Wir Für Schule Hackathon

Team J&F Themenfeld 5- Zukunftskompetenzen (Bezug auch zu Themenfeld 4 und 6) Herausforderung: Wie können wir Unterricht gestalten, der Kreativität, Kollaboration und Kommunikation ins Zentrum des Lernens stellt? Projekt : Programmieren in der Schule

Warum haben wir uns für diese Herausforderung entschieden? Wir sind Schüler der 6. Klasse am Gymnasium und interessieren uns seit der Grundschule fürs Programmieren, Robotic und künstliche Intelligenz. Weder in unserer Grundschulzeit noch am Gymnasium haben wir bisher etwas in diesem Bereich gelernt. Wir haben dort keine feste Medienstunde und erlernen dort kaum Grundlagen zum Umgang mit dem PC oder dem Internet. Unsere Eltern haben uns seit der 3. Klasse ermöglicht, an außerschulischen Kursen zum Programmieren teilzunehmen, so dass wir uns in den, in unserem Projekt vorgestellten Bereichen intensiv fortbilden konnten. Wir finden es wichtig, dass allen Schülern die Chance gegeben wird, diese Inhalte in der Schule kennenzulernen und sich darin fortzubilden, da nicht jeder die Möglichkeit hat, dies privat zu tun. Die Chancengleichheit ist in der Schule meist sowieso schon nicht gegeben, da man mit Eltern die ihre Kinder unterstützen können, besser vorankommt. Wenn dies nun auch für die Zukunftskompetenzen und die Digitalisierung gilt, so werden viele Schüler in Zukunft noch viel stärker benachteiligt, da sich diese Kompetenzen auch positiv auf die Chancen im Berufsleben auswirken und bei der Befähigung für neue digitale Berufsfelder. Medienkompetenz, digitale Mündigkeit und Coding sollten fester Bestandteil des Regelunterrichts an allen Schulen werden. Die Befürchtung, dass alle Schüler dann nur noch allein an ihren Rechnern sitzen, halten wir für falsch, da unserer Erfahrung nach, das Coden und die Beschäftigung mit neuen Inhalten vor allem im Austausch mit anderen und in Teamwork effektiv ist und dadurch die Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit gestärkt werden. Das größte Problem bei der Umsetzung ist die technische Ausstattung der Schulen. Wir hoffen, dass im Rahmen des Digitalpakts in naher Zukunft alle Schulen mit Wlan, Soft- und Hardware ausgestattet werden, um die Realisierung unserer Ideen zeitnah umsetzen zu können. Ein weiteres Problem ist die Stundenverteilung. Es muss Platz für neue Inhalte im Stoffverteilungsplan geschaffen werden und veraltete Inhalte gekürzt und komprimiert werden, um Platz zu schaffen für mehr projektorientiertes, Kompetenzen förderndes digitales Arbeiten. Außerdem müssen die Lehrkräfte aus- und fortgebildet werden, um die neuen Inhalte auch allen Schülern vermitteln zu können.

Lösungsbeschreibung:

Tabelle siehe Anhang Imagegallery

Unsere Lösung beschreibt einen systematischen Aufbau digitaler Kompetenzen im Laufe der Schulzeit ab der 5. Klasse. Wir haben in unserer Animation und der Tabelle die beispielhafte, vereinfachte Verteilung der Inhalte auf die Klassen des Gymnasiums gezeigt, diese lassen sich aber auf alle anderen weiterführenden Schulformen übertragen und evtl. anpassen.
Dabei sind wir davon ausgegangen, dass alle Schüler bei Eintritt in die 5.Klasse über die, in den Bildungsstandards beschriebenen Basismedienkompetenzen verfügen, um dann direkt gemeinsam in die ersten Blocksprachen einzusteigen und an eigenen Projekten arbeiten zu können. Wir gehen außerdem davon aus, dass jede Schule eine verbindliche Medienstunde einrichtet, um innerhalb dieser nicht nur Programmierkenntnisse zu vermitteln, sondern die Schüler auch im Umgang mit Opensource Webkonferenzsystemen und Kollaborationssoftware vertraut zu machen. Dadurch sind sie in der Lage auch fächerübergreifend zu kooperieren und an gemeinsamen Projekten z.B. auch schul- und länderübergreifend (und mit Partnerschulen im Ausland) zu arbeiten. Diese Systeme könnten dann auch zur Kommunikation mit Lehrkräften zum Einsatz kommen, die Schüler könnten außerhalb der Medienstunden online beraten und gecoached werden. Bei Krankheit könnten die Schüler so auch besser über alle Inhalte informiert werden und evtl. auch in Abwesenheit online am Unterricht teilnehmen. Zusätzlich zur Medienstunde gäbe es AGen, die auch durch Peer to Peer Unterstützung realisiert werden könnten. Schüler, die in einem Bereich schon Experten sind, würden andere dann innerhalb der AGen beraten und coachen. Außerdem könnten außerschulische Bildungsangebote in den Unterricht integriert werden, um nicht ausreichend ausgebildete Lehrkräfte inhaltlich zu unterstützen oder Projekte zu begleiten. (z.B. World Robot Olympiade, Hackathons, Jugend forscht, First Lego League, usw.) Mit dem Einsatz einer Medienstunde, sowie der Einrichtung zusätzlicher AGen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, wäre ein Minimum an Unterrichtszeit geschaffen, um sich den Zukunftskompetenzen anzunähern. Unser Traum wäre natürlich die Umsetzung innerhalb der Vision von Themenfeld 4, dem FREI Day, innerhalb dessen die Schüler in Teams an selbst gewählten Inhalten intensiv arbeiten können und von den Lehrern in offenen Gruppen Inputs und Beratung erhalten. Von unserer Lösung würden sowohl Schüler, als auch Lehrkäfte und Eltern profitieren. Eltern würden von der Notwendigkeit außerschulische Bildungsträger zu engagieren, um ihre Kinder für die digitale Zukunft fit zu machen entlastet. Schüler würden in ganz neuen Kompetenzbereichen befähigt Wissen zu erlangen und ihre Fähigkeiten zu entfalten. Sie wären konkurrenzfähig im globalen Arbeitsmarkt der Zukunft und bereit für neue Studiengänge und Berufsfelder. In vielen Ländern stehen die von uns beschriebenen digitalen Kompetenzen schon länger auf dem Lehrplan und diese Schüler haben uns gegenüber große Vorteile im internationalen Vergleich. Durch die Beschäftigung mit den von uns beschriebenen Inhalten würden die Schüler außerdem in den Bereichen Mathematik, Englisch, technisches Verständnis, Experimentierfreude, Hilfsbereitschaft, demokratische Grundhaltung, Kreativität, Teamwork, analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit, Durchhaltevermögen, Entfaltung eigener Interessen und Schwerpunkte durch Projektarbeit, Konzentration, strukturelles Denken, Projektmanagement, Frustrationstoleranz, Planungsfähigkeit und Präsentationsfähigkeit gefördert. Sie würden dadurch befähigt für das Leben und Arbeiten in einer digitalen Welt. Lehrkräfte würden durch neue Inhalte, Unterrichtsformate und Kommunikationsformen neue Wege zur Vermittlung von Zukunftskompetenzen erhalten, die Schüler wären durch diese motivierter und engagierter. Wir sind der Ansicht, dass unsere Vision auch zeitnah kurzfristig umsetzbar ist, wenn man mit den 5.Klassen startet und dafür die bisher vorhandenen Ressourcen der Schulen und das Vorwissen einiger schon kompetenter Lehrkräfte und Schüler nutzt. Die auf diese Art eingeführten Schüler könnten dann im darauf folgenden Schuljahr schon im Rahmen von AGen die folgenden Klassen unterstützen und durch das so entstehende Schneeballsystem ihr Wissen weitergeben. Die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte sowie die Erweiterung der Ausstattung könnte währenddessen weiter vorangetrieben werden. Solange die Schulen noch fehlende Bausteine hätten, könnten sie verstärkt auf die Unterstützung anderer Institutionen zurück greifen (Hackerschool, Digitalpiloten, Techeroes, usw.(dies sind die Institutionen, mit deren Hilfe wir uns bisher privat fortgebildet haben, sicher gibt es auch viele andere- dies soll keine Werbung sein!)

Vorgehen und Fortschritt:

Aus Neugier und Interesse an allen Themenbereichen haben wir uns für den Hackathon angemeldet. Durch unsere oben schon beschriebene Beschäftigung mit digitaler Bildung, war uns schnell klar, dass wir den Schwerpunkt auf das Themenfeld 5 Zukunftskompetenzen legen wollen, aber auch der Bereich Gerechtigkeit in der Bildung liegt uns sehr am Herzen und die Vision des FREI-Day finden wir sehr spannend. Deshalb haben wir gemeinsam lange überlegt und diskutiert, wie wir unsere Wünsche, Visionen und Ideen in einem Projekt zusammenfassen können. Zuerst waren wir auf der Suche nach einer Erweiterung unseres Teams und haben uns einer Gruppe zum Thema Soft- und Hardskills angeschlossen. Diese wurde uns dann aber schnell zu groß und das Themenfeld sehr weit gefasst und abstrakt, so dass wir das Gefühl hatten, unsere Visionen dort nicht umsetzen zu können. Daraufhin haben wir dann beschlossen, unser Projekt zu dritt anzugehen. So war es möglich, dass jeder seine Ideen direkt einbringen konnte und gehört wurde. Wir wollten auch etwas entwickeln, dass sehr konkret, praxisnah und zeitnah umsetzbar ist, so dass Schüler davon bald profitieren können. Deshalb wollten wir eine Art Lehrplan entwickeln, der den gängigen Fachcurricula der Schulen ähnelt, aber auch eine einprägsame Version für Schüler, die gleichzeitig einen kleinen Einblick in die Fähigkeiten gibt, die man durch unser Projekt erlernen kann. Wir haben im Anschluss daran dann begonnen, die verschiedenen Programmiersprachen und die Einsatzmöglichkeiten die diese für die Schule bieten zu sammeln, zu diskutieren, zu bewerten und nach Schwierigkeitsgrad zu sortieren, um sie den Klassenstufen zuordnen zu können. Dann haben wir in Scratch eine Animation programmiert, um unser Ergebnis bildlich darzustellen. Die Vorgabe von zwei Minuten war dabei ein Problem, deshalb gibt es auch noch eine etwas ausführliche Version davon, die keine zeitliche Begrenzung hat. Die Verteilung der Kompetenzen im Detail in die Tabelle, sowie die Festlegung der Voraussetzungen um diese neue Art des Medienunterrichts zu ermöglichen und die Sammlung der Probleme und des Umgangs damit, waren ebenfalls ein Hauptbestandteil unserer täglichen gemeinsamen Arbeit.

Nächste Schritte: Sehr gerne würden wir, wie in unserem Projekt beschrieben, selbst auch als Peer to Peer an unseren Schulen in Frankfurt und Wiesbaden konkret beim Aufbau von AGen für die 5. und 6. Klasse mitwirken und damit die Weiterentwicklung der Zukunftskompetenzen der Schüler zeitnah mit beeinflussen. Für die Einrichtung solcher AGen benötigen auch unsere Schulen, zur Anschaffung von Microcomputern und Zubehör finanzielle Unterstützung. Wichtig wäre aber vor allem die Vermittlung der Bedeutung von digitalen Kompetenzen an die zuständigen Institutionen, damit diese die Einrichtung von Medienstunden, FREI Days, sowie die Veränderung der Stoffverteilungspläne angehen können. Gerne würden wir als Vertreter der Schülerschaft in diesem Rahmen beratend mitwirken, wenn es zu diesem Thema Praxisgruppen geben sollte.

Von Team J&F Julie Steinbach Felix Dinges (Miriam Steinbach (beratend)

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