1. Was ist die Herausforderung / das Problem? Was ist das Bedürfnis dahinter?
Krisen werden am besten gemeinsam bewältigt. Wie kommen wir darum aus dem reaktiven in einen co-creativen Krisenbewältigungs-Modus? Wie kommen wir von Top-Down und Staat+Verwaltungs-getrieben in einen Bottom-up, Zivilgesellschaft+Wirtschafts-getragenen Prozeß? Sprich, welche Art von kollaborativer, agiler, aktivierender Moderation und Koordination braucht es jetzt in Organisationen (z.B. Krankenhäusern), in Verbänden (z.B. Kirche) und in Gemeinwesen (z.B. Kommunen)? Oder fachlich: Wie bauen wir jetzt unsere KrisenGovernanceInfrastuktur aus - für jetzt und danach?
2. Wer ist betroffen? Wem soll die Lösung konkret helfen? Leiter und Moderatoren von Krisen- und Planungsstäben, Stabsabteilungen, Beteiligungs- und Engagementbeauftragte, Cluster- und Netzwerk-Koordinatoren, Organisationsentwickler, Beteiligungsmoderatoren, Coaches, Trainer, Beteiligungs- und Governanceexperten/-forscher*
3. Was ist der Themenbereich? Kommunikation & Informationsvermittlung an Bürger*innen Deutsche Wirtschaft: Krisenmanagement für Unternehmen & Selbstständige Solidarität und Zusammenhalt Andere: Demokratieentwicklung/-gefährung durch Krise
4. Wie würdest du die Herausforderung formulieren? Wie wir jetzt die Corona-Krise bearbeiten, wird entscheiden, ob sie letztlich zum Segen oder Fluch für unser Land und Kontinent wird: Denn die eigentliche Gesellschaftskrise kommt evtl. erst bei der Auf- und Abarbeitung des Shut-Downs und all seiner Folgen ... da wird Staat und Verwaltung noch mehr herausgefordert und unsere Demokratie unter Druck geraten. Die Herausforderung, um die es im doppelten Sinne geht lautet: Demokratie in der Krise? D.h. nur wenn wir in der Krise weiter demokratisch arbeiten, sprich angemessene Formen der Partizipation und Mitwirkung nutzen, nur dann wird die Demokratie gestärkt aus dieser hervorgehen ... ansonsten droht eine weitergehende Akzeptanzkrise mit Radikalisierung, Nationalismus und Autoritarismus. Durch gute Partizipation können wir sowohl die Krise als auch deren Folgen schneller und nachhaltiger meistern.
5. Gibt es bereits Lösungsansätze oder internationale Vorbilder für den Umgang mit der Herausforderung? Krisengovernance kümmert sich um die Art und Weise, wie wir unter massivem Druck, dennoch die angemessensten Entscheidungen treffen und Implementieren. Da gesellschaftliche Krisen stets nur durch ein Mehr an intersektoraler und transversaler Governance gelöst werden können. Merkmal von Krisen ist ja gerade, daß die etablierten Institutionen, Strukturen und Prozesse überfordert sind ... es braucht neuer Wege jenseits der üblichen Zuständigkeiten und Routinen. KrisenGovernance entwickelt und optimiert diese und sorgt so für eine echte Krisenbewältigung in und nach der Krise. Lösungsansätze dazu kommen aus dem Feld prozeduraler Prozeßgestaltung wie: Agile Projektleitung und Mindful Leadership, systemische Organisations- und Personalentwicklung, aleatorische Bürgerbeteiligung und aktivierende Demokratie ... sprich, einer umfassenden Demokratieentwicklung basierend auf Prinzipien der Lernenden Organisation und Lernenden Demokratie: www.lernende-demokratie.de, www.procedere.org
6. Als einreichende Person musst du eine der folgenden Rollen übernehmen: Koordination, Pat:in, inhaltliche Beratung
7. Was sind die wichtigsten Stakeholder? Politiker, Prozessverantwortliche, Berater, Krisenstabsleiter*
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