Inspiration

“Wenn ich mich verbunden fühle, vergesse ich alles andere, auch meine Zipperlein.”

What it does

Ompi ist ein Kommunikationsmittel, das Nicht-Smartphone-Nutzer*innen in die digitale Gemeinschaft von Familie und Freund*innen integriert. Ompi ermöglicht es älteren Menschen, aber auch Kindern und Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten, über Instant-Messenger-Dienste wie Whatsapp, Telegram, Facebook Messenger o.ä. zu kommunizieren. Es handelt sich um ein RFID-gesteuertes technisches Gerät, das es den Nutzer*innen ermöglicht, Multi-Media-Nachrichten zu empfangen und Sprachnachrichten an Instant-Messenger-Chats zu senden. Um Bilder und Videos zu empfangen, kann Ompi an einen Fernseher angeschlossen werden. Auf die verschiedenen Kanäle kann durch einfaches Auflegen einer kontaktspezifischen Figur oder Karte auf die interaktive Auflagefläche zugegriffen werden. Um die Benutzer*innen bei der Interaktion mit dem Gerät zu unterstützen, erklärt eine Stimme jeden möglichen Schritt und führt die Benutzer*innen durch die Handlungsschritte.

Ompi soll so die Unabhängigkeit für Menschen mit physischen und psychischen Einschränkungen erhöhen und eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Der Wert für sie wird dadurch geschaffen, dass Nachrichten und Bilder von und zu einer Chat-App gesendet und empfangen werden, ohne dass sie ein Smartphone bedienen können müssen. Mit dieser Lösung können sie Informationen mit Freund*innen, Familie und anderen Kontakten einfach austauschen, wann immer dies gewünscht und benötigt wird. Ältere Person werden durch Ompi zur Teilnahme an der digitalen Kommunikation befähigt. Erwachsenen wird der Kontakt zu den eigenen Eltern vereinfacht. Kleine Kinder und/oder Personen mit Einschränkungen der Handmotorik werden befähigt, selbst mit Familienmitgliedern in Kontakt zu treten ohne auf ein*n Mediator*in angewiesen zu sein.

How we built it

Ompi wurde in einem iterativen Prozess gebaut. Wir haben also zunächst einen einfachen Prototypen aus Pappe gebastelt und die Funktionalität des Geräts mit Hilfe unserer Handys nachgestellt. Später haben wir ein Gehäuse aus Styrodur gebaut und mit Rasberry-Pi die darin verborgene Technik programmiert. Durch das Testen unseres Prototyps mit der Zielgruppe haben wir wichtige Erkenntnisse zu gewünschten Funktionen sowie zum Aussehen und zur Haptik des Geräts gewonnen. Außerdem haben wir durch das Testen erfahren, wie wir die Bedienung von Ompi möglichst intuitiv gestalten können.

Challenges we ran into

Herausfordernd war für uns insbesondere in Richtung eines physischen Produkts bzw. eines Internet-of-Things-Devices zu denken. Unsere ersten Produktideen gingen alle in Richtung einer App. So hatten wir bspw. die Idee, Familien bei der Kontaktpflege zu den Großeltern mit einem digitalen Kalender zu unterstützen. Außerdem hatten wir die Idee eine Nachbarschaftsplattform zu bauen, die die Kompetenzen älterer Menschen ins Zentrum stellt, damit auch sie erleben, dass sie weiterhin “gebraucht” werden. Letztlich bargen aber auch diese Ideen noch zu viele Hürden für digital nicht-versierte, ältere Menschen. Wir wussten, dass wir ein Produkt gestalten wollten, dass eine analoge Erfahrung schafft und sie in die digitale Welt integriert. Gleichzeitig sollte es für ihre Kontaktpersonen, also Freunde und Familie, nicht umständlich sein Oma oder Opa zu kontaktieren. Sie sollten also weiterhin bequem ihr Smartphone nutzen können. Diese verschiedenen Nutzungsanforderungen haben wir in Ompi umgesetzt.

Accomplishments that we're proud of

Wir sind sehr stolz auf Ompi, da es ein wirklich neues Produkt darstellt, dass es so noch nicht gibt. Es bekämpft Einsamkeit und verfolgt einen inklusiven Ansatz, indem es als mögliche Nutzer*innen nicht nur Ältere in den Blick nimmt, sondern auch Menschen mit motorischen Einschränkungen und Kinder. Wir sind stolz darauf, dass wir es als interdisziplinäres Team geschafft haben unsere verschiedenen Fähigkeiten einzusetzen, um Ompi zu entwickeln.

What we learned

Die Entwicklung von Ompi war eine wirkliche Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Wir haben gelernt auf unser Team zu vertrauen und kreatives Selbstbewusstsein entwickelt. Wir haben unglaublich viel Empathie für unsere Zielgruppen gewonnen und viel über die Lebenswelt, Herausforderungen und Bedürfnisse von älteren Menschen gelernt. Das hat uns nicht nur den älteren Menschen in unserer Umgebung näher gebracht, sondern uns auch für große gesellschaftliche Fragen sensibilisiert: Wie wollen wir leben, wenn wir alt sind? Wie kann technischer Wandel inklusiv gestaltet werden? Wie kann generationenübergreifende Kommunikation unterstützt werden werden?

What's next for Ompi- Vernetzt auch ohne Smartphone

Wir würden uns sehr freuen weiter an unserem Prototypen arbeiten zu können und dafür eine Förderung zu erhalten, um zu sehen, wie Ompi die Welt unserer Lieben bereichert und sie empowert!

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