Für wen

Viele Menschen leben die nächsten Wochen in selbst gewählter oder amtlich verordneter Quarantäne. Das verunsichert, manche fühlen sich einsam und verlassen.

Warum

Wir wollen Menschen in Quarantäne Struktur und Orientierung geben. Trotz notwendigem, körperlichem Abstand zu anderen Personen, schaffen wir eine virtuelle Nähe, als würden wir abends zusammen am Lagerfeuer sitzen.

Wie

Die QuBe (Quarantänebegleiter App) unterstützt Menschen ihre wichtige Tagesstruktur aufrechtzuerhalten. Tagesaufgaben werden als "Challenge" angelegt, Erfolge motivieren. Durch den Video-Call "Essen ist fertig" kommt die Quarantäneperson zu einem festgelegten Zeitpunkt virtuell mit anderen an einen Tisch, das schafft Sicherheit und Verbundenheit.

Umsetzung

Der Einsatz der App ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Mit Eintrag einer E-Mailadresse ist sie nutzbar. Zu Beginn wählt der Nutzer den Beginn der Quarantäne und Dauer: voreingestellt sind 14 Tage, das Ende ist veränderbar. Die App umfasst vier zentrale Säulen: Struktur - Community - Gute Laune - Hilfe. In der Quarantäne verschwimmen die Wochentage, daher werden diese farblich differenziert, um Orientierung zu geben. Der Tag erhält durch individuelle oder vorgefertigte Aufgaben Struktur. In Challenges werden die Aufgaben bearbeitet, dafür erhält der Nutzer Belohnungen. Die Community unterstützt einerseits durch Content, der kuratiert wird, um Fake News zu verhindern. Andererseits wird durch verschiedene Angebote der Community die Einsamkeit des Nutzers durchbrochen. Der Nutzer kann über seine Kontakte oder ein "Skype-Date-Roulette" gemeinsame Essenstermine vereinbaren und kommt per Video mit an den Essenstisch zum Plaudern und Lachen. Das schafft Sicherheit und Verbundenheit. Damit der Nutzer sich nicht "vergessen" fühlt, kann er auswählen, ob er täglich von jemandem angerufen werden möchte. Für die gute Laune werden täglich witzige Nachrichten, Bilder oder kleine Videos geschickt. Die Hilfefunktion vermittelt auf Knopfdruck die direkte Verbindung zu den wichtigsten Hilfsangeboten von DRK, Johannitern, Caritas und Humanistischem Verband Deutschlands usw. sowie der Telefonseelsorge. Dokumentiert ist unser Projekt in der "Ziele-" und "Funktionalitäten"-Tabelle, im Scribbel für App-Funktionen und in der PowerPoint-Präsentation, die diesem Projekt angefügt sind. Die Grundfunktionen der App funktionieren.

Herausforderungen

Vor der Implementierung von App-Funktionen suchten wir uns Betroffene, um mehr über ihre Bedürfnisse zu erfahren. In kurzen Telefoninterviews befragten wir eine Frau, 63 Jahre mit Symptomen und seit 4 Tagen in freiwilliger Quarantäne sowie einen Mann (52) mit seinem Sohn (17) ohne Symptome, aber aus Risikogebiet kommend, ebenfalls in freiwilliger Quarantäne. Deren Wünsche an die App waren, wie zu erwarten, je nach Altersgruppe verschieden. Während die Frau sich wünschte, dass sie freie EBooks bekommt und dass ab und an jemand bei ihr anruft, um ihr Zuspruch zu geben, wünschte sich die Männer-WG Inhalte für mehr Gelassenheit und mit Humor. Die Idee der Tagesstruktur über Aufgaben fanden alle nützlich. Übereinstimmende Begeisterung fand die Idee des gemeinsamen virtuellen Abendessens. Deutlich sagte die Frau hier, wenn die Symptome vorbei sind, "der Matsch aus der Birne ist und ich wieder passabel aussehe, dann stelle ich mir das toll vor, daran teilzunehmen". Auf Basis dieser Betroffeneninterviews haben wir unsere Ziele ergänzt, die Anforderungen zugespitzt und die Funktionalität der App verändert. In einem gemeinsamen Online-Voting suchte unser Team anschließend die 5 wichtigsten Funktionen zur Implementierung in der App aus, die realistischer Weise bis zur Deadline einzubauen waren (siehe GoogleDoc im Anhang/Tabellenblatt Funktionalität). Je zwei Teammitglieder arbeiteten anschließend parallel am Coding und an der Dokumentation/Beschreibung/Präsentation. Mit Hochdruck haben wir heute eine PowerPointdatei mit den wichtigsten Funktionalitäten zusammengestellt. Kurz vor Ablauf der Deadline mussten wir alle zusammen nochmal das Storyboard für das Video vereinfachen, um Videozeit einzusparen. Wir haben just in time geliefert. Unser ganz besonderer Dank gilt dabei unserem Filmeditor Alexander Murygin aus Berlin. Alex, ohne deinen Wahnsinnseinsatz hätten wir das YouTube-Video nicht pünktlich fertigstellen können. <3 Danke!

Accomplishments that we're proud of

Die Grundfunktionen der Qube App sind nutzbar; auch wenn es noch viel zu tun gibt. Durch die Community werden zum einen die negativen Auswirkungen sozialer Isolation gemildert, zum anderen können Nutzer einen aktiven Part der Community einnehmen und sich sinnstiftend einbringen. Die Funktion "Essen ist fertig" wurde bereits mehrfach mit Nutzern prototypisch getestet. Alle waren von der Idee und der Aktion begeistert. Virtuelles Online-Abendessen ist etwas, was wir auf jeden Fall auch nach CoVid weiter zelebrieren werden!

Lernerfahrung

Mittendrin stellten wir fest, dass wir unser Projekt umbenennen sollten: vom ursprünglichen Quarantäneberater (so heißt der SlackChannel noch) zum Quarantänebegleiter. Denn unsere App will dem Nutzer eine hilfreiche Unterstützung sein. Es ist toll, wie sich immer jemand für jedes Thema findet. Trotz reiner virtueller Absprache werden die Themen vorangetrieben und einzelne gelöste Aufgaben greifen ineinander. Unser Viererteam aus Programmierern, Marketingleuten und Ideenrettern hat super zusammengearbeitet, obwohl sich keiner von uns vorher kannte: echter Hackathon-Teamspirit!

What's next for QuBe - Quarantänebegleiter App

  • Tasks die nur eine bestimmte Zeit gültig sind (Essenszeiten)
  • Community mit Kuratoren für den von der Community bereitgestellten Content
  • Mehrbenutzer Modus (Aufgaben für die ganze Familie)
  • Team für die weitere Entwicklung organisieren
  • Go Live
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