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Im Überblick

Die Herausforderung

Wer nicht digital ist, läuft Gefahr, abgeschnitten zu sein. Über 8 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Zugang zum Internet. Besonders in Zeiten der SARS-CoV-19-Pandemie werden einfachste, alltägliche Erledigungen, wie das Einkaufen gehen zu enormen Herausforderungen. Dadurch spitzt sich die bereits bestehende Versorgungslücke im Gesundheitssystem zu. Hier setzt Machbarschaft an. Die zentrale Herausforderung, der sich Machbarschaft widmet ist folgende:

“Wie können wir digitale Lösungen zur Nachbarschaftshilfe für Senior:innen mit keinen oder geringen technischen Kenntnissen zugänglich machen?” Mit unserem Telefonbot sehen wir einen konstruktiven Weg, diese Herausforderungen anzugehen! So leistet Machbarschaft einen Mehrwert für alle Generationen - Deutschlandweit.

Wie funktioniert Machbarschaft?

Machbarschaft verbindet Menschen ohne Internetzugang mit Menschen in der digitalen Welt. Unser Telefonbot nimmt Unterstützungsgesuche selbstständig an und fügt sie unserer App hinzu. Helfende können dann bequem am digitalen Endgerät die Gesuche annehmen und erledigen. So wird schnell, einfach und ohne personellen Mehraufwand die notwendige Unterstützung geleistet.

Unsere Zielgruppen

Zielgruppe A: Menschen ohne Internetzugang, Menschen in Isolation, Senior:innen, Zielgruppe B: Digital Natives Zielgruppe C: existierende Hilfsorganisationen, Gemeinden, Kommunen, öffentliche Institutionen. Wir möchten, dass deren Organisationsarbeit bei der Vermittlung von Hilfsangeboten, mithilfe unserer Technologie, reduziert werden kann.

Die Details

Wie entstand Machbarschaft?

Insbesondere ältere Personen, die Unterstützung benötigen haben oftmals keinen Zugang zum Internet. Um diese Gruppe mit den Angeboten im digitalen Raum zu verknüpfen, ist eine medienbruchfreie Lösung nötig - so wurde Machbarschaft im März 2020 beim WirVsWirus-Hackathon geboren!

Die Mission

Machbarschaft verbindet - digital wie analog. Wir streben an, Personen ohne Internetzugang den Zugang zu digitalen Hilfsangeboten zu ermöglichen und damit akut eine große Versorgungslücke zu schließen. Dazu entwickelte der Verein einen automatisierten Telefonservice. Diesen möchte Machbarschaft längerfristig bereits existierenden Hilfsorganisationen, die beispielsweise im Bereich Nachbarschaftshilfe tätig sind, zur Verfügung stellen. Durch den Einsatz dieser medienbruchfreien Lösung können Hilfsorganisationen vom hohen manuellen Verwaltungsaufwand entlastet werden. Dies ermöglicht ihnen, sich auf das Wichtige zu fokussieren, nämlich der direkten Hilfeleistung an Menschen.

Wie funktioniert unsere Lösung genau?

Unser Telefon-Bot und unsere App stellen die Brücke zwischen der digital-nativen Generation und der älteren Generation dar. Wird Unterstützung im Alltag benötigt, muss lediglich ein Telefonanruf getätigt werden. Unser Telefonbot nimmt mittels präziser Fragen die Anfragen selbstständig an. Die Informationen werden im Hintergrund verarbeitet und schließlich in Form von Aufträgen in unserer Machbarschafts-App dargestellt. Nun kommen die App-Nutzer:innen ins Spiel: Auf einer Karte können sie nahegelegene Gesuche einsehen und aus der Auftragsliste auswählen. Anschließend können Helfer:in und Hilfesuchende:r telefonisch miteinander in Kontakt treten. So kann schnell und einfach die notwendige Unterstützung geleistet werden. Bot-Grafik

Teste mich!

Du willst dich selbst davon überzeugen, wie es sich anhört, wenn du mit unserem Service telefonierst? Ruf einfach an unter +49 40 299960980 und finde es heraus! Deine Daten werden an unsere Datenbank übertragen und dein Auftrag kommt bereits real in unserer App an.

How we built it

Backend

Um Anrufe von möglichst vielen Menschen gleichzeitig verarbeiten zu können, ohne auf ein konventionelles Callcenter zurückgreifen zu müssen (auch hinsichtlich des COVID-19-Infektionsrisiko der Callcenter-Mitarbeiter:innen), haben wir den Dienst Twilio benutzt. Innerhalb dieser Software haben wir einen leicht verständlichen Gesprächsablauf modelliert, in dem alle nötigen Daten für eine Hilfeanfrage erhoben werden. Um ältere Menschen nicht von roboterhaften Stimmen abzuschrecken, haben wir die Fragen selbst eingesprochen. Die erhobenen transkribierten Daten werden dann per POST-Request an eine Firebase-Function (Javascript/NodeJS) gesendet, die versucht, aus der gesprochenen Adresse per Google Maps API Längen- und Breitengrade zu generieren. Diese Daten werden dann zusammen mit Namen und Anfrage an unsere Backend-API (Kotlin) übergeben und in einer PostgreSQL-Datenbank gespeichert. Damit werden diese Anfrage dann für freiwillige Helfer sichtbar. Eine weitere geplante Firebase-Function löst nach 24 Stunden einen Rückruf über Twilio aus, falls kein Freiwilliger gefunden werden konnte.

App

Um eine bestmögliche Nutzererfahrung zu gewährleisten, programmieren wir die App mit ReactJS, einem plattformübergreifenden Framework, um eine bestmögliche Distribution zu gewähren. Diese App kommuniziert mit unserer zentralen Backend-API. Funktion und Design orientieren sich die beiden Apps an dem erstellten Wireframe. Nachdem sich die Nutzer:innen über ein Ident-Verfahren Passbase verifiziert haben, müssen sie ihren Account per SMS bestätigen. Vorab wird der Nutzer über den Ablauf in der App aufgeklärt und ihm die Vorgehensweise beim Erledigen von Hilfegesuche nahegelegt. Nach erfolgreichem Login sieht der/die Nutzer:in Hilfegesuche in seinem Umkreis. Diese werden auf einer Karte und in einer Liste visualisiert. Vorab sieht der/die Nutzer:in nur die nötigsten Informationen um ihm vorab eine kleine Entscheidungshilfe anzubieten. Sobald er/sie sich dazu entscheidet einen Hilfegesuche nachzukommen, muss er/sie dies bestätigen und erhält dann weitere Informationen. Er/sie kann den Hilfesuchenden nochmals kontaktieren und sich austauschen über eventuelle Unklarheiten. Jetzt kann er/sie sich aufmachen und alles weitere erledigen. Sobald der Auftrag abgeschlossen ist, kann dies bestätigt werden. Sollte ein Auftrag nach 24 Stunden nicht angenommen worden sein, wird die Person per Rückruf über sie Situation informiert und es wird ihr die Entscheidung überlassen, ob sie den Auftrag weiterhin bestehen lassen, oder ihn zurückziehen möchte. Bei digital eingegangenen Hilfegesuchen benachrichtigen wir in diesem Fall per E-Mail.

Website

Als zentrale Informationsplattform für interessierte freiwillige Helfer:innen dient unsere schlicht gehaltene Website. Unsere Website machbarschaft.jetzt basiert auf Wordpress. Da die Website in jeder Situation aufgerufen werden können soll, wurde auf das responsive und SEO optimierte Zakra-Theme gesetzt. Die Website dient neben der Gewinnung von neuen freiwilligen Helfern für unsere Webapp auch zur Bewerbung unseres Gesamtkonzepts für interessierte Kommunen, Hilfsorganisationen, zukünftige Unterstützende. Da sich unsere Zielgruppe der Hilfesuchenden hauptsächlich über analoge Kanäle informiert, können sich Unterstützende einen ansprechenden Machbarschaft-Flyer herunterladen, welche in der Nachbarschaft aufgehängt oder in Briefkasten verteilt werden kann. Hiermit können schlussendlich beide Zielgruppen parallel angesprochen werden - freiwillige Helfer:innen und Hilfesuchende.

Go to Market Strategy

Machbarschaft nutzt eine Kombination aus B2B und B2C. B2B ist insbesondere wichtig, um die Endzielgruppen (Helfer:innen und Hilfesuchende) durch bereits existierende Hilfsorganisationen zu erreichen (NGO’s, Hilfsstrukturen von Gemeinden, Kommunen, etc.)

B2C

Menschen ohne Internetzugang:
  • verschiedene Kategorien (ältere Menschen, Menschen aus finanziell instabilen Verhältnissen, Menschen ohne Internetkenntnisse, Sprachbarrieren etc.).
  • Kanäle: ärztliche Niederlassungen, ambulante Pflegedienste, Generationenhäuser, Apotheken, Krankenhäuser, Psycho-, Physio-, Ergotherapeuten, Kirchen, Gemeinden, Bäckereien, Supermärkte, Bürgerämter, Seniorenbüros, Jobcenter, TV, Radio, lokale Zeitungen, Magazine, Kinder, Enkelkinder, Familienangehörige, Freunde, Bekannte.
Helfer:innen:
  • verschiedene Kategorien (Alter ca. 14-60 Jahre, Schüler, Studenten, Berufstätige, Eltern, Ledige etc.).
  • Kanäle: hauptsächlich basierend auf den modernen Nachrichtenquellen wie Social Media, TV und auch Radio, Zeitungen, Magazine, Supermärkte, Vereine, Jugendtreffpunkte, Supermärkte, Shopping-Center, Familie, Freunde, Bekannte.

B2B und strategische Partner

  • öffentliche Institutionen und Behörden (lokal, regional, national), NGOs, Vereine, Initiativen, die bereits Hilfsstrukturen aufgebaut haben.

Wer sind wir?

Wir sind ein buntes Team mit über 30 Personen aus ganz Deutschland und haben einen sensationellen Team Spirit! Wir wurden durch unsere gemeinsame Mission zusammengebracht, Menschen einen Weg aus der Isolation zu ermöglichen. Wir sind überzeugt: Gemeinsam ist alles machbar!

  • Studierende an Universitäten und Hochschulen
  • Software Developer
  • Designer:innen (Marketing, Product and UX)
  • Ärzt:innen und Pfleger:innen
  • Experten:innen für Legal, Projekt- und Prozessmanagement, Human Resources, Design Thinking, Business Development, Data Specialists, Psychologie, PR

Wo stehen wir?

Aktuell stehen wir vor der beta-Testung unserer Hotline und Apps. Nach Abschluss dieser Testphase ist bereits konkret mit mehreren kommunalen Partnern eine Pilotierungsphase in Planung.

What's next for Machbarschaft

LAUNCH: Wir möchten unsere Mission, mithilfe des Telefonservices Menschen ohne Internetzugang an die digitale Welt anzuknüpfen, erfüllen. SCALE: Da diese Herausforderung ubiquitär in ganz Deutschland vorliegt, werden wir unser Projekt skalieren. Es werden zudem weitere Zielgruppen und Use Cases, z.B. Implementierung unserer Digitalisierungs-Tools für andere Hilfsorganisationen, erschlossen. EXPAND: Langfristig sehen wir zahlreiche Möglichkeiten für strategische Partnerschaften (Partner:innen aus den Bereichen NGOs, öffentliche Institutionen, Behörden, Mobility Services, Apotheken, Ärzt:innen, Krankenkassen sowie Einzelhandel). Wir sehen zudem weiteres Potential für Technologie-Erweiterungen, die Machbarschaft zu einer wertvollen, sinnvollen und bedeutenden Säule in Ihrem und unserem Alltagsleben machen.

Website Facebook und Instagram

Was wir gelernt haben

Wir, als Team der Machbarschaft, haben gelernt, dass außergewöhnliche Situationen außergewöhnliche Handlungen erfordern und man mit dem entsprechenden Willen und Motivation Unglaubliches erreichen kann! Ebenso haben wir gelernt, aus unserer Komfortzone zu treten. Mit innovativem und mutigem Handeln können auch völlig fremde Personen gemeinsam Großartiges leisten.

How do we work?

Ticketsystem: JIRA

Kommunikation: Slack

Repository: GitHub

Abgabe Plattform: Devpost

Website: Wordpress machbarschaft.jetzt

Wireframe: Figma

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Updates

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Herzlich willkommen bei Machbarschaft! Ein kleiner Post zur Orientierung: Wir kommunizieren hauptsächlich auf Slack. Du kannst allen Channels beitreten, am wichtigsten sind #general, #action-required, #random und die Themen-Channels (z.B. Development, Marketing), für die du dich interessierst. Bitte schau regelmäßig für Updates rein. Bei Tech-Fragen kannst du dich an @Harald / @Kilian Schneider wenden Bei HR/Orga/inhaltlichen Fragen kannst du dich an @Jenny Lam / @Leonie Göcke Göcke wenden. Bei Netzwerk/Kooperationen/inhaltlichen Fragen kannst du dich an @Manuela Greipel wenden. Auf unserem JIRA-Board kannst du dir einen Task picken und gleich mitanpacken! https://colivery.atlassian.net/secure/RapidBoard.jspa?rapidView=22&projectKey=HAC&selectedIssue=HAC-22 Das Wichtigste zum Schluss - unsere Socials! Meet Machbarschaft: Skribble Samstag 12 Uhr und Bar-Night Samstag um 20 Uhr. Frag gerne bei Fragen. Ansonsten, lasst uns loslegen!

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