Wie alles begann...
Du bist Schreiner-Meister, 30, jung, gesund. Du hast schon Kinder, führst ein glückliches Leben, das du in vollen Zügen genießt. Nichts kann dir etwas anhaben. Denkst du. Doch dann kommt Tag 0. In einem fernen Land häufen sich die Meldungen von mysteriösen Todesfällen. Es kursiert das Gerücht, dass ein neuartiges Virus die Menschen befällt. Die Versuche der Regierung, jegliche Meldungen darüber zu zensieren, sind fehlgeschlagen.
Zunächst ist das neue Virus noch weit weg, doch es folgen immer mehr Infektionen, die immer näher herankommen, irgendwann überschlagen sich die Meldungen von Todesfällen, Neuinfektionen und überlasteten Krankenhäusern. Das Virus scheint hauptsächlich für alte und vorerkrankte Menschen gefährlich zu sein, also musst du dich ja nicht weiter drum kümmern. Oder?
Du entscheidest, was passiert
Schulen und Kindergärten werden geschlossen, das öffentliche Leben immer weiter eingeschränkt. Plötzlich fühlt es sich gar nicht mehr so weit weg an, aber du bist ja jung, dir kann es ja nichts anhaben. Aber jede einzelne deiner Entscheidungen hat Auswirkungen, nicht nur auf dich und dein Leben, sondern auch auf deine Mitmenschen und die gesamte Gesellschaft. Du kannst aktiv dazu beitragen, dass sich das Virus langsamer ausbreitet.
Du hast es in der Hand. Kannst du die Pandemie stoppen oder wird das Gesundheitssystem zusammenbrechen?
Inspiration
Corona betrifft uns alle. Es gibt keinen Weg daran vorbei, und dennoch fällt es der Menschheit schwer, sich den Gegebenheiten anzupassen, sich an Vorgaben und Regeln zu halten, um die Verbreitung des Virus' zu verlangsamen. Mit SurvCovid wollen wir versuchen, die Menschen dazu anzuregen ihr eigenes Handeln zu reflektieren, und die Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft zu verdeutlichen. Jede Aktion, jede Entscheidung des fiktiven Charakters hat eine Auswirkung - auf die eigene Punktzahl, auf die Anzahl an Personen, die der Charakter möglicherweise infizieren kann, und somit auf den gesamten Verlauf der Pandemie sowie die Geschichte. Es werden zudem spielerisch Ideen vermittelt, wie man die Zeit zu Hause sinnvoll nutzen kann.
Für die audiovisuelle Umsetzung haben wir uns vor allem von Spielen wie “Lifeline”, “Limbo” und “This War of Mine” inspirieren lassen, welche ebenfalls eine sehr dunkle, düstere und bedrückende Atmosphäre erzeugen. Der Spieler soll auch in SurvCovid das Gefühl haben, dass die Geschichte jederzeit eine böse Wendung nehmen kann und jede Entscheidung wirklich zählt. Die drohende Gefahr ist dabei nicht eine besonders schlimme Krankheit oder menschenfressende Zombies – wie sie in vielen Spielen mit Endzeitstimmung vorkommen – sondern eine vergleichsweise harmlose Infektion durch einen Virus, der jedoch trotzdem die Kraft besitzt komplette Gesellschaften lahm zu legen damit das Fortbestehen der Zivilisation Mensch auf die Probe stellt.
Entstehung
Unser Team besteht aus einem bunten Mix von Leuten. Der Großteil hat sich erst Freitagabend - zum Beginn des Hackathons - kennengelernt. Nach einem kurzen Brainstorming war uns klar, dass wir uns auf jeden Fall der Challenge Gamification widmen wollen. Keiner von uns hatte vorher Erfahrung in der Spieleentwicklung, aber wir wollten die Herausforderung unbedingt annehmen. Nicht zuletzt, um dabei eine Menge zu lernen, was bereits jetzt der Fall ist. Einige von uns sind ebenfalls begeisterte Video-Spieler, was natürlich ungemein zur Motivation beiträgt.
Zu Beginn hatten wir versucht gleich mit der Implementierung zu starten und einen funktionsfähigen Prototyp bis zum Ende des Hackathons fertig zu stellen. Allerdings haben wir relativ schnell gemerkt, dass das in der kurzen Zeit einfach nicht möglich ist. Nachdem wir Rat bei einer Mentorin gesucht haben, haben wir eine Kehrtwende vollzogen. Danach haben wir uns ausschließlich darauf konzentriert, wie der Look und das Feeling im Spiel später sein sollen. Außerdem haben wir einen ersten Design Prototypen des User Interface erstellt. Auf Basis dieser Grundlage soll nun die eigentliche Implementierung starten.
Fortschritt
Bisher steht hauptsächlich das Design des Spiels fest. Einige Zeilen Code für Backend und Frontend gibt es ebenfalls schon, aber die sind noch lange nicht so weit, dass man sie zeigen könnte. Wir haben allerdings bereits sehr viele Ideen zum generellen Gameplay, zu großen Story Events und auch zu randomisierten Events. Mehr dazu könnt ihr im Abschnitt Gameplay lesen.
Die Entwicklung von SurvCovid steht jedoch noch ganz am Anfang. Wir haben ein tragfähiges Konzept erarbeitet und das grundlegende Feeling des Spiels steht fest. Jetzt heißt es also die Implementierung richtig zu beginnen. Während unser Projekt weiter wächst, werden mit Sicherheit viele neue Ideen aufkommen, bisherige Vorschläge verändert oder komplett verworfen. Neben der eigentlichen Backend Logik werden wir vor allem auch noch viele Arbeit in die Animierung und die Grafiken stecken, damit die dunkle und gefährliche Atmosphäre auch wirklich beim Spieler ankommt. Außerdem müssen wir entsprechende Ambient Sounds und Effekte aufzeichnen, um den Spieler auch über Audio voll und ganz in unser Spiel eintauchen lassen zu können. Wir haben auch schon viele Ideen für mögliche Updates nach einem Release, doch das soll zunächst Zukunftsmusik bleiben. ;) Zunächst konzentrieren wir uns voll und ganz auf eine voll funktionsfähige Release Version.
Gameplay
Der Fokus von SurvCovid liegt auf der Erzählung einer spannenden und mitreißenden Story. Dies soll zum einen durch die Atmosphäre erzeugt werden. Je nachdem, welche Entscheidungen der Spieler trifft, sollen sich das generelle Feeling des Spiels wandeln. Der Spieler wird periodisch mit neuen Events konfrontiert. Bei jedem Event bekommt der Spieler eine vorgefertigte Menge an Entscheidungen, die er treffen kann. Jede Entscheidung kann einen positiven oder negativen Einfluss auf die Pandemie haben – muss es aber nicht. Der Spieler muss dies jedoch selbst herausfinden. Damit beeinflusst der Spieler mit seiner Wahl stets den weiteren Verlauf seiner Geschichte. Bei den Events soll es kleinere, randomisierte Events, sowie größere Story Events geben.
Des Weiteren soll SurvCovid ein rudimentäres Ressourcen-System unterstützen. Der Spieler muss stets dafür sorgen, dass genügend Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs auf Lager sind. Hamsterkäufe sind möglich, aber Obacht - verändern sie vielleicht den Verlauf der Story?
Ein weiteres Feature ist das ToDo-System. Der Spieler soll die Möglichkeit bekommen, stets aus einer vorgefertigten Menge von Tätigkeiten (“ToDos”) wählen zu können. Dies können zum Beispiel sinnvolle Beschäftigungen oder normale Alltagstätigkeiten sein. ToDos können dem Spieler Punkte einbringen und ebenfalls den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Aber Vorsicht: ToDos sind stets limitiert und verbrauchen außerdem Ressourcen.
Die Interaktion im Spiel erfolgt auf einem Smartphone-Screen. Das Hauptmenü des Smartphones dient der Navigation zu den einzelnen Gameplay-Mechanismen. Dazu zählt z.B. das aktuelle Event, das Ressourcen-System sowie das ToDo-System. Außerdem soll es eine Ansicht geben, die die weltweite Ausbreitung des Virus zeigt und damit indirekt die Entscheidungen des Spielers visualisiert. Die Visualisierung soll dabei zum Teil auf echten Fallzahlen basieren, z.B. mithilfe von Statistiken des Robert-Koch-Instituts, um einen möglichst realen Verlauf der Pandemie darzustellen. Für Spielverläufe, die nicht mehr der Realität übereinstimmen, sollen realitätsnahe Abschätzungen anhand bestehender Modelle zur Verbreitung von Pandemien genutzt werden.
Technische Umsetzung
Um eine möglichst große Anzahl an Menschen mit unserem Spiel zu erreichen, wollen wir SurvCovid kostenlos als Web Anwendung im Browser anbieten. Dabei sollen bewährte und gleichzeitig moderne Technologien wie Java, Spring Boot und Angular zum Einsatz kommen. Eine native Version für Android und iOS steht ebenfalls zur Debatte.
Built With
- angular.js
- bootstrap
- css
- html5
- java
- spring-boot-2

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