Problembeschreibung:

Eine der wohl größten Herausforderungen der Schule heute ist es, neben der Förderung von Fachwissen auch das Stärken der Persönlichkeitskompetenzen, wie Selbst- und sozial-emotionalen Kompetenzen bei Kindern. Also wie sie sich selbst wahrnehmen und sie mit Herausforderungen oder Fehlern umgehen und mit anderen interagieren.

Erschreckenderweise glauben 40-60% (Lit. 1) der 8-jährigen nicht mehr, dass sie sich signifikant weiterentwickeln können und gehen Herausforderungen häufig aus dem Weg. Knapp 2,4 Millionen Familien in Deutschland haben Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten (Lit. 2), Tendenz steigend. Studien zeigen, dass Kinder mit präventiver Förderung weniger Verhaltensauffälligkeiten zeigen (Lit. 3).

Rund 20% aller Schüler bekommen Nachhilfe, hiervon nahezu 90% für Mathematik (Lit. 4). Dabei ist nachgewiesen, dass die Schulung der persönlichen Einstellung zum Lernen ähnliche Ergebnisse liefert wie die Förderung von fachspezifischen Inhalten, nur ist die persönliche Einstellung übertragbar auf das ganze Leben (Lit. 5)!

Eine kürzlich publizierte Studie im renommierten Fachjournal NATURE konnte zeigen, dass mit kurzen Einheiten zum Thema Wachstumsdenken (engl. „Growth mindset“ – also die persönliche Einstellung, dass man sich immer weiter entwickeln kann) - ein wichtiger Teil der sozial-emotionalen Kompetenzen – Kinder und Jugendliche präventiv gut in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert werden können (Lit. 6)!

Wachstumsdenken steht auch im Zusammenhang mit weniger Schulabbrüchen, stärkerer Involviertheit von SchülerInnen in MINT Fächern und besserer psychischer Gesundheit (Lit. 7)!

Aus diesen und vielen weiteren Statistiken ist herauszulesen, dass ein Großteil unserer Kinder, vom sozial-emotionalen Training signifikant profitieren könnte und sowohl als Kind als auch als Erwachsene im späteren Berufsleben. Denn im Berufsleben sind diese Fähigkeiten für 90% des Erfolges (Lit. 8) verantwortlich. Programmieren, Recht oder Finanzwesen kann relativ schnell erlernt werden. Was aber, wenn man seine Denkweise ändern möchte, die man 20-30 Jahre lang angewendet hat? Dies ist schwierig! Und deshalb finden wir es so wichtig, genau damit schon im Kindesalter anzufangen. Denn es stärkt für das ganze Leben!

Wir haben uns für diese Herausforderung entschieden, da unsere Team Mitglieder in den letzten 20 Jahren viele Familien betreut haben, wo eine präventive Stärkung viele Problemen möglicherweise vorgebeugt hätte, weil die Verhaltensauffälligkeiten und psychische Belastung von Kindern und Erwachsenen in letzten Jahren zunimmt und wir mit unserem Wissen präventiv etwas dagegen machen können!

Es ist einfacher und effizienter vorzubeugen als im Nachhinein Probleme zu lösen und genau da möchten wir ansetzten.

Lösungsbeschreibung:

Unsere Lösung liegt im präventiven Stärken von sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren, und hier insbesondere dem Aus- und Aufbau einer wachstumsorientierten Denk- und Arbeitsweise. Wir kennen im deutschsprachigen Raum noch kein Produkt, das dies in Schulen anbietet.

Wir glauben, dass nicht ein weiteres komplexes neues Programm oder Unterrichtsfach dafür notwendig ist. Vielmehr denken wir, dass eine Reihe von alltagserprobten, kurzen Lern-Inhalten, die einfach und effektiv in den Unterricht integriert werden die Lösung bringen kann.

Wir schlagen kurze Infos in Text und als Video- Form und Handbücher für Lehrkräfte vor. Für Kinder gibt es kurze Impulsvideos (ca. 5 Minuten) zur Einführung in die Themen. Dazu gibt es jeweils Diskussionsfragen für Klassen sowie Arbeitsblätter in einem Heft. Pro Thema wird ein Klassenposter gestaltet um das Wissen zu vertiefen und täglich an das Erlernte zu erinnern.

Die Inhalte sind in Monats-Module aufgeteilt, die sich zeitlich flexibel in den Unterricht einsetzen lassen.

Wir stellen uns 6 Module vor:

1) Warum ich alles lernen kann – Einführung in das Gehirn und Neuroplastizität
2) Einführung in das Wachstumsdenken – Wie ich meine Gedanken ins Gute wandeln kann
3) Die Kunst mit Gefühlen umzugehen
4) Die Kunst sich erreichbare Ziele zu setzen
5) Warum Fehler wichtig sind
6) Wieso Optimismus, Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft stark machen

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler, mit Kompetenzen auszustatten, die fächerübergreifend und ein Leben lang nützlich sind!

Unser Lösungsansatz geht davon aus, dass Lehrer im Klassenzimmer Zutritt zum Internet und zumindest eine Laptop haben, um im minimalsten Fall den Kindern die Videos in Kleingruppen zeigen zu können. Sind nicht einmal diese Voraussetzungen gegeben, könnte man mit einer externen Firma ein Tablet/Laptop Leasingprogramm ausarbeiten. Eine Offlineversion des Kurses wäre dann auch vorstellbar, sollte jedoch bei dem heutigen technologischen Stand, nicht das Ziel sein.

Von unserem Lösungsansatz profitieren

  • Kinder ihr Leben lang: Sind Kinder selbstbewusst, besitzen Lernfreude, sozial-emotionale Kompetenzen und Denken mit einer wachstumsorientierten Einstellung, sind sie psychisch gesünder und im Leben erfolgreicher!

Und dass es ihnen gut geht, sollte unser aller Priorität sein! Das tolle ist aber, dass mit der Denkweise auch andere Bereiche signifikant mitprofitieren!

  • Schulen: Da Kinder in einer Wachstumsdenker- und fehlerfreundlichen Umgebung besser lernen und mehr Selbstwert haben, sowie der Klassenzusammenhalt besser ist (Lit. 9).
  • Der Staat im Bereich Wirtschaft und Gesundheit: Denn eine fehlerfreundliche Einstellung ist Voraussetzung für eine Umgebung wo neue, innovative Start-ups entstehen und Unternehmen gedeihen (Microsoft CEO Satya Nadella führt seinen Erfolg in 2015 die Firma wirtschaftlich wieder erfolgreich zu machen auf die Einführung von Wachstumsdenken zurück (Lit. 10)). Und gleichzeitig hilft eine starke Resilienz, um psychisch gesund zu bleiben, somit die Staatsausgaben zu reduzieren (2018 wurden €8,6 Mrd. in Sozialausgaben (Lit. 11) für Einzel- und Gruppen -Jugendhilfe zur Erziehung - für Leistungen an Minderjährige – geleistet und in 2015 betrugen die Gesundheitsausgaben für Kinder unter 15 Jahren mit psychischen und Verhaltensstörungen €3,2 Mrd. (Lit. 12)).
  • Firmen: Denn Teamfähigkeit und gleichzeitig selbstständiges Arbeiten ist unabdingbar. Bessere Resillienz, also das psychische umgehen mit Herausforderungen kann zusätzlich die psychisch bedingten Krankheitsausfälle reduzieren helfen.

Da die Lösung als online Format unterstützend durch ausgelieferte Hefte vorgesehen ist, ist es relativ einfach zu skalieren. Und da wir schon erste positive Rückmeldungen mit einem eigenen, ähnlichen online Kurs für Familien machen durften, wissen wir, dass wir auch die Schulversion erfolgreich implementieren können.

Sich zu trauen und neue Dinge auszuprobieren, potential der Gefahr laufen, dass man dabei Fehler macht, diese Einstellung hätte unserer Gesellschaft sicherlich auch geholfen, schneller Unterrichtslösungen in der Corona Krise zu finden.

Vorgehen und Fortschritt:

Wir bieten über Superheldenkids (www.superheldenkids.de) bereits erfolgreich den Eltern-Kinder Kurs „Gedanken Helden“ an. Hieraus ist die Lösung entstanden, nachdem wir mit Eltern und Lehrkräften gesprochen haben und diese sich dafür ausgeprochen haben, dass dies so wichtig ist, dass es direkt in den Schulunterricht integriert werden sollte.

Vor der Hackathon Woche hatten wir eine wage Idee. Dank des Hackathons hat sich die Idee deutlich konkretisieren können.

Die wichtigsten Meilensteine und Erkenntnisse während der Hackathon-Woche war der Austausch mit Lehrkräften und Eltern. Dadurch wurden wir bestätigt, dass eine Lösung nur auf der Elternseite zu wenige Familien erreichen wird, deren Kinder die Förderung am nötigsten hätten. Denn unser aktueller Kurs steht und fällt mit der Eigeninitiative und Bereitschaft der Eltern Zeit aufzubringen um ihre Kinder selbst in den zu erlernenden Bereichen zu begleiten. Wir konnten in dieser Woche einen Plan für den Schul-Kurs entwickeln, der nun umgesetzt werden kann.

Prototyp:

Wir haben bereits ein Produkt in diesem Bereich für Familien, den „Gedanken Helden“ Kurs, entwickelt. Dieser befindet sich auf https://www.superheldenkids.de/kurs-gedanken-helden.Wir finden es aber wichtig, dass nicht nur einzelne Familien mit motivierten Eltern geschult werden, die für die Bildung der Kinder auch noch bereit sind zusätzlich Geld auszugeben. Sondern wir möchten erreichen, dass alle Kinder die Chance bekommen eine alle Lebensbereiche übergreifende Einstellung schon in der Kindheit kennen zu lernen, die ihnen ein erfolgreiches und glückliches Leben ermöglicht. Deshalb glauben wir, dass Persönlichkeitsbildung Teil der Schulbildung sein sollte und eine Schulversion des entsprechenden Kurses entwickelt werden sollte.

Die einfachste Lösung für Schulen würde sich an den Videos des Eltern-Kind-Kurses anlehnen. Die Arbeitsblätter müssen jedoch überarbeitet werden, so dass sie im Klassenverband eigenständig gelöst werden können. Auch würden wir Lehrpersonal mit einem Handbuch mit weiteren praktischen Team-Übungen für die Klasse unterstützen. Dieses muss erst erarbeitet werden.

Nächste Schritte:

Wir haben bereits Eltern-Kind Kurse verkauft und dafür ein umwerfendes Feedback erhalten. Den Kindern (zwischen 6 und 11 Jahren) macht der Kurs Spaß, sie freuen sich auf die Einheiten. Kinder, die früher Schwierigkeiten mit ihrem Verhalten hatten, gehen offener mit Herausforderungen um und auch die Eltern berichten, dass sie sich aufgrund unseres Materials persönlich weiterentwickeln konnten. Auch haben wir mehreren Lehrern den Eltern-Kurs zur Verfügung gestellt und auch hier ist das Feedback hervorragend, mit der Einschränkung, dass es für Schulen adaptiert werden müsste.

Der nächste Schritt für die Umsetzung ist es, die Texte und Videos, sowie die Arbeitsblätter für den Schulkurs zu erstellen. Weiter müssen Schulen, Verbände und Ministerien kontaktiert werden, um ihnen die Lösung vorzustellen. Unser Traum für die Zukunft ist es, zusätzlich zu dem Kurs in weiterer Folge eine App zu entwickeln, die ein „Digitales Dorf“ schafft und die Eltern, Schule und Kinder an einem Ort zusammenarbeiten lässt, so dass alle an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen, das Kind in den Bereichen unterstützen können, wo es es am meisten braucht.

Unser Team nimmt sich der Herausforderung den Kurs zu erstellen gerne an und wir haben sowohl die psychologischen, pädagogischen als auch wirtschaftliche und technische Rollen besetzt. Zur Entwicklung der Lehrerversion benötigen wir hauptsächlich Zeit und Personal-Ressourcen und Kontakte, um unser Produkt an die Schulen zu bringen. Für die Zukunftsvision der App fehlt derzeit noch das Budget sowie Teammitglieder mit App-Programmier-Erfahrung.

Team:

Dr. Kathrin Mikan - Co-Gründerin - Kathrin hat langjährige Erfahrung als Kinder- und Neuropsychologin, unter anderem als leitende Psychologin einer Station in einer Eltern-Kind-Klinik, Psychologin in einer interdisziplinären Frühförderstelle und selbstständige Therapeutin. Sie war mehrere Jahre als Forscherin an verschiedenen internationalen Universitäten im Bereich Gehirnforschung tätig. Kathrin ist selbst Mama von 2 kleinen Helden in Ausbildung. Kathrin entwickelt Kurse, Workshops und Vorträge für Superheldenkids und führt Beratungen durch. Gemeinsam mit Karel teilt sie sich die Geschäftsleitung

Daniela Schwabe - Pädagogische Fachkraft - Als Kursleiterin von Baby-Massage, medizinische Fachangestellte und Praxisberaterin für Schwangerschaft & Stillzeit, sowie Gesundheitsberaterin für Kinder und Jugendliche hat Dani schon viele Familien durch Höhen und Tiefen begleitet. Aktuell studiert sie mit Leidenschaft Erziehungswissenschaften. Auch sie ist Mama von 2 kleinen Helden in Ausbildung. Bei Superheldenkids hilft sie bei der Entwicklung der Kurse, und hat ein Auge drauf, dass es auch aus pädagogischer Sicht tolle Produkte werden.

DI (FH) Karel Mikan, MBA - Co-Gründer - Karel bringt Vertriebs-, Technische-, Wirtschafts-, Finanz- und Strategische-Erfahrung aus internationalem Bereich, wie auch aus seinem früheren Startup mit ein. Karel ist Papa von 2 kleinen Helden in Ausbildung. Er kümmert sich bei Superheldenkids um die entsprechenden Bereiche und trägt als Geschäftsleitung wesentlich dazu bei, dass Superheldenkids rund läuft.

"Lilly", 8 Jahre, 3. Klasse & "Billy", 6 Jahre, 1. Klasse - Film-Hauptdarsteller der Kurzfilme für Kinder und erste Tester der Unterrichtseinheiten und Module.

Literatur:

1) Boaler, J. (2013, March). Ability and mathematics: The mindset revolution that is reshaping education. In Forum (Vol. 55, No. 1, pp. 143-152).
2) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101355/Bei-immer-mehr-Kindern-und-Jugendlichen-werden-ambulant-psychische-Stoerungen-diagnostiziert
3) Kemple, K. M., Lee, I., & Ellis, S. M. (2019). The Impact of a Primary Prevention Program on Preschool Children’s Social–Emotional Competence. Early Childhood Education Journal, 47(6), 641-652.
4) https://www.mittelbayerische.de/wirtschaft-nachrichten/der-milliardenmarkt-nachhilfe-21840-art1697344.html
5) Boaler, J. (2013, March). Ability and mathematics: The mindset revolution that is reshaping education. In Forum (Vol. 55, No. 1, pp. 143-152).
6) eager, D. S., Hanselman, P., Walton, G. M., Murray, J. S., Crosnoe, R., Muller, C., ... & Paunesku, D. (2019). A national experiment reveals where a growth mindset improves achievement. Nature, 573(7774), 364-369.
7) KyoungHwang, Y., & Lee, C. S. (2018). Relationship between Stress and Happiness in Middle School Students: Dual Mediation Effect of Growth Mindset and Self-Esteem. Medico-Legal Update, 18(1).
8) https://virtualspeech.com/blog/soft-skills-list
9) Yeager, D. S., Hanselman, P., Walton, G. M., Murray, J. S., Crosnoe, R., Muller, C., ... & Paunesku, D. (2019). A national experiment reveals where a growth mindset improves achievement. Nature, 573(7774), 364-369.
10) London Business School Review, Vol 29 Issue 3 2018, “Microsoft: instilling a growth mindest” von Anna Johnston, Seite 50 -53
11) https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Kinderhilfe-Jugendhilfe/Publikationen/Downloads-Kinder-und-Jugendhilfe/ausgaben-einnahmen-jugendhilfe-5225501187004.pdf?__blob=publicationFile
12) https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Jahrbuch/jb-gesundheit.pdf?__blob=publicationFile

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