Wir wollen alle Menschen als gleichwertig betrachten und das Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen (besonders bezogen auf die Wissensvermittlung) aufbrechen. Unser Hauptanliegen ist es, dies mit Hilfe eines ganzheitlichen Curriculums umzusetzen. Dies machen wir nicht in Form von Fächern, sondern wollen hin zu Lernateliers und Modulen, die ganzheitlicher angelegt sind (siehe Curriculumstransformation).
Wie lautet der Name eures Projekts?: Schule neu denken: Lust am Lernen erhalten
Wie heißt euer Team Slack Channel?: #umsetzung_aktionsfeld_025_af3
Wie groß ist euer Team (als Zahl)?: 7 aktive
Welches Aktionsfeld adressiert ihr?: A3: Ganzheitliches Curriculum
Welche Herausforderung adressiert ihr?: Schüler:innen in den Mittelpunkt stellen und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten bieten
Was ist das Problem, das ihr mit eurer Lösung für die Schule von Morgen lösen/verbessern wollt?: Wir wollen Hierarchien und Machtverhältnisse abbauen und auch die Schüler:innen schon im Lernprozess autonom und gleichwertig wahrnehmen und einen Umgang auf Augenhöhe miteinander praktizieren, statt sie dorthin erziehen zu wollen (Widerspruch in sich). Dafür wollen wir uns von vorgegebenen Standards lösen, statt uns diesen zu unterwerfen.
Wer ist von dieser Problematik betroffen, und auf welche Weise? Wieso ist das ein kritisches Problem?: Die Arbeitskräfte von morgen werden nicht mit den Inhalten der aktuellen Schule drauf vorbereitet. Wissen steht zur Verfügung, der Umgang damit muss gelernt werden, statt Wissen selbst zu vermitteln. Prozesse, die einem Algorithmus folgen, werden bereits heute und in Zukunft noch mehr, von Robotern übernommen, das wirkt sich auf die Arbeitswirklichkeit der Zukunft aus, die wir kaum absehen können. Der Umgang mit Algorithmen, digitalen Prozessen muss ebenso berücksichtigt werden, wie handwerkliche Tätigkeiten, die einem zum (Über)leben befähigen. Aktuell sind Schüler:innen durch vorgegebene Schemata und Erwartungen eingeschränkt, werden oft nicht dazu ermuntert, frei zu denken. Dies wird unserer Meinung nach aber immer wichtiger. Lehrende sind eingeschränkt druch KLP und BiStas, es ist unmöglich, alle Erwartungen zur Vorbereitung, Druchführung, Bewertung und Förderung der Heterogenität in unserem homogenen System zu bedienen.
Was ist euer Lösungsansatz?: Auf der Basis der Grundannahme, dass alle Menschen gleichwertig sind (Kinder, Jugendliche, Erwachsene), wollen wir auf der Grundlage demokratischer Prozesse ein ganzheitliches Curriculum erstellen, an dem alle am System Schule beteiligten Menschen mitwirken können.
Von welchen Annahmen geht Ihr bei eurem Lösungsansatz aus?: Jeder Mensch ist einzigartig und das muss im Curriculum einer Schule berücksichtigt werden, um die Freude am Lernen zu erhalten. In unserem Modell gehen wir davon aus, dass die Lehrer eher Lernbegleiter sind, die selbst auch immer wieder etwas dazulernen. Die persönliche Entfaltung wird durch diesen Lernbegleiter gefördert und unterstützt. Einen Vergleich über Normen und Noten halten wir für unangebracht, da diese Ansätze immer defizitorientiert ausgerichtet sind. Lernfreude erhält sich dagegen über die eigenen positiven Fähigkeiten.
Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?: Schüler:innen verfolgen von Beginn an eigene Interessen und Fähigkeiten, sodass sich früh Profile ausbilden, die dann auch der Wirtschaft gegenüber mehr Aussagekraft haben, als ein Notenzeugnis. Lehrende profitieren, weil auch sie ihre Leidenschaften mit einbringen können und so Freude an ihrer Arbeit behalten. Dies führt zu weniger Belastung und damit auch zu einer geringeren Belastung des Gesundheitssystems. Jede/r macht also das, was er/sie gut kann und entwickelt sich auf diesem Gebiet weiter. Das entlastet die Gesellschaft auch auf psychologischer Ebene, da man sich idealerweise nicht mehr an vorgegbenen Wissens-Normen orientieren muss.
Welche Wirkung soll eure Lösung erzielen? Wie soll eure Lösung die Situation verändern? Was ist der langfristige Wert eurer Lösung?: Schule soll Alltagskompetenzen und individuelle Vielfalt fördern, sodass der Fokus auf den Stärken des Einzelnen liegen kann und nicht das Anstreben guter Noten anhand vorgegebener Noten im Mittelpunkt steht.
Welche Voraussetzungen oder Rahmenbedingungen braucht es für die Umsetzung eurer Lösung? Sind diese bereits gegeben?: Vor allem der mentale "Spagat" weg von Werten und Normen sowie Noten ist auch uns schwer gefallen, aber die Voraussetzung, um unser Modell überhaupt denken zu können. Das jetzige Schulkonzept, das immer noch großteils Wissen vermitteln soll, muss hierfür aufgebrochen werden. Dafür können aktuelle Ressourcen (technisch, personell, ...) genutzt werden, müssen aber sicherlich durch Kooperationen und die Einbindung von Eltern, dem Handwerk, Experten oder Ehrenamtlichen ergänzt werden.
Wie habt ihr die Lösung entwickelt? Welche Aspekte habt ihr dabei berücksichtigt?: Wir haben viel diskutiert und uns ausgetauscht. Einig waren wir uns darin, dass wir uns komplett von dem aktuellen System und Vorgaben lösen und frei denken wollen. Daran musstenn wir uns gegenseitig immer wieder erinnern und haben gemerkt, wie schwierig das ist. Es war uns wichtig, alle Ideen mit in dieses Konzept aufzunehmen, wohlweißlich, dass es nicht perfekt sein würde und man immer wieder Überarbeitungen brauchen würde. Wir hatten unterschiedliche Perspektiven im Team: Eltern, Lehrende, Kinder, Schüler, Unternehmer. Das Zusammenbringen der unterschiedlichen Rollen im "offenen Denken" war bis zum Ende ein zentraler Aspekt.
Habt ihr bei Null angefangen oder hattet ihr bereits einen vorher bestehenden Ansatz? Was war euer Fortschritt in der Hackathon Woche?: Wir haben bei Null angefangen, während des Hackathons in verschiedenen Konstellationen diskutiert und versucht unsere Gedanken zusammen zu bringen und zu visualisieren.
Auf welchen zeitlichen Rahmen ist die Umsetzung der Lösung angesetzt? Was wären die nächsten Schritte?: 6 -18 Monate, je nach Anzahl der geplanten Schüler:innen und Erwachsenen.
Was benötigt ihr an Ressourcen (Wissen, Wo/Men-Power, Budget etc.) für eine erfolgreiche Umsetzung?: Projektplanung mit unserem Team, Ausformulierung des Konzeptes und Rekrutieren einer Probe-Schule oder einer Probe-Schülerschaft sowie Personal. Erst danach ist eine konkrete Planung möglich, da wir auch das Curriculum gemeinsam mit der Schulgmeinschaft entwickeln wollen.
Wer sind die relevanten Stakeholder in der Umsetzung und müsste mit „ins Boot“ geholt werden?: Unser Projekt müsste staatlich oder privat gefördert werden. Welchen Umfang und welche personelen oder strukturellen Voraussetzungen wir brauchen, konnten wir nicht mehr besprechen.
Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit eurer Lösung?: Die Umsetzbarkeit halten wir nicht nur für realistisch, sondern für notwendig, da sich langfristig unser Bildungssystem von der Vergleichbarkeit, Noten und Zentralprüfungen lösen muss. Die aktuelle Bereitschaft einzelner Schulen oder Personen können wir nicht einschätzen, halten unsere Idee der Profilbildung aber für das Leben und den Arbeitsmarkt für essentiell.
Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?: Ja, wir brennen gänzlich dafür! Team: Julie: Teamkoordinatorin/Organisation/Ideenfinderin Elgin: Mutter und Lehrerin/Ideenfinderin Tina: Mutter und Personalreferentin/Ideenfinderin Conny: Mutter, Lehrerin, Protokollantin, Ideenfinderin Anna: Lernzentren und Ideenfindung Nicolas: Personal Coach für nachhaltige Nahrung, Befürworter von Alltagskompetenzen Katharina: Lehrerin und Mdeitationslehrerin / Achtsamkeit in der Schule


Log in or sign up for Devpost to join the conversation.