-Problembeschreibung Eine zeitgemäße Schule ist ein Ort der gelebten Vielfalt, wo Toleranz, Akzeptanz und gegenseitige Achtsamkeit gelernt und verstärkt werden. Doch obwohl Vielfalt und Inklusion seit vielen Jahren immer mehr Raum in Lehrplänen einnehmen, sind die gesellschaftlichen Entwicklungen bezogen auf Rassismus, Sexismus, Ableismus, und Antisemitismus alarmierend. Für Lehrende, die sich diesen Themenfeldern annehmen, ist die Suche entsprechend aufgearbeiteter Themenfelder und didaktisch aufbereiteter und hochwertiger Unterrichtsmittel im digitalen Netz bis dato mühselig und zeitaufwendig.

-Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? Mit #wirfürvielfalt.de möchten wir dazu beitragen, dass gesellschaftsrelevante Themen, angelehnt an das allgemeine Gleichstellungsgesetz, wie Herkunft und Migration, Rassismus, Interkultureller Dialog, Religionsvielfalt, Gender und Sexualität, Inklusion und Altersdiskriminierung anschaulich, lebensbezogen und nachhaltig in Schulen stattfinden.

Schule ist ein Ort der Begegnung. Es braucht aber gezielte und strukturierte Maßnahmen der Vernetzung zwischen Schule und Orten der Vielfalt. Es braucht das Schaffen von Synergien, lebendigem Dialog und ein Miteinander über alle Themen rund um Vielfalt hinweg, an denen junge Menschen aktiv und selbstwirksam im Kontext der Schule mitgestalten.

Unser Lösungsansatz unterstützt das Lernen zusammenzuleben und das Lernen zu sein. Neben Wissensvermittlung sind das in der heutigen Zeit die Säulen der Bildung (4 Pillars of Education der Unesco für das Lernen im 21. Jahrhundert). Gelebte Vielfalt in Schulgemeinschaften legen einen Grundstock für eine offene inklusive Gesellschaft. Auch die Sustainable Development Goals definieren Ziele für nachhaltige Bildung im Sinne der “Quality Education” und “Reduce Inequalities”. Jedoch fehlt es noch an ganzheitlichen über die Schule hinaus vernetzten Lösungen für Schulgemeinschaften.

-Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt? Lehrkräfte sind vielseitig gefordert. Sie wünschen sich mehr Vernetzung zwischen Schule und Orten der Vielfalt und einen leichten und vor allem schnellen Zugang zu Angeboten.

Sie brauchen zeitgemäßes, didaktisch hochwertiges, sowie multimedial aufbereitetes Material, Umsetzungsideen, Einsatz und Unterstützung von externen Expert*innen zur kreativen Planung von Unterrichtseinheiten, Projekttagen, fachübergreifenden Formaten. Und das alles in hybrider Form, sowohl online wie auch face-to-face, gezielt entwickelt rund um das Thema Vielfalt und Toleranz.

Es gibt keine such-optimierte Plattform, die den Anforderungen des modernen Gesellschaftswissenschaftlichen Unterrichts gerecht wird.

-Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? In der modernen Schule tragen zur Gestaltung des Lernens und des schulischen Lebens multidisziplinäre Teams bei, die im Rahmen der Lehrpläne und darüber hinaus Diversity Themen behandeln. Schulen sind diverse Orte, in denen junge Menschen vielschichtige Lebensentwürfe und Hintergründe mitbringen. Oft gibt es eine Diskrepanz zwischen der hohen Heterogenität der Schüler*innen gegenüber der Lehrkräfte. Die vielfältigen Potenziale der Lernenden zu entdecken, sie zu fördern, braucht einen Rahmen, der die Schule mit Orten der Vielfalt vernetzt.

(Deutschlandweit rund 770.000 Lehrkräfte)

-Lösungsbeschreibung www.wirfürvielfalt.de ist eine Match and Swipe - Onlineplattform, die Bildungsakteur*innen von Diversity Projekten deutschland- und europaweit zusammenbringt und kollaborativ vernetzt|.

Die Plattform www.wirfürschule.de bringt vielfältige Aktuer*innen zusammen und schafft so ein multimediales Baukastensystem. Die Nutzer*innen gewinnen durch die Suchoptimierung und Bedarfsanalysen ein effizientes und benutzerfreundliches Interface, das stetig agil weiterentwickelt wird. DSGVO Konformität und höchste Cybersicherheit bei der Anwendung werden gewährleistet!

Suchen. Finden. Machen.

-Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus? Es gibt sie schon: Viele, ganz hervorragende Initiativen, Institutionen und Projekte von Menschen, die zu gesellschaftsrelevanten Themen, wie Herkunft und Migration, Interreligiosität, Rassismus, Inklusion, Gender und Sexualität etwas an junge Menschen weitergeben können. Häufig sogar mit sehr gut didaktisch aufbereitetem Begleitmaterial, sodass Schulen in ganz Deutschland damit arbeiten könnten.

Was fehlt? Eine Plattform, auf der sie gebündelt auftreten. Mit der Plattform bieten wir Lehrer*innen einen unkomplizierten Einstieg um neue Wege in Form von Unterrichtseinheiten oder große Wege in Form von Projekten (klassen-, stufen oder sogar schulübergreifend) zu gehen.

Erster Baustein- Content Entwicklung der Plattform

MYS-Toolbox Unser Team hat die webbasierte Lösung zur Stärkung der Vielfalt rund um die MYS-Toolbox entwickelt. Sie ist eine EU-geförderte länderübergreifend konzipierte Sammlung an Sensibilisierungsübungen für Diversity auf der Basis von Universal Design for Learning, Menschenrechtsbildung und kritischem Denken. Entdecken eigener Geschichten sollte immer im Bezug zu Mitmenschen geschehen. Empathie, Respekt für das Anderssein und für andere Lebenskonzepte entstehen durch persönlichen Bezug. Das MYS Multimedia Kit ist eine Sammlung Tools von kreativen Formaten, wie zum Beispiel Kurzfilme, Fotostories, eBooks, Comics, Stop Motion Animationen, mit denen man in der Gemeinschaft persönliche Geschichten einfangen kann. Die MYS Toolbox vernetzt überregionale Schulprojekte und Partnerschaften in fünf EU-Ländern und steht zu Erweiterungsmöglichkeiten im Bildungssektor zunächst in den Sprachen Englisch, Deutsch, Rumänisch und Slowakisch zur Verfügung.

Weitere Bausteine

Ein solches webbasiertes Angebot braucht eine Verortung und Vernetzung mit weiteren bereits etablierten Akteuren. Im Rahmen der Entwicklung der Plattform-Idee wirfürvielfalt.de wurden bereits 12 außerschulische Institutionen mit konkreten schulischen Angeboten gewonnen. Sie sind bereits auf dem Prototypen der Plattform platziert.

-Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung? Durch einen Anstieg an qualitativen und quantitativen Projekten in den gesellschaftsrelevanten Themen nehmen viele Kinder wertvolle Erfahrungen für ihr Leben mit. Nur wenn junge Menschen für diese wichtigen Themen sensibilisiert werden, können sie die Zukunft solidarisch, friedvoll und tolerant mitgestalten.

Genutzt wird die Plattform sowohl von Lehrer*innen, die nach Unterstützungsangeboten suchen, als auch von Initiativen, Verbänden und Stiftungen, die viel Energie aufwenden, um ihre Materialien, Programme, Toolboxen und Webinare zu ihren Themen zu entwickeln und den Schüler*innen zugänglich zu machen.

Schulübergreifende Projekte können über die Plattform Teilnehmer*innen, Sponsoren, Promotoren*innen und Partner*innen akquirieren.

Stiftungen können Innovations-Wettbewerbe ausschreiben oder bereits geförderte Projekte vorstellen. (Corporate Social Responsibility Marketing)

Bewertungen, Erfahrungsberichte, Testimonials und eine Redaktion oder Jury, die kuratiert, dienen der Qualitätssicherung der Angebote.

-Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Aktuell steht nicht fest, in welcher Form die Schulen nach den Sommerferien wieder öffnen. Viele Schulen arbeiten an hybriden Konzepten. Unsere Onlineplattform filtert die Angebote nach analogen und digitalen Möglichkeiten, sodass die Lehrenden im Vorfeld alles passgenau auswählen können und die Durchführung auch bei wechselnden Szenarien gewährleistet ist.

-Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Vielfalt und Inklusion wird nicht mehr nur mitgedacht sondern endlich mitgemacht. Kinder, die vertiefende Berührung und Begegnungen mit den Themenfeldern haben, werden sich gesehen und verstanden fühlen, sie werden Toleranz und Verständnis entwickeln und alle werden ihren Platz in der Welt finden, ganz gleich, wie ihre Voraussetzungen sind oder waren. Unbezahlbar!

Die sozial und non-profit orientierte Idee der Plattform wirfürvielfalt.de soll sich zukünftig im Sinne der Meilensteinplanung in den nächsten Schritten durch Crowdfunding, Kooperationen mit staatlichen Bildungsträgern & kommunalen Institutionen, Public Private Partnership & Partnerschaften mit Unternehmen sowie Stiftungen als Social Impact Start-up finanziert werden.

-Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Unsere Annahme ist, dass der Bedarf an Unterstützung ebenso vielfältig ist wie das Angebot. Von dem Match-Making profitieren könnten sowohl erfahrene Lehrer*innen in diesem Bereich, als auch solche, die sich noch kaum mit der Thematik auseinandergesetzt haben.

Wir haben bereits namhafte Partner*innen an Bord, die Programmierung der Website ist keine Rocket Science und der Beitrag der Lehrenden und Lernenden im Hackathon ist signifikant. Wir starten bundesweit (plus Österreich und Schweiz) mit deutsch- und englischsprachigen Angeboten, weitere Sprachen sollen folgen.

Vorgehen und Fortschritt:

-Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Angefangen hat alles mit der @Me_and_Your_Stories Toolbox, einer frisch entwickelten Sammlung von multimedialen Materialien zur Stärkung des Miteinanders in Schulen, die unser Kapitän Stana mitgebracht hatte. Unser Team fing an zu überlegen, wie wir dieses durchdachte Projekt in die Schulen bringen können. Nach einem Design Thinking Brainstorming am Tag 2 war es klar - MYS braucht Freunde. Nur gemeinsam mit anderen tollen Ideen, Angeboten und Initiativen kann es laut genug um Vielfalt werden, denn es gibt bereits viele tolle Ideen, Projekte und Institutionen - aber für Lehrer*innen ist es viel zu zeitaufwändig, sich im Internet alles zusammenzusuchen. Die Idee für eine Onlineplattform, die kuratierte Angebote bündelt, war geboren. Hey Schulen, hier kommt Vielfalt!

-Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

· Teamfindung (Tag 1) - Wer ist dabei? “MYS” hat eingeladen · Design Thinking (Tag 2) - Wie verorten wir die MYS-Toolbox und wie schaffen wir dass außerschulische Akteure Schule erreichen? · Ansprache und Gewinnung von Partner*innen und Unterstützer*innen(ab Tag 3)

Projekte und Initiativen, die wir im Rahmen der Hackathon-Woche #wirfürschule gewinnen konnten:

Equallity Stiftung Bildung Meet a Jew Meet2Respect Pfeffersport SCL Sportclub Lebenshilfe Lesben- und Schwulenverband Deutschland Menschen stärken Menschen Zentrum für Bewegende Kunst Inclution Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin Brandenburg Behinderten- und Rehabilitations Sportverband

Hackathon Produkte

· Roadmap (ab Tag 2) · Name und Logo (Tag 4) · Prototyp der Website (ab Tag 3) · Videoerstellung (Tag 4) · Abschlusspräsentation (Tag 5) . Social Media Reporting Tag (2-5)

-Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen? Wir starten mit einem Minimum Viable Product – 25 Projektangebote auf der Plattform, 50 Test-User*innen werden um Feedback gebeten.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung? Prototypen umsetzen und testen lassen.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)? App Programmierer*in Webdesigner*in Texter*in Kurator*in Social Media Experten*in (“growth hacking”) Key-account Manager*in, um Angebote auf die Plattform zu holen (“Vertrieb”) Agiles Leadership, Vernetzung mit Stakeholdern

Budget für den Prototypen Wir nehmen, was wir kriegen können :-)

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Na klar!

Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? Stana Schenck (Impulsgeberin, agiles Leadership, Vernetzung mit relevanten Initiativen und Stakeholdern) Bettina Wolfenheim-Koschorek (Theologin, M.A. Diversity Management, Gymnasiallehrerin, Public Relations/Social Media, weitere Entwicklungen, Netzwerkerin) Jessica Holloway (Pädagogische Betreuung, Public Relations, Logo Programmierung) Hannah Koch (Webdesign, Redaktion) Tugba Türk (Pädagogische Betreuung, Videoediting und -Vertonung, Logoideen) Paula Nowak (Expertin, Beratung in der Anschlussfähigkeit an Schule, Einblicke Lehrer*innen- Professionalisierung, interreligiöse und interkulturelle Lernszenarien, Text) Melanie Söllner (strategische PR- und Social Media Kommunikation, Online-Marketing, Networking, Coaching) Nina Steffens (Text, Konzeption) Micael Dsubin (Konzeption, Recherche) Thomas Walbert (Start-up Gründer; Finanzierung - Akquise von Fördermittel und Sponsor*innen) Mirko (Erstellung der Website)

Built With

+ 2 more
Share this project:

Updates