Herausforderung

Integreat adressiert zwei zentrale Probleme, warum Integrationsprozesse in Deutschland scheitern: Informationsarmut und Sprachbarrieren. Nicht mal zur Zeit, in der Informationen Leben retten (könnten), gibt es aktuelle Infos in hoher Sprachenvielfalt von staatlichen Stellen.

Kurzbeschreibung

Integreat ist eine schon von jeder 6. deutschen Kommune eingesetzte digitale Integrations-Plattform, eine transparente, mehrsprachige Sammlung aller lokalen Anlaufstellen, Prozesse und Teilhabemöglichkeiten - digitale Willkommenskultur am Zahn der Zeit. Integreat ist Open Source und alle Komponenten und Inhalte sind frei lizenziert. Verwaltet werden die Infos von den Expert:innen in den Kommunen.

Die Zielgruppe von Integreat

Kommunen und engagierte Unternehmen für die Implementierung einer lokalen Integreat-App vor Ort. Nutzende sind Geflüchtete, Migrant:innen, Fachkräfte mit Deutsch als Zweitsprache und deren Anlauf- und Unterstützungsstellen sowohl bei Sozialorganisationen als auch in den Behörden

Wen Integreat jetzt braucht oder auch wer Integreat jetzt braucht

Interessierte Kommunen, die Fairness für Neuzugewanderte und Attraktivität für ausländische Fachkräfte gleichzeitig erhöhen möchten.

Integreat für Fachkräfte

Der Fachkräftemangel für deutsche Unternehmen wird von Jahr zu Jahr eklatanter. Doch für das einzelne Unternehmen ist das Rekrutieren aus dem Ausland zu komplex und teuer. Nimmt man diese Aufgabe aber als Kommune gemeinsam mit den Unternehmen an, wird diese Herkules-Aufgabe auf einmal realistischer. Die Web-App ist der wesentliche Baustein für die Fachkräfte im Ausland, die auch aus dem Ausland zugänglich ist. Neben dem neuen Job ist eine willkommenheißende Kommune, der die Informationsversorgung ihrer neuen Mitbürger:innen am Herzen liegt, natürlich eine weitere Trumpfkarte der lokalen Unternehmen. Durch Push-Benachrichtigungen können Nutzer:innen der App auch in Echtzeit über wichtige Meldungen informiert werden.

Mehrsprachige, verständliche Informationsversorgung - wichtiger denn je, weil sie Leben retten könnte

Zunächst berichteten SWR und Correctiv, dann der Tagesspiegel und nun auch die Zeit: Krankenhäuser berichten von einer überdurchschnittlichen Zahl von Patient:innen, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen. Auch wenn unbestreitbar ist, dass Armut krank mache, so könnten in diesen Zeiten Informationen wohlmöglich Leben retten. Integreat mit seinen über 60 Partner-Kommunen übernimmt diese Aufgabe bereits mit mehrsprachiger Informationsversorgung. Dies muss noch mehr werden und kann nicht nur das - auch finanzielle Engagement und Investment - unserer noch jungen gemeinnützigen Organisationen passieren. Unsere Vision ‘Informationsarmut darf kein Integrationshindernis mehr sein’ rückt gerade ins zweite Glied, denn was Deutschland jetzt akut braucht sind ‘verständliche Gesundheits-Informationen für alle’, weil sie Leben retten würden...

Tagesschau.de: "Wer sagt's den Migranten?"

Der Tagesspiegel: "Die öffentliche Informationspolitik in Fremdsprachen ist dürftig"

Die Zeit+ oder Print vom 18.03.2021: "Liegen auf den Intensivstationen wirklich mehr Menschen mit Migrationshintergrund?"

Share this project:

Updates