Am 21. März war der Internationale Tag gegen Rassismus. Er ist all jenen gewidmet, die rassistische Machtbeziehungen anprangern und sich für Gleichbehandlung einsetzen. Dieser Tag ist wichtiger denn je. Denn nicht nur das Corona-Virus ist viral. Auch Rassismus verbreiten sich in der Krise mehr und mehr. Verstärkt von der medialen Berichterstattung wie etwa dem Spiegel, der kürzlich titelte "Corona-Virus: Made in China", werden Vorurteile sichtbar und asiatisch gelesene Menschen immer häufiger rassistisch beleidigt und angegriffen.

Mit der Website "#IchBinKeinVirus - Dein Netzwerk gegen Rassismus" bieten wir den Betroffenen von rassistischer Stigmatisierung und Angriffen während der Corona-Krise eine Plattform, um sich über Hilfsangebote zu informieren und sich gegenseitig zu bestärken. Denn niemand ist allein. Rassismus grenzt aus und wertet ab. Doch gerade jetzt ist Gemeinschaft wichtiger denn je. In Zeiten von Social Distancing ist es essentiell, uns gegenseitig beizustehen und zu unterstützen. Damit wir als Gesellschaft diese Krise überwinden und gestärkt daraus hervorgehen. Rassismus als Ausdruck gesellschaftlicher Machtbeziehungen hat bei uns keinen Platz. Denn am Ende geht das Virus. Doch Rassismus bleibt.

Wir doppeln dabei nicht bestehende Bemühungen gegen Rassismus, sondern bieten einen Überblick zu vorhandenen Informations- und Hilfsangeboten. So bauen wir beispielsweise auf dem international erfolgreichen Hashtag #IchBinKeinVirus bzw. #Imnotavirus #Jenesuispasunvirus auf, der auch eine Internationalisierung der Seite zu einem späteren Zeitpunkt zulässt. Gleichzeitig vernetzen wir uns eng mit asiatischen Aktivist*innen-Kreisen, um gezielt auf die Situation von asiatisch gelesenen Menschen in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Ein Bestandteil der Website ist die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen und Erfahrungsberichte zu lesen. Damit wollen wir zeigen: Niemand ist mit seinen Erfahrungen allein. Dazu dient auch die News-Sektion, die Tweets und Nachrichten sammelt, mit denen die gesellschaftliche Tragweite rassistischer Erfahrungen während der Corona-Krise sichtbar wird.

Ausbaustufen: • Upload von Video Dateien und Podcasts • Versenden von Sprachnachrichten • wissenschaftliche Artikel, welche für Laien verständlich sind, damit ein Wissenstransfer stattfindet und Mythen rund um die Themen Rassismus, Corona und asiatisch gelesene Menschen aufgehoben werden • Zur Verfügungstellung der Website weltweit für eigene Länder / Sprachregionen Ausbaustufe: • Einsenden und Abspielen von Sprachnachrichten / Interviews • Zur Verfügungstellen der Website für alle Länder / Sprachregionen

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