Problembeschreibung:
Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Schulen stehen bei Digitalisierungsfragen vor einem riesigen Berg an Aufgaben, der unüberwindbar scheint. Es gibt viele große und kleine Hindernisse und Stolpersteine, die aus dem Weg geräumt werden müssen – und das neben bzw. zusätzlich zu den normalen Tätigkeiten.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?
Als Team, das z.T. im Bereich der Kommunikation im analogen wie im digitalen Raum tätig ist, haben wir diese Schritte bereits selber gemacht oder anderen dabei geholfen. Wir haben dabei festgestellt, dass es wichtig ist zu zuhören und den tatsächlichen Bedarf abzufragen. Dieser scheint gerade bei Schulen sehr unterschiedlich zu sein. Je nach Land, Lehrplan, Schulform, Budget und Stufe unterscheiden sich die Bedürfnisse und Anforderungen.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Alle bei der Digitalisierung beteiligten Akteure: Schule, Schulleitung, Medienberater*innen, Schulamt, Kommune.

Lösungsbeschreibung:
Was ist Euer Lösungsansatz?

Wir fertigen eine Erstanamese an. Diese Erfassung ist auf Schulebene individualisierbar. Sie ist nutzerzentriert und lösungsorientiert konzipiert: Es werden Fragen mit Multiple-Choice-Antworten gestellt, zudem Informationsmaterial, Positivlisten, Web-Trainings und Kontaktpersonen referenziert. Abschließend können die erhobenen Daten in Form eines zusammengefassten Reports als Leitfaden für die Digitalisierung genutzt werden und z.B. mit dem Schulamt, den Medienberater*innen und der Kommune ausgetauscht werden.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?
Wir haben uns mit der Realität der Schule vor Ort auseinandergesetzt und nachgefragt. Gemeinsam mit der Schulleitung haben wir die Idee entwickelt, eine Handlungshilfe zu erarbeiten, die ähnlich wie ein Konfigurator funktioniert. Sie soll der Schulleitung oder der Steuergruppe helfen, eine Anforderungsanalyse durchzuführen, den Bedarf zu evaluieren und daraus das digitale Ziel abzuleiten.

Am Ende steht die Ausgabe eines Reports, der die Aufgaben in kleine überschaubare Pakete zerlegt, in eine Reihenfolge bringt und ggfs. sogar Ansprechpartner nennt. Dank dieser Handlungshilfe kommt der Prozess ins Fließen.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?
Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?
Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?
In der Erarbeitung eines solchen Konfigurators kann beteiligten Schulen kurzfristig und punktuell im Digitalisierungsprozess geholfen werden. Der Digitalisierungsprozess wird damit leichter zu kommunizieren, mit den Beteiligten auszutauschen und kann insgesamt durch den erstellten Leitfaden beschleunigt werden. Langfristig können Schulen flächendeckend den Konfigurator nutzen, um den Prozess zu starten bzw. fortzuführen.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Der Konfigurator ist stark skalierbar, kann mit kleinen Schritten und Elementen starten und mit der Zeit wachsen. Tools, Methoden und Erfahrungswerte stehen aus dem Changemanagement und dem Web-Based Training zur Verfügung, so dass der Konfigurator schnell umsetzbar ist. Durch eine Neuinterpretation auf der Kommunikationsebene lässt sich das Thema mit Leichtigkeit und Spaß vermitteln. Skalierung entsteht maßgeblich durch fortlaufende Anreicherung der Datenbank, damit der Konfigurator möglichst bundesweit verwendet werden kann. Er könnte letztlich auch als Leuchtturmprojekt international skalieren, da es sich um ein flexibles Framework handelt.

Vorgehen und Fortschritt:
Wir sind gemeinsam mit drei verschiedenen Ansätzen in die Woche gestartet. Am Montag schien bereits festzustehen, dass wir gemeinsam mit einem Technikpartner eine Infrastruktur Lösung erarbeiten wollen, um für Themenfeld 01 Homeschooling und Präsenzunterricht besser zu vernetzen.
Doch dann kamen wir zurück auf das Zuhören und den Bedarf der Schulen. Nach der Lektüre der Themenfelder wechselten wir zu Themenfeld 08 und hatten die Idee ein Evaluationswerkzeug zu konzipieren, das einem Fahrzeugkonfigurator ähnelt. Zusammen mit dem unterhaltsamen und eingängigen Format des Scrollytellings starteten wir ab Mittwochmorgen in die Konzeption auf Miro und ab Donnerstag in die Präsentation, die ebenfalls in Miro umgesetzt wurde.

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?
Durch Zuhören, d.h. Interviews und Erfahrungsaustausch mit der Schulleitung der KGS Everhardstraße, Köln, sowie einem Praktiker im Bereich gemeinnütziger Projekte der öffentlichen Hand.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?
Neben Ideation, Ideenfindung und der Abgabe des Konzepts gab es noch Schlüsselmomente, an denen uns bewusst wurde, dass wir sehr gut und eng vernetzt werden können mit den Ergebnissen anderer Hackathon-Teams, und wir uns eher auf ein Framework bzw. übergeordnetes Konzept fokussieren sollten, das andere Ergebnisse des Hackathons aufgreifen und integrieren kann.

Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?
Ein Scrollytell.me MVP (Minimum Viable Product) würde sich an den Anforderungen einer einzelnen Schule orientieren, um dann vertestet und optimiert werden zu können.

Nächste Schritte:
Wir würden grundsätzlich den Methoden des Service Design Thinking, des nutzerzentrierten Design und schlanken Entwicklungsmethoden wie z.B. Lean Startup folgen wollen.

Wie testet ihr Eure Annahmen?
Zum Test unserer Annahmen würden wir gerne Teams oder Teilnehmer des Hackathons für Feedback einbeziehen. Darüber hinaus planen wir, das Konzept an unserer Partner-Schule, der KGS Everhardstraße, vorzustellen und Feedback vom Steuerungsteam sowie des Kollegiums einzuholen. Auch die Vorstellung an weiteren Schulen ist angedacht. Sinnvoll scheinen uns der Einsatz einer fixen Fokusgruppe von ca. 10 Fachleuten sowie stichprobenartige Vertestung in 5 Durchläufen mit jeweils 5 neutralen Fachleuten.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?
Für die Umsetzung halten wir eine Vernetzung mit anderen Teams aus dem Hackathon, die an Unterthemen wie DSGVO oder Software gearbeitet haben, für sinnvoll und effizient. Wir würden zunächst auf der Landesebene NRW starten und Kontakte zu den amtlichen Stellen aufbauen, sowie nach potentiellen Fördertöpfen für das Projekt suchen und diese ggfs. beantragen. Dann würde eine erste prototypische Vertestung des Konzepts folgen müssen.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?
Wir benötigen ein kleines Team aus Experten seitens der Schulen, der Ämter und der Kommunen für das fachliche Knowhow. Dazu müsste das Team ergänzt werden um ein kleines Redaktionsteam. Für die Entwicklung würde eine Finanzierung notwendig sein (wir schätzen für einen Proof of Concept mit 50K - 100K €, je nach Detaillierungsgrad und Abdeckung). Die restlichen Aufgaben dieser Entwicklungspartnerschaft können die Firmen ,simple GmbH und ui/deation GmbH & Co. KG übernehmen (Generalunternehmer, Konzeption, UX Konzeption, UI Design, Projektmanagement, redaktionelles Konzept, Content Management, QS, Testing, Evaluation).

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert?
Ja, die weitere Umsetzung erfolgt im Team und den angeschlossenen Agenturen und bei Bedarf zzgl. unserer technischer Partner.

Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?
Team-Chef: Andreas
Konzept: Tomke/Felix/Andreas/Stephanie/Sabine
Beratung und Feedback: Sabine
Visualisierung: Felix

Mit bestem Dank auch an Wolfgang Hillenbrand für das inspirierende initiale Gespräch.

Weiterführende Links:
Konzept im Web: http://andreas-echterhoff.de/scrollytellme.html
Jurybegründung (Themenfeld 8): https://wirfuerschule.de/gewinnerinnen/
Steckbrief und Weekly Update auf der Site des Wir-vs-Virus Solution Enabler: https://wirvsvirus.projecttogether.org/project/H7JSuEqRDBMnp3sDuSg0JLow5Z53
Artikel auf bundesregierung.de: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/hackathon-wirfuerschule-1767264
PPT Präsentation: https://simplegmbh.box.com/s/tv9b2eci4tbfjciea0egdbreec0uqqo4

www.simple.de
www.kgs-everhardstrasse.de
www.uideation.com

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