Problem

Wir haben uns als Team für die Herausforderung entschieden, im schulischen Bereich Zukunftskompetenzen der Jugend aufzubauen. Konkret geht es uns darum, durch die politische Bildung in der Schule mündige und demokratische Bürger zu erziehen und ihnen einen Weg dahin zu ebnen. In Zeiten, in denen populistische Tendenzen nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland immer mehr Zulauf finden, ist dies einer unserer wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Das größte Problem ist dabei aktuell, dass der Politikunterricht noch zu häufig auf klassische Bildungsformate setzt und viele Schüler/-innen somit keine Begeisterung für politische Themen in der Schule aufbringen. Zu häufig wird noch frontal unterrichtet oder die Einbeziehung beläuft sich auf Arbeitsblätter und Diskussionen, an denen nur diejenigen teilnehmen, die ohnehin bereits interessiert und engagiert sind. Diese Problematik liegt aber auch darin, dass wenige innovative Tools für den Politikunterricht existieren. Besonders im digitalen Bereich existiert hier sehr wenig, was die Zeit des „Homeschooling“ bewiesen hat. Daher sind sowohl die Schüler/-innen, die sich nicht ohnehin schon interessieren und engagieren betroffen, da sie nicht abgeholt werden, als auch die Lehrer/-innen, die keine digitalen und innovativen Optionen haben.

Lösung

Um Schüler/-innen im Politikunterricht zu begeistern und auch den Schritt ins digitale Zeitalter zu wagen, setzen wir an dem bestehenden Format von PluraPolit (https://plurapolit.de) an. Hier diskutieren Politiker/-innen und Expert/-innen in kurzen Sprachnotizen. Das Format kommt bei Schüler/-innen sehr gut an und wurde bereits in Pilotprojekten an Hamburger Schulen getestet. Eine umfangreiche didaktische Einbindung wird jedoch bisher dadurch verhindert, dass die Partizipation immer öffentlich stattfindet und so Hemmungen bei den Schüler/-innen existieren, ihre eigene Meinung in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Nach gemeinsamer Abstimmung mit Schüler/-innen und Lehrer/-innen ist somit das Konzept von geschlossenen Klassenräumen entstanden, in denen Schüler/-innen sich zu aktuellen politischen Diskussionen auf PluraPolit austauschen können. Hier finden sie einen sicheren Raum um zu diskutieren und ihre eigene Meinung zu formen. Der Lehrer behält somit einen Überblick und gleichzeitig können sich alle beteiligen – asynchrones lernen und diskutieren kann somit gewährleistet werden.

Das digitale Angebot von PluraPolit wird besonders wertvoll sein, wenn kein Präsenzunterricht möglich ist. Allerdings ist dies darüber hinaus auch der Fall, da die Plattform bereits im Februar weitreichend in Hamburg eingesetzt wurde und als Anstoß für Diskussionen innerhalb des Präsenzunterrichts fungiert hat. Der langfristige Wert liegt besonders darin,

Das Vorhaben ist deshalb sehr gut umsetzbar, da es an eine bestehende Lösung anknüpft und somit ein Team bereits existiert, was auch über den Hackathon hinaus daran arbeiten wird. Der Skalierbarkeit sind aufgrund der dynamischen, technischen Infrastruktur keine Grenzen gesetzt.

Vorgehen und Fortschritt

Der Lösungsansatz ist daraus entstanden, dass wir innerhalb des Teams die ersten Schritte zur Entwicklung eines MVPs befolgt haben. Zuerst einmal wurde Personas mit aufgestellt. Daraufhin wurden Wünsche & Aktivitäten der entsprechenden Personas aufgestellt. Aus diesen Wünschen und Aktivitäten haben sich wiederum verschiedene User-Stories ergeben, die innerhalb des Teams anhand des größten Mehrwerts für den Unterricht priorisiert wurden. Dieser Prozess hat eine Reihe an Features ergeben, die für den Einsatz im Unterricht einen Mehrwert generieren würden. Als größtmöglicher Mehrwert wurde von Lehrer/-innen und Schüler/-innen dabei die Option angesehen, in geschlossenen Klassenräumen zu diskutieren. Diese Entscheidung war einer der wichtigsten Meilensteine im Prozess.

Anschließend wurde ein konzeptioneller Prototyp aufgestellt und ein Design für den geschlossenen Diskursraum entworfen. Da uns wenig Zeit blieb, haben wir allerdings auch direkt mit der Entwicklung losgelegt. Insofern sind aktuell die Rahmenpfeiler des Konzepts umgesetzt und es existiert noch Raum zur Verbesserung bei dem Design. Zu Anfang der Woche existierte lediglich die öffentliche Version von PluraPolit und vorheriges Feedback von Lehrkräften aus den Pilotprojekten in Hamburger Schulen.

Prototyp:

Der Prototyp kann hier gefunden werden: https://staging.plurapolit.de/ Code-Base des Prototypen: https://github.com/plurapolit Konzeptionelles Klick-PDF & Design des Diskussionsraums sind hier im Profil verlinkt.

Nächste Schritte:

Diese Woche konnten wir einen umfassenden Prototypen ausarbeiten und die Kernfunktionen des Schulangebots umsetzen. Auf dieses starke Gerüst können wir nun aufbauen. Schritt für Schritt wollen wir alle Features die wir in dem Prototypen festgehalten haben umsetzen. Dies wird in regelmäßigem Austausch mit dem ganzen Team geschehen. So wollen wir mit dem durchgehenden Feedback der Lehrer/-innen und Schüler/-innen die Idee weiter schärfen, um zum neuen Schuljahr ein funktionierendes Angebot anbieten zu können.

Hierfür wird das existierende Team von PluraPolit bereitstehen und daran arbeiten zusätzliches Budget für die technische Entwicklung und damit verbundene Personalkosten aufzubringen.

Auf inhaltlicher Seite werden zudem die existierenden Kontakte im Hamburger Schulbereich von den Pilotprojekten für Interviews und Feedback - Schleifen sehr wertvoll sein.

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