"Unsere Zukunft liegt nicht in Verboten, sondern in der Gestaltung von Möglichkeiten"
.
Inspiration
Derzeitige Quarantänemaßnahmen sowie Einschränkungen des öffentlichen Lebens bedeuten für die Bevölkerung eine große Belastung und verursachen immense wirtschaftliche Schäden. Mit derzeitigen „Quarantänemaßnahmen“ kann die Verbreitung des Virus nur verlangsamt werden. Wissenschaftler sprechen davon, dass vermutlich 60-70% der Bevölkerung am COVID-19-Infekt erkranken werden. Die Entwicklung eines Impfstoffes sowie Impfung großer Anteile der Bevölkerung wird mutmaßlich noch lange dauern. Auch die Entwicklung einer "Herdenimmunität" entsteht nur langsam. Ein Ende von „Quarantänemaßnahmen“ ist noch nicht absehbar, Wissenschaftlicher sprechen bereits von einer Dauer von mehr als 1 Jahr.
Lösungsansatz
Bereits erkrankte Bürger sind normalerweise immun gegenüber erneuter Infektion und stellen für die Umwelt im Wesentlichen keine Infektionsgefahr dar (sofern durch Hygienemaßnahmen eine passive Übertragung des Virus vermieden wird). Diese Personen sind von großer Bedeutung für den Wiederaufbau des täglichen Lebens sowie für die Versorgung gefährdeter Personen.
Covid-19 Infektionen verlaufen oft unerkannt, zudem wird vielfach aus unterschiedlichsten Gründen auf einen Coronatest verzichtet. Somit ist bei zahlreichen Bürgern nicht bekannt, ob bereits Immunität vorliegt. Auch werden infizierte Bürger, bei denen mit zeitlicher Verzögerung Immunität wahrscheinlich ist, bisher nicht zentral registriert.
Bedeutung des Immunitätsnachweises
Aus diversen Gründen ist es sehr wichtig zu wissen, wer immun gegen COCID 19 ist. Offiziell festgestellte und dokumentierte Immunität bedeutet:
• Ein „immuner“ Bürger kann belegen, dass Quarantänemaßnahmen für ihn nicht erforderlich sind. Er stellt keine Infektionsgefahr für seine Mitmenschen dar. Aus medizinischer Sicht darf er sich nicht nur frei bewegen, er kann auch wieder seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, so dass nach und nach auch das wirtschaftliche Leben wieder in Gang kommt.
• „Immune“ Personen können in Kontakt zu gefährdeten Patienten arbeiten. Die hier vorgeschlagene Datenbank kann anderen Projekten bei der Suche nach immunen Hilfspersonen helfen. Wer nicht im eigenen Job gebraucht wird, kann in der Datenbank seine Unterstützung, beispielsweise auch für karitative Zwecke, anbieten. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß. Insbesondere viele rüstige immune Rentner/Pensionäre dürften bereit sein, beispielsweise hilfsbedürftigen Nachbarn zu helfen.
• Die Kenntnis des Immunstatus der Bevölkerung ist wichtig, um Wirksamkeit/Erfordernis weiterer Quarantänemaßnahmen zu beurteilen.
• Zahlreiche wissenschaftliche und politische Fragestellungen werden ermöglicht und können durch die spezielle Konstruktion der Datenbank vielfach in anonymisierter Form ohne Verletzung des Datenschutzes ermittelt werden.
How I built it
• Aufbau einer Datenbank
Mit dem vorgeschlagenen Projekt soll eine zentrale Datenbank aufgebaut werden, in der die Ergebnisse der getesteten Bürger gespeichert werden. Weitere Angaben lassen sich (auf freiwilliger Basis) speichern (z.B. Beruf, Alter, Wohnort, Bereitschaft zu Hilfen). Eine Datenschutzerklärung wird benötigt.
Im Zusammenhang mit dem "digitale Versorgung Gesetz (DVG)" hat unser Startup-Unternehmen in den letzten Monaten bereits eine Datenplattform für das Gesundheitssystem entwickelt, in der Gesundheitsdaten der Bevölkerung gespeichert werden können. Das Projekt ist weit fortgeschritten. Datenschutz und Kontrolle durch den Patienten stehen im Zentrum des Projekts.
Problemlos lässt sich mit dieser Datenplattform auch der Immunstatus von Bürgern erfassen. In kurzer Zeit könnte diese Datenplattform bereitgestellt werden und Laborergebnisse (immuner) Bürger sowie Zusatzinformationen speichern.
• Nachweismethoden für den Immunitätsstatus
Der Immunstatus eines Patienten kann laborchemisch relativ sicher festgestellt werden. (Beispiel: Immunitätsnachweis für Masernviren bei Kitamitarbeiter oder Nachweis der Röteln-Immunität bei schwangeren Frauen - bei anderen Viren funktioniert der Immunitätsnachweis ebenso unproblematisch).
Zusätzlich könnte wissenschaftlich bewertet werden, ob Patienten, bei denen der Nachweis einer COVID 19-Infektion erbracht wurde (die also aktuell infektiös sind) mit einer Verzögerung von z.B. 3 Wochen als (vorläufig) immun gelten können.
• Praktische Bestimmung des Immunstatus
Blutabnahme in Laboren, Arztpraxen oder im Rahmen von Massenuntersuchung.
Testergebnisse können direkt von Laboratorien an die zentrale Datenbank übermittelt werden. Hierbei handelt es sich um ein bewährtes Verfahren. Laboratorien übermitteln bereits seit vielen Jahren ihre Untersuchungsergebnisse online an Arztpraxen - dieser Übertragungsweg eignet sich auch für Ergebnisübermittlung direkt an Datenbanken.
Blutabnahmen sowie die Übermittlung der Ergebnisse könnten auch durch Arztpraxen erfolgen. Vorteil ist u.a. eine kurze Bewertung, inwieweit ein Immunitätscheck des Patienten überhaupt sinnvoll ist. Alle Arztpraxen sind über eine „sichere“ Leitung (Konnektor) mit der Krankenkasse des Patienten verbunden. Diese Leitung ließe sich auch für Informationsübermittlung an eine zentrale Datenbank nutzen.
Erforderliche Grundlagen
Für das Projekt sind einige Voraussetzungen erforderlich, die sich schnell realisieren lassen sollten:
• wissenschaftliche Definition von "Immunität" und Akzeptanz verschiedener Verfahren zum Immunitätsnachweis (s.o.). Festlegung tolerabler Sensitivität und Spezifität der Testverfahren.
• Bereitstellung großer Mengen günstiger Labortests durch die Industrie zur Bestimmung des Immunitätsstatus.
• gesetzliche Grundlagen, z.B. für Lockerung von Ausgangssperren für immune Patienten, Datensicherheit uä
.



Log in or sign up for Devpost to join the conversation.