Kapazitätsinformationsanzeige der Bundesregierung - KIRA

Welche Problemstellung wollen wir lösen?

Die aktuelle Pandemie stellt uns vor ein bisher ungelöstes Dilemma: Wie können wir das Infektionsrisiko minimieren aber gleichzeitig die Existenz von KMUs sichern? Die von uns entwickelte Kapazitätsinformationsanzeige (KIRA) ist ein Add-on für Google Maps das in Krisenzeiten von der Bundesregierung aktiviert werden kann. Basierend auf Benutzerpräferenzen und -Profilen werden personalisierte Einkaufsempfehlungen vergeben, um jederzeit eine unkritische Auslastung der Geschäfte zu gewährleisten. Diese Empfehlungen richten sich nach Vorgaben der Bundesregierung und können in Echtzeit an die aktuelle Gefährdungslage angepasst werden. Dieser datenbasierte Ansatz erlaubt es Geschäften möglichst lange geöffnet zu bleiben, ohne Personal und Kunden einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen.

Worauf basieren die Einkaufsempfehlungen?

Die Einkaufsempfehlungen basieren hauptsächlich auf fünf Faktoren:

  • Einschätzung der Gefährdungslage durch die Gesundheitsämter
  • Aktuelle Auslastung der Geschäfte
  • Vorhergesagte Auslastung der Geschäfte durch daten- und modellbasierte Ansätze
  • Angegebene Benutzerpräferenzen (welche Läden sind meine Favoriten? Welche Uhrzeiten sind für mich besonders günstig?)
  • Benutzerprofil das durch das Bewegungsprofil des Nutzers erstellt wird (erfordert Zustimmung des Nutzers)

Die Funktionen des Add-ons aus Benutzerperspektive

Die einfache Nutzbarkeit des Add-ons hatte im Entwicklungsprozess absolute Priorität, um eine breite Verfügbarkeit in der Bevölkerung sicherzustellen. Daher wurde das Projekt als Android/iOS/Web Add-on für Map-Provider wie Google Maps entwickelt und benötigt vom User keine zusätzlichen Angaben. Der User muss lediglich in der App (z.B. Google Maps) einen Knopf drücken um KIRA zu aktivieren und personalisierte Pushnachrichten zu erhalten. Die Pushnachrichten enthalten Informationen über die Uhrzeit und das Geschäft bei welchem ein Einkauf möglichst risikofrei erfolgen kann. Der User hat dann die Möglichkeit die Empfehlungen seinem Kalender hinzuzufügen oder sie abzulehnen. Außerdem kann der User durch freiwillige Angaben von Präferenzen (Lieblingsgeschäfte, verfügbare Uhrzeiten,...) die Empfehlungen noch stärker individualisieren.

Die Funktionen des Add-ons aus technischer Perspektive

Das Add-on wird in bereits existierende Apps eingebunden und kann nur durch staatliche Behören aktiviert und durch den Nutzer bestätigt werden. Die Datengrundlage für die automatisch erstellten und personalisierten Einkaufsempfehlungen erfolgt durch das Abfragen von bereits vorhandenen Application Programming Interfaces (APIs), welche die Auslastung von Geschäften und Bewegungsprofile erfassen. Lediglich die Modelle, welche die Geschäftsauslastung basierend auf der Datengrundlage optimieren und dementsprechend personalisierte Pushnachrichten verschicken werden durch staatliche Behörden zur Verfügung gestellt. Da die Einkaufsempfehlungen natürlich nicht nur von der Geschäftsauslastung sondern auch vom Schweregrad der Pandemie abhängen, können die Gesundheitsbehörden dynamisch die maximal erlaubte Geschäftsauslastung festlegen und damit die Modellparameter und Empfehlungen verändern. Die verwendeten Modelle sind außerdem so ausgelegt, dass Menschen die kein KIRA nutzen oder sich nicht an die Empfehlungen halten ebenfalls berücksichtigt werden.

Built With

Share this project:

Updates