Hybridunterricht ohne Ausreden

Problembeschreibung: Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Viele Schulen sind aufgrund der aktuellen Situation überfordert. Es fehlt an einem Schulkonzept, das den aktuellen Herausforderungen gerecht wird. Viele Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern leiden unter der aktuellen Situation. Ohne ein gut durchdachtes Konzept kann der Hybridunterricht den reinen Präsenzunterricht (vor Corona) nicht qualitativ ersetzen. Es gibt nicht nur keine einheitliche Herangehensweise in Bund, Ländern und Kreisen sondern oftmals nicht mal innerhalb einer Schule. Es herrscht ein großes Kommunikationsproblem auf allen Ebenen: Eltern - Schüler - Lehrer - Schulleitungen - Schulträger - Bezirksregierung - Politik. Jeder redet darüber, aber oft alle aneinander vorbei. Mangelnde Ausstattung und Infrastruktur in den Schulen und Elternhäusern verstärken (vermeintlich) das Problem. Die Unüberschaubarkeit an Tools und die Unsicherheit bezüglich des Datenschutzes verzögern die Umsetzung. Oft verhindert der Datenschutz innovative Lernansätze umsetzungswilliger und experimentierfreudiger Lehrer. Schulen brauchen mehr externe Unterstützung in Form eines Leitfadens zur schrittweisen Transformation. Die zögerliche Haltung vieler Schulen macht es Eltern schwer, eine Tagesstruktur für die Kinder aufzubauen.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Kommunikationsprobleme zwischen allen Beteiligten führen zu Intransparenz. Es fehlen klare, einheitliche rechtliche Vorgaben zur Nutzung der verschiedenen zum Teil vorhandenen digitalen Möglichkeiten und ein verständliches Basiskonzept zur erfolgreichen Umsetzung des Hybridunterrichts an allen Schulen, unabhängig von bestimmten Tools.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Betroffen sind vor allem Lehrkräfte und Schüler*innen sowie Eltern. Viele Eltern leiden aktuell unter der Doppelbelastung, da sie zusätzlich zum Job ihre Kinder betreuen und unterstützen. 30% der Schüler*innen werden seit der Schulschließung gar nicht erreicht und erhalten somit nicht den Zugang zur Bildung, der ihnen zusteht. Lehrkräfte sind durch zusätzlichen, administrativen Aufwand stark belastet oder können durch rechtliche Vorgaben ihrem Lehrauftrag nur eingeschränkt nachkommen.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Ein Basiskonzept für Schulen mit Minimalanforderungen, das zum stufenweisen Ausbau bis zu einer Zukunftsvision anleitet. Es zeigt Rahmenbedingungen auf und lässt eine individuelle Ausgestaltung zu.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Aufgrund der Heterogenität der Voraussetzungen in Bundesländern, Schulen und Haushalten bedarf es eines Basiskonzepts, welches flexibel ist und auf die Gegebenheiten an den Schulen reagieren kann. Bestehende, bereits erprobte didaktische Konzepte zum Hybridunterricht, wie z.B. Blended Learning oder Flipped Classroom werden leicht verständlich vorgestellt. Diverse technische Tools, müssen hinsichtlich der Datenschutzvorgaben in den Bundesländern, Kreisen und Kommunen gefiltert werden, sodass ein Handlungsfeld für Schulen entsteht. Um die Autonomie der Schulen zu gewährleisten und der Heterogenität der individuellen Voraussetzungen Rechnung zu tragen, bietet das Stufenmodell Offenheit zur individuellen Ausgestaltung.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Von unserer Lösung profitieren alle Schulen, da sie flexibel auf die Ausgangssituation der Schulen reagieren kann. Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten Expertenmeinungen in Form eines Leitfadens mit Handlungsempfehlungen. Schüler*innen können individuell lernen und erhalten Dank einer verbesserten Kommunikation mit den Lernbegleitern die notwendige Unterstützung. Eltern werden informiert und einbezogen, jedoch als Lernbegleiter entlastet.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Schulen erhalten Unterstützung bei der Transformation zu einem Schulkonzept, welches hybrid anwendbar ist und flexibel auf die aktuellen Anforderungen reagieren kann. Die Schulen werden dort abgeholt, wo sie gerade in ihrer digitalen Entwicklung sind und haben so die Möglichkeit hybriden Unterricht ohne Ausreden innerhalb kürzester Zeit einzusetzen.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Unser Basiskonzept zum Hybridunterricht reagiert schnell auf die aktuellen Anforderungen und öffnet das Schulkonzept zur schrittweisen Entwicklung. So kann die Vision der “Schule der Zukunft” langfristig umgesetzt werden.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Unsere Lösung ist ein Basiskonzept und folgt dem Motto “Hybridunterricht ohne Ausreden”. Es ist ein für alle Schulen umsetzbares Konzept, welches stets weiterentwickelt werden kann, um das Schulsystem langfristig zu optimieren.

Vorgehen und Fortschritt:

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Nachdem wir in unserer Gruppe bereits einige Herausforderungen und Positivbeispiele geteilt hatten, waren wir uns schnell einig, dass der Hybridunterricht einige Vorteile hat und unter bestimmten Voraussetzungen an allen Schulen umsetzbar sein sollte. Viele Schulen sind mit der Unüberschaubarkeit an Ansatzpunkten überfordert und oftmals mangelt es an einer Kommunikationsbasis der Beteiligten (Eltern- Schüler*innen-Schule). Anhand mehrerer Positivbeispiele lässt sich ein Basiskonzept erarbeiten, welches Minimalanforderungen stellt und somit für alle Schulen umsetzbar und je nach Bedarf erweitert werden kann. Dieses Basiskonzept sollte einen Leitfaden für Schulen enthalten, an dem diese sich orientieren können und der allen möglichst unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden kann (z.B. über ein Blog).

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Tag 1: Gruppenfindung abgeschlossen Tag 2: Praxisbericht der Alemannenschule Wutöschingen als Inspiration, anschließend Ideensammlung Tag 3: Erstes Zoom-Meeting zur Besprechung der nächsten Schritte. Von der Vision “Schule der Zukunft” zurück zum Basiskonzept “Hybridunterricht ohne Ausreden”. Wir möchten etwas entwickeln, das jeder umsetzen kann. Tag 4: Entwicklung des Videoformats und Festlegung der Arbeitsteilung Tag 5: Fertigstellung des Videos und Einreichung des Videos

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.

Wir bauen nicht auf einer bestehenden Lösung auf, sondern sammeln bereits erprobte Konzepte und Möglichkeiten für die Schlüsselfaktoren eines erfolgreichen Konzeptes, arbeiten diese aus und ergänzen diese bei Bedarf durch neue Ideen.

Prototyp: Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

Blog: Verweis siehe angehängte Bilddateien Brainstorming der technischen Voraussetzungen/Möglichkeiten: https://padlet.com/slevin_calabra/zrhydg2zogmvd61w Brainstorming des didaktischen Konzepts: https://padlet.com/slevin_calabra/p3209c5swxio4ce4

Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)?

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Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Ein Blog, welcher sowohl die Didaktik als auch die technischen Voraussetzungen der Schulen für einen erfolgreiche Hybridunterricht stufenweise beschreibt und mit konkreten Positivbeispielen belegt.

Nächste Schritte: Wie testet ihr Eure Annahmen?

Prototyp des Blogs fertigstellen und stichprobenartig mit Schulen, Eltern- / Schülergruppen evaluieren. Ggf. ergänzen und erneut evaluieren.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

Die Entwicklung eines Grundgerüsts für das Basiskonzept und die anschließende Ausarbeitung der Einzelaspekte zur Einbindung in das Blog.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Zur Umsetzung eines Prototyps benötigen wir vor allem zeitliche Ressourcen des Projektteams und Know-How von Experten (z.B. von Schulen mit innovativem Schulkonzept, Datenschutzexperten aus dem Bildungsbereich, IT-lern aus dem Bildungsbereich) und als Grundvoraussetzung eine Vorgabe für die Tools, die aus datenschutzrechtlicher Sicht an den Schulen und von den Schülern und Lehrern eingesetzt werden können.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

Ja, wir würden unsere Idee gerne gemeinsam umsetzen. Die vier Lehrerinnen werden sich hierzu verstärkt mit dem Pädagogischen Konzept beschäftigen während der Rest der Gruppe (Projektmanagerin, Dozentin Erwachsenenbildung und Unternehmerin eines Online Unternehmens sowie Mütter) vorrangig die technischen Voraussetzungen für das Basiskonzept erarbeiten. Bei Bedarf werden wir bei der Entwicklung zusätzlich Expertenmeinungen einholen.

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