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Problembeschreibung:

Warum habt Ihr Euch für diese Herausforderung entschieden? Wir sind ein diverses Team mit verschiedenen Sichtweisen auf die Schnittstelle zwischen Schule/Ausbildung/Studium und dem darauf folgenden Berufsweg. Allen ist gemeinsam, dass sie die Schwierigkeiten sehen und lösen möchten, sowie Kompetenzen und ein Netzwerk mitbringen hier eine Änderung zu bewirken.

Was ist aus Eurer Sicht das größte Problem, das es hier zu lösen gibt? Jungen Menschen fehlt oft ein unterstützendes Netzwerk an Menschen für die Berufsorientierung, die authentische Erfahrungen weitergeben und die ihnen ihre individuellen Fragen beantworten. Häufig fehlen Rollenvorbilder und es bestehen große Unterschiede in den Bildungsmöglichkeiten je nach Verfügbarkeit eines unterstützenden Netzwerks. Häufig fehlt der Überblick über passende Möglichkeiten sowie Informationen aus der Praxis, was zu Fehlentscheidungen führen kann. Dadurch gehen Potentiale verloren, Berufswege werden abgebrochen, junge Menschen landen in Übergangs- oder sozialen Auffangsystemen, Menschen sind als Mitarbeiter später unzufrieden, haben Stress und Unternehmen haben höchstwahrscheinlich weniger motivierte Mitarbeiter am passenden Platz.
Gleichzeitig gibt es viele tolle bestehende private und öffentliche Angebote zur Berufsorientierung, die allerdings nicht von allen jungen Menschen zur rechten Zeit gefunden und genutzt werden. Darüber hinaus gibt es viele Menschen, die gern für Fragen zur Verfügung stehen würden, aber nicht mit den Menschen zusammen finden, für die sie hilreiche Infos geben können.
Derzeit ist die Situation in der Berufsorientierung besonders erschwert, da aus heutiger Sicht bis zu 65.000 Ausbildungsplätze in 2020 nicht vergeben werden, viele Unternehmen Einstellungs-Stopps haben und sich die Bedingungen für Bildungswege an Schulen und Unis ständig ändern. Gleichzeitig sind Messen und Berufsberatungseinrichtungen sehr eingeschränkt erreichbar und Schulen haben wenig Kapazität für das Thema.

Wer ist von dieser Problemstellung betroffen? Junge Menschen zwischen ~17-25 Jahren am Ende ihrer Schul-, Ausbildungs- und Studienzeit am Übergang zum nächsten Schritt auf dem Berufsweg. Alleine in 2020 machen über 1.1 Millionen junge Menschen ihren Abschluss und brauchen einen Anschluss.

Unsere Vision

Eine Welt voller Menschen, die lieben was sie tun und sich gegenseitig unterstützen ihr ganzes Potenzial zu nutzen.

Lösungsbeschreibung:

Wir bringen Menschen im Netzwerk zusammen: das Programm startet mit einem BarCamp mit anschließendem Bootcamp (in der Pilotphase 4 Wochen lang), in dem junge Menschen interessenspezifisch zusammenarbeiten, über Webinare inspiriert werden und über die App in der Community netzwerken. Das Gefühl: "Ich bin nicht alleine. Wenn ich von anderen etwas höre und meine Erfahrungen teile, kann ich meine Entscheidung besser treffen." Jede Woche fokussiert ein neues Thema mit entsprechenden Impulsen. Die App enthält 60 Sekunden Videos von Menschen, die ihren Job lieben, eine Möglichkeit Fragen zu stellen an Menschen und Organisationen wie Unternehmen, IHK, Jugendberufsagentur, Unis oder Beratungseinrichtungen sowie Mentoren, die sie längerfristig begleiten. In der App sind die verschiedenen Meilensteine in der Berufsorientierung abgebildet und je Meilenstein werden passend zur individuellen Situation die bestehenden privaten und öffentlichen Unterstützungsangebote dargestellt (embedded oder verknüpft). Die Nutzer der App werden unterstützt, bis sie den nächsten Schritt nach ihrem bisherigen Bildungsweg fixiert haben (z.B. Ausbildungsvertrag unterzeichnet, Uni Anmeldung getätigt, Jobeinstieg..).

Messbare Ziele

  • Messung der Zufriedenheit von jungen Menschen mit dem umgesetzten nächsten Schritt nach Abschluss des Programms
  • Senkung der Abbrecherquote
  • Senkung der Anzahl von jungen Menschen in Übergangssystemen

Von welchen Annahmen geht Ihr bei Eurem Lösungsansatz aus?

  • Menschen sind bereit ihre Erfahrungen weiter zu geben
  • Organisationen möchten digital ihre Zielgruppe unterstützen
  • junge Menschen möchten eine App/ein digitales und frisches Angebot zur Berufsorientierung nutzen
  • junge Menschen haben Fragen und trauen sich diese an fremde Menschen zu stellen

Wer profitiert von dieser Lösung? Wer nutzt diese Lösung?

  • Junge Menschen für ihre individuelle Orientierung
  • Mentoren erhalten Einblick in die Sichtweisen und Bedürfnisse der jungen Menschen
  • Unternehmen und Unis können ihre Zielgruppe am Point of Interest mit relevanten Infos erreichen
  • Organisationen erreichen genau ihre Zielgruppe exakt zu der Zeit, in der ihre Leistungen und Informationen benötigt werden
  • die Gesellschaft bekommt mehr umfassend informierte junge Menschen, die ihren Weg bewust gehen und später erfolgreicher und lieber ihrer Tätigkeit nachgehen
  • die Community des Programms von dem Spirit: gemeinsam können wir viel erreichen

Welchen Einfluss hat Eure Lösung auf die aktuelle Situation? Sie nimmt die aktuell erhöhten Bedarfe der Orientierung in der unklaren Zeit auf und antwortet mit einer Lösung, die die Verantwortung und die Kompetenz in die Community/Gesellschaft gibt. Denn dort ist die Erfahrung und Menschen lernen von Menschen.

Was ist der langfristige Wert Eurer Lösung? Berufsorientierung ist ein dauerhaftes Thema. Eine immer größer werdende Community zu schaffen und alle Angebote zu sammeln und sie passgenau mit den Bedarfen zusammen zu bringen, ist auch langfristig hilfreich für die Zielgruppe. Durch die Nutzung des Programms erlernen die Teilnehmenden wichtige Zukunftskompetenzen: Lernen im Netzwerk, Verbindungen knüpfen im Netzwerk, digitale Kollaboration. Dies sind Kompetenzen, die auch über das Programm hinaus für das Leben gebraucht werden.

Wie bewertet Ihr selbst die Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit Eurer Lösung? Es ist ein großes und langfristig angelegtes Projekt, das skalieren kann sowohl deutschlandweit als auch international. Um den größtmöglichen Nutzen zu kreieren sind viele Beteiligte nötig. Die Qualität und Geschwindigkeit in der Umsetzung hängt von den Partnern ab, die sich inhaltlich und finanziell beteiligen.

Vorgehen und Fortschritt:

Wir haben auf dem bestehenden Konzept der App aufgebaut und in diesem Hackathon das Programm mit Barcamp und Bootcamp geplant. Dabei haben wir viele tolle Ansprechpartner von Organisationen und Erkenntnisse aus den verschiedenen Sichtweisen (u.a. von Lehrenden, Schulsozialarbeitende, Bildungsinitiativen) gewonnen. Wir haben das Material erstellt, das für diese Aktivitäten benötigt wird. Eine Umfrage hat den Hackathon begleitet um Prioritäten und Bedarfe festzustellen. https://www.q-set.de/q-set.php?sCode=BAVJQQMKNWNB

Wie ist der Lösungsansatz entstanden? Wir wissen seit der Durchführung eines Offline Barcamps mit 187 SchülerInnen, dass junge Menschen gemeinsam voneinander lernen können und wollen. In diesem haben wir sie mit Alumnis ihrer Schule und Studierenden zusammengebracht. Bei einer Umfrage auf einer Berufsmesse vor unserem BarCamp haben wir junge Menschen gefragt, was sie sich wünschen: Häufig wurde gewünscht Menschen sprechen zu können, die schon einige Schritte weiter auf ihrem Berufsweg sind. Gleichzeitig wurde auch zurückgemeldet, dass authentische Informationen aus dem realen Leben fehlen und Videos eine präferierte Option zur Berufsorientierung darstellen. Die Unmenge an Angeboten und Informationen bei gleichzeitiger Orientierungslosigkeit wird als Problem angesehen. Deshalb haben wir das Programm in dieser Form aufgebaut.

Im eigenen Umfeld Was waren die wichtigsten Meilensteine während der Hackathon Woche?

  • Ein tolles, engagiertes und offenes Team gefunden zu haben
  • Das Konzept für das online Barcamp und online Bootcamp zu definieren
  • Durch Austausch in Gruppen- und persönlichen Gesprächen Einblick in verschiedene Blickwinkel zu erhalten.

Prototyp:

https://www.notion.so/KEY2BE-ME-Programm-zur-Berufsorientierung-a2823f68cdbf49a78e56a250a1347d13

Nächste Schritte:

Wie testet ihr Eure Annahmen?

  1. Wir führen eine 4 wöchige Pilotphase durch mit Nutzung des Prototypen der App. Im Anschluss evaluieren wir das Programm und verbessern den Prototypen durch Wirkuns- , Prozess- und Kosteneffektivitätsevaluation.
  2. Weiterhin schärfen wir durch unsere Umfrage unser Programm.
  3. Wir haben erste Interviews mit SchülerInnen geführt, die genau jetzt die Schule verlassen. Dies werden wir fortführen.

Was ist aus Eurer Sicht der nächste Schritt in Richtung Umsetzung? Umsetzung der Pilotphase

Was benötigt Ihr für den nächsten Schritt (Ressourcen, Know-How, Budget)? Erweiterung unseres Netzwerks Bildung von Partnerschaften Finanzielle Unterstützung

Seid ihr als Projektteam selbst an der Umsetzung interessiert? Ja, wir machen weiter. Mit Leidenschaft.

Projektname, Ideen, Texte: CC BY-NC-ND Urheber- und Nutzungsrechte: Der Projektname, alle Texte & Ideen in diesem Beitrag stehen unter einer CC BY-NC-ND-Lizenz. Die Rechte liegen beim Urheber. Das dahinterstehende Konzept der App (CC BY-NC-ND) bestand bereits und ist nicht Teil des Hackathons.

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