeitliche Verfügbarkeit, sodass die Online-Abwicklung der Buchung möglich ist.
  • Die angebotenen Formate sind vielfältig und können - je nach Bedarf - anhand von Filtern gefunden, zusammengestellt und gebucht werden:
  • Digitales oder analoges Format
  • Punktuelle Intervention oder Begleitung über einen längeren Zeitraum
  • Kostenlose oder kostenpflichtig
  • Auswahl verschiedener Anbietertypen: öffentliche Träger, Privatpersonen, Coaches, NGOs, usw.
  • Breites Themenspektrum rund um Vielfalt und Diskriminierung: sexuelle Identität, geistige oder körperliche Beeinträchtigung, Hochbegabung, Rassismus, Antisemitismus, Mobbing, Muslimfeindlichkeit, Mädchen/Frauen in MINT usw.
  • Angebote nach Altersgruppen
  • Angebote für Gruppengrößen
  • Angabe der (zeitlichen) Verfügbarkeit
  • usw.

Zusätzlich/alternativ kann das gewünschte Thema in ein Suchfeld eingegeben werden.

Mögliche Angebote und Einsatzmöglichkeiten

  • Workshops für Klassen
  • Projektage/-wochen für Klassen
  • Exkursionen
  • Prozessbegleitung / Coaching
  • Fortbildungen
  • Job-Shadowing / Train the Trainer
  • Persönliche (Opfer-)Beratung
  • Freizeitangebote für Kinder
  • Homeschooling
  • usw.

Entlang der gesuchten Themenfelder werden auch verschiedene Hacks zur Verfügung gestellt: kleine leichte Tipps und Tricks für diversen Unterricht, Unterrichtsmaterial zum leichten Einstieg in die jeweilige Thematik (z.B. kurze kindgerechte Erklärfilme).

Profit und langfristiger Nutzen Von der Lösung profitieren nicht nur Schüler*innen und Lehrer*innen, sondern auch Expert*innen und Vorbilder, die mit ihrer Lebenssituation oder Fachwissen junge Menschen zu mehr Vielfalt, Offenheit und Toleranz ermutigen wollen.

Für Schüler*innen und Schulpersonal:

  • Pool an Vorbilder / “Role models”: Den Menschen in den Fokus stellen
  • Dialog ermöglichen: Kontakte vermitteln und Expert*innen in den Unterricht einbinden

→ Vielfalt Lernen durch Erleben

Für Expert*innen:

  • Für Privatpersonen mit Vorbildfunktion: Mittels der Plattform für die eigene Lebenswelt sensibilisieren
  • Für öffentliche und private Träger: zusätzlicher Kanal zur Verbreitung der Angebote. Ggf. müssen sie für die Plattform besondere, spielerische und niedrigschwellige Angebotsformate entwickeln. Als Einstieg, um dann die inhaltliche Arbeit zu vertiefen mit einem durchdachten Begleitungskonzept.

Identifizierte Risiken

  • Schutz der Privatpersonen vor Ausgrenzungen / Angriffe während des Vortrags

→ Thematische Vernetzung mit größeren Trägern (Coaching, Unterstützung der Privatpersonen)

  • Auffangen der Ängste oder Fragen, die die Aufklärung bei Schüler*innen mit sich bringen sowie umfassende Vor- und Nachbereitung bzw. Bilateraler Austausch zwischen Lehrenden und Expert*in vorab

→ Punktuelle Angebote müssen in einem Gesamtkonzept eingebettet werden, auch wenn sie einzeln buchbar sind

  • Qualitätssicherung der Angebote

→ Unterstützung bei der Selektion und Prüfung der Partner*innen durch einen Beirat; perspektivisch: Feedback der Nutzer*innen

Vorgehen und Fortschritte Das Team hat sich zu Beginn des Hackathons neu zusammengefunden und hat die Idee im Laufe der Woche gemeinsam entwickelt (”Start bei null”).

Phasen des Hackathons:

  1. Brainstorming
  2. Interviewleitfaden
  3. Umsetzung der Interviews mit SuS, LuL und Expert*innen / Vorbildern
  4. Analyse und Auswertung
  5. Pilottest in einer 9. Klasse
  6. Entwicklung eines Prototypen

Wichtigste Meilensteine waren die Entwicklung des Interviewleitfadens (Feedback zur Idee) sowie die Durchführung eines Pilot-Tests an einer deutschen Schule in Japan.

Nächste Schritte Nach erfolgreichem Pilot-Test an einer Schule während des Hackathons würden wir unsere Idee gerne weiter in der Praxis erproben sowie die Umsetzung des “Expert*innen-Portals” sicherstellen. Dabei würden wir als nächstes existierende Plattformen und Anbieter sowie Vorbilder ansprechen und als Partner zu gewinnen versuchen.

Um auf unsere Idee aufmerksam zu machen und Unterstützer*innen für die tatsächliche Umsetzung zu finden, haben wir verschiedene Social Media Kanäle erstellt:

Twitter: https://twitter.com/GEinzigartig

Instagram: https://www.instagram.com/gemeinsameinzigartig/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/gemeinsameinzigartig/about/

Website temporär: https://spark.adobe.com/page/RBxL1bZwfzZdP/

Website final: http://gemeinsameinzigartig.org/

Anfang kommender Woche (KW25; nach Ende des Hackathons) trifft sich das Team zu einer finalen Feedback-Runde um mögliche nächsten Schritte zu diskutieren. Grundsätzlich sind wir an der Umsetzung interessiert.

Team TF05-vielfalt_lernen

Brunello Gianella

Daniela Redding (Lead)

Caroline Depierre

Florian Dietzel

Ioana Petrescu (Coach)

Miriam Spieß

Lisa Heite

Thomas Clausen

Ulrike Grandi-Haferstroh

Verena Till

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