Digital Teachers Hub

Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, die mit der Ausbildung von Lehramtsstudierenden betraut sind, einer selbstständigen Coach für persönliche Kompetenz- und Weiterentwicklung und einem Recruiter im Bereich Human Resources haben wir uns als interdisziplinäres Team den Herausforderungen der Vernetzung und (digital-unterstützen) Weiterbildung von Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen angenommen. Mit unseren unterschiedlichen und vielfältigen Expertisen und Perspektiven auf die Themen Vernetzung, (Weiter)Bildung und (Weiter-)Entwicklung leisten wir damit einen innovativen Beitrag zur Gestaltung der Schule von morgen. Für uns ist ein gut vernetzter und gut ausgebildeter Lehrkörper ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Schule.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Als größtes Problem sehen wir die schwierige, oftmals fehlende Vernetzung von Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen mit- und untereinander, die für uns allerdings eine der Grundlagen für bedarfsgerechte und innovative (Weiter-)Bildung und die persönliche Weiterentwicklung darstellt, denn Weiterbildung ist genau dann am effektivsten, wenn sie selbstbestimmt und im sozialen Kontext stattfindet. Erfahrungen und Beobachtungen zeigen, dass das Lehramtsstudium sowie der spätere Lehrberuf häufig zu Vereinzelung führen. Wir führen dies stark auf die Zerfaserung der Studienstruktur in der Lehramtsausbildung sowie auf fehlende kollegiale und kollaborative Strukturen an Schulen und über Schulen hinweg zurück. Beispielsweise sind Lehramtsstudierende sind im Vergleich zu ihren Kommiliton*innen aus anderen Fächern in der Regel weniger stark vernetzt; durch das Studium von meistens drei verschiedenen Fächern ergeben sich seltener feste Jahrgangsstrukturen, häufig fehlt auch die Repräsentation in eigenen Fachbereichsvertretungen. Kollegiales Arbeiten und der fächerübergreifende Austausch mit und untereinander wird dadurch erschwert. Inwiefern dann im Zuge von Praxissemester und Referendariat kollegiales Arbeiten und der Austausch mit anderen Kolleg*innen stattfindet und gelebt wird, ist stark abhängig von den jeweiligen Ausbildungslehrpersonen und Mentor*innen. Zumal gerade in dieser Zeit die Möglichkeit eines Einblicks in unterschiedlichste Lehr- und Schulformen sowie Perspektiven von verschiedensten Lehrpersonen essenziell wäre. Im Lehrberuf selbst finden sich insbesondere an den weiterführenden Schulen kaum kollegiale Arbeitsstrukturen. Während an Grundschulen und Förderschulen Co-Teaching und Lehrhospitation meistens schon zum Alltag gehören, fehlen diese Formen des Lehrens und Unterrichtens an den übrigen Schulformen komplett. Lehrpersonen bestreiten alleine ihren Unterricht, gemeinsames Unterrichten, Hospitationen oder gar Supervision findet selten bis gar nicht statt. Natürlich kann ein Austausch im Lehrer*innenzimmer oder auf Lehrer*innenkonferenzen stattfinden. Dies ist allerdings ort und zeitabhängig und auf wenige Ereignisse beschränkt. Die weitere strukturelle Einbindung von Austausch und Vernetzung darüber hinaus ist sehr individuell und u.a. abhänigig vom Engagement der Schulleitung und dem Kollegium. Ein weiterer Aspekt der in der aktuellen Lehrkräfteaus- und weiterbildung häufig einen Nebenschauplatz darstellt sind sogenannte Brückenthemen und überfachliche Kompetenzen. Zu letzteren zählen u.a. persönliche Entwicklungsfelder wie das sichere Auftreten vor einer Schulklasse und der Einsatz der eigenen Stimme, der Umgang mit Schwierigkeiten und Störungen. Gleichzeitig aber auch Brückenthemen, wie bspw. Demokratiebildung, Diversität und interkulturelle Kompetenz, Inklusion, Gleichstellung, Nachhaltigkeit, aber auch Digitalität. Bislang gibt es eine mangelnde Abdeckung mit persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten in diesen Bereichen. Das universitäre Lehramtsstudium ist größtenteils geprägt von Fachunterricht, der gemeinsam mit anderen Fachstudierenden besucht wird. Darüber hinaus gibt es einige Fachdidaktikkurse und Kurse in der Bildungspsychologie. Im Bachelorstudium hat sich inzwischen fast deutschlandweit das Orientierungspraktikum (ein ca. dreiwöchiges Schulpraktikum) und im Masterstudium das Praxissemester etabliert. Damit ist die Möglichkeit, schulpraktische Erfahrung bereits im Studium zu sammeln, im Vergleich zu Zeiten vor dieser Reform (ca. 2015) gestiegen. Das ist sehr zu begrüßen. Dennoch handelt es sich dabei lediglich um zwei sehr begrenzte Gelegenheiten, den Schulalltag an einer einzelnen Schule kennenzulernen und sich als Studierende*r mit der Entwicklung der eigenen Lehrer*innenrolle auseinanderzusetzen. Im spätere Berufsalltag stehen Lehrkräfte vor vielfältigen Herausforderungen und so sind die Ressourcen Brückenthemen zu eroieren und sich selbstständig weiterzuentwickeln häufig limitiert. Auch zukünftig ist es schwierig diese Bereiche zielführend in die bestehenden Strukturen Lehrkräfteaus- und weiterbildung einzubauen, denn die behandelten Themen, u.a. im Lehramtsstudium sind wichtig, umfassend und benötigen ihren jetzt vorgesehenen zeitlichen Raum. Daher sind Zusatzangebote nötig. Ein weiterer Aspekt der ein Zusatzangebot wichtig macht ist, dass Brückenthemen meist Themen sind, die einen lebenslangen Lernprozess bzw. einen längerfristigen Lernprozess, als einen Kurs im Studium oder eine Fortbildung bieten können, nötig macht. Auch dies macht ein Zusatzangebot nötig. Zusammenfassend sind all das die Themen die im Studium und in der weiteren Ausbildung bislang zu wenig Raum bekommen, den späteren Schulalltag aber sehr stark prägen und daher eine Plattform benötigen.

Auch das vielversprechende Potenzial von Peer-to-Peer-Learning sowie (reverse) Mentoring liegt im Lehramtsstudium und -beruf derzeit größtenteils noch brach. Einzelne Plattformen, die sich der offenen Bildung widmen (u.a. Wir lernen online, 4teachers, u.v.m.) aber auch Soziale Netzwerke wie Twitter (z.B. #twitterlehrerzimmer) zeigen bereits jetzt in Ansätzen, wie hoch der Bedarf an Vernetzung untereinander und dem Teilen von Wissen und Expertise untereinander ist. Diese Plattformen sind sehr spezifisch auf einzelne Themenfelder fokussiert. Unsere Plattform möchte Synergien aus bestehendem herstellen und dabei die wichtige Arbeit bereits bestehender Plattformen würdigen und die Ergebnisse zentral bündeln und zugänglich machen. Bisher finden Fortbildungen für Lehrpersonen i.d.R. in der unterrichtsfreien Zeit statt und erfordern ein hohes persönliches und zeitliches Commitment. Dies wird von vielen Lehrpersonen als belastend wahrgenommen. Projekte, in denen Mikro-Fortbildungen vor Ort an den Schulen in Mittagspausen oder Freistunden bedarfsorientiert angeboten wurden, wurden hingegen sehr positiv aufgenommen und gerne angenommen. Solche Angebote fanden bisher aber meistens im Rahmen von einzelnen, zeitlich begrenzten Projekten statt und stellen bislang keine flächendeckende Lösung dar. Grund dafür ist auch der hohe personelle Aufwand und die benötigte zeitliche Flexibilität der Fortbildungsleiter*innen. Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

  • Lehramtsstudierende
  • Lehrpersonen ##Lösungsbeschreibung: ##Was ist Euer Lösungsansatz? Wir erstellen eine Plattform und App zur Vernetzung sowie digital-unterstützten, individuellen, bedarfsorientierten Weiterbildung und -entwicklung von und für Lehramtsstudierende und Lehrpersonen. Im Zentrum stehen dabei die Begegnung, Beteiligung und Bedeutsamkeit. Begegnung: Unsere Plattform und App ermöglicht die regionale, landes- und bundesweite Vernetzung von Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen unter- und miteinander. Durch den Beitritt verschiedener Sub-Channels kann den unterschiedlichen Gruppenzugehörigkeiten Rechnung getragen werden. Aufgrund der föderalen Struktur des Bildungssystems kann beispielsweise bezogen auf bestimmte Themen eine lokale Vernetzung sinnvoller sein. Bezogen auf die Brücken- und persönlichen Entwicklungsthemen hingegen ist auch der überregionale Austausch sehr wertvoll. Hier sind Ländergrenzen nicht mehr relevant und auch die Gruppenzugehörigkeit (Lehramtsstudierende oder Lehrpersonen) nicht unbedingt von Interesse. Ein ortsunabhängiger Erfahrungsaustausch kann hier sogar von Vorteil sein. Beteiligung: Wir möchten Lehramtsstudierende und Lehrpersonen eine Plattform geben, um sich gegenseitig mit der eigenen Expertise zu unterstützen. Dabei sehen wir sowohl die Möglichkeiten, dass Lehramtsstudierende und Lehrpersonen sich in den jeweiligen Gruppen mit kleinen digital-unterstützten oder auch Präsenzfortbildungen gegenseitig weiterbilden (Peer-to-Peer), aber auch zwischen den Gruppen (Mentoring bzw. reverse Mentoring). Denn die Studierenden können von dem Wissen und Erfahrungen der Lehrpersonen profitieren. Genauso können die Lehrpersonen aber auch von den neuen Ideen und Kompetenzen der Lehramtsstudierenden profitieren. So kann auch intergenerationales Lernen und Arbeiten gefördert und ermöglicht werden. Das Programm wird abgerundet durch ein Fortbildungsangebot von externen Trainer*innen und Expert*innen. In Workshops und Fachvorträge ergänzen diese das Programm unserer Plattform um eine wertvolle Außenperspektive. Thematisch handelt es sich hier um zielgruppen-relevante Workshops zu überfachlichen Kompetenzen, wie beispielsweise Kurse zum Stressmangement, Selbstorganisation (v.a. zum Studienstart) Bedeutsamkeit: Durch die Registrierung auf der Plattform legen die einzelnen Studierenden und Lehrpersonen persönliche Profile an, auf denen sie ihre Expertisen, Lehrmaterialien und -konzepte hinterlegen können. Dadurch entsteht eine umfassende Expert*innendatenbank, die nach Region und Ausbildungs- bzw. Berufsstatus gefiltert werden kann. Zusätzlich wird die Plattform eine Portalfunktion haben, in der Gesuche veröffentlicht und Angebote geteilt werden können. So können einzelne Lehrpersonen, aber auch ganze Kollegien nach Expert*innen für spezifische Fortbildungsthemen oder Erfahrungen mit spezifischen Herausforderungen suchen. Genauso können Studierende sich nach Mentor*innen umsehen und diese Suche erleichtern indem sie nach für sie wichtigen Kriterien filtern können. Im Gegenzug können Personen aber auch ihre Expertise anderen zur Verfügung stellen, digitale oder Präsenzfortbildungen anbieten oder sich als Mentor*innen melden. Alle digital-unterstützen Formate sollen überdies als offene Bildungsmaterialien (OER) erhalten bleiben und in bestehende OER-Plattformen eingespeist werden. So entstehen überdies nachhaltig nutzbare und verfügbare Lernmaterialien und Synergien zwischen unserer neuen Plattform und schon bestehenden Programmen werden genutzt. Zusammenfassend ist das Ziel unseres Digital Teacher Hub eine bedarfsorientierte, flexible und kollegiale Vernetzung, welche überdies zeit- und ortsunabhängige Weiterbildungsmöglichkeiten fördert und ermöglicht. Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus? Wir gehen davon aus, dass sowohl Lehramtsstudierende als auch Lehrpersonen einen hohen Bedarf an fachlicher und persönlicher Vernetzung sowie Weiterbildung haben. Lehramtsstudierende und Lehrpersonen haben in der Regel ein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit, weshalb der Austausch mit Kolleg*innen die Zufriedenheit im Beruf und das Wohlbefinden noch deutlich erhöhen könnte. Unsere Idee ist wissenschaftlich fundiert und begründbar und beruht u.a. auch auf psychologischen Konzepten wie der self-determination theory, die unterstreicht, dass Motivation durch soziale Eingebundenheit (hier: Vernetzung), Autonomie (hier: Beteiligungsmöglichkeiten in selbstbestimmter und digitaler Form) und Kompetenzerleben (hier: Weitergabe von eigenen Erfahrungen und Wissen, genauso wie Stärkung durch die Workshops) erhöht werden kann. Außerdem gehen wir davon aus, dass es in unseren Zielgruppen bereits etliche Personen gibt, die mit aktuellen, innovativen, zukunftsträchtigen Ideen, Methoden und Lehrformen experimentieren und diese auch erfolgreich ein- und umsetzen. Gleichzeitig – das ist dem Lehrberuf immanent – ist die Freude am Lehren und Lernen außerordentlich hoch ausgeprägt, was das Konzept des Peer-to-Peer aber auch Mentoring-Lernens besonders erfolgreich machen kann. Gleichzeitig wird der Erfahrung und Expertise von Kolleg*innen ein besonders hoher Wert und eine besonders hohe Relevanz beigemessen, weshalb insbesondere das Lernen voneinander und nicht allein von außerschulischen Fortbildner*innen hier eine große Akzeptanz erfahren sollte. Insbesondere das Thema der Digitalisierung treibt Schulen und Bildungssysteme nicht zuletzt in der aktuellen Corona-Pandemie weltweit um. Der Bedarf nach digital-unterstützen Lösungen steigt stetig. Wir sind allerdings der Überzeugung, dass ein Abbau von Berührungsängsten und ein Anstieg in der Verwendung digitaler Medien nur dann erfolgt, wenn er als sinnvolle Ergänzung oder effiziente Alternative erlebt wird. Und dieses Erleben kann nur durch Erfahrung erfolgen und weniger durch klassische Fortbildungen, in denen vom Nutzen digitaler Tools berichtet wird. Der Vorteil, zeit- und ortsunabhängiger Nutzung von Materialien und Fortbildungen durch digitale Unterstützung, könnte ein Weg sein, Zugänge zu ermöglichen und von den positiven Anteilen zu überzeugen. Was Lehramtsstudierende und Lehrpersonen benötigen, ist die Bereitstellung einer niederschwelligen, attraktiven Plattform und App, die sowohl die Vernetzung als auch die persönliche Weiterbildung und -entwicklung nach Bedarf zeit- und ortsunabhängig ermöglicht. ##Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung? In erster Linie nutzen und profitieren die teilnehmenden Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen von unserer Lösung. Mittel- und langfristig werden allerdings auch unsere Schüler*innen davon profitieren, da sich erfolgversprechende Konzepte, Materialien und Formate eher durchsetzen und verbreiten und damit die Qualität von Unterricht steigt. Wird der Schulunterricht zeitgemäßer und werden unsere Schüler*innen von glücklichen, motivierten Lehrpersonen unterrichtet, dann hat das auch eine positive Wirkung auf die Gesamtgesellschaft. Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Aktuell nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie erneut auf dem Tableau ist der Diskurs zur Bildungsinnovation. Die aktuelle Situation hat abermals verdeutlicht, dass es sich ausgezahlt hätte Themen wie bspw. Digitalisierung, die schon frühzeitig immer wieder von Expert*innen angesprochen wurden, langfristig anzugehen, um in unvorhersehbaren Situationen wie der aktuellen schon gut gerüstet zu sein. So sehen wir das auch mit unserem Projekt: es ist schon jetzt wichtig gut geschultes Lehrpersonal zu haben. Das schafft man allerdings nur in einem ganzheitlichen und dadurch länger andauernden Programm. Wir folgen hier dem Ansatz, dass diese Weiterentwicklung und Vernetzung kein endlicher Prozess ist sondern vielmehr ein lebenslanger Lern und Reflexionsprozess den wir HEUTE angehen müssen. ##Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Wie bereits dargestellt, ist der Bedarf an kollegialer Vernetzung unter Lehrkräften und Lehramtsstudierenden sehr hoch. Gleichzeitig ist auch der Bedarf an gut geschultem Lehrpersonal und das über die fachlichen Grenzen hinweg, in Hinblick auf die immer größer werdenden Herausforderungen die auf unser Lehrpersonal zukommen, drängender denn je. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung der immer heterogeneren Schüler*innenschaft und neuen Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit im Unterrichtsalltag gerecht zu werden sowie sich gleichzeitig qualitativ hochwertig fortzubilden. Dies erfordert neue, innovative Lösungen für Lehrkraftvernetzung und -weiterbildung und das am besten schon vor dem Berufseinstieg während des Lehramtsstudiums. Langfristig kann unsere Lösung zu nachhaltigen, qualitativ hochwertigen und aufeinander abgestimmten Programmen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung genauso beitragen wie auch zum Empowerment und der Entlastung von Lehrkräften. Das erhöht nicht zuletzt auch das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Lehrkräfte, was in einem herausfordernden Alltag ein essentieller Bestandteil für fortwährende Motivation und mentale wie körperliche Gesundheit ist.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Die Plattform ist gut umsetzbar. In einem ersten Schritt kann sie beispielsweise regional oder landesweit eingesetzt werden und dann nach Bedarf schrittweise bundesweit ausgeweitet werden.

Vorgehen und Fortschritt:

Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Unser Team bestehend aus Luca Planert, Recruiter bei Nintendo, Laura Villafuerte, selbstständige Coach für persönliche Kompetenz- und Weiterentwicklung, Anne.Sophie Waag und Meike Bonefeld, beide Wissenschaftlerinnen im Bereich Bildungspsychologie und in der Lehramtsausbildung tätig, ist divers zusammengesetzt. Wir haben unterschiedliche Blickwinkel auf und Zugänge zum Thema “Schule” und Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich. Durch verschiedene Netzwerke stehen wir allerdings immer wieder im Austausch und treffen uns auf unterschiedlichen Wegen wieder. Daran merken wir immer wieder: Austausch und Perspektivenwechsel ist wichtig und vor allem sehr motivierend. Nicht nur haben wir uns über ganz verschiedene Netzwerke selbst kennengelernt und können dabei aus eigener Erfahrung sagen wie wertvoll und bereichernd wir diese Zusammenkunft empfinden sondern wir erleben auch in unserem Alltag welche Synergien aus Netzwerken privater und beruflicher Natur entstehen können. So war uns schnell klar: Vernetzung von Lehrkräften muss her und das am besten frühzeitig also inkludierten wir auch gleich noch Lehramtsstudierende als weitere Zielgruppe in unsere Vernetzungsplattform. Als wir dann auch noch von Ines Bieler, unserer Themenfeld-Patin hörten, dass das Thema Vernetzung und gemeinsames Lernen auch Ihr sehr wichtig ist, war uns klar, dass wir uns hierauf fokussieren möchten.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

Wir haben uns vergleichsweise schnell als Team zusammengefunden und kannten uns schon aus anderen Kontexten. Dennoch war der erste Meilenstein als Team überhaupt zusammenzukommen. Nach einer umfassenden Ideensammlungsphase, war ein großer Meilenstein für uns die angehäuften Ideen zu reduzieren und auf die wichtigsten Aspekte einzudampfen. Der erste Expert*innenchat am Dienstag an dem Luca für uns teilnahm und wertvolle Impulse von Ines erhielt, war ein dritter Meilenstein für uns. Wir fühlten uns bestätigt in unseren ersten Ideen und trafen uns im Anschluss zur weiteren Ausarbeitung. Wir waren auf dem richtigen Weg. Juhu! Der zweite Expert*innenchat am Mittwoch an dem Anne-Sophie für uns teilnahm und von Ines und Björn wichtige Hinweise bekam, wie bspw. dass Vernetzung ein zentrales Thema ist bestärkte uns ein letztes Mal darin, dass wir ein zentrales Thema bearbeiten. Außerdem konnten wir uns hier mit anderen Gruppen aus Themenfeld 09 vernetzen. Am Donnerstag- ein erst einmal letztes großes Gruppentreffen. Wir zurren alles fest, verteilen die letzten Aufgaben und haben das Gefühl: es wird! Und stolz sind wir auch ein bissche auf das was wir neben unseren Vollzeitberufen, Ehrenämtern und allerlei anderer Aufgaben beim Hackathon doch noch auf die Beine stellen konnten. Wow! Wir haben es geschafft. Das gesamte Material steht. Wir stehen kurz vor der Einreichung. Wenn Ihr auf einer bestehenden Lösung aufgebaut habt: bitte beschreibt den Status am Anfang des Hackathons, so dass wir den Fortschritt während der Woche angemessen beurteilen können. Unsere Lösung ist neu und während dem Hackathon entstanden. Wir haben auf nichts bestehendem aufgebaut.

Prototyp:

Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)?

Noch nicht vorhanden.

Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)?

Noch nicht vorhanden.

Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen?

Es gibt heute schon die Möglichkeit Netzwerk-Plattformen mit Bildungs- und Lernfunktionen bei Drittanbietern gegen eine monatliche Gebühr einzukaufen (z.B. die digitale Plattform Mighty Network). Allerdings präferieren es, eine eigene Plattform für die spezifische Zielgruppe und Fragestellung zu programmieren. Hierbei müssen Kosten, Nutzen und datenschutzrechtliche Fragestellungen abgewogen werden.

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

Wir möchten unser Projekt zunächst mit angehenden und erfahrenen Lehrkräften diskutieren und es so noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Erste Schritt dazu sind wir schon während der Hackathon-Woche gegangen. Beispielsweise haben wir Expertisegespräche mit ExertInnen aus der Bildungsadiministration geführt und erstes positives Feedback zu unseren Ideen erhalten.

Den weiteren Prozess möchten wir in zwei Schritten vorantreiben: -Bedarfsanalyse unter den RezipenteInnen; Survey in Zielgruppen -Testung eines Prototypen mit einer kleinen Stichprobe Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung? Nach einer kurzen Vorabtestung unserer Annahmen durch Feedbackgespräche mit Expert*innen und Schulpraktiker*innen möchten wir zunächst eine Bedarfsanalyse unter Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen durchführen, um herauszufinden, ob eine solche Plattform und App genutzt werden würde und welche Applikationen und Möglichkeiten sie enthalten müsste. Im Anschluss daran würden wir einen ersten Prototypen entwickeln und ein Pilotprojekt mit einer kleineren Gruppe von Lehrkräften und Lehramtsstudierenden als Test User initiieren. Dabei werden sowohl die Inhalte als auch die Nutzbarkeit und das Design geprüft. Wichtig ist uns eine bedienerfreundliche Oberfläche und leichte Handhabbarkeit um die Barrieren bei der Nutzung gering zu halten.

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Weitere Vorarbeiten: Lehramtsstudierende und Lehrpersonen als Expert*innen für die Vorbesprechung und folgende breiter Bedarfsanalyse Eine*n Programmierer*in, der*die die Plattform und App programmiert und den Bedarfen entsprechend anpasst Gehalt/Vergütung für Programmierer*in/IT Gehalt/Vergütung für App selbst, Unterhalt und Wartung Gehalt/Vergütung für Community Manager Gehalt/Vergütung für externe Trainer*innen

Längerfristig: ggf. Ansprechpartner*innen aus der Bildungspolitik, um Möglichkeiten zur Anrechnung oder Zertifizierung von Fortbildungsformaten zu diskutieren. Dies würde die Anreize erhöhen an den Formaten auch tatsächlich aktiv teilzunehmen. wissenschaftliche Evaluation zur Wirksamkeit der Formate, damit verbunden Gehälter der WissenschaftlerInnen und Budget für das Begleitprojekt

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?

Wir sind sehr an der Umsetzung interessiert. Wir würden das Projekt gerne weiter vorantreiben und gemeinsam umsetzen. Zukünftig stellen wir uns die Rollenverteilen wie folgt vor: Konzeption: Meike Bonefeld, Luca Planert, Anne-Sophie Waag, Laura Villafuerte Community Manager: Anne-Sophie Waag Public Relations Manager: Meike Bonefeld Trainer*innen Persönliche Entwicklung: Laura Villafuerte, Luca Planert, Meike Bonefeld, Anne-Sophie Waag Wissenschaftliche Begleitung : Meike Bonefeld, Anne-Sophie Waag IT: N.N.

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