Das Problem

Gerade in Zeiten vom Coronavirus sind viele (alleine) zuhause und würden sich gerne unterhalten um Einsamkeit und Langeweile entgegenzuwirken. Es gibt schon einige Plattformen die einem eine*n Rederpartner*in vermitteln, doch bei den meisten muss man sich entweder anmelden oder der/die Redepartner*in wird komplett durch Zufall bestimmt und die Plattformen werden für sexuelle Zwecke missbraucht. An dieser Stelle setzt reden.jetzt ein.

Was macht unsere Lösung?

reden.jetzt verbindet Menschen mit gleichen Interessen und ermöglicht Gespräche direkt auf der Website über peer-to-peer Audioverbindungen. Eine Anmeldung oder Ähnliches ist nicht notwendig. Lediglich mögliche Gesprächsthemen, das eigene Alter, sowie ein Intervall für das Alter potentieller Gesprächspartner werden angegeben. Anschließend werden schnellstmöglich User mit gemeinsamen Interessen miteinander verbunden. Die Besonderheit: Mithilfe von PeerJS wird eine direkte peer-to-peer-Verbindung realisiert, sodass die Gespräche nicht über unsere Server laufen. Dadurch ist die Lösung extrem skalierbar und datenschutzfreundlich. Wir können nach unseren aktuellen Load-Tests schätzungsweise 10k Nutzer mit einem Server aus dem Azure Free-Tier hosten, somit wäre eine Skalierung auf mehrere hunderttausende Nutzer kein Problem. Wir kümmern uns lediglich darum, alle Beteiligten zusammenzubringen. Unsere Lösung unterstützt theoretisch auch Videoanrufe, wir haben uns jedoch bewusst dagegen entschieden, um Missbrauch zu verhindern.

Wie wir entwickelt haben

Wir haben uns in zwei Teams aufgeteilt, die sich jeweils um eine der beiden Komponenten (Front- und Backend) von reden.jetzt gekümmerkt haben. Für das Frontend haben wir Angular, PeerJS, Flexbox, Sweetalert und ng5-Slider verwendet. Das Backend wurde mit Nest.js und PeerJS gebaut und auf Azure App Service bereitgestellt.

Welche Probleme hatten wir während der Entwicklung?

Wir hatten während der Entwicklung viele Probleme damit, die verschiedenen Bibliotheken zum Laufen zu bekommen. Bis das erste Gespräch übers Internet möglich war ist einiges an Zeit vergangen.

Auf was sind wir stolz?

Im vorgegebenen Zeitraum konnten wir unsere Idee zufriedenstellend umsetzen. Wir haben es geschafft eine funktionale Webanwendung zu entwickeln und diese für die Öffentlichkeit zugänglich bereitzustellen. Unsere Lösung kann sofort eingesetzt werden und ist voll funktionstüchtig, auch wenn es noch viele Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Außerdem sind wir sehr zufrieden mit dem Video.

Was wir gelernt haben

Wir haben viele, für uns noch neue, Bibliotheken ausprobiert und wissen jetzt wie man mit diesen umgehen kann. Alle haben mit mindestens einer neuen Technologie gearbeitet und dabei viel von den anderen lernen können.

Wie geht es weiter?

Die Plattform bietet Potenzial für viele Erweiterungen: Unsere aktuelle Lösung enthält Matching-Algorithmen für Gesprächsthemen und Alter der Nutzerinnen und Nutzer. Interessant wäre eine Kooperation mit professionellen Telefonseelsorgern, sodass ernste Fälle professionell betreut werden können. Außerdem bietet die Seite alle Voraussetzungen, um sehr schnell Telefonkonferenzen zu erstellen: Bereits jetzt ist es möglich sich über Links gemeinsam in einen Anruf zu schalten. Diese Möglichkeit müsste nur noch aufbereitet werden, sodass der Dienst auch für schnelle, datenschutzfreundliche Telefonkonferenzen genutzt werden kann.

Sonstiges

Unser Projekt ist unter der MIT-Lizenz bei GitLab zu finden. Wir freuen uns über Pull-Requests!

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