Unsere Idee

Eine automatisierte Erstellung einer Prioritätenliste, in welcher Reihenfolge die Labore eingehende Corona-Tests abarbeiten sollen.

Das Gesundheitssystem steht aktuell vor dem Problem, dass die Labore mit der Anzahl der genommenen Abstriche völlig überfordert sind und es bis zum Ergebnis der Tests zu lange dauert. Da für manche Personengruppen ein schnell vorliegendes Testergebnis aber sehr viel wichtiger ist (z.B. ältere Risikopatienten oder auch medizinisches Personal) als für andere, sollten die Tests von bestimmten Personen schneller ausgewertet und priorisiert werden.

Unsere Grundidee ist ein Programm, das ermittelt, ob der abgenommene Test priorisiert analysiert werden muss oder nicht. Anhand von einfachen Fragen wird durch Algorithmen eine automatische Risikoeinstufung der getesteten Person und im Ergebnis eine Dringlichkeitsstufe zur Auswertung des Tests erstellt. Es ergibt sich eine Rangliste, aufgrund derer das Labor weiß, in welcher Reihenfolge es die Tests abzuarbeiten hat.

Damit könnte man die knappen Kapazitäten der Labore optimal nutzen und möglichst viele Menschen schützen und Leben retten.

Das Programm mit den dahinterstehenden Algorithmen ist weltweit einsetzbar und jederzeit einfach und schnell an neue wissenschaftliche Erkenntnisse anpassbar.

Unser Idee hat sich zu einer WebApp konkretisiert, die z.B. bei Drive-In Teststellen eine sofortige Dringlichkeits-Einstufung (Ampelsystem 1 bis 5) zur Auswertung des Tests ermöglicht. Dazu sollen die Wartenden anhand eines einfachen Fragenkatalogs über Smartphone/Tablet Angaben machen. Nach Beantwortung aller Fragen, gibt die WebApp eine Dringlichkeitsstufe (Kategorisierung) aus, die bei der Abstrichentnahme direkt auf dem Röhrchen notiert wird. Die Röhrchen können so bereits bei der Abstrichentnahme "sortenrein" in Paletten vorsortiert werden und das Labor kann mit dieser einfachen Info ( "Prio sehr hoch, 20.03.2020" oder "Prio sehr gering 21.03.2020") die Abarbeitung der Tests organisieren, ohne dass hier ein Laborablauf geändert werden müsste. Die App ist auch ohne weiteres offlinefähig und kann so auch ohne Internetzugang und unter erschwerten Bedingungen verwendet werden.

Einfach und überall nutzbar - im Drive-In genauso wie in der Praxis oder Klinik

Ablauf, der bereits mit dem Prototypen möglich ist:

  1. Beim Warten per QR-Code etc. die WebApp starten und Fragen beantworten.
  2. Beim Abstrich sein Ergebnis zeigen.
  3. Mitarbeiter notiert das Ergebnis und sortiert/markiert Röhrchen und Paletten.
  4. Labor bekommt Proben vorsortiert und kann diese Zusatzinfo nutzen, um die Laborabläufe zu optimieren.

Weitere Steps, mögliche Erweiterungen:

  • Nach Beantwortung der Fragen könnte das Ergebnis verschlüsselt ausgegeben werden um eventuelle Verfälschungen durch Patienten vorzubeugen bzw. nur der Mitarbeiter bekommt dann über einen Code die Kategorisierung angezeigt (man erhält erst mal nur eine "Nummer").
  • Anhand einer vorgelagerten "Registrierung" könnte man die Patienten Informieren, wenn Ihre Probe verarbeitet wurde, z.B. per Mail oder einer ggf. hinterlegten TelNr. (Daten werden nur erfasst wenn zur Kommunikation nötig, kein unnötiges Datensammeln).
  • Zusätzlich zur Ausgabe der Dringlichkeitskategorie könnte man dem Mitarbeiter im Testcenter noch per Klick in der WebApp die gegebenen Antworten und "wie kommt das Ergebnis zustande" - Infos geben.

Nutzergruppen - wer kann es gebrauchen?

Jede Stelle, die in großer Zahl Abstriche abnimmt (alle "Testcenter" vom Drive-In Center über über Kliniken bis zu Arztpraxen) und diese zum Versand an ein Labor konfektioniert. Sinn macht das Vorgehen nur, wenn vieleProben zusammenkommen, aber genau da liegt aktuell das Problem: Es können zwar schnell viele Abstriche genommen werden, aber die Labore sind der Bottleneck, weil sie mit der Analysierug der Abstriche kaum nachkommen. Genau hier setzt die Priorisierung/das Ranking der Testauswertungen an, damit zuerst die Tests derjenigen Personen ausgewertet werden, die das Ergebnis am dringendsten brauchenj (z.B. wegen Vorerkrakungen, Notwendigkeit einer schnellen Behandlung etc.). Durch die automatische Kategorisierung kann die Vorsortierung für die Labore schnell und einfach gemacht werden, z.B.auch von angelernten Hilfskräften erfolgen.

Mehrwert?

Bessere Allokation der extrem knappen Ressource Laborkapazität durch einen sehr einfachen Prozess, der weder spezielle Geräte noch aufwendige Personalressourcen benötigt; im Optimalfall nutzt jeder einfach sein Smartphone oder ein bereitgestelltes Mobilgerät. Die Frage- und Bewertungsdaten sind in einer kleinen Datenbank hinterlegt und leicht für die Administration editierbar. Dadurch können regionale/länderspezifische Erfordernisse oder neue Erkenntnisse schnell und problemlos eingearbeitet werden. Ein weltweiter Einsatz ist darüber hinaus durch die einfache Skalierbarkeit im Web ebenfalls schnell und einfach möglich.

Ein weiterer ganz wichtiger Anwendungsfall ist z.B. auch medizinisches Personal / Pflegekräfte etc., bei denen ein Verdacht besteht, und die bis zum negativen Ergebnis in Quarantäne bleiben müssten. Wenn die Priorisierung dafür sorgen kann, dass die Probe in diesem Falle besonders schnell analysiert wird, kann die betreffende Person im Negativfall wesentlich früher wieder aus der Quarantäne in ihre wichtige Tätigkeit entlassen werden. Hier müsste ggf. eine Prüfung auf Richtigkeit der Angabe bei der entsprechenden Frage erfolgen.

User Aktueller Arbeitsfortschritt

  • Angular Webanwendungsframework aufgesetzt
  • Frontend wächst und läuft auf allen Plattformen
  • Entwicklungsdomain ist gehostet
  • komplette Befragungssteuerung mit Bewertung ist datengetrieben (Textdatei zur leichten Anpassung von Fragen und Gewichtungen)
  • Das Design und der Fragebogen sind in eingearbeitet
  • Bewertungslogik ist implementiert
  • App ist deployed auf unserer Domain cov2q.de (Inzwischen necessity-screening.indietasten.net)
  • Ranking ausgeben und leicht verständlich darstellen
  • Pitch Video

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Updates

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Langsam nimmt die Sache Form an - der Prototyp ist in bereits im Internet ansatzweise testbar, letzte Abschlussarbeiten und Optimierungen laufen und das Video entsteht. Die App ist plattformübergreifend nutzbar und sogar offlinefähig, was unter erschwerten Bedingungen sehr hilfreich sein kann.

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