Hackathon: Themenfeld 1c) Wie kann auch im Homeschooling ein Gemeinschaftsgefühl und Teamarbeit entstehen?

Unsere Projektidee:

Klasse_stärken_durch_Experten

→ Entwicklung einer APP für den Klassenverband/ eine gemeinsame Lerngruppe

Diese App soll nach dem Prinzip "Schüler helfen Schülern" Schülerinnen und Schüler zu Expertinnen und Experten werden lassen - und das nicht nur im Bereich Schule. Wenn drei Sterne durch den Expertenstatus, also das Erklären von Unterrichtsthemen oder Hilfestellungen in anderen Lifestyle-Themen, erreicht wurden, können Team-Challenges gemeinsam gemeistert werden. Durch das gemeinsame Schaffen einer Team-Challenge erhält jede/r Teilnehmer/in einen Stern. Werden von einer Klasse beispielsweise 100 Sterne erreicht, verdient die Klasse sich eine klassengebundene Gemeinschaftsaktion. Inspiriert für diese Challenge wurden wir von unseren Schülerinnen und Schülern, die uns während den Homeschooling-Phasen immer wieder vor neue Herausforderungen stellten. Für uns war klar, dass wir unbedingt am Hackathon teilnehmen wollen. Den zwei Schülerinnen, die sich bereit erklärten, mit uns ein Team zu bilden, haben wir freie Wahl bei der Auswahl der Challenge gelassen. Den Schülerinnen ist sofort Themenfeld 1 ins Auge gesprungen, da für sie die Verzahnung von Homeschooling und Präsenzunterricht ein wichtiges Thema darstellt. Insbesondere das Gemeinschaftsgefühl und die Teamarbeit lag den Schülerinnen am Herzen. Problembeschreibung: Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? Da in der momentanen Situation keine Wandertage, Klassentage oder Klassenfahrten stattfinden können, fehlen Anlässe, in denen eine Klasse Gemeinschaftsgefühl entwickeln kann und Aufgaben als Team gemeinsam meistert. Dies sind unserer Ansicht nach die grundlegenden Erfahrungen für eine heterogene Gruppe, die gemeinsam lernt. Deswegen fehlt den Schülerinnen und Schülern (im Folgenden SuS) während des Homeschoolings oft das Gemeinschaftsgefühl und sie fühlen sich allein gelassen. Fragen können nicht unmittelbar beantwortet werden, die Unterstützung des eigenen Elternhauses hängt dabei von unterschiedlichsten Voraussetzungen ab. Der sozialen Ungleichheit soll hierdurch entgegen gearbeitet werden.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt? Das größte Problem besteht darin, dass ein Gemeinschaftsgefühl ohne eine gemeinsame reale Begegnung schwierig, aber nicht unmöglich ist. Bei individuellen Problemen oder Fragen muss es gar nicht zwingend um Schulaufgaben gehen, auch lebensweltliche Themen und Schwierigkeiten werden bei den SuS häufig zum Problem. Kleinere Hürden, die allein nicht bewältigt werden können, verhindern häufig das wirkliche Lernen und die Aufgaben des Unterrichts. Jemanden direkt anzuschreiben ist dabei eine große Hürde. Selbst nach Themenbereichen zu recherchieren und darin bestätigt zu werden, dass andere die gleichen Probleme haben, kann Hürden überwinden und den Weg zum individuellen Lernprozess erleichtern.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? SuS sind von dieser Problemstellung betroffen. Mögliche Überforderung oder das Gefühl der Einsamkeit ist psychisch belastend und hat viele negative Auswirkungen zur Folge, die gerade für die Phase der Adoleszenz bedenklich sind. Diese Problematik stellt auch Lehrkräfte vor die Herausforderung, die Klassengemeinschaft auch im Homeschooling aufrecht zu erhalten. Dies kann unserer Meinung nach durch den unten aufgeführten Lösungsansatz passieren. Eltern sind mit den Aufgaben des Homeschoolings häufig überfordert oder stoßen an ihre Grenzen. Langeweile und/ oder Stress sind häufige Begleiterscheinungen innerhalb der Familien. Lösungsbeschreibung: Was ist Euer Lösungsansatz? Gemeinschaftsgefühl entsteht einerseits durch Zusammenarbeit und das gemeinsame Lösen von Problemen, andererseits aber resultieren gegenseitiges Vertrauen, Akzeptanz und Respekt auch aus durch ein positives Abhängigkeitsgefühl von Brauchen und Gebraucht werden. In einer Klassengemeinschaft kann jeder seinen Teil dazu beitragen. Während die Hürde des Einbringens und Einmischens im physischen Unterricht sehr gering ist, ist diese im Homeschooling ungleich größer, diese gilt es zu überwinden.

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

Jeder hat Stärken! SuS haben fachliche und überfachliche Kompetenzen, mit denen sie die Klassengemeinschaft unterstützen können.
SuS lernen selbstständig und selbstgesteuert. Lernen durch Lehren als Prinzip, welches die Kooperation fördert und den inklusiven Gedanken unterstützt. Eine positive Lernatmosphäre ist die Voraussetzung für gutes Lernen. SuS haben Fragen und Probleme im homeschooling, mit denen sie sich nicht an Lehrkräfte, pädagogisches Personal und/ oder Eltern wenden wollen oder können. SuS nutzen APPs intuitiv, tun sich aber schwer mit umfangreichen Formulierungen und Anhängen per E-Mail. Alle SuS nutzen ihre Handys, nicht alle nutzen einen Computer. Eine Verbindung von spielerischen Elementen und einem fachlich-inhaltlichen Bereich des Austauschen soll die Attraktivität steigern und motivieren.

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung? Die Klassengemeinschaft kann durch unsere Idee von dem Gemeinschaftsgefühl profitieren. Auch in Zeiten außerhalb des Homeschoolings kann weiterhin “damit” gearbeitet werden. Damit ein positives Ergebnis erreicht werden kann, ist der Großteil der SuS einer Klasse wünschenswert, aber nicht zwingend. Es gibt keine schlechten Beurteilungen oder Noten, ausschließlich das positive Resultat wird berücksichtigt und gewertet. JEDER Beitrag ist somit eine Unterstützung der Klassengemeinschaft und stärkt diese. Auch jeder einzelne SoS profitiert von dieser Lösung. Entweder dadurch, dass er selbst bei einem Problem eine Unterstützung erhält oder dadurch, dass er sich positiv für die Klassengemeinschaft einsetzt. Niemand soll sich zuhause allein fühlen oder überfordert sein. Die Lehrkraft kann davon profitieren, indem sie eine Rückmeldung zum Arbeits- und Sozialverhalten der SuS erhält, wenn dieser ein Feedback durch eine/n Mitschüler/in erfährt. Auch Eltern sollen von dieser Ideen profitieren können, dass sich SuS gegenseitig besser und problemorientiert vernetzen.

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Unsere Idee hätte Einfluss auf das selbstgesteuerte Lernen zuhause und würde SuS bei individuellen Problemen helfen können. Dies ist sowohl bei absoluter Isolation (z.B. in einer Quarantäne) hilfreich, aber auch als Begleitung bei alltäglichen Lernen oder den Hausaufgaben. Besonders wirksam wird unsere Idee jedoch, durch die Verzahnung von Homeschooling und dem Präsenzunterricht.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Die App könnte von allen SuS in unterschiedlichen Altersgruppen und Schulformen genutzt werden. Denkbar ist auch eine Erweiterung auf Jahrgangs- oder Schulebene. Die App kann SuS fortlaufend als Hilfe und Motivation für weitere Aufgaben dienen und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten stärken. Sie ist damit einerseits Instrument zur Unterstützung beim Lernprozess schulischer Inhalte, dient aber auch zur Erweiterung der individuellen und persönlichen Kompetenzen.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Wir denken, dass die App umsetzbar und wertvoll ist. Dazu müssten wir jemanden finden, der uns eine App in unserem Sinne programmieren würde und unser Konzept durch sein technisches Verständnis ergänzen würde. Vorgehen und Fortschritt: Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Gemeinsam haben wir überlegt, welche Situationen in der Klasse oder auch generell dazu führen, dass ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Wir waren uns einig, dass es immer dann entsteht, wenn man das Gefühl hat nicht allein zu sein und Hilfe von anderen bekommt. Gemeinschaftsgefühl entsteht einerseits dadurch, dass man als Gruppe gemeinsam Dinge erlebt oder schafft. Dies geschieht beispielsweise an Wandertagen, Klassenfahrten oder bei Gruppenwettkämpfen. Andererseits wird dies auch in offenen oder geleiteten Gruppenaufgaben im Unterricht ermöglicht, welche jedoch durch das homeschooling häufig entfallen oder durch fehlende oder komplizierte Vernetzung sowie die Berücksichtigung des Datenschutzes schwierig sind.

Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche? Der erste und schwerste Meilenstein für uns war es überhaupt eine Idee zu entwickeln, wie Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben können während des Homeschoolings in einer Gemeinschaft und nicht auf sich allein gestellt zu sein. Der nächste Meilenstein, war es, die Idee auszuarbeiten, weiter Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen zu unserer Thematik zu befragen. Danach haben haben wir verschiedene Experten kontaktiert, um unsere Idee auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und ein Feedback von Außenstehenden zu bekommen, die Ahnung vom Programmieren von Apps haben. Schließlich war der nächste und letzte Meilenstein unsere Idee zu verbalisieren und eine Video dazu zu erstellen. Somit gelang es uns auch unsere Fähigkeiten im Bereich des Videodrehs auszubauen. Auch das Hochladen und Strukturieren der Ergebnisse war für uns ein großer Meilenstein unserer gemeinsamen Arbeitswoche.

Prototyp: Wenn vorhanden: Wo finden wir Euren ersten Prototypen (Link)? Einen Prototypen konnten wir durch die Kürze der Arbeitszeit bisher noch nicht erstellen. Wenn vorhanden: Wo finden wir den Code zu Eurer ersten Lösung (Link)? Alternativ: Wie könnte die kleinste nutzbare Version Eurer Lösung aussehen? Die App könnte auch nur die Matching-Funktion haben und der Chat könnte über einen anderen Messenger (z.B. whatsapp) stattfinden. SuS sollten die Möglichkeit haben, zu einem vorhanden Problem schnellstmöglich eine/n Mitschüler/in finden zu können. Nächste Schritte: Wie testet ihr Eure Annahmen? Umfragen innerhalb der Jahrgangsstufe, Schule Interviews mit Schülerinnen und Schülern Kriterienorientierte Evaluation

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung? Diskurs mit SchülerInnen zu Themenbereichen und Kategorien Sammeln von Challenges und Projektideen Prototyp der APP für die bekanntesten Betriebssystemen (Android/iOS) bzw. im Browser lauffähig Kombinationsmöglichkeiten mit bestehenden APPs ausloten (z.B. Messenger Dienste) Probephase mit einer Beta-Version. Erste Versuche in Gruppenchats

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)?

Erfahrene APP-Programmierer Struktur und Unterstützung des Arbeitsprozesses Unterstützung bei deim Datenschutz
Hinweise und Umsetzung

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Wenn ja, wer hat welche Rolle in Eurem Team? Gerne möchten wir selber an der Umsetzung teilhaben und ausprobieren. SuS der Klasse testen die Anwendung und beurteilen die Funktionalität und Wirkung. Klassen- und FachlehrerInnen begleiten, unterstützen. LuL und SuS evaluieren und werten gemeinsam aus.

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