Die regionalen Probleme der Coronakrise - Inspiration für die Entstehung von lokalpioniere

Die Corona Krise bringt vor allem auch für regionale mittelständische und kleinere Unternehmen, Vereine und Institutionen große Herausforderungen mit sich. Viele mittlere und kleinere Unternehmer fühlen sich im Stich gelassen. Die staatlichen Hilfen sind alles was gerade möglich ist und haben den Bund in eine starke Verschuldung getrieben, reichen jedoch bei weitem nicht zur Bewältigung der Einzelschicksale aus. Einige Unternehmer brauchen schlichtweg Unterstützung von aussen, sie wissen nicht wohin und brauchen eine Plattform in der sie gehört werden und auf ihre konkreten Probleme eingegangen wird. Viele von ihnen müssen ihr Geschäftsmodell radikal umdenken. Auf der andere Seite hat der #WirVsVirus Hackathon gezeigt, dass es eine Masse an Menschen gibt, die Veränderung in der Krise bringen wollen und ein immer stärker werdender Zusammenhalt und Solidarität entwickelt sich, in dessen Rahmen sich jeder mit seinen Talenten einbringen will um die Krise zu meistern.

Was ist lokalpioniere?

lokalpioniere ist eine "Crowdbuilding"-Plattform, die Unternehmen, Institutionen und Vereinen aus der Region Ingolstadt ein Sprachrohr für ihre durch die Krise entstandenen Probleme gibt und sie dabei mit Menschen verbindet , die ihnen mit ihren konkreten Problemen helfen wollen. Ziel ist es dabei eine Community zu schaffen in der Projekte realisiert werden, die konkrete Probleme lösen und inspirierende Geschichten von Zusammenhalt und Solidarität schreiben. Ingolstadt soll dabei Modellregion werden und als Vorbild für alle anderen Regionen in Deutschland werden. In der Form ist so eine Plattform einzigartig in Deutschland.

Das Prinzip ist einfach:

1.)

Lokale Unternehmen, Institutionen und Vereine können Anliegen erstellen und ihre Geschichte erzählen. Dabei stellen sie konkret die Problemstellungen dar denen sie durch die Krise bevorstehen.

2.)

Die lokalpioniere (Hacker, Marketing Gurus, Zahlen Genies, Veränderer, Kreative Köpfe, Regionale Supermans) können ähnlich wie bei einem Hackathon auf die Anliegen zugreifen, sich online zu Teams zusammenfinden und auf die Problematik zugeschnittene Lösungsvorschläge einreichen. Die entstandenen Assets stellen sie dabei den Unternehmern zur Verfügung und können über die Plattform mit ihnen kommunizieren und ihre Projekte verwalten. Der Aufbau ist ähnlich zu Gruppen in einem Sozialen Netzwerk.

3.)

Der Unternehmer / Verantwortliche / Hilfesuchende kann sich für alle plausible Projektvorschläge entscheiden und diese auch kombinieren, sowie mit anderen Unternehmen kommunizieren und Synergien nutzen. Gemeinsam können so alle erfolgreiche Projektgeschichten schreiben, die andere in der Krise inspirieren und über soziale Netzwerke verbreiten, damit der Impact maximal ist und sich weitere lokalpioniere anschliessen um noch mehr Erfolgsgeschichten zu schreiben, die die Region über die Krise hinaus stärkt.

So könnte eine inspirierende Erfolgsgeschichte durch lokalpioniere in Ingolstadt aussehen

Max Mustermann hat eine Gitarrenschule in Ingolstadt, die extrem unter der Krise zu leiden hat, da sein Unterricht vor Ort nicht mehr stattfinden kann. Die 9000 Euro Soforthilfe reichen nicht einmal um seine Mietkosten zu begleichen. Seine angestellten Gitarrenlehrer musste er alle in Kurzarbeit schicken. Digitalisierung ist ihm schon immer schwer gefallen.

Seine Geschichte erzählt er auf lokalpioniere. Die lokalpioniere-Community fühlt mit seiner Geschichte und kurze Zeit später haben sich bereits heterogene talentierte Teams gebildet, die Max ein digitales Geschäftsmodell aufbauen. Die einen erstellen eine Web-learning Plattform, evaluieren für Max' Onlineklassenzimmer und schlagen on-Demand Videos vor, die anderen entwickeln für diese Plattform ein Marketingkonzept für die Region und ein Social Media Marketing Konzept das passende moderne Kanäle wie Tik Tok nutzt.

Ein anderer Hilfesuchender Verein, der lokale Fussballverein, wird zufällig darauf aufmerksam und bietet Max sogar an , in der Krise seinen Serverspace mitbenutzen, damit da keine Zusatzkosten entstehen.

Max konnte so nach wenigen Wochen ein Krisenresistentes Geschäftsmodell aufbauen und sogar seine Angestellten können Videos für den Onlineunterricht erstellen und live online Unterricht geben. Die Kunden bleiben so bei Max und die Einnahmen entfallen nicht. Er gewinnt sogar durch die Social Media Marketing Kampagne neue Kunden hinzu. Gemeinsam schreiben alle eine Geschichte, die über die Plattform hinaus geteilt und verbreitet wird und so andere dazu inspiriert zu lokalpioniere zu werden.

Gemeinsam geben sie kleinen Unternehmen in Ingolstadt das Gefühl, dass ihre Probleme gehört werden. Die Region hält zusammen.

Unique Selling Point

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Geschäftsmodell

Sollte das Projekt mit dem Budgetrahmen gefördert werden, so kann in der Zeit der Coronakrise der Dienst zunächst ohne zusätzliche Kosten für Unternehmen und die Region bestehen. Nach der Krise soll, vorausgesetzt die Community findet Anhänger, ein tragbares Geschäftsmodell erarbeitet werden. Hierbei kommen zum einem Provision durch Einnahmen an öffentlichen Ausschreibungen und Ausschreibungen (sowie Jobinseraten) von Unternehmen in Frage. Ausserdem kann regionale Werbung geschaltet werden. (Details siehe lokalpioniere nach der Krise). Für die Kreativen sowie Vereine und Wohltätige Organisationen auf der Plattform wird der Dienst immer kostenfrei bleiben.

Technische Umsetzbarkeit der Idee

Da bereits ein technisches Fundament existiert und Erfahrung in der erfolgreichen Umsetzung von agilen Projekten, ist die technische Machbarkeit mit dem existierenden Budgetrahmen gegeben. Das Konzept ist es so schnell wie Möglich ein MVP auf den Markt zu bringen und dann iterativ weiterzuentwickeln und mit Features zu erweitern. Teammitglieder mit den benötigten Skills findet man leicht (Javascript, React, Firebase..).

Risikoanalyse für die Region Ingolstadt

Für die Betaphase in der Corona-Zeit besteht ausserhalb des im Hackathon gegebenen Budgetrahmens für die Region Ingolstadt kein finanzielles Risiko, da sich das Projekt dann erstmal für eine gewisse Zeit selber (durch das hack4local Budget) tragen kann. Sollte das Konzept erfolgreich anschlagen und nach der Krise fortgeführt werden, so kann sich die Region weiterhin daran beteiligen. Die Chancen für die Region ( siehe Unique Selling Point) überwiegen dabei das geringe Risiko.

Roadmap

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Was im Rahmen von sprint4local erreicht wurde

Im Rahmen des hackathons ist aus einer grundlegenden Idee und Konzept schon ein funktionierender Prototyp geworden, mit React Frontend und Firestore Backend, der in der Google Cloud gehostet wird und ein technisches Fundament für die weitere Entwicklung dienen kann. Damit hat die Idee schon Form angenommen und ein konkreter Action-Plan konnte generiert werden. Dieser beinhaltet nicht nur die Entwicklung der Idee, sondern auch die Vermarktung über mögliche Kanäle wie die Kommunen, die IHK, Social Media Plattformen, Hackathon Plattformen etc.

lokalpioniere nach der Krise

Nach der Krise kann lokalpioniere weiterhin als Plattform dienen, in der gemeinsam Projekte für die Region erarbeitet werden. Zusätzlich könnte man so ein neues Modell für Bürger Beteiligung und öffentliche Ausschreibungen etablieren. Firmen hätten auch Zugriff auf einen Talentpool in ihrer Region. Das würde teilnehmenden Regionen zu einem attraktiveren Standort machen, in dem Bürger interaktiver und direkter beteiligt sind. Insgesamt könnte so aus der Plattform-Idee heraus ein tragbares und profitables Geschäftsmodell gemacht werden. Damit ist die Plattform beliebig erweiterbar und kann langfristig Mehrwert für die Region Ingolstadt und andere Regionen in Deutschland bringen.

Warum ihr uns wählen solltet - Bewertungskriterien

Persönlicher WOW-Faktor #awesomeness

Eine Plattform, in der die Bürger der Region interaktiv eingebunden werden und die Region aktiv in Projekten mitgestalten gibt es in der Form noch nicht.

Mehrwert für die Region Ingolstadt

Ingolstadt profitiert als Modellregion von öffentlichkeitswirksamen Projekten und bürgerlichen Zusammenhalt, zudem hat die Region sowie Unternehmen in der Region Ingolstadt so einen Zugangspunkt zu ihrem unmittelbaren Talentpool.

Machbarkeit

Im Rahmen des Hackathons wurde nciht nur ein funktionierendes technisches Fundament mit einem Prototypen gelegt, sondern die Architektur und das Geschäftsmodell wärend, und nach der Krise erarbeitet. Dabei sprengt es keineswegs das gegebene Budget für den Zeitraum der Krise und sollte das Modell Anklang finden, kann die Folgefinanzierung durch ein nachhaltiges Geschäftsmodell gebootstrapped werden.

Resilienz und Skalierbarkeit

Die Idee kann sich nach der Krise zu einer neuartigen Plattform für Bürgerbeteiligung und Projektierung entwickeln und langfristig Ingolstadt zu einer noch attraktiveren Region machen. Andere Regionen in ganz Deutschland können sich am Beispiel von Ingolstadt langfristig anschliessen.

Fortschritt

Von 01.04. bis 07.04 hat sich schon eine Menge getan, aus einem grundlegenden Konzept wurde ein funktionierender Prototyp, ein konkreter Aktionsplan und ein beliebig erweiterteres, skalierbares Geschäftsmodell.

Pitchdeck

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