Das Video entspricht nicht der aktuellsten Version der App. Dies kann hier angeschaut werden: https://youtu.be/Fm8jNsI2Ot4.

Der neuste Stand der Entwicklung kann jederzeit auf https://gitlab.com/home_alone_hack/app/pipelines ausprobiert werden.

Eine Präsentation zur Dokumentation unseres Projekts kann unter dem unten stehenden google.document Link angeschaut werden.

Inspiration

In der momentanen Krisensituation müssen viele Menschen zuhause bleiben. Manche dieser Menschen wohnen alleine und sind dadurch sozial isoliert, andere haben ihren Arbeitsplatz nach Hause verlagern können und verlassen ihre Wohnung deshalb nicht mal mehr dafür. In einigen Teilen Deutschlands sind umfassende Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Isolation und Einsamkeit können sich erwiesenermaßen negativ auf die mentale Gesundheit auswirken. Das ist besonders der Fall, wenn Routinen und gewohnte Tagesabläufe nicht mehr eingehalten werden können. Deshalb wollten wir ein Werkzeug entwickeln, das einerseits in dieser Situation der Krise eine Tagesstruktur aufbaut und andererseits Impulse gibt, auch aus der Isolation heraus Neues kennen zu lernen und auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Das Ganze sollte auf eine spielerische Art und Weise geschehen, um Lust auf den Tag zu bereiten und zum Mitmachen zu motivieren.

What it does

User*innen erhalten aus der von uns entwickelten App Challenges, mal kleinere, mal größere Herausforderungen, aus verschiedenen Kategorien, die angenommen und bearbeitet werden können. Diese Challenges reichen von simplen alltäglichen Dingen, um die Tagesstruktur in dieser neuen Situation aufrechtzuerhalten, über das Aufbauen von neuen Routinen mit Sport-, Koch-, oder Lernherausforderungen bis hin zu Impulsen zur Unterhaltung und Entspannung. Mit der Durchführung der Challenges sollen Punkte und speziellen Achievements erlangt werden können, die kleine Erfolgserlebnisse ermöglichen und damit zur weiteren Nutzung der Anwendung motivieren sollen. Am Ende soll die App kontinuierlich dazu beitragen, neue Tagesroutinen zu schaffen, alte aufrechtzuerhalten und im Idealfall neues Wissen und neue Fähigkeiten zu fördern.

How I built it

Zur Entwicklung haben wir uns für das Cross-Plattform Entwicklungs-Framework Flutter entschieden. Damit war es uns möglich, die App für iOS und Android mit gemeinsamer Code-Basis zu entwickeln - und das sogar schneller als es oft bei der nativen Entwicklung vonstatten geht. Am Freitagabend begannen wir damit, die nötigen Entwicklungs-Tools zu installieren und die Build-Pipeline aufzusetzen. Diese Continuous Integration/ Continuous Deployment Build-Pipeline baut nach jeder Änderung am App-Code eine neue Version der App. Danach begannen wir mit der Implementierung der Authentifizierung, denn zunächst war gar nicht klar, welche Features die App außer eines Logins bieten sollte. Als am Samstagnachmittag das Kern-Konzept der App feststand, waren wir auch schon mit der Authentifizierung fertig und konnten direkt weiterarbeiten. Wir teilten die Aufgaben Screen-weise den Entwicklern zu, welche dann jeweils die Implementierung der UI und der Logik für diese übernahmen. Gegen 16:00 Uhr war dann der Prototyp weit genug entwickelt, um ein Video davon aufzunehmen. Im weiteren Verlauf verpassten wir der App den letzten Feinschliff und merzten einzelne Bugs aus.

Challenges I ran into

Ähnlich wie wahrscheinlich bei den meisten anderen Hackathon-Teilnehmern hier, stellte uns unser Projekt vor einige Herausforderungen, die es zu meistern galt. Mit einer stolzen Teamgröße von über 30 Mitgliedern zu Beginn, merkten wir relativ schnell, dass einiges an Organisations- und Planungsaufwand nötig war, um produktiv miteinander an unseren Zielen arbeiten zu können. Wir erstellten einen Projektplan, teilten uns in Arbeitsgruppen auf und machten uns mit viel Motivation frisch ans Werk. Die ganze erste Nacht wurde fleißig an Recherche, Design, und Code gearbeitet — ohne dabei jedoch unsere eigene Gesundheit und die dadurch entstandene Belastung im Auge zu behalten. Dies rächte sich leider im Laufe des folgenden Tages, als unser Team immer mehr zusammenschrumpfte. Doch Aufgeben war keine Option und so können wir stolz sagen, dass jeder hier von der Ideengestaltung bis hin zur Einreichung sein Bestes gegeben hat, um diese Anwendung zu ermöglichen. Der Hackathon war eine tolle Erfahrung für uns und eins ist absolut sicher: Wir hatten alle eine große Menge Spaß dabei.

Accomplishments that I'm proud of

Wir haben es geschafft mit den ersten 50 Challenges eine vielseitige Grundlage für die weiteren, die noch folgen sollen, zu schaffen, um so eine noch breitere Zielgruppe ansprechen und erreichen zu können. Die Isolation trifft jeden gleich, aber nicht jeder hat Interesse an den gleichen Challenges und Themen. Durch das leicht verständliche UI wird es den User*innen ermöglicht sich einen Überblick über die ganzen Möglichkeiten zu schaffen und neben den üblichen Challenges werden so auch immer übersichtlich, aber nicht aufdringlich, Ideen für Neues gegeben. Diese inhaltliche Grundlage ist inzwischen erfolgreich in unseren eigens programmierten Prototypen eingepflegt. Trotz der oben erwähnten Schwierigkeiten und der Belastung durch die knappe zeitliche Taktung unseres Hackathons, gelang es unseren Programmierern innerhalb weniger Stunden den notwendigen Code mit bereits einigen Funktionen zu schreiben und gemeinsam mit den Designern umzusetzen. Dabei ist eine einzetzbare App mit Backend und funktionierenden registierbaren NuzerInnenaccounts von Grund auf entstanden. Wir sind selbst etwas überascht das an einem Wochenende eine App entstanden ist die so schon verwendet werden kann.

What I learned

Wie bereits erwähnt, gestaltete sich der Koordinationsprozess bei ca. 30 Personen, die an der Idee mitwirken wollten, anfangs schwierig. Dies hat uns gezeigt, wie wichtig ein “Management” für einen funktionierenden, schnellen und reibungslosen Ablauf bei einem solchen Projekt ist. Ein fester Zeitplan und regelmäßige Meetings zum gegenseitigen Updaten der verschiedenen Gruppen (Researcher, Developer, Designer und Projektmanager) untereinander hat unserem Projektteam schließlich eine gut funktionierende Dynamik gegeben. Allerdings hat das Projekt uns auch gezeigt, wie wichtig auch geregelte Pausenzeiten sind. Am Ende von Tag 2 mussten manche Teammitglieder, die an den ersten beiden Tagen mit enormem Engagement dabei gewesen waren, sich für Tag 3 vorerst aus dem Projekt zurückziehen, da sie an Schlafmangel litten. Die gesundheitliche Belastung, die bei den Teilnehmern*innen bei einem solchen Projekts aufkommen kann, sollte nicht unterschätzt werden, denn am Ende könnte die Ausgestaltung und Fertigstellung der ganzen Idee gefährdet werden. Dies war bei uns glücklicherweise nicht der Fall und dieses Projekt hat bewiesen, wie schnell man tatsächlich etwas auf die Beine stellen kann, wenn das Team gut, koordiniert und immer auch mit ein paar ruhigen Köpfen zusammenarbeitet.

What's next for 18_mentalhealth_homealonechallenge

Die Anzahl der Challenges soll noch weiter ausgearbeitet werden. Zudem soll die Plattform um zusätzliche Features erweitert werden: User*innen sollen sich eigene Challenges erstellen können oder sich unter Angabe der zur Verfügung stehenden Zeit und Raumfläche eine Challenge zuteilen lassen und diese den Anforderungen entsprechend allein oder mit zufällig ausgewählten Nutzer*innen kooperativ bearbeiten. Außerdem soll es durch weitere Level und Accomplishments innerhalb der App zu einer stärkeren Anregung des Belohnungssystems der User*innen kommen, um die Motivation durch ein internes Aufstiegssystem und erweitertes Punktesystem aufrecht zu erhalten. Auch die Implementierung App-interner Kommunikationsräume steht zur Debatte.

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