Inspiration
„Heute hat Deutschland Russland den Krieg erklärt – Nachmittag Schwimmschule“ - Tagebuchnotiz Franz Kafkas am 2. August 1914 Die Corona Pandemie stellt eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Bundesrepublik Deutschland dar. Für viele Menschen, insbesondere für die jüngeren Generationen, ist es die erste gesellschaftliche Krise, die sie am eigenen Leib erfahren. Leben im Ausnahmezustand - so lassen sich wahrscheinlich die letzten Tage aber auch die kommenden Wochen am ehesten beschreiben.
Auf den ersten Blick ergeben sich hieraus viele negative Folgen. Doch wir sind davon überzeugt, dass die Krise auch positive Auswirkungen mit sich bringt: für jede*n Einzelne*n und für die Gesellschaft. Individuen, denen es möglich ist, die Zeit zu Hause zu verbringen, sehen sich statt eines vollen Terminkalenders und Freizeitstress mit nichts weniger als sich selbst konfrontiert. Dies bietet Zeit für Reflektion, neue Gedanken, Wünsche und Träume. In diesen Zeiten werden wir zudem als Gesellschaft daran erinnert, dass es Solidarität und Mitmenschlichkeit sind, die unser aller Leben aufrecht erhalten. Sowohl individuell als auch gesellschaftlich betrachtet wird in diesen Zeiten deutlich: Das Wesentliche rückt in den Fokus.
Hier setzt unsere Projektidee an: Wir möchten diese durch die Krise veränderte Stimmung, neuen Gedanken und Erkenntnisse einzelner Menschen teilen sowie konservieren. Somit soll die Hinwendung zu mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit heute und auch in Zukunft einer möglichst breiten Masse bewusst gemacht werden.
What it does
Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland haben die Möglichkeit, ihre Gedanken zu der Corona Krise für sich selbst zu reflektieren und ggf. mit ihren Mitmenschen zu teilen. Diesbezüglich werden sie durch spezifische Fragen angeleitet.
Für die Umsetzung dieser Idee werden verschiedene Plattformen verwendet, um eine möglichst breite Masse der Gesellschaft und verschiedene Generationen anzusprechen. Primär findet das Projekt in dem Medium Zeitung statt. Sekundär werden Inhalte zudem auf einer Webseite sowie in den sozialen Medien (Instagram) geteilt.
How it works
In einem Zeitraum von sechs Monaten wird in einem wöchentlichen Abstand eine Frage gestellt. Diese Frage dient der Selbst- oder gesellschaftlichen Reflexion.
Als Publikations-Kanal dienen regionale bzw. überregionale Zeitungen, die sich dazu bereit erklären, das Projekt zu unterstützen. Auf einer Seite befindet sich also eine Beschreibung des Projekts sowie eine Art leere Postkarte, die der Leser/ die Leserin dazu nutzen können, ihre Antwort niederzuschreiben. Sofern sie ihre Antwort teilen möchten, können sie die beschriftete und bereits adressierte und frankierte Postkarte heraustrennen und an die Zeitung zurücksenden. Diese druckt in der Woche darauf eine bzw. mehrere Antworten ab und stellt zudem eine neue Frage.
Ein weiterer Publikations-Kanal findet sich außerdem in Form einer Webseite, auf der die Fragen sowie die Antworten hochgeladen. Nach dem gleichen Prinzip findet auch der Austausch über Social Media (Instagram) statt. Zudem gibt es je Frage eine Story-Vorlage, die von einzelnen Personen im eigenen Profil geteilt werden kann.
Challenges that we are dealing with
1) Schnelllebigkeit der Gesellschaft Aufgrund der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft ist davon auszugehen, dass wir das, was wir aus der Corona Pandemie gelernt haben (sei es für uns persönlich oder im Hinblick auf das Funktionieren unserer Gesellschaft) wieder vergessen. Dem möchten wir entgegenwirken.
2) Ängste, die mit der Corona Pandemie verbunden werden Die Nachrichten rund um die Corona Pandemie sowie die damit verbundene Unerfahrenheit kann bei einzelnen Menschen zu Angst führen. Die Notwendigkeit der sozialen Distanz kann diese Angst zusätzlich verstärken. Eine Plattform für einen kollektiven Austausch von Hoffnungen, Gedanken, Gefühlen, Wünschen und nicht zuletzt auch positiven Erlebnissen in Krisen erscheint sinnvoll.
3) Auf unsere Erinnerung ist nur bedingt Verlass Aufgrund der Veranlagung des menschlichen Gehirns bzw. seiner Psyche muss im Hinblick auf Erinnerungen ein Unterschied gemacht werden zwischen der erlebten Erinnerung und der erinnernden Erinnerung. Die erinnernde Erinnerung tendiert dazu, Geschehnisse positiver zu erinnern. Aus diesem Grund können (schriftliche) Dokumentationen hilfreich sein.
What's next for Krisenzeilen
- Kooperation finden mit regionalen und überregionalen Zeitungen und Zeitungsverlagen, die dazu bereit sind, das Layout kostenlos für sechs Monate einmal pro Woche abzudrucken und auch die Antworten auszuwählen
- Kooperation mit der deutschen Post, die sich dazu bereit erklärt, die vorfrankierten Zettel in Postkartengröße kostenlos zu der entsprechenden Zeitungsredaktion zu befördern
- Webseite bauen
- Instagram Account anlegen
- verschiedene Unterstützer*innen, die sich an dem Projekt beteiligen und es durch ihre Reichweite bekannt machen finden
Built With
- webseite
- zeitung
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