Livelane
Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen und die Gesundheitssysteme zu entlasten, müssen wir unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken kann der Mensch jedoch nicht ohne weiteres abstellen, weshalb er auch weiterhin in den Supermarkt gehen wird. Auch eine mögliche Ausgangssperre wird den Gang zu Lebensmittelgeschäften nicht verbieten.
Deswegen ist eine umso bessere Koordination beim Einkaufen gefragt, um unnötige Lastspitzen für die Supermärkte und große Menschenmassen zwischen den Regalen zu vermeiden. An diesem Punkt setzt Livelane an und stellt den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands eine einfache Web-Anwendung zur Verfügung, die vorschlägt, wann und in welchem Supermarkt Einkäufe getätigt werden sollten, um die maximalen Personenzahlen in den Märkten zu reduzieren.

Wie benutzt man Livelane?
Zuhause siehst Du mit Livelane auf einen Blick, wie voll die Märkte in Deiner Nähe sind und welche Produkte fehlen. Du musst dich also nicht mehr durch überfüllte Supermärkte drängeln! So minimierst Du das Risiko, Dich und andere anzustecken und trägst dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Im Markt lieferst Du wertvolles Feedback und trägst zur Aussagekraft der Daten bei. Dazu scannst Du den im Markt ausgehängten QR-Code und trägst anschließend die Produkte ein, die im Supermarkt nicht vorrätig sind. Außerdem gibst Du an, wie groß der momentane Andrang ist. Deine Angaben werden mit weiteren Daten kombiniert und liefern ein zuverlässiges Bild über die aktuelle Situation in den Supermärkten Deiner Nähe.
Welche Daten benutzen wir?
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Nutzern von Livelane eine möglichst genaue Einschätzung der Situation ihres Supermarktes zu geben. Dazu müssen verschiedenste Datenquellen herangezogen werden, weil eine einzige allein in der Regel die Verlässlichkeit der Informationen nicht garantieren kann. Ein wesentlicher Aspekt von Livelane ist die offene API, mit der sich beliebige Systeme als Datenquellen integrieren lassen. Folgend sind die Datenquellen aufgelistet, die wir in unsere Anwendung berücksichtigt haben:
- Dein Feedback über die Livelane-App
- Google-Daten zum Finden von Supermärkten in deiner Nähe, sowie die durchschnittliche Auslastung des Marktes
- Aktuelle Besucherzahlen von einem eigens entwickeltem Iot-Gerät, das WLAN- Verbindungsversuche von Handys in der Umgebung zählt.
- Aktuelle Besucherzahlen von IT-Systemen im Markt, falls schon welche vorhanden sind.

Wir sammeln keinerlei personenbezogene Daten. Für die Nutzung von Livelane benötigt man keinen Nutzer-Account. Informationen wie die aktuelle Position werden nicht persistiert und können zu keinem Zeitpunkt einer realen Person zugeordnet werden.
Wie ist Livelane aufgebaut?

Livelane setzt sich aus verschiedenen Microservices (Diensten) zusammen. Das Frontend ist als Web-App konzipiert und nutzt die Geoposition zur Anzeige der Daten. Durch das Verwenden von offenen APIs sind die Services lose gekoppelt und können nach Belieben erweitert oder ausgetauscht werden. Das zentrale System bildet das Livelane-Backend. Hier werden die Daten ausgewertet und aufbereitet.
Überwundene Herausforderungen
Wie jedes Projekt war auch unser Weg bei Livelane nicht ohne Herausforderungen, angefangen bei der Teambildung. Gestartet sind wir mit nur vier Personen, nach und nach kamen immer neue Gesichter hinzu und andere verabschiedeten sich. Es wurden sogar zwischendurch zwei Teams fusioniert. Hier kam es auf der technischen Seite zur Hürde der Entscheidung, welche Tools benutzt werden sollen. Technisch stellten des Weiteren die Anbindung verschiedener Schnittstellen ans Backend und der Zugriff auf die Google-API Herausforderungen dar.
Wir mussten uns darüber hinaus konzentrieren, den Fokus auf die Anforderungen der Veranstalter zu behalten und rechtzeitig ein ansprechendes Video bereitzustellen. Dafür mussten unsere Ressourcen richtig eingeteilt werden. Zuletzt zu nennen ist natürlich auch die Zeit. Ein Wochenende war, gemessen an unseren Ambitionen, an mancher Stelle etwas knapp. Am Ende können wir jedoch ein Produkt präsentieren, mit dem wir zufrieden sind
Erzielte Ergebnisse
Als Resultat des Hackathons sind folgende Artefakte entstanden:
- Eine Webapp mit der Grundfunktion, basierend auf dem eigenen Standort die nächstgelegenen Supermärkte mit deren Auslastung einzusehen und sich so gezielt von Maximalauslastungen fernzuhalten (livelane.de)
- Ein öffentliches Github Repository, in dem der zugrundeliegende Code frei verfügbar, strukturiert und dokumentiert ist
- Ein Projekt-Pitchvideo (Link) sowie Bausteine eines virtuellen 3D-Videos als Basis für das Verhaltens-Lehrvideo
Learnings
Bei Livelane ist im Laufe des Wochenendes eine große Gruppe von Personen entstanden, bei der sich die wenigsten vorher kannten. Die Zusammenarbeit in diesem neuen Umfeld war unheimlich spannend und hat sehr gut funktioniert. Dabei war es schön, dass wir uns alle aufeinander verlassen konnten, so konnte sich jeder mit seinen/ihren Fähigkeiten einbringen und zum Erfolg des Projektes beitragen. Speziell unser Backend-Team hat mit beim Aufbau einer Kombination aus Microservices als “Rückgrat” unserer Website viel neues gelernt, beispielsweise beim Kombinieren verschiedener Frameworks und Programmiersprachen. Wir haben uns stets so abgestimmt, dass alle die nötigen Infos für ihre Aufgabe haben. Auch wenn es hin und wieder eine kurze Phase gab, in der der Überblick zu verschwinden schien, fanden wir schnell den Fokus wieder. Niemals aufgeben! Dabei war es nicht schlecht, dass draußen gerade sowieso nichts los ist :-)
Ausblick
Das Projekt basiert auf einer Microservice-Architektur und erlaubt durch die Verwendung eines eigenen Connectors eine komfortable Integration der Datenquellen. Livelane ist ein Open-Source-Projekt, daher kann die Community das Projekt im Anschluss an den Hackathon beliebig erweitern und anpassen.
Nach dem Abschluss des Hackathons ist eine erste Grundversion der Livelane-App online und verwendbar. Unsere Vision ist, Livelane zum allgemeinen Einkaufsbegleiter in Pandemie-Zeiten auszubauen. Dazu sind folgende nächste Schritte erforderlich:
- Erweiterung der vorhandenen Anwendung um Funktionen zur Authentifizierung mittels Geo-Position, zur Generierung von QR-Codes als PDF und vereinfachtem Deployment via Docker Container
- Praxistest im Supermarkt: Ausgewählte Supermärkte müssen kleine Erweiterungen vor Ort vornehmen, zum Beispiel den physischen Aushang von QR-Codes zur Zuordnung des Markts in Livelane. Außerdem kann in ausgewählten Supermärkten das produzierte Verhaltensvideo auf Großbildschirmen abgespielt werden (analog zur den Verhaltensvideos an der Flughafen Handgepäckkontrolle)
- Robustifizierung der Anwendung zur Auslastungsmessung. Dazu gehört die Anbindung weiterer Datenquellen wie lokalen Geräte im Supermarkt zur Erfassung der tatsächlichen Auslastung. Lokale Messung ist nötig, da die statistischen Daten von Google die Auswirkung von Ausgangssperren (etc...) kurzfristig nicht berücksichtigen
- Weiterführung der Funktionalitäten zur Erfassung und Verwaltung von Warendefiziten, insbesondere eine Erweiterung um die Berücksichtigung wieder aufgefüllter Bestände
Darüber hinaus wurden im Rahmen des Hackathons Ansätze für innovative Funktionen angedacht. Beispielsweise kann hier eine automatische Abstandsmessung zwischen zwei Supermarkt-Besuchern mit Warnton bei Unterschreitung des Mindestabstands genannt werden. Die Integration solcher weiterführenden Funktionen wird die Attraktivität von Livelane erhöhen. Nicht zuletzt haben sich im Laufe des Hackathons Anknüpfungspunkte mit themenverwandten Projekten gezeigt und es bleibt auszuwerten, wie weitere Funktionen anderer Projekte integriert werden können; so beispielsweise der aktive Vorschlag konkreter Zeitfenster zum Einkauf, ggf. in Kombination mit einem Rabattcoupon oder sonstigen Gamification-Konzept.
Kontakt
Built With
- css
- express.js
- html
- mysql
- rest
- vuejs





Log in or sign up for Devpost to join the conversation.