wirvsvirus - medsupport

Anliegen

COVID-19 führt global zu einer starken Belastung der Menschen und Ressourcen des Gesundheitssystems. Es zeichnet sich ab, dass auch Personal im deutschen Gesundheitswesen eine immer knapper werdende Ressource sein wird. Viele Medizinstudierende sind sehr engagiert und voller Tatkraft, um Krankenhäuser, Ambulanzen der kassenärztlichen Vereinigungen und niedergelassene Praxen, zu unterstützen. Durch den verschobenen Semesterbeginn sind viele Medizinstudierende zeitlich flexibel. Mit MedSupport möchten wir helfen, die zahlreichen Medizinstudierenden mit allen Institutionen zu verbinden, damit Unterstützung dort ankommt, wo sie am meisten benötigt wird.

Inspiriert von Medis vs COVID-19 sucht unsere Umsetzung, den Prozess zu optimieren, um erfahrene Studierende der Medizin effizient an Krankenhäuser, die ihre Expertise benötigen, zu vermitteln.

Was die Anwendung kann

Medsupport vermittelt Medizinstudierende an Krankenhäuser, die medizinisches Personal in dieser Krisensitution benötigen, indem es naheliegende bedürftige Krankenhäuser auflistet. Zunächst registriert man sich als Studierender mit Angabe von Vorerfahrungen und Kompetenzen. Man gibt außerdem den Wohnort und den Radius an, in welchem man sich bewegen kann. Auch verschiedene Institutionen registrieren sich mit den Angaben, wie viele Helfer:innen benötigt werden, welche Kompetenzen gefragt sind und in welchen Bereichen Helfer:innen eingesetzt werden sollen. Danach erhält der Studierende eine Liste mit vorgeschlagenen Institutionen, die nach Dringlichkeit und unter Beachtung der regionalen Angaben sortiert ist. Über den Eintrag des Krankenhauses kann der Studierende dann Kontakt aufnehmen. medsupport sorgt dafür, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird.

Umsetzung

Das Backend, welches die Anwendungs-/Vermittlungslogik enthält, wurde mit python und flask programmiert. Es ist fähig, für einen Studierenden nahe gelegene Krankenhaus zu finden. Dabei bezieht es sich auf eine SQL-Datenbank, in welcher jeweils Krankenhäuser (Standorte) und COVID-19-Helfer (Studierende) eingetragen sind.

Die Weboberfläche ist mit dem Framework Svelte / Sapper umgesetzt. Sie bietet Registrierung und Anmeldung für Krankenhäuser und Studenten. Die Matches werden den Studierenden nach Login aufgelistet.

Herausforderungen

Es fiel uns schwer, uns schnell auf eine einheitliche Datenstruktur zu einigen. Denn nicht alle besonderen Fähigkeiten medizinischer Studierenden können in einer Datenbank innerhalb kurzer Zeit modelliert werden. Es galt, ein Minimum zu finden, welches dennoch "da draußen" von Nutzen wäre. Das Kernteam bestand aus sieben Leuten mit unterschiedlichen Talenten. Leider haben uns einige Mitglieder im Laufe des Projektes verlassen. Das erschwert die Entwicklung, denn es ist auch aufwendig, neue Mitglieder in das Projekt einzuführen.

Errungenschaften, auf welche wir stolz sind

Wir hatten das Glück, von einer Medizinstudentin unterstützt zu werden, die genau den Prozess bereits kannte, den wir vereinfachen wollen. Aufgaben haben wir gut untereinander verteilt und sind uns zu einem grundlegenden Funktionsumfang einig geworden. Bei der Umsetzung haben wir uns, über Missverständnisse hinweg, gegenseitig ausgeholfen. Innerhalb kürzester Zeit haben wir als kleines Team eine lauffähige Anwendung implementiert! Auf den Content, den wir gemeinsam erstellt haben, sind wir auch stolz.

Was haben wir gelernt?

Dass Kommunikation in einem solchen Projekt das A und O ist. Es ist wichtig, häufig zusammen zu kommen, um den roten Faden nicht zu verlieren. Dass wir die Zeit bestmöglich nutzen und uns auf das Wesentliche konzentrieren können. Und dabei nicht zuletzt Zugang zu neuen Technologien gefunden, sei es Python (Flask) oder node.js (Svelte).

Was kommt als nächstes?

Die Tabelle der Krankenhäuser könnte zusätzlich auch als Karte dargestellt werden. Die Kommunikation zwischen Frontend und Backend ließe sich ausbauen. Die Registrierung kann detailreicher werden, dazu haben wir uns bereits auf Fähigkeiten geeinigt, die abgefragt werden könnten. Folgende Punkte zur Kennzeichnung eines Helfers wurden ausgearbeitet, aber noch nicht implementiert:

Einsatzbereich: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie/Intensivmedizin, Notfallaufnahme, Radiologie, Telefonberatung, Sonstige Fachrichtungen

Medizinische Vorerfahrung: Abgeschlossene pflegerische Ausbildung, Intensivpflege, Beatmungserfahrung, Operationstechnische Assistenz, Hakenhalter/-in, Medizinisch-technische Assistenz, Notfallsanitäter/-in, Rettungssanitäter/-in, Laborerfahrung, Sonstiges (Freitext)

Kompetenzen: Blutentnahme, Periphere Venenzugänge, Medikamente und Infusionen richten, Impfen, Sonstiges (Freitext)

Built With

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