Hackathon 2020 – #wirfürschule

Konzeptbeschreibung im Textformat Die fehlende intrinsische Motivation der SuS (Freude an der Tätigkeit selbst) ist schon im Lehramtsstudium ein zentrales Thema und später natürlich im realen Beruf. Zur Zeit der Corona-Epidemie ist das ein großes Problem, was auch viele Eltern vor neue Herausforderungen stellt. Das Ziel unseres Konzeptes ist es, dass SuS auch zuhause motiviert sind zu arbeiten, Selbstarbeit und Eigeninitiative erlernen. So können Eltern entlastet werden und müssen sich an den Schularbeiten - soweit möglich - nicht beteiligen. Das größte Problem, was es unserer Ansicht nach hier zu lösen gibt, ist, dass die intrinsische Motivation von SuS von außen schwer zu beeinflussen ist und auch der Wille zur Selbstregulation muss von den SuS ausgehen. Von dieser Problematik sind natürlich die SuS, aber auch Lehrer_innen und Eltern betroffen. Wie kann man also als Lehrkraft den Unterricht so gestalten, dass die intrinsische Motivation von SuS gestärkt werden kann? Um die natürliche Neugier und Begeisterung bei Kindern und Jugendlichen beim Lernen zu bewahren und zu entfalten, möchten wir eine Projektidee, die schulart-, fächer- und altersübergreifend gehalten ist, vorstellen. Diese Themenwoche/Projektwoche kann sowohl daheim als auch in der Schule stattfinden. Ergänzt werden kann sie durch sogenannte SeLf-Tage oder Lernbürozeiten. An den SeLf-Tagen können die SchülerInnen selbständig an ihren Themen, die auch selbst gewählt sein können, arbeiten (SeLf = Selbstbestimmtes Lernen fördern). Je nach Alter geben die Lehrkräfte mehr oder weniger Hilfestellung. Das Projekt kann eine Woche oder auch länger dauern. Die Projektwochen können mehrmals im Jahr stattfinden. Wir gehen hierbei davon aus, dass die SchülerInnen bereits an projektorientierte Arbeitsweisen herangeführt worden sind, bzw., dass sie herangeführt werden sollen. Arbeitsweisen können vorher eingeführt werden (z. B. im Unterricht, in vorherigen projektorientierten Arbeitsweisen) oder sie entwickeln sich während des Projektes. Die Kompetenzen und fachspezifischen Arbeitsweisen, die benötigt werden, um bestimmte Dinge umzusetzen, werden von den SchülerInnen im Unterricht vor den Projektwochen erlernt, sie eignen sie sich selbst an, z. B. mittels YouTube-Videos oder sie fragen Experten. Hierdurch soll die intrinsische Motivation gefördert werden. Nicht alle SchülerInnen sind immer auf dem gleichen Methoden- und Kompetenzlevel. Je nach Interessenlage und Vorkenntnissen, sowie persönlichen Vorlieben, können SchülerInnen allein oder in Teams arbeiten. Es ist auch möglich nur zeitweise oder für Absprachen und Rückfragen mit anderen zusammenzuarbeiten und dann das Projekt allein weiterzuverfolgen. Die Lehrkräfte und Spezialisten stehen in Sprechstunden als Unterstützer und Ratgeber zur Verfügung, diese Besprechungen können per Videokonferenz oder in der Schule stattfinden. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass die Schüler bereits erste Schritte mit digitalen Medien unternommen haben oder diese mit Hilfe des Projekts erlernen (Recherche, Interview mit Experte, Videokonferenz, E-Mail,…). Von dieser Lösung, bzw. von diesen Projektwochen sollen sowohl SchülerInnen, Lehrkräfte als auch die Eltern profitieren. SchülerInnen erarbeiten die Themenbereiche eigenständig, in Gruppen oder allein. Jeder Schüler, jede Schülerin arbeitet so gut er/sie es kann und nach den ihr/ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, Methoden und Vorkenntnissen (Differenzierung möglich, bzw. ergibt sich von selbst). Die Lehrkräfte profitieren von der intrinsischen Motivation, die die SchülerInnen an dem Projekt arbeiten lässt und gewinnbringende Ergebnisse entstehen lässt. Mit jedem Projekt wächst die Vielfalt an Methoden und Kompetenzen, sowohl bei Lehrkräften als auch bei den SchülerInnen. Eltern werden entlastet, da die Kinder/Jugendlichen selbständig daheim oder in der Schule ihre Themenbereiche erarbeiten. In der aktuellen Situation der Corona-Pandemie, ermöglicht Projektarbeit eine sinnvolle, fächerübergreifende Beschäftigungs- und Lernmöglichkeit. Die Aufgaben können von Zuhause aus, allein oder im Team bearbeitet werden. Nutzung von Medien ist erwünscht zum Zwecke der Kommunikation und Recherche, sowie zur Erstellung der Arbeit, des Produkts. Die Motivation ist höher, da eigene Ideen, aktuelle Themen einfließen können und das Projekt beeinflussen. Eigeninitiative ist dabei erwünscht. Softskills (soziale Kompetenzen) werden gefördert, z. B. Eigeninitiative, Zuhören, Eigenmotivation, Kommunikation, Empathiefähigkeit usw. Langfristig von Wert ist, dass SchülerInnen lernen selbständig zu arbeiten. Sie erweitern ihre Kompetenzen indem sie intrinsisch motiviert an einem Thema arbeiten und dadurch ihre Softskills und Methodenvielfalt erweitern. Dies ist insbesondere für das spätere Berufsleben wertvoll. Das eigenständige Arbeiten entlastet die Eltern und stärkt das Selbstwertgefühl der SchülerInnen. Da diese Projekt-/bzw. Themenwoche sowohl Zuhause als auch in der Schule durchgeführt werden kann, ergibt sich die Möglichkeit SchülerInnen gewinnbringend an einer Thematik arbeiten zu lassen und auch die Zeiten, die SchülerInnen Zuhause verbringen müssen, zu nutzen. Das Modell ist auf jeden Fall umsetzbar, da es sehr flexibel ist und auf alle möglichen Gegebenheiten reagieren kann, z. B. Altersstufen, Gruppengrößen, Themengebiete, Differenzierung, Schulart. Die Vorbereitung benötigt einiges an Zeit, vor allem die Lehrkräfte müssen sich absprechen und eventuell eine Vorauswahl an Themengebieten, Methoden, Medien, Medieneinsatz, Umsetzungsmöglichkeiten usw. treffen. Wenn das Gerüst steht und gefüllt ist, sollte das Projekt laufen. Im Laufe der Zeit könnte sich diese Projektidee zu einem Selbstläufer entwickeln, wenn alle SchülerInnen damit vertraut sind, die Gruppen eventuell jahrgangsübergreifend gebildet werden, und die jüngeren von den älteren SchülerInnen lernen und umgekehrt. Die Bewertung eines solchen Projekts ist nicht zwingend notwendig, allerdings halten wir es für wichtig, den SchülerInnen und Lehrkräften ein Feedback zu geben, um für das nächste Projekt daraus zu lernen. Dabei soll sowohl die Selbst- als auch die Fremdeinschätzung gefördert werden. Interessante, gut gelungene Projekte könnten auch vorgestellt werden oder die entstandenen Produkte gezeigt oder ausgestellt werden. Es sollte sich jedoch nicht zwingender Weise um eine Vorstellung handeln, da nicht alle SchülerInnen gerne präsentieren. Uns ist es wichtig, die Motivation der Schüler zu erhalten oder zu fördern. Wertschätzung ist dabei ein guter Motor. Wie ist unser Lösungsansatz entstanden? Viele Köche verderben den Brei, wenn es um den Hackathon #wirfürschule geht, gilt wohl eher Gegenteiliges. Viele Köche machen den Brei erst gut. Für uns war es wichtig, möglichst viel Input von jedem einzelnen Team-Mitglied zu bekommen. So haben wir klassischerweise mit einer Mind-Map gestartet, in welcher jeder seine Gedanken zu unserer Fragestellung äußern konnte. Mithilfe der Strukturierung der Mind-Map ließen sich unterschiedliche Konzepte herausfiltern, welche wir in einer zweiten Arbeitsphase näher ausarbeiteten. Schlussendlich machten wir uns Gedanken über die Präsentation unserer Ideen und eine mögliche Durchsetzung. Unser erster wichtiger Meilenstein liegt schon weit vor dem Start der Hackathon Woche. Als Studierendengruppe sind wir ein Zusammenschluss aus unterschiedlichsten Lehrämtern, Studienfächern aber auch Persönlichkeiten. Das nicht immer Einigkeit herrscht steht außer Frage. Dass aber Teamarbeit eine der wichtigsten Elemente für so ein Projekt ist, auch. Wir hatten genügend Vorlauf uns als Team zu bilden, um das Beste aus dem Projekt rauszuholen. Die beiden weiteren Meilensteine könnten die Brainstorming Phase am zweiten Tag des Hackathons mit ersten guten Ergebnissen, und die weiterführende Ausarbeitung unseres Konzeptes am vierten Tag sein. Abschließend, nun noch ein paar Worte zu den weiteren Schritten: Um die Voraussetzungen, die wir für die Umsetzung unserer Idee benötigen, zu überprüfen, wäre es sinnvoll sich zunächst an die Schulen selbst zu wenden. Dabei sollte nachgefragt werden, inwiefern die Umsetzung gewünscht ist und in welchem Rahmen sich die Schule daran beteiligen möchte. Die Lehrkräfte der teilnehmenden Klassen können die organisatorischen Voraussetzungen, wie zum Beispiel die technische Ausstattung der SuS, besser einschätzen und weitere Tipps zur Durchführung beisteuern. Zusätzlich könnten unter den SuS auch Umfragen durchgeführt werden, um deren Voraussetzungen und unsere Annahmen zu testen. Deshalb besteht der erste Schritt auf dem Weg zur Umsetzung darin verschiedene Schulen, welche für eine Durchführung des Projektes in Frage kommen, anzufragen. Außerdem muss die Schulleitung kontaktiert und ihr das Projekt vorgestellt werden, sowie über eine für die Schule individuelle und gewünschte Umsetzung des Konzeptes gesprochen werden. Zusammen mit der Schulleitung sollten dann Experten beziehungsweise Fachlehrer zur Unterstützung der SuS organisiert und auch diese über das Projekt informiert werden. Für unser Projekt ist besonders das Engagement und die Bereitschaft der Schule daran teilzunehmen wichtig. Die Lehrer sollten über ein allgemeines Know-How, wie eine solche Projektwoche durchgeführt werden kann, verfügen. Das Budget ist ganz von der Umsetzung des Projektes durch die jeweilige Schule abhängig, ob außenstehende Experten zu einem Thema bezahlt werden müssen, und ob der Zeitraum, in dem ein solches Projekt durchgeführt werden soll, länger oder kürzer gehalten wird. Für die SuS ist eine grundlegende technische Ausstattung für die selbstständige Arbeit von zuhause sinnvoll, falls diese jedoch nicht gestellt werden kann, könnten eventuell Lernbüros an der Schule eingerichtet werden. Diese Option ist in Zeiten des Homeschoolings leider schwer umsetzbar, daher könnte auch versucht werden, eine Auswahl an technischen Geräten für diese SuS zu organisieren und diesen zur Verfügung zu stellen. Weitere Ressourcen wären zum Beispiel eine themenabhängige online Berufsbörse oder Expertentalks als Hilfestellung für die SuS, sowie die Kooperation mit anderen Schulen oder Universitäten. Grundsätzlich sind wir als Team sehr an der Umsetzung dieser Idee interessiert, da wir sie als gut durchführbar und schülerzentriert einschätzen. Für eine mögliche Umsetzung des Projekts von uns als Studierendengruppe gäbe es bereits Kontakt zu Schulen und somit ist eine mögliche Durchführung eines Pilotprojekts in dieser Form durchaus vorstellbar.

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