Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

  • In der Zeit der durch das Coronavirus bedingten Schulschließung hat sich der Unterricht bzw. das Lernen verändert. Da aufgrund von Hygiene- und Abstandsregeln künftig vielfach immer nur Teile von Klassen im Wechsel am Präsenzunterricht teilnehmen können, ergibt sich für die Klassen eine hybride Lernsituation zwischen Präsenzunterricht und Online-Lernen. Diese Bedingungen werden höchstwahrscheinlich auch das Lernen im kommenden Schuljahr bestimmen und könnten auch auf längere Sicht zu ohnehin notwendigen zeitgemäßen Veränderungen für das schulische Lernen führen, auf die man sich vorbereiten muss.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

  • Probleme sind einerseits technische Aspekte (Geräteausstattung in der Schule sowie beim individuellen Lernenden, WLAN, Datenschutz, etc.) als auch didaktische, methodische und soziale Herausforderungen hinsichtlich der sinnvollen Verzahnung der beiden Teilgruppen.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

  • Prinzipiell sind alle Schulen, d.h. alle Lehrkräfte, alle Lernenden und deren Eltern, von der Situation betroffen, es sei denn, es gibt vor Ort andere räumliche Voraussetzungen, die die Klassen als ganze Lerngruppe die Teilnahme am Präsenzunterricht ermöglichen.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz? Wir haben ein Konzeptpadlet für den sofortigen Einsatz im Unterricht erstellt: https://padlet.com/lammatini/gc3ujogb7i6uopp0

  • Der oben beschriebenen Situation soll ein gezielt geplanter und gestalteter 'Hybrider Klassenraum' gerecht werden, welcher die beiden Teilgruppen ('Präsenzgruppe' und der 'Online-Gruppe') verbindet bzw. vereint, beide Lernsituationen/-räume verzahnt und prinzipiell flexibel gestaltbar ist.
  • Dieser 'Hybride Klassenraum' hat keine trennenden Wände, sondern ermöglicht und fördert kollaboratives Arbeiten, nicht zuletzt zwischen der 'Präsenzgruppe' und der 'Online-Gruppe'.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

  • Eine Grundannahme ist, dass die Gestaltung eines 'Hybriden Klassenraums' in erster Linie das Lernen für die Lernenden erleichtern und strukturieren kann und zudem durch die gezielte und sinnvolle Verzahnung von 'Präsenzgruppe' und 'Online-Gruppe' die Klassengemeinschaft aufrechterhält.
  • Weitere Annahmen sind, dass im 'hybriden Klassenraum' die konkrete Ausgestaltung des Präsenzunterrichts einerseits und des Online-Lernens andererseits unterschiedliche Methoden, unterschiedliche Aufgabenformate, unterschiedliche Formen des Feedbacks sowie anderen Formen der Leistungsmessung erfordert bzw. ermöglicht.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

  • Profiteure sind vor allem die Schülerinnen und Schüler, besonders diejenigen, die (noch) Schwierigkeiten mit dem individuellen Lernen haben. Zudem sollen alle Schülerinnen und Schüler profitieren, weil die Klassengemeinschaft leichter aufrechterhalten werden kann und auch inhaltlich durch die Verzahnung der beiden Gruppen neue Impulse entstehen sowie neue Aufgaben und Lösungsansätze entstehen.
  • Im Krankheitsfall können Schüler(innen) leichter Anschluss halten.
  • Auch die Lehrkraft kann nach einer zu Beginn sicherlich intensiven Planung und Vorbereitung für zwei parallel i.d.R. an unterschiedlichen Aufgaben arbeitende Lerngruppen zunehmend in die Rolle des Lernbegleiters wachsen.
  • Einzelne Schüler(innen) könnten zudem zeitweise eine Rolle als Moderator(in) einnehmen, wodurch neue Kompetenzen gefördert werden und außerdem eine Entlastung der Lehrkraft stattfindet.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

  • Der 'Hybride Klassenraum', der je nach Schule, Lernplattform, Lerngruppe, etc. auch kurzfristig bereits eingerichtet werden kann, könnte noch im Schuljahr 2019/2020 getestet werden, um für das neue Schuljahr 2020/2021 Erfahrungen zu machen und das Konzept anzupassen.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

  • Neben dem Coronavirus-bedingt notwendigen Weiterarbeiten im 'Hybriden Klassenraum' im kommenden Schuljahr kann die Idee dieser Verzahnung von Präsenzunterricht und Online-Lernen auch langfristig das Lernen verändern, sofern die Bereitschaft bei allen Beteiligten besteht. Auch wenn irgendwann wieder alle Schüler(innen) einer Klasse am Präsenzunterricht teilnehmen können (und wegen Schulpflicht ja auch müssen), könnte und sollte das Online-Lernen doch auch in der Schule fortgeführt werden kann.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

  • Der Grad bzw. die Qualität der Umsetzbarkeit hängt sicher von den technischen Voraussetzungen wie Endgeräten, WLAN, einer bestehenden Lernplattform, etc. ab.
    • Die Idee des Hybriden Klassenraums ist prinzipiell in jeder Schulart, jeder Schulstufe und jedem Fach umsetzbar und hängt vor allem von der Kreativität und den zeitlichen Ressourcen der Lehrkraft, der Kollaboration zwischen Lehrkräften und Fachbereichen sowie der Verfügbarkeit erprobter Materialien ab.

Vorgehen und Fortschritt:

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

  • Der Lösungsansatz entstand bereits in der Formulierung der Fragestellung. Durch die gemeinsame Arbeit in einem Padlet wurden viele mit der Idee des 'Hybriden Klassenraums' zusammenhängende Fragen und Problem angesprochen und diskutiert.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

  • Erster Meilenstein war zunächst die Zusammenführung der Gedanken und Ideen in einem Padlet. Diese wurden von weiteren Gruppenmitgliedern kommentiert. Durch eine Bewertung der einzelnen Aspekte mit Herzen/Likes wurde schließlich eine Fokussierung auf die besonders wichtigen Fragen erzielt. Die Ausarbeitung des Projekttextes sowie die Videogestaltung waren der letzte Schritt, um das Projekt zu skizzieren.

Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können.


Prototyp:

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)? https://padlet.com/lammatini/gc3ujogb7i6uopp0

Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)?

Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen? siehe Padlet

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

  • Die Annahmen sollen in den Schulen der am Projektteam beteiligten Lehrkräfte in deren Klassen/Fächern getestet werden, soweit die technischen Möglichkeiten vor Ort dies zulassen.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

  • Der nächste Schritt ist die individuelle Adaptierung der Projektidee auf die eigenen Lerngruppen, die eigenen Unterrichtsfächer, das jeweilige Unterrichtsthema, die zu vermittelnden Kompetenzen die technischen Voraussetzungen, ggf. die eingeführte Lernplattform.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

  • Ggf. könnte Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft, etc. eingeholt werden, um das Konzept weiterzuentwickeln.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? – Als Lehrerinnen und Lehrer selbstverständlich.

Built With

  • emaze
  • padlet
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