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Matchmaking creativity - kreatinder für Schulen

Problembeschreibung: Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden?

Ein interdisziplinäres Curriculum für fächerübergreifenden Unterricht ist die Grundlage für die Förderung der Kreativität von SuS. Kreativität ist weder Talent noch Fertigkeit, sondern eine Geisteshaltung und führt zu Ideen, Lösungen und kritischem Denken - Kreativität gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten der Zukunft. Schule soll die SuS auf das Leben vorbereiten - so steht es in den Grundsätzen aller Rahmenpläne. Wir möchten Lehrkräften einen Baukasten für kreativen, fächerübergreifenden Projektunterricht zur Verfügung stellen. Wir gehen in unserer Idee darauf ein, aus derzeitigen Rahmenplänen im pdf-Format eine digitale Plattform zu erstellen, damit Lehrkräfte (und später SuS) zielgerichtet sehen, bei welchen Themen man mit anderen Fächern kooperieren und gemeinsame Projekte formen kann, die unproblematisch in den Regelbetrieb integriert werden können. Unser Ziel ist eine Verankerung ganzheitlicher Unterrichtseinheiten im Lehrplan und die Förderung von kreativem Denken in der Schule.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt?

Lehrkräfte stehen vor der großen Herausforderung, SuS neben Wissen und Fertigkeiten auch Zukunftskompetenzen zu vermitteln und den SuS Werkzeuge für ein lebenslanges Lernen an die Hand zu geben. Der technische Fortschritt verändert Wirtschaft und Gesellschaft. Schule soll zukünftige Erwachsene auf die bestehende und kommende Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten. Die Bedeutung der Skills Adaptationsfähigkeit, Kooperation, Kreativität und Durchhaltevermögen nimmt zu. Wer diese Kompetenzen mitbringt, sich Problemen stellt, die Welt analysiert und Lösungen sucht, wird sich in neuen Situationen zurechtfinden. Dadurch werden an Lehrkräfte und ihren Unterricht immer höhere Anforderungen gestellt. Doch den Lehrkräften fehlen innovative Tools, um diesen Anforderungen effizient gerecht zu werden. Zu oft fehlt die Zeit für solch ganzheitliche Projekte.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen?

Betroffen sind nicht nur die Lehrkräfte als Umsetzende der Rahmenlehrpläne. Eine fehlende Übersicht und Darstellung der Unterrichtsinhalte von Kolleg*innen, erschwert fächerübergreifende Lehr- und Lernkonzepte, in denen sich auch SuS aktiv mit Ideen und Engagement einbringen können.

Lösungsbeschreibung:

Was ist Euer Lösungsansatz?

Die Lehrpläne haben Lernziele, Inhalte und zu erreichende Kompetenzen formuliert. Überschneidungen in verschiedenen Fächern sind vorhanden. Wenn man diese miteinander verbindet und als Kooperation im Unterricht durchführt, können SuS Inhalte fächerübergreifend in ihren Zusammenhängen erfahren. Lehrkräfte erhalten mit unserem Tool einen schnellen Einblick in die zu vermittelnden Kompetenzen und Inhalte anderer Lehrkräfte. Konkret bedeutet es für unsere Lösung: Nutzer*innen der Plattform geben über wenige Masken Parameter ihres Unterrichts ein. Die Plattform zeigt auf, welche Fächer Gemeinsamkeiten zum Unterricht haben und sich für ein gemeinsames Projekt eignen. Es erleichtert die Suche nach Parallelen in den verschiedenen Unterrichtsfächern – es entsteht ein kreativer “Match”. Bereits durchgeführte Projekte können geteilt und deren Umsetzbarkeit bewertet werden. Es entsteht eine leicht zugängliche Datenbank, die im Idealfall bundesweit genutzt werden und länderübergreifend inspirieren kann. Projektthemen sind zum Beispiel in der Kombination Kunst-Mathematik das Thema „Perspektive / Schrägbild / Goldener Schnitt“ oder in Physik-Kunst-Deutsch das Thema „Farben und Licht“.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Schnelle und unkomplizierte Matches - oder wie wir sagen würden: ein “KATCH” (kreatives Match / Kompetenz-Match) - helfen Lehrkräften bei der effektiven Planung von fächerübergreifendem Unterricht.
Die Handhabung soll einfach und benutzer*innenorientiert gestaltet sein. Der Grundgedanke ist das Teilen von Ideen, deshalb sollte es ein offenes System sein. Es kann sich an die sich ständig wandelnde Arbeitswelt anpassen und trotzdem wirtschaftlich unabhängig sein. Eine Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft aller zur Kooperation, Motivation und Initiative.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

Von dieser Lösung profitieren alle: In erster Linie profitieren die Lehrkräfte, weil sie Anreize und Ideen für einen kreativen und fächerübergreifenden Unterricht erhalten. Dadurch profitieren wiederum auch die SuS, weil die Wissensaufnahme durch vernetzte Inhalte effektiver wird. Des Weiteren wird die Lernmotivation gefördert.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation?

Viele Lehrkräfte haben schon kreative Ideen oder suchen nach neuen Anregungen. Diese Ideen sind leider nicht immer offen zugänglich oder nur schwer im Netz zu finden. Unsere Anwendung soll helfen diese Ideen allen Lehrkräften strukturiert zur Verfügung zu stellen und zu ermutigen diese zu veröffentlichen.

diese können einem breiten Publikum zugänglich gemacht und stetig verbessert werden, um qualitativ hochwertigen und kreativen Content für den Unterricht zu haben.

Viele Lehrkräfte haben schon kreative Lerneinheiten erstellt, leider sind diese nicht immer offen zugänglich oder nur schwer im Netz zu finden. Unsere Anwendung soll helfen diese genialen Ideen allen Lehrkräften strukturiert zur Verfügung zu stellen. Und mehrere dazu ermutigen diese zu veröffentlichen, da eine Anpassung oder Ergänzung wertvolle Zeit in der Unterrichtsplanung gegenüber dem neu entwickeln spart.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung?

Langfristig gesehen soll unser Ansatz zur Vernetzung von Schulen bundesweit beitragen, so dass alle gemeinsam an Lösungen arbeiten und diese nicht immer wieder vereinzelt neu entwickelt werden müssen. So kann ein gemeinsamer Fortschritt erreicht werden.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung?

Bei unserer Lösung wollten wir die Nutzung und Umsetzbarkeit so einfach wie möglich halten. Daher bauen wir auf den vertrauten Strukturen der Lehrpläne auf und vernetzen diese über kreative Projekte auf einer digitalen Ebene, welche unkompliziert aktualisiert werden kann.

Vorgehen und Fortschritt:
Wie ist der Lösungsansatz entstanden?

Es begann damit, dass alle im Team mehr Kreativität in den Unterrichtsalltag bringen wollten. Doch aus der Sicht der Lehrenden war klar, das hier auch ein Zeitproblem besteht. So ergab sich eine grobe Ausrichtung, die in mehreren Konferenzen telefonisch spezifiziert wurde.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

-Thema konkretisieren Gemeinsamkeiten in Lehrplänen heraussuchen

-Kreativität spezifizieren Die UNESCO hat es in einem Bericht (Learning - the treasure within) in vier Säulen gut zusammengefasst. In jedem Menschen schlummert ein „Schatz“ an Talenten, der gehoben werden muss. Diese vier Säulen sind: 1. Lernen, Wissen zu erwerben 2. Lernen zu handeln 3. Lernen zu sein 4. Lernen, zusammenzuleben. Wir waren uns schnell einig, dass das alle Rahmenpläne vereint und unser Leitgedanke wird. Die Bedeutung von Kreativität als eine der Zukunftsfähigkeiten haben wir ins Zentrum unserer Überlegungen gestellt. Die allgemeinen Begrifflichkeiten und die Definition von Kreativität der OECD haben wir als Basis für den länderübergreifenden Wortschatz der Rahmenpläne bestimmt.

-Beispielprojekte für fächerübergreifenden Unterricht gematcht

-Unsere Idee im Video grafisch veranschaulicht und präsentiert

Prototyp:
Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen? Die kleinste Lösung wäre eine Website für die Kombination von unterschiedlichen Fächern zu Projektideen.

Nächste Schritte:
Wie testet ihr Eure Annahmen? Lehrkräfte können die Anwendung mit einigen Beispielprojekten testen und anschließend den Nutzen evaluieren.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung?

-Anreichern der Datenbank mit Kompetenzen von Unterrichtsfächern und daraus folgenden, fächerübergreifenden Projektideen (Herstellung von “Katches”)

-Entwicklung einer benutzer*innenfreundlichen Applikation -Anregung zum Teilen schaffen

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?
Kreative und interessierte Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern.

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team?
Ja. Alle: Mitarbeit an der Plattformentwicklung

Diese Idee stammt von: Kerstin Binner, Silvana Krause, Tristan Lippold, Robin Lutz, Ulrike Orton, Frank Richter, Ben Rickers

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