Selbstorganisiertes Lernen digital für alle! In der unterrichtsfreien Zeit haben die Kinder auch an unserer Schule Zuhause selbstständig gelernt. Dafür haben wir zu Beginn der Krise spontan Lösungen entwickelt und dabei natürlich auch digitale Möglichkeiten mit einbezogen. Aber: Nicht alle Kinder konnten die vorhandenen Möglichkeiten nutzen! Unser Ziel ist es, in Zukunft für alle Kinder selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen – und dies nicht nur mit Arbeitsblatt und Bleistift. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie notwendig dies ist. Wir wollen einerseits nach den Sommerferien gut aufgestellt sein, was die Gestaltung von Lernprozessen in Krisenzeiten angeht, weil wir einfach nicht wissen können, was auf uns zukommt. Andererseits wollen wir die entstandenen Möglichkeiten auch in einen „normalen Schulalltag“ hinüberretten. In einem Top-down-Prozess entwickelte Konzepte können spezifische Bedingungen der beteiligten Personen nicht berücksichtigen: Eine tolle digitale Lernplattform bringt einem Kind nichts, das sie nicht benutzen kann. Diese frustrierende Erfahrung haben wir in den letzten Wochen auch gemacht. Die Aufgabe von uns Lehrerinnen und Lehrern ist es nun, Wege zu finden, wie die Lernmöglichkeiten beim Kind tatsächlich ankommen. Umso weniger sich die Eltern darum kümmern können, desto schwieriger wird die Aufgabe für die Schule. Und diese Aufgabe muss tatsächlich von den jeweiligen Schulen selbst gelöst werden, weil jede Schule mit den dazugehörigen Personen einzigartig ist. Wir gehen von der Annahme aus, dass es innerhalb unseres Kollegiums, in unserer Elternschaft, bei unseren Schülerinnen und Schülern und innerhalb unseres Stadtteils das Potenzial gibt, gemeinsam unser Ziel zu erreichen. Das gilt es jetzt aufzuspüren und für unseren Prozess nutzbar zu machen. Bislang ist dies nicht ausreichend geschehen. Durch einen Bottom-up-Prozess wollen wir alle ins Boot holen, und gemeinsam Lösungen finden, wie wir digitales Lernen für alle Kinder nutzbar machen können. Nach dem anstrengenden Corona-Marathon der vergangenen drei Monaten, haben wir nun den Hackathon genutzt, um uns zu sortieren und darüber nachzudenken, welche neue Dimension unser Schulentwicklungsprozess durch die Krise bekommen hat. Wir haben in ganz unterschiedliche Richtungen gedacht, haben unser Problem sondiert und durch unsere Arbeit einen Dialog gestartet. In Zoom-Konferenzen haben wir mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen diskutiert. Wir haben mit Padlet gearbeitet, um Gedanken zu sammeln, zu teilen und zu priorisieren. Nach und nach haben sich weitere Personen mit neuen Impulsen eingebracht. Uns ist klar geworden, dass wir das Thema Digitalisierung demokratisch angehen müssen und dazu haben wir angefangen, einen Plan zu entwickeln: • Wir geben einen Fragebogen vor den Sommerferien an die Schülerschaft und an das Kollegium, um zu sehen, wo wir in der digitalen Umsetzung stehen und welche Aspekte es auszubauen gilt. • Wir werden einen Austausch und die Diskussion verschiedener Optionen im Kollegium organisieren. • Wir wollen uns umhören, was andere Schulen für Lösungen gefunden haben und Ideen in unseren Prozess einbringen. • Wir wollen unsere Zusammenarbeit in den Jahrgängen stärken. • Alle (Kollegium, Eltern, Schülerschaft) können sich über unsere Padlets zum Thema „Selbstorganisiertes Lernen digital für alle“ in die Entwicklung einbringen. • Die Kinder werden das Thema in den Schülerrat tragen und bearbeiten. • Wir arbeiten zwecks Transparenz mit einem Kanban Board und wollen weitere agile Methoden einbringen. • Wir geben die Verantwortung für Lösungsfindung an die einzelnen Klassen- und Jahrgangsteams ab. Gleichzeitig werden Hilfestellungen und best-practice-Beispiele bereitgestellt. Wir wissen, dass es andere Schulen gibt, die bereits in umfassendem Maße digital arbeiten. Unsere Schule aber geht diesen Schritt gerade und wir wollen dabei erfolgreich sein! Unser Projektbeitrag richtet sich an andere Schulen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Er soll Mut machen und eine Perspektive aufzeigen. Unser Schüler Neo hat für uns seinen hier eingereichten stop-motion-Film neu vertont, um damit unser Projektanliegen deutlich zu machen. Seine ursprüngliche Version ist noch viel cooler. Es ist das Ergebnis eines selbstorganisierten Lernprozesses unter Nutzung digitaler Möglichkeiten. Wie toll wäre es, wenn alle Kinder unserer Schule in Zukunft ihre Potenziale so entfalten könnten?!

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